Schweizer Schützen empfehle ich den Blick über die Grenze

  • Ist doch eigentlich ein alter Hut worum es hier geht. Den Leuten ist ihre Hose immer näher als die Jacke. Und das nicht nur bei den für ihren Geiz ihre Sparsamkeit bekannten Schwaben hierzulande.

    Geld regiert die Welt. Tat es schon immer, wird immer so bleiben. Jeder ist sich selbst der Nächste und einer unbestätigten Weisheit zu Folge, kommt haben nicht vom ausgeben.


    Der Themenersteller hat schön beschrieben wie man es relativ preiswert machen kann an gute Ware zu kommen, so man davon weiss und mobil genug ist es umzusetzen. Naiv, derlei zu kritisieren. Stichwort heisst Globalisierung. Machen die großen Player schon lange so.


    Was den Verdienst in der Schweiz angeht weiss ich es nicht von allen Branchen. Ausserdem machten die Schweizer die ich kennengelernt habe, alle ein Riesen-Geheimnis draus. Habe auch öfter einen gewissen Nationalstolz der Eidgenossen erlebt. Untertrieben gesagt. Um nicht zu sagen, viele äussern sich als wären sie die tollsten und Größten.


    Was ich aber von einem ehemaligen Arbeitskollegen mit Sicherheit weiss ist das er in der Schweiz jetzt mit Normalstunden dasselbe verdient, wie bei uns hier auf drei Schichten plus Samstags. Industriebetrieb, Instandhalter. Soviel zu den Tatsachen einer mir bekannten Branche. Einkaufen kommt er wie viele andere übrigens nach Deutschland. Die Nähe seines Wohnorts zur Grenze machts halt lukrativ - und möglich. So isses nunmal. Machen da alle so. Viel verdienen - möglichst wenig davon ausgeben.


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Es ist ganz Ok, über den Gartenhag zu fressen. Beiderseits. Und das geschieht auch von beiden Seiten.


    Die Deutschen haben die Grenze zur Schweiz zuerst geschlossen und da kamen auch gleich die ersten Stimmen auf, dass sie nun endlich in Ruhe in ihren Läden einkaufen könnten. Nicht beachtet wurde, dass die deutschen Pendler, welche in grosser Zahl ihr nicht gerade kleines Einkommen in der Schweiz abholen, nun 60 bis 120 Minuten pro Weg am Zoll stehen müssen. Es wurde auch nicht einbezogen, dass die Schweizer Einkaufstouristen halt nicht einen unbeträchtlichen Beitrag (z.T. bis 80%) an die Detailhandelsumsätze des grenznahen deutschen Raums beitragen (bzw. beigetragen haben). Das Geld bleibt nun in der Schweiz.


    Die Grenzsituation ist für beide Seiten wichtig und förderlich. Alle die in Bern oder Berlin sitzen, sehen das aus der Ferne mit Schadenfreude und mit Neid. Doch dass viele Politiker nicht mal bis zur eigenen Nasenspitze denken können/wollen, ist uns bekannt....


    Zum Threadersteller: er hat wissentlich oder unwissentlich ILLEGAL eine Waffe in die Schweiz importiert und so gegen das Waffengesetz verstossen. Er verfügt nicht über die notwendige Importbewilligung des fedpol, welche auch für Druckluft (bzw. Anscheinswaffen) notwendig ist. Auch eine Airsoft darf nicht ohne diese Bewilligung in die Schweiz verbracht werden, obwohl die Waffe dann in der Schweiz ab 18 Jahren frei verkäuflich ist.

  • Und für alle, die es dem Threadersteller nachmachen wollen:


    Erkundigt Euch beim fedpol, was erlaubt ist und was nicht. Erkundigt Euch nicht beim Zoll, denn die können nicht alles wissen.


    Wenn ihr Geld spart, auf illegale Art und Weise: prahlt nicht damit: denn auch hier könnten (Schweizer-)Behörden mitlesen.


