Warum gibt es kein Alkoholverbot für Jäger ?

  • Nur wild in den Raum gestellt - bitte um Korrektur falls ich falsch liege:

    Es braucht kein Alkoholverbot für Jäger, weil ohnehin ein Alkoholverbot besteht,

    sobald man eine Schusswaffe führt!

    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Und warum brauche ich für jeden Schaiß für den der gesunde Menschenverstand reichen sollte überhaupt ein Verbot?

    Weil es für etwas, das nicht verboten ist, auch keine rechtlichen Konsequenzen geben kann.

    Das Problem ist mehr, warum es für dermaßen viele Dinge viele Dinge Doppel-, Dreifach-, und Mehrfachverbote geben muss.


    Und warum in Gesetzen praktisch nie das Richtige Verhalten festgehalten wird, auf der Basis "Alles Andere ist falsch!" - also

    positiv formulierte Gesetze, sondern man lieber 1.000 Gesetze verabschiedet die je ein mögliches Fehlverhalten beschreiben,

    so dass sich in der Flut keiner mehr auskennen kann, und dennoch Lücken bleiben.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Wenn ich betrunken mit einer Waffe Mist ist das gleiche als würde ich es nüchtern tun und kriege für den Mist meine Strafe.


    Alkohol als strafmildernd zu betrachten ist das Problem. Das sollte flächendeckend abgeschafft werden und gut.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Jäger sind bedingt durch ihre Passion gewissermaßen privilegiert. Sie dürfen Jagdwaffen führen - im Revier. Selbsterklärend und im eigenen Interesse wird im Umgang mit Schusswaffen nix gesoffen! Früher war es manchen Erzählungen nach mal vielleicht mal vereinzelt anders. Aber nicht nur bei der Jagd, auch auf der Arbeit. Hab allerdings aus eigener Erfahrung den Eindruck, das viele wilde Geschichten im Nachhinein betrachtet immer viiiiiel viel wilder erzählt werden, als sie in Wirklichkeit waren. War selber schon dabei.


    Bei unseren Bewegungsjagden gibts auch was zu trinken. Währenddessen - und danach beim Strecke verblasen. Schnaps hab ich da aber noch keinen gesehen. Bier, jou - aber alkoholfrei plus Fassbrause und Co. - Schüsseltreiben am Abend ist dann freilich was anders.


    Ich wehre mich dagegen das jetzt hier wieder - wie selbstverständlich - bei einem klaren Regelverstoß gegen den gesunden Menschenverstand eines Einzelnen der so selten vorkommt das es in der Zeitung steht (!) wieder in typischem voreilendem Gehorsam ach so tolle Vorschläge unterbreitet werden, wie man die am stärksten überprüfte und reglementierteste Bevölkerungsschicht überhaupt noch ein wenig mehr drangsalieren könnte. Demnächst soll der Jagdleiter sicher noch kontrollieren ob die eingesetzten Waffen auch alle Beschusszeichen tragen und die eingesetzten Autos TÜV haben. Hey, - geht's noch?


    Nur mal so in den Raum gefragt: kämt ihr eigentlich auch auf die Idee am Limit operierende Ärzte, Bus- oder Taxifahrer, Piloten (!!) ... vor Dienstantritt zu kontrollieren ob der/die denn auch keine Spuren von Drogen oder Alk intus hat?? Es ist seltsamerweise immer unser Klientel das Schlaumeier hervorbringt die mit tollen Ideen um die Ecke kommen, das nu ja auch wieder jeder in Demutshaltung verharrt, ob wir es uns nicht noch ein bissjen schwerer machen und uns selbst geißeln sollten. Also echt.

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Zum Thema "wer soll kontrollieren ob der Schütze alkoholisiert ist". Na, wie wäre es mit dem Jagdaufseher, demjenigen der zur Jagd einlädt? Diese werden zur Alk. Kontrolle verpflichtet und müssen jeden Schützen vor und am Ende der Jagd pusten lassen und das Dokumentieren. Wäre so mein Vorschlag für ein entsprechendes Gesetz. Ok, jetzt kommt gleich die Keule "das geht nicht, zu viel Aufwand, diskriminierend, Jäger Bashing, Blah Blubb..."

