Die geplante Novelle des Waffengesetzes

  • Liebe Schützinnen und Schützen !

    Außerhalb der Reihe möchten wir Euch heute über die geplante Novelle des Waffengesetzes informieren:

    Bundesinnenminister Horst Seehofer will das Waffengesetz drastisch verschärfen und nutzt unter anderem das Attentat von Halle als Vorwand. Dabei hatte der dortige Täter sich seine Waffen mit einem 3-D-Drucker selbst gebaut, besaß sie also vollständig illegal. Die Verbände des Forums Waffenrecht, der Deutsche Schützenbund, der Deutsche Jagdverband und wir, die Deutsche Schießsport Union protestieren entschieden dagegen:

    Schärfere Regelungen verhindern solche Taten mit illegalen Waffen nicht und treffen grundlos legale, gesetzestreue Waffenbesitzer und weitere unbeteiligte Bevölkerungsgruppen.

    Die geplanten Verschärfungen sind in erster Linie ein wahres Bürokratiemonster; sie gehen weit über die Vorgaben der europaweiten Feuerwaffenrichtlinie hinaus, und werden Kriminalität nicht erfolgreich bekämpfen.

    Der Verschärfungsentwurf sieht unter anderem vor:

    - Einführung genereller Waffenverbotszonen:

    Darin wären nicht nur Taschenmesser ab einer Klingenlänge von vier Zentimetern bereits verboten, sondern auch ein unbestimmter Kreis von „gefährlichen Gegenständen“. Sogar Glasflaschen könnten unter das Verbot fallen.

    - Verpflichtende allgemeine Verfassungsschutzabfrage bei jeder Zuverlässigkeitsüberprüfung:

    Hierdurch würden alle legalen Waffenbesitzer unter Generalverdacht gestellt und erleiden Nachteile. Völlig harmlose Handlungen (wie die Beantragung eines Staatsangehörigkeitsausweises) führen zur Zeit bereits zur Speicherung in den Verfassungsschutz-Datenbanken.

    - Schikane von Sportschützen:

    Die Anforderungen für den weiteren Besitz von bereits legal erworbenen Waffen sollen drastisch angehoben werden. Für jede einzelne legale Waffe soll der Besitzer künftig 18 Schießtermine jährlich vorweisen müssen. Wie dieser Verwaltungswahnsinn und Papierflut sowohl von Schützen, Vereinsvorständen als auch von den örtlichen Waffenbehörden umgesetzt werden soll, darüber schweigt man sich aus.

    - Neue Regelung zu Magazinen:

    Magazine mit mehr als 10 Schuss für halbautomatische Langwaffen sowie mehr als 20 Schuss für Kurzwaffen, die bisher völlig frei erwerbbar waren, sollen künftig verboten werden, dies rückwirkend für das Erwerbsdatum bis 2017. Alle davor schon besessenen Magazine müssten den Behörden gemeldet und eingetragen werden. Hunderttausende „G3 Magazine“ wurden von der Bundeswehr ausgemustert und in den freien Handel abgegeben. Unzählige ehemalige Wehrpflichtige haben sich als Erinnerung ein solches Stück erworben. Diese Eingruppierung als „verbotener Gegenstand“ kommt einer Enteignung gleich.

    - Neue Regelung zu Deko-/Salutwaffen:

    Diese unwiderruflich deaktivierten Waffen sollen zukünftig auch erlaubnispflichtig werden. Diese werden so eingeordnet, wie das Originalkaliber der ehemals scharfen Waffe war. Auch hier soll das Erwerbsdatum für „Altbesitz“ rückdatiert werden auf 2017. Der Besitzer hat sich selbst um die Eintragung bei der unteren Waffenbehörde in einer Art „Amnestie“ zu kümmern. Hunderttausende von Erben würden so in der Praxis ohne ihr Wissen kriminalisiert. Auch der Kneipier der den „Deko-Karabiner“ seit 30 Jahren an der Wand seiner Gastwirtschaft hängen hat.

    Weitere Verschärfungen

    sind geplant, die Handel und Hersteller von Waffen negativ beeinflussen sowie den Gebrauchtwaffenmarkt zusammenbrechen lassen werden - ohne ein Plus an Sicherheit zu erreichen.