    Und ja, ich finde das mit den Importbewilligungen für solche mit Feuerwaffen verwechselbaren Waffen auch nicht optimal. Doch Gesetz ist Gesetz!


    Hier der Artikel aus der Verordnung:

      Art. 6 Mit Feuerwaffen verwechselbare Waffen

    (Art. 4 Abs. 1 Bst. f und g WG)

    Druckluft-, CO2-, Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-Waffen sind mit Feuerwaffen verwechselbar, wenn sie auf den ersten Blick echten Feuerwaffen gleichen, und zwar unabhängig davon, ob eine Fachperson oder sonst jemand nach kurzer Prüfung die Verwechselbarkeit erkennt.



    Schon James Bond hat mit einer Walther Luftpistole auf dem Filmplakat posiert, da dürfte obiger Artikel ziemlich weiträumig auslegbar sein.

  • Jou - Gesetz ist Gesetz. Bleibt nur die Frage wer sich ob der in Aussicht gestellten üppigen Ersparnis in viereckigem Geld dran hält, wenn nicht mal Grenzbeamte davon wissen und es auch hier im Thread 3 Monate und ebensoviele Seiten gedauert hat bis dies verkündet wurde.


    In D sind Luftruckwaffen bis 7,5 Joule anmeldefrei. So dem in der Schweiz auch so ist, kräht nach passieren der Grenze sowieso kein Hahn mehr danach woher die Waffe stammt, richtig? Auch wenns Schweizer Händlern sicher nicht gefällt, ein recht überschaubares Risiko.


    Zumal, wenn ich den TE richtig verstanden habe, er sein neues Schmuckstück sogar höchst offiziell eingeführt und Steuern dafür entrichtet hat. Kann man noch mehr vom rechtschaffenen Bürger verlangen? ::c.o.l)

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Einkaufen kommt er wie viele andere übrigens nach Deutschland. Die Nähe seines Wohnorts zur Grenze machts halt lukrativ - und möglich. So isses nunmal. Machen da alle so. Viel verdienen - möglichst wenig davon ausgeben.


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

    Ich wohne an der Grenze. Stichwort Drogeriefachmarkt, DM.

    Von mir bis im Laden drin, weniger als 10min. In der Schweiz müsste ich in die nächste Stadt fahren, bis im Laden drin 30min.

    Artikel DM: Made in Switzerland, bis zu 8x (!) günstiger als in der Schweiz.


    Ich kaufe gerne regional, ich versteh das ganze mit dem Lohnniveau, BIS zu einem gewissen Grad und bei 8x teureren Produkten hörts einfach auf.

    Hinzu kommt, dass der Emmentaler in DE der bessere ist als in CH. Quelle: Ein Käser bei Emmi. Export = gute Ware, Heimmarkt = für den Export nicht geeignete Ware.

    Für eine Fleisch/Fischtheke wie in der Edeka muss ich schon den Kanton wechseln.


    Und WENN ihr dann motzt, dann verstopft bitte nicht unsere grenznahen Tankstellen ;)

  • Ja, der Zoll ist zufriedengestellt. Aber angemeldet wurde die Waffe nur (Sorry, das unterstelle ich jetzt mal), weil man dann die ausländische Mehrwertsteuer zurück erhält. Und man weiss, dass der ausländische Zoll hohe Beträge mittels verdeckten Signalen den Schweizer Kollegen mitteilen.


    Einfache Rechnung: ich zahle brav die Schweizer Mehrwertsteuer von 7.5% und kann dann die ausländische Mehrwertsteuer von 20% (A, in D wären es 19%) zurückverlangen.


    Zum einen ist nun das Produkt absolut günstiger (rein vom VP inkl. Mwst her) UND ich kriege nochmals 12.5% zurück. Wäre das mit den 12.5% und der verdeckten Übermittlung nicht so, dann würden nicht so viele Waren beim Import gemeldet, sondern würden wohl einfach im Kofferraum bleiben.


