Thema: Schwermetalle im Blut

  • Hallo,

    sind Sport-schützen nun so stark von Schwermetallen (Blei) im Blut betroffen?

    Wie sieht das bei euch aus? Benutzt ihr Bleimunition?

    Wie sieht es mit der Belüftung an eurem Stand aus? Lasst ihr euer Blut checken?

    Oder ist das alles nur "Panikmache"?


    Ich freue mich auf eure Antworten.

  • sind Sport-schützen nun so stark von Schwermetallen (Blei) im Blut betroffen?

    Keine Ahnung

    Wie sieht das bei euch aus? Benutzt ihr Bleimunition?

    Ja, klar.


    Wie sieht es mit der Belüftung an eurem Stand aus?

    Verdrängunslüftung, der Stand wurde neu gebaut weil die vom Sachverständigen geforderte Belüftung im vorherigen Schießkeller nicht rentabel realisiert werden konnte.

    Lasst ihr euer Blut checken?

    Nein

    Oder ist das alles nur "Panikmache"?

    M.e. ja !

  • Ich habe meine Bleiwerte im Blut vor zwei Jahren mal checken lassen vom Hausarzt. Da ich nicht nur sportlich und jagdlich schiesse, sondern auch Geschosse selbst giesse ... (natürlich mit den üblichen Vorsichtsmassnahmen)

    Ergebnis ja o.k. es ist was messbar, aber nur geringfügig über der Nachweisgrenze von der Methode welche das medizinische Labor verwendet und absolut im Normalbereich der Bevölkerung. Also absolut Nix, wo man sich Sorgen machen müsste. Zu den Zeiten des verbleiten Autobenzins waren die Werte allgemein üblich deutlich höher bei entsprechenden Tests.

    Und das was bei mir gefunden wurde wird wahrscheinlich auch noch zu einem guten Teil nicht vom Schiessen stammen, sondern aus der Nahrungskette z.B. aus Gemüse Getreide etc.

    Das Geschossblei ist weitest gehenst unproblematisch, da metallisches Blei und einfaches Bleioxid sehr unlöslich ist und kaum aufgenommen wird. Selbst wenn man Bleisplitter mit der Nahrung verschlucken sollte ist der aufgenommene Anteil äusserst gering, das meiste verlässt den Körper wieder auf der Toilette. Auch wenn man als Experiment mal Tomaten auf 2/3 Pflanzerde und 1/3 Kugelfangblei anbaut sind die Früchte / Tomaten wenn man sie untersuchen lässt absolut essbar.

    Problematisch sind bioverfügbare Bleiverbindungen / Bleisalze wie Bleibromid und Bleichlorid wie sie durch weitere chemiesche Zusätze beim Verbrennen von verbleiten Autobenzin entstanden sind und bis heute in der Nähe von damals stark befahrenen Strassen ein deutlich messbares Problem darstellen.

    Die einzige Bleibelastung die bei Sportschützen relevant ist kommt nicht aus den Geschossen sondern aus Bleihaltigen Zündhütchen durch einatmen entsprechender Verbindungen. Hier kommt es auf brauchbare Lüftung der Schiessstände an, die auch wegen Stickoxid, welches beim Verbrennen von NC Pulver entsteht und ein paar Stunden unter Einfluss von Feuchtigkeit und Sonnenlicht braucht bis es sich zum Düngemitteleintrag abbaut, nicht unwichtig ist.

  • Ich schließe mich als eifriger Bleigießer und Bleischütze meinen Vorrednern an

    und

    denke amüsiert an einen mir bekannten Schützenkameraden, der absoluter Bleigegner ist - und nebenher Kettenraucher ::lachen2::


    Ein Hinweis noch: Das Thema ist in praktisch jedem Waffenforum schon mehrfach breit thematisiert worden,

    über die Suchfunktion läßt sich dazu viel Interessantes an Lesestoff finde :thumbup:

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Diejenigen welche hier selbst Geschosse machen solltest du trauen können.

    Die Auflagen für die Be- und Entlüftung auf den Schießständen ist in der Bundesrepublik sehr hoch.


    Aber hast du wegen deiner Blutwerte bedenken, dann lass es testen bevor du die Flöhe husten hörst.


    Entweder über den Hausarzt oder mit unabhängigen Laboren.

    Die Kosten liegen je nach Labor zwischen 25,- und 35,-€ (ungefähr)

    Zwar mag ich Foren, ähnliches und moderne Plattformen wie Facebook, aber trotzdem halte ich es frei nach Guy de Maupassant:


    Es sind die Begegnungen mit den Menschen die das Leben Lebenswert machen.