    Mir egal.

    Klar und vor der Schießbahntür im Schützenheim kommt am besten auch ein Drehkreuz was nur durchlässt wenn jemand gepustet hat... ::hahah::

    Ich will mal sehen wieviele Leute sich noch den Schießleiter/Schießaufseher antun wenn man diesem die Schuld zuschiebt wenn einer 3 Stunden vorm schießen ein Bier getrunken hat und sich ein Unfalle ereignet.


    Das erinnert mich an Schweden:


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=439524


    Führen wir das doch am besten auch direkt für ALLE KFZ-FAHRER mit ein. Auf eigene Kosten versteht sich.


    -----------------------


    Ich will damit die Frage aufwerfen -> Wo fängt man an eine Grenze zu ziehen?

    Das erinnert mich nämlich an die Argumentationskette der Anti-Gunner von wegen kein Privatwaffenbesitz da "jeder Tote ein Toter zu viel" ist.

  • Mühlenbracher 100% Korrekt.

    Ich halte von "Kontrollen" gar nichts. - Blödsinn. Das sind Bürger, Volljährig, und hoffentlich auch "Erwachsen".

    mit Jagdschein, Führerschein etc. Was brauch ich die eigentlich zu "belehren" ? Wir sind NICHT im Kindergarten.

    Meine Erwartungshaltung ist EIGENVERANTWORTUNG. Wer nicht eigenverantwortlich handeln kann - gehört auf Kinderniveau zurückgesetzt und braucht einen Vormund.

    Wer das nicht braucht - von dem erwarte ich dass er seinen gesunden Menschenverstand verwendet. Und handelt - und für Fehlverhalten die Konsequenzen trägt.

    Als Jagdleiter gebe ich die Grundregeln für diese Jagd an - Freigegebenes Wild, Hinweis zum Signalfarben, Besonderheiten zum Revier, je nach Position Besonderheiten , Verständigung mit den Nachbarn usw. - und ein kurzen Hinweis auf eigenverantwortlichkeit, Anstellen und Abholen, Aufbrechen..

    und Schüsseltreiben.

    Das muss ausreichen.


    Das reicht.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Weil es für etwas, das nicht verboten ist, auch keine rechtlichen Konsequenzen geben kann.

    Richter könnten aber auch "nach gesunden Menschenverstand" urteilen? Immerhin sollen sie "Im Namen des Volkes" ein Urteil sprechen und können so auch fast jedes Gesetz in seinem "Interpretationsspielraum" ausnutzen?


    Aber bei Waffen spielt dies ohnehin keine Rolle mehr. Es wird nicht befunden, ob die in Deutschland nicht angegebene Promillegrenze oder überhaupt eine Beeinträchtigung vorlag: Auch für die Gerichte gilt nachweislich: "So wenig Waffen wie möglich ins Volk!" und wo man jemanden durch Aberkennen seiner Eignung durch Hang zum Alkohol Waffen wegnehmen kann, sie also aus dem Volke entzieht: Dort tut man das doch mit Bestem Gewissen!


    (Vergl. https://www.bverwg.de/141107U6C3.07.0 )

  • Richter könnten aber auch "nach gesunden Menschenverstand" urteilen? Immerhin sollen sie "Im Namen des Volkes" ein Urteil sprechen und können so auch fast jedes Gesetz in seinem "Interpretationsspielraum" ausnutzen?

    Jein! Ein Richter kann nicht in Deutschland wegen des Essens von Mohnkuchen bestrafen, nur weil er Franzose ist, und Mohn in Frankreich verboten ist.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Jein! Ein Richter kann nicht in Deutschland wegen des Essens von Mohnkuchen bestrafen, nur weil er Franzose ist, und Mohn in Frankreich verboten ist.