    Die Verbände fordern Minister Seehofer und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, unsinnige Restriktionen für legale Waffenbesitzer ersatzlos zu streichen. Stattdessen sollten bessere Voraussetzungen geschaffen werden, den „echten“ illegalen Waffenbesitz und Waffenmissbrauch endlich effektiver zu bekämpfen.

    Alles Obenstehende ist vom Bundesministerium des Innern unter der Führung des Ministers Horst Seehofer (CSU) und dem für das Waffenrecht zuständigen Staatssekretär Stefan Mayer (CSU) zu verantworten. Es liegt nun nach der ersten Lesung im Bundestag im Ausschuss für Inneres und Heimat unter dem Vorsitz von Frau Andrea Lindholz (CSU). Es muss betont werden: unsere Abgeordneten können für diesen „grandiosen“ Entwurf nichts!

    Der Entwurf ist in seinen Anforderungen an Sportschützen für den weiteren Besitz ihrer als Sportschütze erworbenen Waffen weltweit einmalig restriktiv und geht weit über das hinaus was die europäische Feuerwaffenrichtlinie fordert. Als mündige Bürger eines demokratischen Rechtsstaates sollten wir den politischen Verantwortlichen klarmachen, was dieser Entwurf für uns bedeuten würde.

    Mehr Details entnehmen Sie bitte der unten aufgeführten Pressemitteilung.

    Sprechen Sie ihren Wahlkreis-Abgeordneten des Bundestages an und unterstützen Sie unser aller Anliegen. Wenden Sie sich auch an den zuständigen Berichterstatter im Innenausschuss. Wenn Sie ein Übriges tun wollen, wenden Sie sich auch an den mitberatenden Sportausschuss.

    Sollten Sie Ihren örtlichen Bundestagsabgeordneten anschreiben wollen, so haben wir ein Musterschreiben beigefügt. Das Feedback seiner oder ihrer Basis werden diese an den zuständigen Kollegen im Ausschuss weitergeben.

    Alle legalen Waffenbesitzer müssen jetzt zusammenstehen! Nur wer sich wehrt, wird gehört. Argumentieren Sie bitte sachlich, vermeiden Sie jede Beschimpfung oder allgemeines Politik-Bashing. Auch Ihre generelle Meinung über die jeweils einzelnen Parteien an sich wäre hier in diesem Zusammenhang nicht zielführend. Drücken Sie vielmehr Ihre klare Erwartung aus, dass der Ausschuss den Entwurf abändern und verbessern möge.

    Wir wünschen Ihnen trotzdem eine gute Woche,

    Ihre DSU-Präsidium

    Frank Helmut Neis (Präsident)

    Bernhard Schneider, Reinhold Rühle, PeterHans Durben, Wolfgang Thielmann (Vizepräsidenten)

    Hans Ströter (Unionsratsprecher) sowie Alexander Eichener (Justiziar)

    Anhang – Kontakte:

    Herrn Bundesminister

    Horst Seehofer

    Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

    Alt-Moabit 140

    10557 Berlin

    Mitglieder des Innenausschusses im Bundestag, erreichbar jeweils mit dem

    Namen und dem Zusatz „MdB“ unter

    Platz der Republik 1

    11011 Berlin

    Vorsitzende: Andrea Lindholz (CDU)

    Stellv. Vorsitzender: Jochen Haug (AfD)

    CDU/CSU: Armin Schuster, Philipp Amthor, Christoph Bernstiel, Michael Brand, Marc Henrichmann (BERICHTERSTATTER), Hans-Jürgen Irmer, Michael Kuffer, Mathias Middelberg, Axel Müller, Petra Nicolaisen, Josef Oster, Detlef Seif, Alexander Throm, Christoph de Vries, Marian Wendt

    SPD: Burkhard Lischka, Lars Castellucci, Saskia Esken, Uli Grötsch, Sebastian Hartmann, Gabriela Heinrich, Elisabeth Kaiser, Helge Lindh (BERICHTERSTATTERIN), Susanne Mittag, Mahmut Özdemir

    AfD: Gottfried Curio, Bernd Baumann, Lars Herrmann, Martin Hess (BERICHTERSTATTER), Christian Wirth

    FDP: Manuel Höferlin, Konstantin Kuhle (BERICHTERSTATTER), Jimmy Schulz, Benjamin Strasser, Linda Teuteberg

    Linksfraktion: André Hahn, Ulla Jelpke (BERICHTERSTATTERIN), Petra Pau, Martina Renner

    Bündnis 90/Die Grünen: Luise Amtsberg, Irene Mihalic (BERICHTERSTATTERIN), Konstantin von Notz, Filiz Polat

    Fraktionslos: Frauke Petry



    Deutsche Schießsport Union e.V.