    Ich fahre normalerweise selbst einmal pro Woche nach Deutschland und wurde in den letzten Jahren NIE kontrolliert oder angehalten. Gut, ich bin auch nie ausgestiegen um einen Beleg abstempeln zu lassen. Denn ich habe vier Kinder und damit eine Freigrenze von sechsmal CHF 300.-. Trotzdem könnte ich die deutsche Mwst jeweils zurückverlangen. Aber ist das fair, wenn ich absolut steuerfrei einkaufe? Nein. Die ehrliche Antwort ist aber: es gurkt mich an, auszusteigen und Schlange zu stehen *gg*

    Die Import-Bewilligung würde meines Wissens CHF 50.- kosten (+ CHF 20.- für einen allfällig neu zu bestellenden Strafregisterauszug). Somit spielen diese Kosten bei der in Aussicht gestellten Ersparnis keine Rolle......


    Ich wundere mich einfach immer wieder, wie die Leute die Kriminalstatistik im Bereich "Verstösse gegen das Waffengesetz" in die Höhe treiben und dabei einen Eintrag ins Strafregister riskieren. Für ein Messer oder eine Airsoft, welche sie aus Jux auf dem italienischen Wochenmarkt gekauft haben oder weil sie ein paar Euro/Franken beim Import einer Luftpistole sparen wollen.


    Aus reinem Bauchgefühl sagt mein Rechtsverständnis auch, dass es doch kein Problem sein sollte, Airsofts einfach so mitzunehmen. Sind ja frei, im Ausland und in der Schweiz. Aber der Gesetzgeber sieht das anders.


    Ich bin übrigens ein Verfechter davon, dass man die ausländische Mehrwertsteuer nur dann zurückverlangen darf, wenn man die Schweizer Mehrwertsteuer bezahlt. Dies ab einem Betrag von CHF 300.- pro Posten und/oder Person.


    Hier noch die weiteren relevanten Artikel:

      Art. 41Begriffe

    1 Als Waffen gelten:

    (...)

    f.Druckluft- und CO2-Waffen, die eine Mündungsenergie von mindestens 7,5 Joule entwickeln oder aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden können;

    g.Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-Waffen, die aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden können.


      Art. 39 Bewilligung für nichtgewerbsmässiges Verbringen in das schweizerische Staatsgebiet

    (Art. 25 Abs. 1 und 2bis WG)1

    1 Das Gesuch um die Bewilligung für das nichtgewerbsmässige Verbringen von Waffen, wesentlichen Waffenbestandteilen, Munition oder Munitionsbestandteilen in das schweizerische Staatsgebiet ist auf dem dafür vorgesehenen Formular und mit den folgenden Beilagen bei der Zentralstelle Waffen einzureichen:

    a.2Original des von der zuständigen kantonalen Behörde ausgestellten Waffenerwerbsscheins, wenn der zu verbringende Gegenstand waffenerwerbsscheinpflichtig ist;

    b.3Auszug aus dem schweizerischen Strafregister, der höchstens drei Monate vor der Einreichung des Gesuchs ausgestellt wurde, wenn es sich um Waffen oder wesentliche Bestandteile nach Artikel 10 Absatz 1 WG oder um Munition oder Munitionsbestandteile handelt;

    c.Kopie des gültigen Passes oder der gültigen Identitätskarte;

    d.amtliche Bestätigung nach Artikel 9a WG.

    2 Die Bewilligung berechtigt zum gleichzeitigen Verbringen von höchstens drei Waffen oder wesentlichen Waffenbestandteilen in das schweizerische Staatsgebiet. Sie ist sechs Monate gültig und kann um höchstens drei Monate verlängert werden.

  • Und WENN ihr dann motzt, dann verstopft bitte nicht unsere grenznahen Tankstellen ;)

    Ommmmm, ich habe keine Probleme mit unseren deutschen Nachbarn *g*


    Es ist Ok, zu profitieren. Und wie ich geschrieben habe, beide Seiten profitieren. Vorwürfe hört man nur von Menschen, welche nicht aus dem Grenzgebiet stammen und somit die Kultur in diesen Gebieten nicht von sich aus kennen.


