Welches Kaliber und Züge sind zu empfehlen?

  • Müsste ich spekulieren, würde ich meinen, der 1:48 Drall ist doch recht schnell, und für Rundkugeln nicht ganz so toll.


    Nachdem mit .45"ern aber gerne Rundkugeln verschossen werden, das Kaliber wohl auch für kürzere Distanzen bevorzugt

    wird, wurde versucht, den Nachteil durch die Anzahl derZüge zu kompensieren.

    Wirklich nur reine Spekulation, nur - andere Erklärungen fallen mir gerade nicht ein.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Für eine Geschossumdrehung 48 Zoll/Inches

    48" x 25.4 mm/" = ~ 1220 mm


    Also nix 1480 mm


    J.

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    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Wie schon zuletzt 'mal erwähnt: Je größer das Kaliber, desto länger sollte auch der Drall sein.

    1:48" ist schon sehr gut für Rundkugeln geeignet. Bei Kaliber .32" und Kaliber .36", wo die Kugel im Vergleich

    zu größeren Kalibern "keine Masse" hat.


    Für Kaliber .45 wird gerne ein 1:60" Drall genommen, 1:48 ist eher grenzwertig, beim "normalen" Vorderlader-

    Lauf mit 5 - 7 Zügen. Bei zwölf Zügen: nie ausprobiert, aber denkbar.


    für größere Kaliber ist 1:48 aber kein Rundkugel-Kaliber mehr. Für Langgeschosse tun's 5 Züge aber auch,

    aber selbst gezogene Musketen für Minie-Geschoße hatten einen längeren Drall:

    Die Springfield Mod. 1861, cal. 58", z. B. 3 Züge bei einem Drall von 1:78.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • …. aber selbst gezogene Musketen für Minie-Geschoße hatten einen längeren Drall:

    Die Springfield Mod. 1861, cal. 58", z. B. 3 Züge bei einem Drall von 1:78.

    Der Grund für den ziemlich langen Drall bei den Vorderlader-Militärgewehren lag darin, dass man mit einem langen Drall eine höhere Anfangsgeschwindigkeit erreichen konnte. Die war wichtig, denn man wollte eine möglichst flache Flugbahn haben, denn so war der "bestrichene Raum" größer und Fehler beim Entfernungsschätzen wirkten sich nicht ganz so schlimm aus.

  • Stimmt, sammler , dennoch war die Treffgenauigkeit ausreichend brauchbar. Ein guter Schütze traf ein manngroßes Ziel auf 500 Yards = ca. 450m zuverlässig.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Hi Greenhorn ,

    Weisst Du, wieviel Restenergie das Geschoss auf die Distanz noch hatte?


    J.

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    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Welches Kaliber und Züge sind zu empfehlen? ...

    Die eigentliche Frage ist: Wofür? Wenn Du "nur" 50m stehend frei schießen willst, ist .45" als Kaliber ausreichend. Willst Du auch auf 100m, solltest Du eher an .50", besser an .54" denken.

    Aber: Die von Dir bevorzugte Waffe ist auf 100m (wird liegend freihändig geschossen, mit Riemen) absolut nicht konkurrenzfähig. Ich habe am Sonnabend gerade gesehen, was diese Waffe (in .54") auf 100m schafft (oder besser nicht schafft). Die 100m-Disziplin wird von Waffen beherrscht, die dafür optimiert sind.

    Zur Anzahl der Züge: Wenn die Waffe sonst in Ordnung ist, hat die Anzahl der Züge keinen Einfluss auf die Präzision.

  • Zwischen durch erst mal Danke an alle.:thumbsup:


    Ja ich möchte einfach mal Steinschloss ausprobieren und mit offener Visierung.

    Disziplin 50m frei stehend. Mehr hab ich leider nicht zu Verfügung.

    Vielleicht ist das Schloss an sich ja wichtiger als der Lauf.


    Hab nur Angst damit reinzufallen, da ich noch kein Steinschloss hatte.

    Auf unseren Stand stehe ich ziemlich allein mit meinen VL und konnte eben auch noch kein Steinschloss VL beobachten.


    Da mir auch aufgefallen ist das zur Landesmeisterschaft niemand mit einem Steinschloss Gewehr Klasse 1 angetreten ist möchte ich das ändern. Da muss ich mir als allein Steinschießer um die Konkurrenz keine Sorgen machen.


    Da könnt ich auch mit einer Kentucky .45 für 350 EUR was reißen.

    Leider nirgends verfügbar.

  • … Ja ich möchte einfach mal Steinschloss ausprobieren und mit offener Visierung. Disziplin 50m frei stehend.

    Steinschloss erfordert einen ruhigen Anschlag und insbesondere ein langes Nachhalten, die Schussentwicklungszeit ist in der Regel länger als bei Waffen mit Perkussionsschloss. Wenn Du noch nie Vorderlader geschossen hast, wäre meiner Meinung nach für Dich ein Perkussionsgewehr günstiger, da kommt man schneller "auf Leistung" und hat deutlich weniger Dinge, um die man sich kümmern muss bzw. die das Ergebnis beeinflussen.
    Erst wenn man das Perkussionsgewehr, den Ladevorgang usw. beherrscht, kann man mit Aussicht auf Erfolg auf ein Steinschlossgewehr umsteigen.
    Ich kenne etliche Leute, die sich ein Steinschloss-Gewehr gekauft haben, damit absolut nichts zustande gebracht haben und die sich dann ein Perkussionsgewehr gekauft haben. Das Steinschlossgewehr steht bei denen jetzt in der Ecke und verstaubt.
    Aber wenn es wirklich ein Steinschlossgewehr sein soll, achte beim Kauf darauf, dass das Steinschloss "richtig" steht, d.h. der Stein sollte bei entspanntem Schloss (also im abgeschlagenen Zustand) in die Pfanne zeigen. Tut er da nicht, Finger weg.

    Und noch etwas: Wenn Du beim DSB schießt, dort sind nur Gewehre mit Blattfeder im Schloss zulässig, keine, die eine Schraubenfeder im Schloss haben. Darauf solltest Du beim Kauf (egal, ob Stein- oder Perkussionsschloss) unbedingt achten.


    Das zur LM niemand mit einem Steinschlossgewehr angetreten ist, hat seine Gründe (die nichts mit der Verfügbarkeit der Steinschlosswaffen zu tun haben) und sollte Dir zu denken geben.

  • Was ist von diesem zu halten?

    Das alte Lied: Hat mit dem was es vorgibt zu sein genau Null zu tun, ein frei erfundenes Gewehr ohne jede historische Grundlage.

    Das ist die eine Seite.

    Die andere: Qualitativ zwar nicht top, aber allemal gut genug um besser als 95% der Schützen zu schießen,

    wenn man sich an das Gewehr gewöhnt hat.

    Wenn es um's Schießen mit Steinschloss-Gewehren geht, sicher ein guter Anfang.

    Man gibt nicht zu viel Geld aus um herauszufinden, ob man überhaupt Spaß damit hat.

    Wenn's gefällt, kann man immer noch beginnen, originalgetreue Schönheiten zu suchen.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.