Dosiermechanismen bei Pulverflaschen für Vorderlader

  • Bei uns darf man ja nicht direkt aus Pulverflaschen laden. Wir müssen bevor wir auf dem Stand schiessen, unsere Pulverladungen in einzelne Röhrchen abfüllen.


    In der Perkussionszeit hat man aber oft direkt aus der Pulverflasche seine Vorderlader geladen. Dafür gab es dann auch patentierte "Sicherheitsdosiermechanismen", wie das Sykes-Patent.


    Im folgenden Video werden ein paar noch gebräuchliche Verwendungen von Pulverflaschen und Dosierern vorgestellt. Zu den historisch gebräuchlichen Mechanismen vielleicht später:


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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ich bin auf ein Buch von 1824 gestoßen.

    (https://books.google.de/books?…cad=3#v=onepage&q&f=false)

    Instructions to young sportsmen Titelseite.jpg


    Der Autor geht ab Seite 106 auch auf die Verwendung von Pulverflaschen ein, und warnt vor der Gefahr, dass eine Pulverflasche beim Laden explodieren könnte. Er erwähnt eine Erfindung von Mr. Egg und Mr. Sykes, die dies verhindern soll.


    Instructions to young sportsmen Powder Flask Seite 105.jpgInstructions to young sportsmen Powder Flask Seite 106.jpgInstructions to young sportsmen Powder Flask Seite 107.jpg


    Hier jetzt Bilder von einem zerlegten Patent-Abfüllmechanismus einer originalen Pulverflasche (unbekannter Hersteller)


    Patentdosiermechanismus mit verstellbarem Dosierröhrchen.jpg

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  • Noch ein paar Bilder zu dem Patent-Dosiermechanismus:


    Patentdosiermechanismus zerlegt.jpg


    Patentdosiermechanismus teilzerlegt.jpg



    Patentdosiermechanismus innen.jpg


    Der Absperrschieber befindet sich zwischen 2 Scheiben, so dass er oben und unten abschließt. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Funke durchschlagen könnte.

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  • Die abgebildete innenliegende Feder wird im Katalog von Henry Krank als HAWKSLEY PATTERN POWDER FLASK SPRING bezeichnet. (https://www.henrykrank.com/muz…-powder-flask-spring.html)

    20191128_015317.jpg

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  • Anbei das "Innenleben" des Dosiermechanismus einer Repro-Pulverflasche gestempelt Sykes Patent.

    Innenleben einer Nachbau-Sykes-Patent-Pulverflasche.jpg

    Hier ist eindeutig zu erkennen, dass es sich um eine Reproduktion handeln muss.


    Es ist eine Feder vom Hawskley Typ verbaut.

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  • Dosiervorrichtungen an Pulverflaschen



    Ich habe versucht, mir einen Überblick über die wichtigsten Arten von Mechanismen an Pulverflaschen – und -Hörnern zu verschaffen, mit denen man die Pulvermenge abmessen konnte (reine Volumenmesung) Hier nach und nach das, was ich bislang so gefunden habe (Ergänzungen und Korrekturen erbeten!!)


    Die einfachste und wohl älteste Art findet man wohl in Zusammenhang mit dem bekannten Pulverhorn ( für diese Art des Pulvertransports am Mann wurden auch mehr oder weniger aufwendig gearbeitete Flaschen aus Metall, Knochen, Horn, Holz oder Kombination dieser Materialien verwendet) Dieses ist durch einen Stopfen verschlossen. Ein separates Messröhrchen (fix oder verstellbar) wird zum Messen der Pulvermenge verwendet.

    Das funktionierte so wie im folgenden Video zu sehen:


    https://www.youtube.com/watch?v=lNrFZjfhPfo


    https://www.youtube.com/watch?v=3CEbBv4U71M


    Eine anderer Typ Pulverflasche hat einen Verschluss, der auch gleichzeitig als Meßbacher verwendet werden kann. Hier ein Exemplar, das einen Korpus aus einem Kürbis hat

    pasted-from-clipboard.png



    An einem Nachbau einer Pulverflasche für Musketen (Vorbild aus dem 16. Jahrhundert) befindet sich ein federunterstützter Verschluss mittels eines Schiebers:


    pasted-from-clipboard.png




    Es finden sich prächtige Pulverflaschen, die auch als Repräsentationsobjekt dienten, so wie die bei Sotheby´s verkaufte, mit einer Uhr kombinierte Pulverflasche in Form eines Geweihstücks

    (https://www.sothebys.com/en/au…ys&utm_content=2019-07-02)


    pasted-from-clipboard.png


    German

    AN EXCEPTIONALLY RARE GILT BRASS COMBINED POWDER-FLASK AND WATCH IN FORM OF AN ANTLER WITH HIGHLY DETAILED DECORATIONS CIRCA 1570

    Movement: gilded drum-clock with verge escapement, later balance, gut-fusee

    Dial: gilt brass, outer chapter with Roman numerals I to XII, touch pins above, inner chapter displaying Arabic numerals 13 – 24, gilded single hand

    Case: gilt bronze, in the shape of highly decorated stag horn powder flask, the one side with cast decoration bearing intricate chased hunting scenes likely to be derived from the designs of Jan Stradanus - a castle is depicted in the far distance, a stag is seen followed by several animated hunting dogs, below a hunter attacks a bear with his spear while hunting dogs are jumping on top of him, the lower parts are displaying a variety of wild animals within bushes and trees, on the right two men, one with a lantern to attract the ducks in the pond and the second man with a large net ready to catch the oncoming birds, the other side is engraved with arabesques and foliate scrolls, the watch is contained within a hinged open-work cover that is secured by a hook at 12 o’clock.

    length 200mm

    CATALOGUE NOTE

    The present powder flask with watch is illustrated in Klaus Maurice Die deutsche Räderuhr, p. 470. A similar powder flask, but without the watch, can be found in the Victoria and Albert Museum and another in the Museum für Kunst, Dortmund, see: Katalog Gold und Silber, 1965, pl. 25. A rapier and companion dagger with watches by Tobias Reichel, Court Clockmaker in Dresden, which date to c. 1610, are illustrated in Haenel Kostbare Waffen, pl. 59, e, f. and Baillie,Watches Their History Decoration and Mechanism, pl. X.


    Die bei Southeby´s versteigerte Repräsentationspulverflasche hat einen Verschluß, der mit Daumendruck geöffnet werden kann.

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    Auch dieser unten abgebildete Typ von Verschlussventil scheint relativ alt zu sein. (Pulverhorn aus Deutschland)

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    Auch dieser Typ von Verschlussventil scheint relativ alt zu sein. (Pulverhorn aus Deutschland)

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  • Unter meinen Pulverflaschen befindet sich auch ein Pulverhorn aus Deutschland mit einer Montierten Dosiereinheit. Dieses Pulverhorn stammt vom Großonkel der 1889 geborenen Urgroßmutter des vorherigen Besitzers. Dieser war Jäger gewesen. Die Entstehungszeit wird auf 1850 bis 1860 geschätzt.

    Der Flaschenkörper besteht aus einem abgeflachten Kuhhorn und ist nicht verziert; ein Gebracuhsgegenstand eines Jägers!

    Deutsches Pulverhorn.jpg


    Deutsches Pulverhorn Abfüllmechanismus.jpg


    Durch eindrücken der Tülle wird, ähnlich wie bei den neuen Zündkrautfläschchen, der Verschluss geöffnet, und das Pulver rieselt in die Tülle. Ob man die Öffnung mit einem Finger verschlossen hat, und die Pulvermenge so abgemessen hat, oder das Pulver in ein Meßröhrchen abgefüllt hat, ist mir nicht klar,

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  • Zu dem oben abgebildeten querliegenden Verschluss habe ich auch noch dies gefunden:


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    Ähnlich sieht der Knickverschluss aus, funftioniert aber anders


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    Dieses Ventiltyp soll häufig bei französischen Pulverflaschen und -hörnern zu finden sein.

    Er wird auch als Boché-Patent-Ventil bezeichnet

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  • Die Messingventile zum Dosieren von Pulver sind meines Wissens bei "jüngeren" Pulverhörnern zu finden. Vorher hatte man einfache Holzstopfen, oder auch Stopfen aus Krnochen, Elfenbein, Horn verwendet, und das Pulver in ein Meßröhrchen gefüllt. Damit konnte man auch verhindern, dass glimmende Reste in Lauf das Pulverhorn beim direkten Laden zur Explosion bringen konnten.


    Aufwändig geschnitzter Stopfen eines Pulverhorns, wohl aus Europa

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  • Was fehlt noch?


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    Dieses Mechanismus wurde wohl nur für Schrot verwendet


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    In einer Metallflasche hätte der Schrot geklappert!

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  • Und noch etwas gefunden. Ist schon etwas älter, datiert auf 1615

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    auf der Seite von Antik-Buchwald zu finden: https://www.antik-buchwald.de/…atiert-1615-12560#joomimg

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  • In Deutschland waren wohl auch die Pulverflaschen verbreitet, die aus Geweihstücken von Rotwild hergestellt worden waren. Hier ein Exemplar mit Verschlussmechanismus, der von einer Feder zugehalten wird


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  • Dieser Abfüllmechanismus gehört auch zu einem Schrotbeutel. Der Verschluss dient gleichzeitig als Dosierröhrchen für Schrot. Die Funktion ist selbsterklärend.



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  • Leider zunächst in der falschen Rubrik untergebracht:


    Und hier noch ein interessanter Dosiermechanismus, mit dem man die Gefahr der Explosion beim direkten Laden aus der Pulverflasche minimieren wollte.

    55773-schwenkbarer-abf%C3%BCllstutzen-jpg


    Durch Öffnen des Ventils mit dem üblichen Mechanismus wurde die Meßtülle gefüllt, danach weggeschwenkt und das Pulver in den Lauf geschüttet.

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  • Ich kann auf die Erfahrung dankend verzichten, aber: Was mich bei den ganzen Mechanismen ein wenig irritiert ist: ich habe noch nie davon gehört, dass Messing-Behältnisse explodiert wären, wenn nicht von Außen Funken ins innere gelangt wären. Was man als Schütze aber vermeiden können sollte.

    Da erscheint mir die Gefahr der Zündung durch Restglut beim Kugelsetzen (Verdichten der Luft im Lauf) weit größer - nur - da ist keine Pulverflasche mehr in der Nähe.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Als Vorderlader der Stand der Technik waren, und entsprechend häufig verwendet wurden, waren Unfälle durch explodierende Pulverhörner bzw. -flaschen wohl gar nicht so selten.

    Ich finde auf die Schnelle leider die Quelle nicht, wo anhand damals bekannter Unfallopfer auf diese Gefahr hingewiesen wird. Die gab es wohl vornehmlich beim schnellen Nachladen.

    Man erklärte sich das Phänomen durch noch glühende Partikel, die an der (verdreckten?) Laufwand hängen konnten, und dann das Pulver entzündeten, während dies in den Lauf geschüttet wurde. Die Flamme kann dann durch einen ungenügend abdichtenden Flaschenverschluss in die Flasche durchschlagen. Auch schmierige Schwarzpulverablagerungen auf den Teilen können das Durchschlagen der Flamme ermöglichen.


    Wären diese Unfälle nicht in signifikanter Zahl vorgekommen, wäre niemand auf die Idee gekommen, sogenannte explosionssichere Dosiermechanismen für Pulverflaschen zu entwickeln und sich patentieren zu lassen.



    Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass empfohlen wird, den Pulverflaschenverschluss gründlich mit Wasser zu reinigen, bevor man eine Pulverflasche nachfüllt. Die Schwarzpulverablagerungen auf den Metallteilen sind manchmal gar nicht so gering!

    Ich habe selbst bei einer antiken Pulverflasche eine schwarze Kruste in der Flasche vorgefunden, die ich mit einer alten Zündkerzenbürste rauskratzen konnte. Das hätte beim Nachlöten der Nähte interessant werden können, wenn ich die Flasche nicht auch noch ausgewaschen hätte.

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  • Greenhorn .

    Werner. Du hattest geschrieben, noch nie von einer explodierten Pulverflasche gehört zu haben. Hier ein Beispiel durch Googeln gefunden:



    Im Sporting Magazine Nr. 38 vom April 1811 wird auf Seite 57 von einem tödlichen Unfall durch eine explodierte Pulverflasche berichtet. https://books.google.de/books?…CAoQAQ#v=onepage&q=powder flask explosion&f=false


    Wenn man nach Powder Flask Explosion googelt, findet man eine ganze Menge Berichte über explodierte Pulverflaschen. Das scheint eine nicht unerhebliche Gefahr gewesen zu sein.

    Ich habe gelesen, dass geraten wurde, den Holzstopfen am Boden des Pulverhorns nicht durch Nägel zu befestigen, damit dieser bei einer Entzündung des Pulvers wegfliegen könne. So einen Druckentlastungsstopfen gab es bei einer metallenen Pulverflasche nicht, und so wurden "explosionssichere" Verschlüsse bzw. Dosiermechanismen patentiert.

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  • Wäre 'mal interessant, woran's gelegen hat!

    Man beachte: Ein Steinschloss zündet NICHT, weil der Feuerstein Funken wirft, sondern weil er Eisenspäne aus der Batterie schlägt und diese zum Glühen bringt, also glühende (sehr kleine) Eisenspäne ins Zündkraut fallen.

    Die Funken elektrostatischer Entladungen reichen - zumindest im Labor - NICHT. um Schwarzpulver zu entzünden.

    Mit Messing kommt es ohnehin nie zu Funkenbildung.

    Entsprechend wäre - aus meiner Sicht - DER Unfall beim Laden gewesen, dass beim Setzen der Kugel (= verdichtete Luft, facht wie beim Blasen auf ausgehende Holzkohle die Glut an) der Ladestock durch die Handfläche getrieben wird, weil sich die Pulverladung entzündet hat. Nur - zu dem Zeitpunkt ist die Pulverflasche längst außer Reichweite.

    Ich könnte mir vorstellen, dass mein Denkfehler darin besteht, dass wir durch die Qualität modernen Schwarzpulvers "verwöhnt" sind, das Pulver also - wenn einmal entzündet - auch weitestgehend vollständig verbrennt. Da ist nix da, was ohne "aktive" Sauerstoffzufuhr zünden könnte. Wenn Pulver früher intensiver nachgeglüht hat, wäre natürlich auch die Gefahr beim Laden aus der Pulverflasche massiv größer.

    Relevantes Gegenargument:

    Man hört auch heute regelmäßig von schweren Verletzungen durch explodierte Pulverflaschen! Allerdings

    immer wieder bei den Nutzern von Böllern (vielleicht weil die Pulverflaschen bei VL-Schützen verboten sind?)

    Nur habe ich einerseits keine Ahnung, was da jeweils Unfallursache ist,

    UND mir ist - gottlob - bei einigen tausend Schuss bisher noch nie die Pulverladung - aus dem Glas - oder Kunststoffröhrchen - beim Laden hochgegangen. Warum hier nie, und aus der Messingflasche schon???


    Folglich: Viele Unbekannte! Das Thema IST interessant!!!


    Besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.