    Stierweg 54

    56575 Weißenthurm


    Tel: 02637 2347

    Fax: 02637 2616

    info@d-s-u.de


    Amtsgericht Koblenz, VR 11284

    Präsident: Frank Helmut Neis

  • Die Papierflut ist zu vernachlässigen! Scheisst die Behörden doch mit Papier zu!


    Aber: Jeder langjährige Schütze hat mehr als eine Handvoll Feuerwaffen und fährt einmal im Jahr in den Urlaub. Also scheidet 12 x aus und die meisten müssen 18 x schiessen.

    Und mach das mal mit nur 6 Waffen. 2 auf Grün, 4 auf Gelb. Gerade Wettkampfschützen spezialisieren sich!

    Otto Normalschütze, also 95% der Vereinsmitglieder, kommt keine 12 x pro Jahr. Also könnten nach einem Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes die meisten Schützen mehrer oder sogar alle erlaubnispflichtigen Waffen los sein.

    Und wegen eines Luftgewehrs im Waffenschrank zahlt niemand eine Vereinsgebühr! Die verbleibenden 10% können den Verein nicht halten; es fehlen eben dann die zahlenden Mitglieder, die wenig Leistung vom Verein erwarten und bekommen, dafür dass sie ihre Waffen behalten können.

    Für die meisten Gebrauchtwaffen gibt es dann nicht mal mehr verschenken, denn mit jeder zusätzlichen Waffe steigt der Aufwand. 3 x die Woche in Verein und dann 2 Stunden schiessen ist illusorisch. Die Anderen wollen auch mal! Und es gibt auch ein Leben außerhalb des Vereins.

    Wenn das so kommt, besorg ich mir einen europäischen Feuerwaffenpass und verschenk meine Waffen im umliegenden Ausland.


    Das Gesülze, dass nach 10 Jahren (nach dem Erwerb der letzten Waffe) die Mitgliedschaft im Verein ist auch für den Arxxx

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Mein Protestschreiben an den CSU-Abgeordneten meines Wahlkreises ist schon fertig. Dabei habe ich meine ganz persönliche Betroffenheit geschildert.

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  • Die wirkungsvollste Methode ist nach wie vor, einen Text zu verfassen - und sei er 5zeilig - und per Post zu verschicken.

    Schwarzer Mann macht das ganz richtig!

    Den tiefsten Eindruck erweckt es bei Wahlkreis-Zentralen, wenn der Briefträger die Schreiben in Wäschekörben bringt.

    Emails sind "unsichtbar", die lassen sich löschen. Volle Wäschekörbe sind greifbar!


    besten Gruß

    Werner

  • Sagt mal in der Vergangenheit haben die Jäger doch beachtliche Demos hinbekommen.

    WARUM klappt das bei uns Schützen nicht???

  • Wenn endlich aufgewacht würde, wären ZUSAMMEN mit den 4 anerkannten Verbänden doch bestimmt einige Leute auf die Strasse zu bekommen?

  • Sagt mal in der Vergangenheit haben die Jäger doch beachtliche Demos hinbekommen.

    WARUM klappt das bei uns Schützen nicht???

    Weil....


    Zitate:


    "Dann ist das eben so" (18*/Waffe)

    "Ich habe nur 7, kein Problem"

    "Warum wird das nicht über Wettkampf Pflicht geregelt - Viel zu viel Freizeitschützen hier"

    "Betrifft mich nicht"

    "Meine Waffen habe ich auf JS"

    "Das machen die eh nicht"

    "Meine letzte habe ich vor 12 Jahren gekauft..."

    "Ich bin jetzt 67, die spinnen"


    .........

    Gruß
    DERU


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    die eine Million für den Regenwald kommt von mir!
    die werden auch immer geiziger, jetzt gibt´s nur noch 500.000 ;)
    DIE bescheissen, ich muss mal die Sorte wechseln :teufel:

  • Hat jemand mitbekommen, ob das Thema "kalte Enteignung über Zwang zu mehr Schiessen" und "faktisches Verbot von Taschenmesserchen" überhaupt von den Massenmedien registriert wurde?