    (Mitglied DSB , BDS, proLegal und Firearms United) :f_de:

  • Als ich noch aktiv IPSC geschossen habe (also permanent durch die eigene Dunstwolke gelaufen bin) hatte ich Blei Werte von über 270ugr/l Blut.

    Aussage des Artzes: bis 50 ist ok, 90 ist der derzeitige offizielle Grenzwert (das war so um 2012).

    Ab 300 wird es kritisch, es ist mit Symptomen zu rechnen (Müdigkeit, Konzentrationsschwäche usw.), ab 500 soll es toxisch werden.


    Meine Frau diente damals als Referenz, sie hat ebenso PPC 1500 geschossen wie ich (trainieren und Matches eben zusammen), nur hat sie kein IPSC geschossen.

    Ihre Werte immer weit unter 90.

    Haben damals Indoor auf verschiedensten Ständen und auch Outdoor geschossen, zusammen haben wir nur im PPC Bereich 10-15.000 Schuß p.a. gemacht.


    Seitdem ich kein IPSC mehr schieße, wir zusammen aber ca. 20.000 Schuß p.a. machen, sind meine Werte wieder auf unter 90.


    ICH persönlich glaube, es kommt nur darauf an wieviel Dreck Du einatmest. Also als RO/IPSCler durch den Dreck rennst, beim Gießen den Dampf einatmest usw.

    Verhindern wird man es nicht können, auch nicht wenn man nur statisch schießt

  • Warum?

    Weil sie gerade eben noch gepostet haben?

    Schon mal was von einem "Murmelgießer" gehört? Absolute Koriphäe in Sachen Wiederladen / Geschossherstellung. Hatte nicht viel von seiner Rente...

    Nach allem was man weiß, ist der aber auch nicht an Bleivergiftung gestorben .::t.ü.r::.

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  • Warum?

    Weil sie gerade eben noch gepostet haben?

    Schon mal was von einem "Murmelgießer" gehört? Absolute Koriphäe in Sachen Wiederladen / Geschossherstellung. Hatte nicht viel von seiner Rente...

    Ja, habe ihn persönlich gekannt. ::(

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  • Nach allem was man weiß, ist der aber auch nicht an Bleivergiftung gestorben .::t.ü.r::.

    Das ist richtig. Blei wars nicht.

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  • PS: pirat52 war auch sehr gut mit ihm befreundet.

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  • Man stirbt auch nicht am Blei im Sinne einer Vergiftung, sondern an dem was es hervorruft.

    . . . und was dafür der oder die Auslöser waren, ist und bleibt dann auch wieder Spekulation ::c.o.l)

    Man könnte es ja auch auf den Pastis schieben

    ;)

    Kurz zusammengefasst : Wer Angst vor Feuchtigkeit hat, darf nicht im Regen spazierengehen - wer Angst vor Kontakt mit Blei hat sollte sich ein anderes Hobby als Schießen suchen :rolleyes:

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Ich denke mal wenn man alles in Maßen betreibt wird es keine Probleme geben.


    Mopper hat halt viel geschossen, da sind erhöhte Werte nachvollziehbar Da wäre die Frage lag es am Zündhütchen oder am nicht komplett

    ummantelten Geschoss. Beide Komponenten könnte man so austauschen das die Belastung geringer ist.


    Ich gieße meine Geschosse für den Vorderlader selbst, 2 oder 3 Mal im Jahr setze ich mich den Dämpfen auch aus, dass ist ja ok. Probleme bekommt man, wahrscheinlich wenn man 5 Tage die Woche gießen tut.


    Ich denke Mal das wir mehr Schadstoffe auf Arbeit, im Essen/Trinken oder durch unsere Umwelt aufnehmen, als durch das Blei

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • - wer Angst vor Kontakt mit Blei hat sollte sich ein anderes Hobby als Schießen suchen

    Hmm ... ich hab jahrelang für den Tauchverein Bleitariergewichte gegossen ... und zusätzlich auch geschossen.

    Muß ich mir jetzt Sorgen machen ??? :wacko:

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  • Hier ein paar Informationen ( Im Bericht eingebettet)


    https://www.all4shooters.com/d…tion-und-fischereigeraet/

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  • Sagen wir 'mal so: Bei häufigem Fischkonsum kann der Bleiwert schon 'mal gerne höher sein als vom Schießen.

    Nur wegen der Schützen wäre Blei im Blut kein Thema. Da ist man doch froh, wenn man die los wird.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.