Multifunktions-Klapp-Spaten und Waffenrecht?

  • https://www.genialbau.com/prod…el?variant=30290578243658


    Wie würdet Ihr solch einen Multifunktionsklappspaten bei unserem bescheuerten Waffenrecht einordnen?

  • Da du nach dem Waffenrecht fragst, definitiv verboten... Nach gesundem Menschenverstand ein praktisches Werkzeug, leicht, multifunktional, ein gescheites Werkzeug.


    Es wird gewiss irgendetwas daran geben woran sich jemand dran aufhängt, sei es der neidische Nachbar, der karrieregeile Dorfbüttel oder sonst wer.

  • Ist wohl so zu sehen, wie das Handbeil im Kofferraum, und das heisst: Es kommt darauf an.


    Im verschlossenen Kofferraum ist es kein Problem, da

    A) keine verbotene Waffe, (sondern ein Werkzeug)

    B) Kein Führen, sondern nur Transportieren


    Offen auf dem Beifahrersitz: kommt auf die Umstände an, wie bei einer Machte, einem Schweizer Gertel, einem Fischfilettiermesser, einem Baseballschläger ......

    Am Mann geführt in der Fussgängerzone? ........ dumme Frage!

    Am Weg in den Scherbergarten oder zur Waldarbeit: so was wie allgemein anerkannter Zweck.


    Mein persönliches Fazit: es kommt (wie immer) darauf an.


    Primär sehe ich den Vielzweckspaten als Werkzeug, das auch als Waffe benutzt werden kann.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Verbotener Gegenstand oder nicht liegt also immer im Auge des Betrachters.

    Nicht in D, da gibt es eine Stelle die ist für die Einstufung zuständig.


    Wenn diese der Meinung ist, es handelt sich um einen verbotenen Gegenstand, dann ist das so, da kannst du anderer Meinung sein, aufm Kopf stehen und mit den Füssen wackeln.

    Interessieren tut dies aber keinen.

  • Auch an dieser gewissen Stelle sitzen "Betrachter". Und die dürfen ihre Ansichten in Gesetze gießen. Die müssen nicht immer sinnvoll sein. Dabei denken diese "Betrachter" wahrscheinlich, dass sie alle vor alles schützen können - wenn man dafür nur kluge geschriebene Worte findet.


    Das Leben ist aber anders.

    Ich dachte immer, ein wenig zu wissen. Aber es ist schlimmer ....

  • Ja, es geht aber nicht um sinnvoll oder nicht, sondern einzig um:

    Ist es ein verbotener Gegenstand oder nicht.


    Wurde etwas so eingestuft, ist das so, auch wenn du das doof findest.


    Hast du sowas, weil du die Einstufung nicht sinnvoll findest und du wirst damit erwischt, gehst du evtl. in den Knast.

    Deine Zuverlässigkeit ist aber auf jeden Fall dahin.


    Und kein einziger Richter, wird sich deiner Meinung anschliessen, wenn es die einzustufende Stelle anders sieht.

  • Ganz konkret gefragt: Ist der multifunktionelle Klappspaten schon amtlich als verbotene Waffe eingestuft worden, oder nicht? Wenn nicht, dann ist es unsinnig darüber zu diskutieren, ob der Spaten als eine verbotene Waffe begutachtet werden könnte.

    Wenn schon als verbotene Waffe definiert, dann erübrigt sich die Diskussion auch!

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Da gab es übrigens im Werkzeugangebot eines Discounters neben Astsägen, Macheten, Grabgabeln und Pflanzspaten auch ein sogenanntes Pflanzmesser. Darf ich dieses im Auto dabei haben, oder nicht, weil es ja irgendwann mal vom BKA als verbotene Waffe definiert werden könnte?


    Sieht mit Phantasie so aus wie ein Bajonett (Führen verboten)

    https://www.manufactum.de/japa…3SiwzcEAQYASABEgJMj_D_BwE

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Wie soll man heute durchsteigen was verboten ist , wann und wo ?


    Kommuniziert wird doch fast nix.


    Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe.


    Hab mir 2016 eine neues Taschenmesser gegönnt - ja, ich weiß, wo ich das nicht dabeihaben darf. Da es einen "Daumenknubbel" hatte, hat mir der Verkäufer gesagt, den muß ich abmachen (war daheim problemlos möglich) damit ich das auch "gühren darf" - solange es nicht in "verbotenen Zonen" ist. Der Verkäufer hat das Messerchen - 7 cm Kingenlänge in dem Aufbewahrungsböxchen extre vor "Zugriff" gesichert so daß ich das auch dem Laden tragen konnte...

    Daheim Knubbel abgemacht -nur einhändig zu öffnen ...Hab das Messer eh verloren - aber hätte wie ich später las, dennoch Probleme geben können da ja das Messer ansich mit Daumenknubbel ein Problem darstellt - da Messer X gelistet ist wegen Daumenknubbel - entferne ich den , ists ja zwar nicht mehr einhändig zu öffnen aber ist dennoch Messer mit der Firmenbezeichnung... Selbst wennst versuchst legal zu sein Kann Dir das evt. doch je nach Ansicht anders ausgelegt werden.


    Beim Discounter waren Messer im Angebot - Küchenmesser -große Küchenmesser.- wußte ich nicht vorher.. Die Verpackung war bei dem letzen beschädigt - bzw es war keine mehr vorhanden.