    Ich muss auch feststellen, dass sich viele Schweizer in Deutschland ungebührlich verhalten. Dafür schäme ich mich. Meistens aber solche, die vom Landesinnern kommen.

  • Ommmmm, ich habe keine Probleme mit unseren deutschen Nachbarn *g*


    Es ist Ok, zu profitieren. Und wie ich geschrieben habe, beide Seiten profitieren. Vorwürfe hört man nur von Menschen, welche nicht aus dem Grenzgebiet stammen und somit die Kultur in diesen Gebieten nicht von sich aus kennen.


    Ich muss auch feststellen, dass sich viele Schweizer in Deutschland ungebührlich verhalten. Dafür schäme ich mich. Meistens aber solche, die vom Landesinnern kommen.

    Darum auch das Zwinkersmilie.


    Für mich relevant: Der Unterschied zwischen Erzingen und Jestetten. In Erzingen sinds "die Ländler" von Schaffhausen, gegebenenfalls noch vom Rafzerfeld, die dort einkaufen. An denen stört sich niemand.


    In Jestetten sinds eher Städter, die kommen, oder eben Innerschweizer, die keine Lust auf Konstanz haben. DAS merkt man dort, als Schweizer wird man in Jestetten regelrecht angefeindet, in Erzingen ists ein Miteinander. In Jestetten versteh ichs aber, die Schweizer benehmen sich wie Säue dort.


    Richtung Waldshut wirds auch nicht besser.

  • swisswaffen  
    Sehe ich das richtig dass dein Post #42 hier eine Unterstellung ist und kein Fakt?

    Rein aus den Infos aus diesem Thread sehe ich nicht, dass der OP das nicht via Waffenbüro oder FedPol (legal) eingefädelt hat.
    Evtl. hab ich auch was übersehen, aber kann es denn nicht sein dass er dies einfach hier nicht beschrieben hat?



    Mühlenbracher  
    Wieso "wir" Schweizer um den Lohn so ein riesiges Geheimnis machen, das frage ich mich auch immer wieder.
    Hab mir auch schon überlegt v.a. beim vorherigen Arbeitgeber einfach mal meinen Nettolohn in die Mailsignatur aufzunehmen und die Reaktionen anzuschauen.

  • Wieso "wir" Schweizer um den Lohn so ein riesiges Geheimnis machen, das frage ich mich auch immer wieder.

    Das machen nicht nur die Schweizer.....sondern fast alle......Und nichts ist in einer Firma für das Klima schlimmer als ein Beschäftigter der glaubt er ist weniger Wert als ein anderer.....und geht es dabei nur im wenige Euro.....das Ego kann ein schlimmer Berater sein.


    ( Frauen in Firmen sind auch sehr schlimm....das kann in einer Katastrophe enden wenn die mal anfahren sei es aus Eifersucht oder gekränkten Stolz )


    lg

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller

  • Ich persönlich finde es Quatsch, dass um den Verdienst so ein Geheimnis gemacht wird. Ich glaube, wenn viele wüßten, wie wenig

    auch andere bekommen, würde sich der Neid auf manchen Vorgesetzten auflösen.


    LG

    -Michael

  • swisswaffen  
    Sehe ich das richtig dass dein Post #42 hier eine Unterstellung ist und kein Fakt


    Er schrieb "Der Zöllner würdigte der Ware keinen einzigen Blick." Und somit lag auch keine Importbewilligung vor, bei der Kontrolle dieser hätte die Ware definitiv "gewürdigt" werden müssen (Serienummer etc.).


    Ein gutes Beispiel, dass auch der Zöllner nicht wusste, was im Waffengesetz steht.


    Im Post #46 hat es dann Unterstellungen; die sind auch als solche gekennzeichnet....

  • Der Edeka in Erzingen ist wirklich ein feines Lädeli.


    Ich kauf da immer eine Ladung Duschmittel (gibts hier nicht mehr) und eine Packung kleine Salamisticks.

    Yer, die Salamisticks sind der Hammer.

    Wir sind uns wohl schon öfters begegnet, ohne es zu wissen.