    Ich nicht.


    Dabei fallen sogar mir sofort einige treffliche Schlagzeilen ein:


    "Lasst es krachen!

    Sportschützen müssen bald viel häufiger ballern."

    Um der Waffengewalt auf den Strassen entgegen zu treten, müssen Sportschützen bald viel öfters trainieren. Damit sie ihre Waffen behalten dürfen, sollen die deutschen Schützen mit jeder Sportwaffe mindestens 18-mal pro Jahr oder einmal im Monat trainieren. So steht es zumindest im neuen Waffengesetz, dass kurz vor der Verabschiedung im Bundestag steht. ................


    "WAHNSINN. Mehr schiessen für die Sicherheit."

    Um die Sicherheit in Deitschland zu verbessern, sollen Sportschützen nach dem Willen der Bundesregierung häufiger mit scharfen Waffen trainieren, ............



    "Flaschenverbot in der Öffentlichkeit?" In den neuen Waffenverbotszonen werden nicht nur Schweizer Taschenmesserchen, sondern auch so gefährliche Gegenstände wie Glasflaschen und Krücken verboten sein. .....






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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Gleich vorneweg, ich bin gegen sämtlich Vereschärfungen.


    Was mich aber so dermaßen ankotzt, ist die Zweiklassenmentalität der Politiker bei diesen Thema.


    Wir Sportschützen, sollen nach deren Gusto mit jeder eingetragenen Waffe die 12/18er Regel erfüllen. Erst mit Ablauf von 10 Jahren nach dem letzten Erwerb (also nie) erledigt sich das.


    So, jetzt bekomme ich Prügel von Euch:

    Die Jäger aber müssen das in der Form und Intensität nicht! Warum müssen die Jäger nicht auch ein regelmäßiges Schießen á la 12/18er Regel erfüllen, um ebenfalls ihre Waffen zu behalten. Warum müssen sie nicht eine Mindestzahl von Jagdteilnahmen nachweisen, um weittre Waffen zu erwerben?


    Wäre das kein brandheißes Eisen, könnte hier juristisch durchaus das Thema der Gleichberechtigung/Gleichbehandlung greifen.

    Nur weil viel Politiker auch zeitgleich Jäger sind und sich nicht ins eigene Fleisch schneiden würden?

    Wie sollte ein Politiker denn diese Anforderung erfüllen, bei den ganzen Terminen die sie haben.


    Mir geht es jetzt nicht darum einen Keil einzutreiben, sondern ich stelle einfach mal ketzerische Fragen, da ich hier eine massive Ungleichbehandlung sehe.

    Warum wird ein Jäger besser gestellt, vor dem Gesetz, als ein Sportschütze? Auch ein Jäger privater Waffenbesitzer!

  • Ich kann Dir sagen warum:


    DERU hats in Post #8 geschrieben. Alles Argumente, die nicht auf die Jäger zutreffen.


    Wenn ich als Politiker die Waffenbesitzer fertig machen will und sie enteignen will, so dass keine Waffen im Volk sind, dann muss ich gegen eine grosse Menge ankämpfen. Also stelle ich vorerst mal einen Teil dieser Waffenbesitzer ruhig (in diesem Fall die Jäger). Die werden dann "Schnauze tief" machen und ich kann als Politiker die andere Teilmenge ausbooten, schikanieren und enteignen.

    Danach, wenn diese dann weg sind, kann ich mich um die andere Teilmenge kümmern; die Jäger.


    Man nennt das: Probleme in kleinere Teilprobleme unterteilen.


    Und für die Politiker ist scheinbar jeglicher Waffenbesitz ein Problem.


    So ist, das, meine Damen und Herren.

  • Klarer Fall. Diejenigen, die dieses Gesetz in dieser Form zu verantworten haben, haben ja selbst auch nichts gegen privaten Waffenbesitz.

    Deren Problem ist ausschließlich der Waffenbesitz aller anderen. Eine Menge Politiker sind Jäger.

    Rein logisch gedacht dürfte von denen kein einziger eine legale Waffe haben, so wie diese argumentieren und das Messen an den eigenen Maßstäben und mit einer Vorbildfunktion darf man wohl noch argumentieren.

  • Naja, mein Ansatz ist die Gleichstellung/Gleichbehandlung.