    Da hast Du Recht, ich bin mal wieder UNBEWUSST im Schützenbeisl Österreich gelandet!

    Passiert mir recht häufig in letzter Zeit. Irgendwie Unaufmerksam... brauche mal ne Kur, glaube ich.


    Bin schon weg... .::t.ü.r::.

  • Um dich mal was einzunorden Marky, die Sache um die es geht passierte in Österreich. Die Germanen hier können sich bequem zurücklehnen - und schauen diesmal nur zu. Gute Ratschläge von Nicht-Österreichern sind n.m.M. unangebracht.


    Was mir im Artikel auffällt ist seine Hauptbotschaft, nämlich die zur Schau gestellte Abneigung gegen Treib- und Drückjagden allgemein - in Form von gezielten Unterstellungen falscher Tatsachen. Nur daher weht der Wind.

    Der österr. Landesjägermeister hat's dabei nicht einfach, er muss seine Worte möglichst genau wählen damit sie ihm hinterher nicht im Munde herum gedreht werden.


    Es stimmt nicht das Wild keine Chance bei Bewegungsjagden hätte, aber was solls: behaupten wirs einfach mal ganz frech. Wir kriegen unsre Leser schon auf die Palme. Wetten, da kommt ein Korb voller Leserbriefe kontra der österr. Jägerschaft?


    Im Zweifel stellt man sich von Redaktionsseite einfach jeck, verteilt Spitzen, ob wahr oder nicht. Es weiss von den grün/links orientierten Gutmenschen- Boulevardblattschreiberlingen fachlich halt keiner wirklich besser. Das ein Unfall unter Alkoholeinfluss geschah, ist nur Öl ins Feuer gegossen.

    Geistig brandstiften ist soooo leicht.

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Letzthin bei einem Schützenverein als Gastschütze eingeladen gewesen. Die sind zwischen drin "Pause machen" ins Schützenhaus direkt nebenan und manche Kollegen haben ein gemütlich Bier getrunken. Ich nur Wasser....

    Dann wieder an den Stand.

    Dann haben 3 gefragt ob sie mal mit meinem Gewehr schiessen dürfen. 2 durften, der dritte nicht und schwupps war die Stimmung im Keller. Eigentlich Schade.

    Today me will live in the moment, unless it's unpleasant in which case me will eat a cookie

  • Ok, dann sind aber auch Verkehrskontrollen durch die Polizei auch nichts. Sind ja Kontrollen. Von denen hältst Du ja nichts. Sicherheitskontrollen am Flughafen? Nö, ist ja Kontrolle. Der Hinweis "Promillegrenze beim Autofahren" muss hinreichen. Eigenverantwortung. Nicht im Kindergarten? Manch ein Kind hat ein besseres Verhalten als manch Erwachsener.


    duffmanohyeahr Das hat nichts mit "jeder Tote ist ein Toter zu viel" zu tun. Es geht um die Sicherheit. Und um unser Hobby. Die Presse und gewisse Personen/Parteien warten doch geradezu auf solche Dinge um uns eins rein zu hängen.

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • pgj jagd ist eine private Veranstaltung. Ich hab keine hoheitlichen Rechte. Warum soll ich in der Situation etwas ausüben was ich defacto nicht darf.

    Ich habe nicht das Recht eine Identitätsprüfung zu machen, eine Durchsuchung oder sonst was, lediglich ein gültiger Jagdschein muss vorgelegt werden.

    Das bezieht sich nur auf die Jagd als Gesellschaftsjagd.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Wenn ich betrunken mit einer Waffe Mist ist das gleiche als würde ich es nüchtern tun und kriege für den Mist meine Strafe.


    Alkohol als strafmildernd zu betrachten ist das Problem. Das sollte flächendeckend abgeschafft werden und gut.

    Dass Alkohol strafmildernd ist, ist ein Irrtum.


    Es gibt sogar eigene strafrechtliche Bestimmungen die gewisse Vergehen unter Alkoholeinfluss mit höherer Strafe ahnden. ZB. die fahrlässige Tötung im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu: