Waffenschein „speziell für Hoheitsträger vorgesehen“

  • Mann muss in D in keinem Verein/Verband sein, um eine WBK zu bekommen.


    Es ist nur teurer und nicht so einfach, als wenn man in einem Verband ist.

    Die Worte hör' ich wohl, nur kenne ich keinen einzigen praktischen Fall.

    Auch wenn ich Schützen kenne die das gerne so gemacht hätten, es aber eben nicht geschafft haben.


    Persönlich für mich finde ich die Vereinsmitgliedschaft ohnehin den vernünftigen Weg. Hierzulande gibt es keinerlei diesbezüglichen Druck, ich bin den Weg dennoch so gegangen und empfehle das auch so. Aus verschiedenen Gründen. Aber ich würde niemanden zu diesem Weg zwingen.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Die Worte hör' ich wohl, nur kenne ich keinen einzigen praktischen Fall.

    Weil es nicht so einfach ist.

    Und da die wenigsten Bock drauf haben (und es günstiger ist), geht man in einem Verein und Verband, trainiert 12/18 mal im Jahr, hat zwischenzeitlich die WSK absolviert und beantragt nach 12 Monaten die WBKs.


    Und als Schütze ohne Verein/Verband, muss man nachweisen wo man trainiert, mit was man trainiert, wie oft man trainiert, auf Basis welcher Sportordnung, evtl. Stellungnahme des Verein/Schießstätte wo man trainiert, dass alles auch nachprüfbar, was dann der SB auch macht.

  • Akzeptiert, HansDampf , danke!

    Allerdings: In der Praxis ist das ein Vereinszwang.

    Und genauer betrachtet nicht im Sinn der Verfassung.


    Regt mich nicht sonderlich auf, da der Zwang in der Praxis keine Nachteile zu Euren gesetzlich vorgeschriebenen Vorgehensweisen zu bringen scheint.

    Allerdings sollte man solche Dinge (die es in praktisch jedem Staat gibt) dennoch auch nicht verharmlosen.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • meines Wissens nach verfassungsrechtlich Vereinszwang zur Sportausübung verboten wurde. Und hier ist aber nun auf einmal ein Vereins/Verbandszwang. Was mir doch sehr bedenklich erscheint. Nicht so sehr der Vereins-/Verbandszwang, sondern die Art und Weise wie man mit der Verfassung umgeht.


    Wenn man den Punkt in der Verfassung streicht, soll man Sportler von mir aus zwingen wozu man will.

    Was erwartest Du in einem Land,


    in dem Abgeordnete offiziell nur ihrem Gewissen unterworfen sind - aber Fraktionszwang bei Abstimmungen extra angeordnet oder aufgehoben werden kann ?


    in dem Mietpreisbremse und Mietendeckel als grundgesetzkonform bestätigt werden obwohl Vertragsfreiheit herrscht ?


    in dem ich de facto in vielfacher Hinsicht durch nachträgliche Gesetzänderungen enteignet werde, obwohl die echte Rückwirkung ausgeschlossen ist ?


    . . .


    Ich könnte den Rest der Nacht weiter aufzählen ::c.o.l).


    Der Unterschied zwischen hehren Idealen und täglicher Praxis wird in diesem Land täglich augenscheinlicher ::dry::

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Greenhorn Nur die Situation :der theoretische Weg wäre über einen privaten Schiesstandbetreiber. - Da kann man regelmäßig trainieren. Das Problem ist dann die Befürwortung. Wann man den Sport regelmäßig ausübt mit einer Leihwaffe aber keinem Verband oder Verein angehört ist es ziemlich schwer, eine Befürwortung zu bekommen. Wie also weist man nach, dass man ein Bedürfnis hat?

    Und das glaubhaft zu machen ist schwierig.

    Sachkunde ist kein Problem, Nachweis einer Haftpflicht, weil man keinem Verband / Verein angehört der das für einen macht, sollte auch kein Problem sein, Geeignetes Behältnis kann man erwerben. - Lediglich die Befürwortung durch den Verband - dafür braucht es eine Alternative. Und das macht es potentiellen Erwerbern ohne Vereins und Verbandsmitgliedschaft in D sehr schwer.


    Es gibt übrigens noch eine ähnliche Sache im Sprengbereich:

    Mit dem §27 SprengG könnte man nicht nur Nitropulver zum Wiederladen oder Schwarzpulver für Vorderlader,

    sondern auch, was ich bisher nicht auf dem Radar hatte, sogenanntes Garten / Mittelfeuerwerk der Kategorie 3 erwerben.