    Die Gesetze richten sich nicht in erster Linie gehen Spportschützen, sondern gegen Waffenbesitzer und Jäger sind auch Waffenbesitzer.


    Die Argumente oben sind die Argumente der Betroffenen. Ich spreche hier aber davon, wie man ggf. gegen das Thema noch vorgehen könnte.


    Denn die EU Richtlinie bezieht sich eben nicht auf Sportschützen, sondern es geht um den Waffenbesitz.


    Und ich erkenne hier eine massive Ungleichbehandlung der Fraktionen, die juristisch in meinen Augen auf eher wackeligen Füßen steht.

  • Hat jemand mitbekommen, ob das Thema "kalte Enteignung über Zwang zu mehr Schiessen" und "faktisches Verbot von Taschenmesserchen" überhaupt von den Massenmedien registriert wurde?


    Ich nicht.

    Da gibt es ein kleines Problem.

    Mir ist aufgefallen, das das Thema privater Waffenbesitz und sportliches Schießen usw. generell in den Medien stark unterrepräsentiert ist.

    Stattdessen wird öfters von dem "kleinen Waffenschein" berichtet, der wohl in der letzten Zeit unverhältnismäßig stark beantragt würde.

    Von WBK's ist da nie die Rede. Ich glaube die von Dir genannten Schlagzeilen haben keine Chance.

    Der Teufel meidet das Weihwasser.

  • Wie immer wieder betont: Mobbing von Sportlern durch die Politik. Ohnehin schon seit 30 Jahren.

    Und durch die "Management by PowerPoint" Generation in den Führungsetagen massiv verschärft.

    Einfaches Rezept: "Tarne Inkompetenz durch Mobbing, und alles ist gut!" Wäre ja schön, wenn das

    nur inhaltloses Gejammere wäre, um irgendeine hochgepuschte Nebensächlichkeit. Ist es aber nicht.


    Mit den aktuellen "Handwaffen" wird nachweislich seit 4.000 Jahren Sport betrieben, die ägyptische

    Kultur mangels mir bekannten Belegen nicht berücksichtigt. Heute gefallen sich die Politiker darin,

    Leid das von organisierten Verbrechen/Drogenmafia über einfache Straßenkriminelle, über Terroristen

    bis hin zu Politikern und deren militärischen Wahnvorstellungen verursacht wird, auf Privatwaffenbesitzer

    zu projizieren. Und weil das dann in PowerPoint eine statistische Verbesserung von einem tausendstel

    Promille ergibt, klopfen sie sich auf die Schultern und meinen, etwas Gutes getan zu haben. Dass sie dabei

    die Lebensqualität hunderttausender Menschen vernichten, ist ihnen schei$$egal. Letztendlich geht es

    um ein Thema bei dem sie sich überhaupt nicht auskennen, also kann's nicht so schlimm sein.


    Ist es dann letztendlich ohnehin nicht, weil mit dem selben Denken wird dann Migrationspolitik, Bildung,

    medizinische Versorgung, Altenversorgung, Umweltpolitik, etc. betrieben, das "Wirklich Schlimm" steht

    uns also noch bevor. Aber der Umgang mit dem Legalwaffenbesitz und den Waffenbesitzern, die völlige

    Ignoranz von deren (nicht vorhandenen) Anteil an Gewaltverbrechen, ist der beste Indikator, den man

    sich für die bevorstehende Gesamtentwicklung wünschen kann. Dass er in eine dermaßen erschreckende

    Richtung deutet, sollte die Menschen aufwecken. Dass dies nicht geschieht, belegt die Degeneration unserer

    Kultur.


    besten Gruß

    Werner

  • Kleines Zahlen(bei-)spiel: Katja Triebel hat in ihrer seit Monaten aktiven Online Petion gegen die unangemessene Verschärfung des Waffenrechts - Stand heute früh - round about 75000 Unterschriften zusammen.


    Wem sagt Chico aus Hannover was? War 'ne durchgeknallte Kampfhundtöle die ihre Besitzer totgebissen hat. Jetzt kommts: um Chico vorm Galgen zu retten kamen binnen kurzer Zeit 250000 (in Worten: zweihundertfuffzichtausend!) Unterschriften zusammen. Wow, oder? Wie kriegen die das hin?? Da stehste nur noch staunend daneben. Es gibt Filmaufnahmen von Demos mit Rotz und Wasser heulenden Leuten die "Chico Guevara" rufen und für das Leben eines wildfremden, gemeingefährlichen Viehches (dem n.m.M. ne Kugel verpasst gehörte und gut ist) auf die Straße gingen ... also, ich werd' nicht mehr. Aber neidisch.


