Welches Kaliber und Züge sind zu empfehlen?

  • Für eine Geschossumdrehung 48 Zoll/Inches

    48" x 25.4 mm/" = ~ 1220 mm


    Also nix 1480 mm


    J.

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    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • …. aber selbst gezogene Musketen für Minie-Geschoße hatten einen längeren Drall:

    Die Springfield Mod. 1861, cal. 58", z. B. 3 Züge bei einem Drall von 1:78.

    Der Grund für den ziemlich langen Drall bei den Vorderlader-Militärgewehren lag darin, dass man mit einem langen Drall eine höhere Anfangsgeschwindigkeit erreichen konnte. Die war wichtig, denn man wollte eine möglichst flache Flugbahn haben, denn so war der "bestrichene Raum" größer und Fehler beim Entfernungsschätzen wirkten sich nicht ganz so schlimm aus.

  • Hi Greenhorn ,

    Weisst Du, wieviel Restenergie das Geschoss auf die Distanz noch hatte?


    J.

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  • Welches Kaliber und Züge sind zu empfehlen? ...

    Die eigentliche Frage ist: Wofür? Wenn Du "nur" 50m stehend frei schießen willst, ist .45" als Kaliber ausreichend. Willst Du auch auf 100m, solltest Du eher an .50", besser an .54" denken.

    Aber: Die von Dir bevorzugte Waffe ist auf 100m (wird liegend freihändig geschossen, mit Riemen) absolut nicht konkurrenzfähig. Ich habe am Sonnabend gerade gesehen, was diese Waffe (in .54") auf 100m schafft (oder besser nicht schafft). Die 100m-Disziplin wird von Waffen beherrscht, die dafür optimiert sind.

    Zur Anzahl der Züge: Wenn die Waffe sonst in Ordnung ist, hat die Anzahl der Züge keinen Einfluss auf die Präzision.

  • Zwischen durch erst mal Danke an alle.:thumbsup:


    Ja ich möchte einfach mal Steinschloss ausprobieren und mit offener Visierung.

    Disziplin 50m frei stehend. Mehr hab ich leider nicht zu Verfügung.

    Vielleicht ist das Schloss an sich ja wichtiger als der Lauf.


    Hab nur Angst damit reinzufallen, da ich noch kein Steinschloss hatte.

    Auf unseren Stand stehe ich ziemlich allein mit meinen VL und konnte eben auch noch kein Steinschloss VL beobachten.


    Da mir auch aufgefallen ist das zur Landesmeisterschaft niemand mit einem Steinschloss Gewehr Klasse 1 angetreten ist möchte ich das ändern. Da muss ich mir als allein Steinschießer um die Konkurrenz keine Sorgen machen.


    Da könnt ich auch mit einer Kentucky .45 für 350 EUR was reißen.

    Leider nirgends verfügbar.

  • … Ja ich möchte einfach mal Steinschloss ausprobieren und mit offener Visierung. Disziplin 50m frei stehend.

    Steinschloss erfordert einen ruhigen Anschlag und insbesondere ein langes Nachhalten, die Schussentwicklungszeit ist in der Regel länger als bei Waffen mit Perkussionsschloss. Wenn Du noch nie Vorderlader geschossen hast, wäre meiner Meinung nach für Dich ein Perkussionsgewehr günstiger, da kommt man schneller "auf Leistung" und hat deutlich weniger Dinge, um die man sich kümmern muss bzw. die das Ergebnis beeinflussen.
    Erst wenn man das Perkussionsgewehr, den Ladevorgang usw. beherrscht, kann man mit Aussicht auf Erfolg auf ein Steinschlossgewehr umsteigen.
    Ich kenne etliche Leute, die sich ein Steinschloss-Gewehr gekauft haben, damit absolut nichts zustande gebracht haben und die sich dann ein Perkussionsgewehr gekauft haben. Das Steinschlossgewehr steht bei denen jetzt in der Ecke und verstaubt.
    Aber wenn es wirklich ein Steinschlossgewehr sein soll, achte beim Kauf darauf, dass das Steinschloss "richtig" steht, d.h. der Stein sollte bei entspanntem Schloss (also im abgeschlagenen Zustand) in die Pfanne zeigen. Tut er da nicht, Finger weg.

    Und noch etwas: Wenn Du beim DSB schießt, dort sind nur Gewehre mit Blattfeder im Schloss zulässig, keine, die eine Schraubenfeder im Schloss haben. Darauf solltest Du beim Kauf (egal, ob Stein- oder Perkussionsschloss) unbedingt achten.