    Das Bedürfnis nachweisen ist aber das primäre Problem, alle anderen Auflagen sind ohne weiteres zu erfüllen.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Weil es nicht so einfach ist.

    Und da die wenigsten Bock drauf haben (und es günstiger ist), geht man in einem Verein und Verband, trainiert 12/18 mal im Jahr, hat zwischenzeitlich die WSK absolviert und beantragt nach 12 Monaten die WBKs.


    Und als Schütze ohne Verein/Verband, muss man nachweisen wo man trainiert, mit was man trainiert, wie oft man trainiert, auf Basis welcher Sportordnung, evtl. Stellungnahme des Verein/Schießstätte wo man trainiert, dass alles auch nachprüfbar, was dann der SB auch macht.

    Ich kenne einen persönlich.
    Er hat nur Rennerei wegen jedem Bedürfnis oder was auch immer. Ne ne ...

    Das wäre nix für mich. Soviel Lebenszeit und Nerven hab ich nicht.

    Zwar mag ich Foren, ähnliches und moderne Plattformen wie Facebook, aber trotzdem halte ich es frei nach Guy de Maupassant:


    Es sind die Begegnungen mit den Menschen die das Leben Lebenswert machen.


    (Mitglied DSB , BDS, proLegal und Firearms United) :f_de:

  • Nur die Situation : ...

    Natürlich "geht es", irgendwie! Sonst wäre es ja nicht möglich, sich als verfassungskonform hinzustellen.

    Aber das System ist auf Vereins/Verbandszwang ausgelegt, obwohl es dadurch gegen die aus bitterer Erfahrung heraus geschaffene Verfassung verstößt.


    Immerhin bestimmt der Staat/die Politik selbst, was ein Bedürfnis ist, hier gibt es ausreichend andere, weniger auf Kontrollwahn ausgelegte Möglichkeiten. Und es ist nicht ganz unbekannt, dass es Länder mit strengeren Waffengesetzen gibt die eine weit höhere Mordrate haben, Länder mit liberaleren Waffengesetzen gibt die eine niedrigere Mordrate haben. Einfach weil hier andere Rahmenbedingungen als das Waffenrecht eine weit größere Rolle spielen.


    Wie schon erwähnt, die Sache regt mich nicht sonderlich auf, nur: Man sollte die Dinge nicht beschönigen sondern eben beim Namen nennen.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Du unterschätzt die paar existierenden Spezialisten unter den Beamten,

    paar ist die perfekte Bezeichnung.......der Großteil sieht die Waffe / Training damit als notwendiges Übel an.

    Du hast keine Ahnung von Trainings. Muskelgedächtnis ist nett und wichtig, hat aber nichts mit Stress zu tun

    Habe ich das behauptet ?

    Bei einem echten Training

    wird der Stress simuliert.

    Ja....aber erst nachdem der sichere Umgang mit der Waffe antrainiert wurde.....und dazu gehört nun mal auch das Muskelgedächtnis.

    Das fängt damit an, dass du im Finsteren aus der Tiefschlaf-Phase gerissen wirst, Waffe und Magazine finden musst,

    die Situation richtig erfassen musst (is was, oder is eh nix?)

    Wenn man Waffe und Magazine erst suchen muss.......hat man im Vorfeld schon einiges falsch gemacht....aber What Else...

    Ob ich's selbst versucht habe? Aber nein doch, ich bin mein ganzes Leben auf der faulen Haut gelegen!

    Das war dann sicher ein fades und Ödes Leben ohne Vorderlader....::lachen2::




    lg leonardo

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller

  • Hier Werbung für einen hier mehrfach angesprochenen Kurs.

    (Nur ein Beispiel von vielen.)

    Hab mal als Besucher zugesehen. Alles drin Theorie, Praxis, Gesetze und auch erste Abhilfe wird behandelt
    In anderen Ländern wird das eben nicht verkompliziert.
    Und 200,-$ ist auch nicht die Welt.


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    Zwar mag ich Foren, ähnliches und moderne Plattformen wie Facebook, aber trotzdem halte ich es frei nach Guy de Maupassant:


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    (Mitglied DSB , BDS, proLegal und Firearms United) :f_de:

  • In anderen Ländern wird das eben nicht verkompliziert.

    "Kompliziert" ist in dem Zusammenhang nichts. Die ganze Schwierigkeit des Themas besteht darin, das eigene Nervenkostüm in einer Situation zu kontrollieren, die man nie zuvor erlebt hat. Zu der man nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen kann.

    Es gibt durchaus Menschen, die ein KFZ vom ersten Kilometer ihrer Fahrpraxis an perfekt im Verkehr lenken. Die meisten KFZ-Lenker benötigen aber etwas Erfahrung, um ihre Nervosität zu besiegen, den Überblick zu gewinnen und entsprechend die Fähigkeit zu erwerben, auch in unerwarteten Situationen richtig zu reagieren. Selbstverteidigung ist ein Thema in dem nur äußerst wenige Menschen Erfahrung sammeln. Die Mehrzahl der Menschen kommt nie in eine derartige Situation, diejenigen die ein zweites Mal in die Situation kommen kann man an seinen Fingern abzählen. Woher also soll man die Erfahrung, die zu richtigen Reaktionen und zur inneren Ruhe in den Situationen führt gewinnen?


    Einfach oder kompliziert ist bedeutungslos, auch Kompliziertes lässt sich lernen!

    Wie aber lernt man Erfahrung in Selbstverteidigung? Soll man sich Killer für die eigene Person bestellen, damit man übt um sein Überleben zu kämpfen? Oder was?

    Unsere Wochenendkurse waren nicht teuer - was den Kurs selbst betrifft. Aber man hatte gut 2.000 Schuss Munition mitzubringen, und durchlöcherbare Kleidung. Weil im wirklichen Ernstfall das aus der Tasche ziehen der Waffe bereits verlorene Zeit ist. Was aber auch trainiert sein will, wenn man treffen will. Nebensächlichkeit, Detail am Rande. Bestenfalls für einen Bruchteil der möglichen Situationen wichtig. Aber derartige "unwichtige" Details gib's halt mehrere. :uzi:


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Man muss das Rad nicht immer neu erfinden.


    Zauberwort ist „ Impulskontrolle „


    :thumbsup::Braverle:

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    Es sind die Begegnungen mit den Menschen die das Leben Lebenswert machen.


    (Mitglied DSB , BDS, proLegal und Firearms United) :f_de:

  • Nein, dann hat man sie in Deutschland rechtskonform aufbewahrt..

    Wenn ich mich nicht ganz täusche ist das eine Fehlinfo ? Wenn kein anderer Zugriff hat außer ich....darf sie auch in Griffnähe liegen ?


    Sollte ich mich irren...Bitte um Richtigstellung......:drink:


    lg leonardo

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



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    Lewis B. Puller

  • Wenn ich mich nicht ganz täusche ist das eine Fehlinfo ? Wenn kein anderer Zugriff hat außer ich....darf sie auch in Griffnähe liegen ?


    Sollte ich mich irren...Bitte um Richtigstellung......:drink:


    lg leonardo

    Zuhause darfst du die Waffe nackt geladen holstern.


    ::hahah::


    Der Klettverschluss vom Gürtel hinterlässt nur so rote Flecken an der Haut!

    (Habe ich von jemanden gehört)

    Zwar mag ich Foren, ähnliches und moderne Plattformen wie Facebook, aber trotzdem halte ich es frei nach Guy de Maupassant:


    Es sind die Begegnungen mit den Menschen die das Leben Lebenswert machen.


    (Mitglied DSB , BDS, proLegal und Firearms United) :f_de:

  • Im Prinzip ja...

    Aber ja nicht einpennen... weil dann ist die "Kontrolle" nicht mehr gegeben.


    LG

    -Michael

    In dem Aufzug werde ich garantiert nicht einschlafen. Wenn mich meine Frau dann so vorfindet hätte ich sehr viel zu erklären

    ::hahah::

    Zwar mag ich Foren, ähnliches und moderne Plattformen wie Facebook, aber trotzdem halte ich es frei nach Guy de Maupassant:


    Es sind die Begegnungen mit den Menschen die das Leben Lebenswert machen.


    (Mitglied DSB , BDS, proLegal und Firearms United) :f_de:

  • Wenn ich mich nicht ganz täusche ist das eine Fehlinfo ? Wenn kein anderer Zugriff hat außer ich....darf sie auch in Griffnähe liegen ?


    Sollte ich mich irren...Bitte um Richtigstellung......:drink:


    lg leonardo

    Grundsätzlich ja, bis Waffenbesitzer eine Situation konstruiert die es eben nicht erlaubt hätte.

  • Soweit ich das verstanden hatte: FÜHREN ist OK, solange man die Kontrolle hat. Auch mal kurz aus der

    Hand legen, z.B. aufm Klo.

    Aber aufs Nachtkastl legen beispielsweise nicht (auch wenn niemand anderer Zugriff hätte)


    LG

    -Michael

  • So ist’s.

    Zwar mag ich Foren, ähnliches und moderne Plattformen wie Facebook, aber trotzdem halte ich es frei nach Guy de Maupassant:


    Es sind die Begegnungen mit den Menschen die das Leben Lebenswert machen.


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