    Will diese Sache an sich die nicht die meine ist ja garnicht näher beurteilen, soll schön jeder für sich selber tun. Nur mal als Vergleich, was manchen Torfköppen im Land alles wichtig ist, vor allem, da sind wir wieder bei unsres Gleichen: was nicht.


    Man gewinnt zwangsläufig den Eindruck, dem Gros der deutschen LWB gehts einfach (noch) zu gut.

    Et bliev nix wie et wor.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Im Fall von Chico ging das in den Medien rauf und runter.


    Das ist bei uns nicht der Fall.

    Hinzu kommt, dass bei Chico keine Verbände dazwischen geschaltet waren, die der Meinung sind, das alleinige Wort haben zu dürfen.


    Bei uns ist es so:

    Die Verbände, unter Führung des FWR, klüngeln im Hintergrund und geben kaum Infos raus. Grund: Sie wollen die Verhandlungen nicht gefährden. So immer wieder die Begründung der Verbände und IGs.

    Alle anderen IGs schlagen in eine vergleichbare Kerbe der Vorgehensweise.


    Jetzt, wo der Karren nicht nur im Dreck fest steckt, sondern eigentlich im Treibsand schon abgesoffen ist, halten es die Verbände für erforderlich ihre Mitglieder zu informieren. Viel zu spät!


    Alle Verbände haben relativ zeitgleich die gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Ich habe gestern unsern LV Leiter gebeten den Text von bdmp.de auf die LV Webseite zu Platzieren und eine Infomail an die SLG unseres LVs zu schicken, was er prompt auch gemacht hat. Wer also SLG Leiter im LV Hessen ist, sollte gestern eine Mail erhalten haben, mit dem Hinweis, diese auch an ihre Mitglieder weiterzuleiten.

    Ob sie das machen, kann ich nicht sagen, ich hoffe es aber.

    Das ist aber ein Weg der Kommunikation, der bislang von kaum einem Verband beschritten wurde, aber im Sinne der Mitglieder eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.


    Denn wie wir alle wissen akzeptieren viele der Alten in den Vereinen nur dann die Fakten, wenn sie von offizieller Stelle kommen. Somit würde ich erwarten, dass alle LVs des DSB ebenfalls die Vereinsvorstände anschreiben und die dann wieder ihre Mitglieder, damit sichergestellt wird, dass so viele wie möglich informiert werden.

  • Wir überlegen bei uns schon ernsthaft, ob wir bei unserem halb offenen Stand in Dorfnähe die Trainingszeiten nicht von aktuell 4 Tagen in der Woche auf 7 Tage die Woche ausdehnen können. An bundesweiten Feiertagen könnte man bestimmt auch wieder schießen um gerade den Berufstätigen ihre Pflichttrainingstermine zu ermöglichen ...

    Pro Tag haben wir leider Obergrenzen und die Ruhezeiten müssen wir auch einhalten, aber von der Anzahl der Schießtage ist bei unserem Lärmemissionskonzepts keine Rede ...

  • Und die Munitionshersteller wird es freuen. Die werden ihren Markt sehen und ihre Produktion ordentlich rauffahren. Der Deutsche Schütze MUSS ja jetzt kaufen. Der Jäger schießt doch eh nur maximal 20 Schuss im Jahr. ;)



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Und die Munitionshersteller wird es freuen. Die werden ihren Markt sehen und ihre Produktion ordentlich rauffahren. Der Deutsche Schütze MUSS ja jetzt kaufen. Der Jäger schießt doch eh nur maximal 20 Schuss im Jahr. ;)

    Ich denke eher dass viele ältere Schützen eher aufhören und Neuzugänge stark nachlassen. Die EU ist ja auch noch dabei ein Bleiverbot auch für Kurzwaffenmunition zu bringen. Dies wird die Preise extrem nach oben treiben. Unterm Strich wird so langsam der Schießsport das Wasser abgedreht. Und genau das will die Politik, den leuten es schwer wie möglich machen, so das nach und nach die Schützen aufgeben und keine neue dazu kommmen.