Dosiermechanismen bei Pulverflaschen für Vorderlader

  • Vor einigen Jahren ist in Frankreich ein Zündkrautspender in der Hand explotiert, als er bei einer Luntenwaffe die Pfanne füllte, das in drei Finger kostete.

    Was genau passiert ist kann bis heute keiner sagen. Ich denke das er die Lunte schon ein gespannt hatte und erst dann das Kraut auf brachte.

    Das führte dazu das bei dem MLAIC bei Luntenwaffen Zündkrautspender nur noch aus Kunststoff oder aus Messing zu gelassen sind die hinten einen Stopfen besitzten, der bei einer Zündung, heraus fliegt.

    Ich benutze einen Messingspender, ich hatte einen Kunststoffspender, in einem Gelantineblock zur Zündung gebracht der anschließend mit Kunststoffsplitter durch setzt war, was mir ein zu großes Risiko ist.

  • Das große Problem bei Kunststoff ist, dass dieser kaum Röntgenkontrast aufweist. wenn also so ein Kunststoffgefäß zerplatzt, kann der Arzt die Splitter nicht unter Röntgenkontrolle entfernen.

    Auf die Idee, den Boden des Zündkrautspenders durch einen Korken zu ersetzen, bin ich noch nicht gekommen, werde ihn aber gleich umsetzen. Danke für den Hinweis, syola


    Greenhorn

    Warum hört man nichts von explodierenden Laderöhrchen?

    Ich kann mir vorstellen, dass es bei einer Verpuffung während eines Ladevorgangs bei Verwendung einer abgemessenen, meist kleinen Pulvermenge aus einem Kunststoffröhrchen , meist ohne größere Verletzung abgegangen ist. Und das erscheint dann nicht in irgendwelchen Unfallstatistiken. Niemand ist besonders scharf darauf, dass amtliche Untersuchungen bei einem Zwischenfall ohne Personenschaden durchgeführt werden.

    Aber vielleicht hat jemand von den Lesern hier in Forum schon mal so einen Zwischenfall erlebt?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Laderöhrchen: Nein, noch nie was damit erlebt oder davon mitbekommen.

    Aber eine Pulverflasche hats mir auch beim Nachladen schon mal in der Hand zerrissen. Ich hatte die am Hals gehalten,

    und es hat das Blach hinten an den Lötnähten aufgerissen, so dass glücklichereise niemand zu Schaden gekommen ist.

    War, wenn ich mich richtig erinnere, mit einer Kurzwaffe. Welches Pulver weiss ich nicht mehr, tippe aber auf

    Dynamit Nobel Jagdschwarzpulver (ja, ist für Langwaffe - wir hatten das damals aber zum Böllern trotzdem verwendet,

    "weils halt drad da war".


    War so eine billige Italo-Flasche von Frankonia.


    LG

    -Michael

  • Aber eine Pulverflasche hats mir auch beim Nachladen schon mal in der Hand zerrissen.

    Und ... kannst du nachvollziehen, WARUM es Bumm gemacht hat? :wacko:

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Aus heutiger Sicht vermute ich tatsählich irgendetwas glimmendes im Lauf - wir hatten damals

    (jung und dumm...) auch schnell nachgeschüttet, um gleich wieder böllern zu können, und oft auch

    Papiertaschentücher und ähnliches zur Verdämmung genutzt - könnte sein, dass davon Reste

    noch im Lauf waren.

    Ich habe jedenfalls danach keine Pulverflasche mehr gekauft, sondern die Dosierung dann mit kleinen

    Kuststoffbehältern (wie man die für Werkzeug zum Versand nimmt) gemacht, und damit ist dann

    nie wieder etwas passiert.


    Heute verwende ich diese passenden Glasröhrchen.


    LG

    -Michael

  • Ich kann mir vorstellen, dass es bei einer Verpuffung während eines Ladevorgangs bei Verwendung einer abgemessenen, meist kleinen Pulvermenge aus einem Kunststoffröhrchen , meist ohne größere Verletzung abgegangen ist.

    Schwarzpulver verbrennt verdammt heiß, und außerdem dreckig. Was im Normalfall bleibende Wunden bedeutet. Auch wenn "nur" Verpuffung. Sobald man mit dem brennenden Pulver in Kontakt kommt, ist das wirklich böse. Klar, wenn man Glück hat und keine - insbesondere ungeschützen - Körperteile der Verpuffung in den Weg kommen...

    Nicht vergessen: Bei so manchen Indianerstamm war es eine Foltermethode, das Opfer mit Gewehren zu beschießen in die nur Pulver geladen war. Auch das überlebt man nicht, die Haut verbrennt praktisch vollständig.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Jetzt habe ich eine Pulverflasche gefunden mit einem verstellbaren Dosiermechanismus, der so nicht im Riling beschrieben ist.


    Pulverflasche mit verstellbarem Füllmechanismus.jpg


    Interesssant auch die Schraube an der Seite des Flaschenkörpers. Ob die der Verschluss der Füllöffnung ist?

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  • Wieder mal ein Dosiermechanismus einer Pulverflasche aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Herkunft und Hersteller unbekannt.

    Die Verwendung erklärt sich von selbst.


    Pulverflasche Verschluss dient als Pulvermaß.jpg

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  • A so a Schwochsinn! A Maß hot doch an Liter! .::t.ü.r::.

    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Es gibt offenbar unendlich viele Varianten bei den Pulverflaschen und den Dosiermechanismen bzw. Verschlüssen.

    Diese kleine Pulverflasche (etwa 12-15 cm inkl. Verschluss) wird beschrieben als handwerklich hergestelltes Exemplar mit handgearbeitetem Dekor.(Farntriebe und Vögel) Die Verschlusskappe, die wohl auch als Pulvermessrörchen verwendet werden konnte, ist arretierbar. Herkunft wohl aus Südosteuropa


    pasted-from-clipboard.png

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