    Das zur LM niemand mit einem Steinschlossgewehr angetreten ist, hat seine Gründe (die nichts mit der Verfügbarkeit der Steinschlosswaffen zu tun haben) und sollte Dir zu denken geben.

  • Ich würde von der gezeigten Büchse die Finger lassen, wie Sammler schon sagt, kein Stecher und das Schloß ist, naja ,ich sag’s mal so nicht gut, die Teile kaum gehärtet.

    Für deinen Zweck würde ich bei egun nach einer Investarm mit Steinschloss Ausschau halten, bei BDS ist die Feder egal, aber alles andere ist sehrgut, war in den 80. meine erste Steinwaffe und ich schieße die immer noch gerne, ob wohl ich heute Steinwaffen habe die das vielfache gekostet haben.

    Wenn man aufpasst bekommt man die für 300 bis 400 Euro und das ein Fantasie Gewehr ist, stört mich bis heute nicht.

  • Was ist von diesem zu halten?

    Sieht aus als ob es von Ardesa sein könnte. Ardesa würde 'butterweiche Schrauben und Schloss' bedeuten. Dafür aber Blattfeder im Schloss. Deine anderen hätten alle die Spriralfeder und die 'üblichen' Investarms Problemchen, die hier im Forum schon mehrfach genannt wurden.


    Vereinskollege hat die Great Plains als Steinschloss bringt sie aber nur 2-3x im Jahr auf den Stand. Zündprobleme und massive Streuung.


    Pedersoli ist jetzt auch nicht wirklich eine Alternative, da 1:48 wohl der Standarddrall bei Pedersoli für Kaliber 45-54 ist . Einige Ausnahmen bestätigen da leider eher die Regel und die Preise sind auch nichts zum mal ausprobieren.


    Eigentlich wäre zum Ausprobieren und Spaß haben ein günstiger Bausatz von Traditions aka Ardesa ideal, also was wo man Sicherstellen kann das die es im Werk nicht allzu sehr vermasseln können. Leider gibt es auf dem deutschen Markt kaum noch diese Bausätze und wenn dann meist nur in .45, obwohl es auf dem US Markt die auch in .50 und .54 gibt.


    Beste Grüße!

    PS


    p.s.: Bin ja auch schon länger auf der Suche nach einer Steinschloss Pistole und Gewehr, möglichst in .50 oder größer und >1:60 , aber seit Ardesa zu Traditions mutiert ist gibt es kaum noch was günstiges in D. Ach ja Messingpfanne wäre auch schön...

    "No free man shall ever be debarred the use of arms. The strongest reason for the people to retain the right to keep and bear arms is, as a last resort, to protect themselves against tyranny in government. " (Jefferson)

  • Ich hab ein paar Dikar-Steinschloss-Waffen. Deren Schlösser sollten identisch mit den Ardesa-Waffen sein.

    Die Schrauben sind definitiv härter als die aus dem italienischen Butterstahl, und die Batterien funken mit schwarzen englischen Steinen auch besser als eine Batterie aus Italien, die nicht nachgehärtet wurde.

    Ich war überrascht, wie gut die Jukar und Dikar-Waffen schiessen, selbst die nur 100 Mark teure "Pioneer"-Steinschloss-Pistole mir dem kurzen Lauf trifft!

    Der Vorteil der spanischen ,Schlösser liegt nach meiner Meinung darin, dass sich der Abzugswiderstand über eine Schraube an der Nuss (grob) verstellen lässt.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Wenn ich das hier so lese verliere ich fast den Mut mir so ein Steinschloss anzuschaffen.

    Ich hab mal den Artax Händler auf das gebrauchte Kentucky angeschrieben.

    In der Beschreibung zu lesen:


    ...mit fast unbenutztem Schloss

    Der Lauf hat 6 Züge und ist in einem perfekten Zustand.


    Ich sehe aber keine Zündlochschraube, sondern nur ein Loch!

    Kentucky_Rifle_2.jpg


    Ich habe um ein Komplettangebot gebeten.

    Das beinhaltet:


    Schussfähigkeit herstellen mit neuem Feuerstein.

    Ein passender Ladestab.

    Austausch der Zündlochschraube.

    Reinigungsschlauch.

    Passende Kugeln und Pflaster.


    Mal schauen was da zurückkommt.