    Also Blister nicht vorhanden. Da kommt Dir als Legalwaffenbesitzer schon das gruseln - wenn JETZT eine Verkehrskontrolle komme und das Messer im Kofferraum - nicht getrennt vom Fahrrerrraum gefunden wird, dann hast DU evt ein Problem... Man könnte ja vom Beifahrersitzt während der Fahrt nach hinten krabbeln und dann das Messer zücken...


    Meine Mum wußte nichtmal daß sie sich mit ihrem normalen schweizer Offimesser in der Handtasche strafbar macht wenn sie sic ham falschen Platz aufhält...


    Und woher weiß man denn, wo genau so eine "Waffenverbotszone" ist ?


    Wer wird denn mit solch m.E. sinnlosen Verboten bestraft und kriminalisiert ? Die Oma die ein Taschenmesser kein "Rambomesser" in der Handtasche hat an das sie nichtmal denkt und dann in einer Waffenverbotszone landet ohne es zu wissen...


    Der Sportschütze macht sich noch Gedanken und schaut daß er ja nicht gegen das Waffengesetz verstößt - und hab schon berechtigte Zweifel nur weil ein Messer im Sonderverkauf angeboten wird und die "gesicherte Schachtel" fehlt weil das Küchenmesser nunmal länger als die noch erlaubten 12 cm hat....

    Nein, ich geh nicht vorsorglich mit Tresor einkaufen wenn ich einen Supermarkt besuche - beim Besuch des Büchser nehm ich mir vorsortlich schon manchmal ein Langwaffenbehältnis mit wenn ich was kaufen dürfte und wenn mich dann ein "auf gelb Schnäppchen" anlacht, dann will ichs gleich kaufen und muß es natürlich gesetzeskonfortm transportieren...


    Wie man ja schon sieht, ist ja im Gespräch alles über 6 cm generell auch zu verbieten - dann fällt selbst das "schweizer Messerchen" weg...

    Mann "braucht" ja keine Messer - komisch , meine Messer hab ich immer gebraucht - legal - als Werkzeug, nicht als Angriffswaffe.


    Leute die dafür sind daß Messer verboten werden der bekommt MEINE Hilfe jedenfalls nicht wenn er mal mein noch legales Messer benütigen würde.


    Werkzeuge sind nicht böse - nur Leute die damit andere absichtlich angreifen sind böse.


    Ein Stein ist nicht böse -aber ein böser Mensch kann damit einem anderen Menschen den Schädel damit einschlagen weil er denjenigen ausrauben will...


    Menschen die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind (Straftagen mit Gewaltkriminalität, Drogenmißbrauch sollte man stärker bestrafen - Messerstecher laufen frei rum - aber brave Bürger die nie eine Gewalttat begangen haben werden dann auf einmal kriminalistiert nur weil sie das Messer falsch transportiert haben, es 1 cm zu lang oder am falschen Platz war...


    Den Kriminellen mit zig Vorstrafen auf freiem Fuß störts nicht wenn er mit illegalem Messer erwischt wird - selbst wenn er damit jmd anderen angestochen hat, bekommt er lächerliche Strafe....


    Aber der unbescholtene Bürger hat den falschen Gegenstand "am Mann" und da gibts dann empfindliche Strafen..


    Ist schon traurig wenn man sich als legaer Schußwaffenbesitzer Gedanken machen muß, ob man ein Problem hat , sich ein Haushaltsmesser zu kaufen und was passiert , wenn das Ding im Kofferraum ist neben den anderen Einkäufen und man evt. angehalten wird..

  • Darf ich dieses im Auto dabei haben, oder nicht, weil es ja irgendwann mal vom BKA als verbotene Waffe definiert werden könnte?

    Aktuell ist der Spaten nicht eingestuft.

    Ich persönlich würde den aber nicht kaufen, denn als LWB kann man da schnell Probleme kriegen, falls der als verbotener Gegenstand eingestuft wird und man dies nicht mitbekommt.

    Und als Sachkundiger sollte man ein wenig Gespür für sowas haben.

    Kommt man in eine pobelige Verkehrskontrolle und der PVB sieht dann diesen Spaten, ist es aus mit der Zuverlässigkeit.


    Nichts anderes ist es mit den Survival Armbändern, wie oben verlinkt.

    Die sind schon länger zu haben, jetzt hat ein Händler nachgefragt und zack, verbotener Gegenstand.

  • Wie soll man heute durchsteigen was verboten ist , wann und wo ?


    Kommuniziert wird doch fast nix.


    Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe.

    ...das frage ich mich auch grad.

    Woher kann ich wissen bzw. wie kann ich prüfen, ob ein Gegenstand, der mir gefällt (der Klappspaten z.B.) als gefährlicher Gegenstand eingestuft ist??

    Wo könnte denn solch eine Einstufung abgefragt werden bzw. müssten solche Gegenstände vom Handel nicht gekennzeichnet werden?

  • Abfragen kannst du das beim BKA.


    Wenn die verboten sind, dann sind die nicht mehr im Handel.

    Ausser bei Händler, die das verbot nicht mitbekommen haben.


    Und als Sachkundiger (sollte man als LWB sein), kann man sich durchaus mal ähnliche verbotene Gegenstände anschauen.


    Stockdegen sind z.B verboten, unabhängig ob da eine lange oder kurze Klinge drinnen ist.


    In dem Spaten ist auch ein Messer integriert.


    Und ja, ich bin da mittlerweile sehr vorsichtig, was ich mir kaufe und was nicht.

    Meine Zuverlässigkeit ist mir da einfach wichtiger, als alles auszureizen, was geht.