Wer hat Praxiserfahrung mit den Rotpunktvisier Shield RMSc

  • Ich beabsichtige mir ein Red Dot auf mein KW zu montieren, da habe ich das der Fa. Shield in die engere Wahl genommen. Gibt es hier jemanden, der das kennt aus der Praxis.

    Über Erfahrungen mit diesem Rotpunktvisier würde ich mich freuen

  • Hallo,


    ich habe das "normale" RMS für eine Gock17 Gen4 mit der Montageplatte (jetzt seit ca. 1,5 Jahren). Das ist ja schon klein, das c würde ich nur nehmen, wenn du auch eine compact Waffe hast (Glock 43 z.B.).


    Ich habe die Version mit 2 MOA und finde das Top. Die meisten bei uns haben allerdings 4 MOA. Wollte ich eigentlich nie haben, merke aber beim schnellen Schuss, dass 4 MOA doch ziemlich gut taugt und ich die 2 MOA für angedachte mehr Prezi. gar nicht unbedingt bräuchte - soll heißen, dass ist mehr im Kopf als Theorie, als das es nachher wirklich auffällt.

    Die Helligkeit mit der automatik ist einwandfrei uns super gelöst. Batterie ist noch immer die erste und läuft.


    Haltbarkeit ist bei mir gut. Was ist mir bei allem guten negativ aufgefallen: Da wäre direkt das "Glas" zu nennen, welche ja Kstf. ist. Die Reinigung ist schwer/schlecht zu meistern. Ich habe es mit div. Reinigern probiert aber so richtig bis in die Ecke bekomme ich das nie hin (Q-Tips usw.). Das Kstf. neigt auch zu leichten Kratzern. Ich weiß nicht woher die genau kommen, aber es scheint so, als würde leichtes Wischen vom Brillenputztuch auf der Range schon ausreichen. Vlt. fliegen da auch Hülsen dran, ich weiß es nicht. Allerdings fällt das beim Schiessen nicht auf - nervt mich trotzdem weil ich denke, ich gehe damit recht vorsichtig um.

    Der Rahmen bekommt auch seine Macken und Kratzer ab. Das stört mich wiederum nicht, da ich die Pistole auch gebrauche und es ok finde, wenn man sieht das es ein "Werkzeug" ist (für mich kein Widerspruch zu dem Ärger über die Kratzer in der Kstf-Scheibe, da sowas nicht so schnell sein muss).

    Ich habe ganz selten mal das Gefühl, als würde bei festen Anschlag der Reddot etwas an Helligkeit verlieren (das legt sich dann sofort wieder). Ist ganz selten und ich bin nicht sicher, woran es wirklich liegt.


    Preislich ist es auch voll ok (ich hätte sonst mit einem RMR geliebäugelt aber die liegen bei 500-600 EUR). Haltbar ist es aber bei weitem nicht für den harten Einsatz. Ich würde es nie absichtlich hinfallen lassen wie ein RMR. Ich bin sicher, dass der Alubügel das nicht aushält. Da ich nur Range u. IPSC schieße ist das egal.

  • Ich bezweifle, dass Deine Halteruhe bei einer Kurzwaffe ausreichend ist, um die vermeintlichen Vorteile eines 2 MOA-Punktes überhaupt nutzen zu können.

    Das ist eher etwas für Langwaffen.


    Aus meiner Erfahrung heraus sind 3,25-4 MOA für Kurzwaffen ausreichend und recht kompatibel mit dem Gezappel der meisten Schützen.


    Größere Punkte machen einen präzisen Schuss ab einer gewissen Größe und ab einer gewissen Distanz und auf eine entsprechend kleine Zielfläche schwieriger. Einen 6,5, 7, 8 oder gar 13 MOA Punkt würde ich für eine "Allroundwaffe" wiederum nicht empfehlen, im Zweifelsfall macht man den 3-4 MOA Punkt einfach ein bisschen heller. Es mag einige wenige Ausnahmen geben, wo diese Punktgrößen Sinn ergeben (13 MOA auf einer Flinte sind z.B. wieder recht praktikabel), aber die sind selten.


    Soviel allgemeine Erkenntnisse zu Reddots auf Kurzwaffen. Das RMSc habe ich nur ein paarmal geschossen, besitze aber selber keins, insofern kann ich hier keine wirklich sinnvollen Kommentare aus eigener Langzeiterfahrung abgeben.

  • Danke dir DaTaXi

    für deine ausführliche Rückantwort. Das 4 er MOA ist für mich kein Problem, ich hatte mal ein Docter mit 7 MOA und später mit 3 MOA.

    Das 7 er ist für Präzsion nicht tauglich, aber für IPSC kann man es verwenden. Das 3 er ist gut für das Präzise Schießen, aber auch das 4 er geht noch

    Für mich ist wichtig, das ich das Visier zum Batteriewechseln, nicht abbauen muss und neu Einschießen. Der Rotpunkt sollte klar und deutlich zu sehen sein nicht "ausgefranst" wie ich es Docter Sight II Plus

  • Haltbarkeit ist bei mir gut. Was ist mir bei allem guten negativ aufgefallen: Da wäre direkt das "Glas" zu nennen, welche ja Kstf. ist. Die Reinigung ist schwer/schlecht zu meistern. Ich habe es mit div. Reinigern probiert aber so richtig bis in die Ecke bekomme ich das nie hin (Q-Tips usw.). Das Kstf. neigt auch zu leichten Kratzern. Ich weiß nicht woher die genau kommen, aber es scheint so, als würde leichtes Wischen vom Brillenputztuch auf der Range schon ausreichen.

    Das habe ich aus dem Bekanntenkreis auch schon gehört bzw. gesehen.


    Shield scheint aber mittlerweile zum einen eine Option mit "gehärtetem" Kunststoff und wohl auch eine Option mit Glasscheibe entwickelt zu haben.

    Ob die bei Bestandsoptiken austauschbar sind bzw. bei neuen Optiken bereits lieferbar sind, weiss ich momentan nicht.


    Wollte ich eigentlich nie haben, merke aber beim schnellen Schuss, dass 4 MOA doch ziemlich gut taugt und ich die 2 MOA für angedachte mehr Prezi. gar nicht unbedingt bräuchte - soll heißen, dass ist mehr im Kopf als Theorie, als das es nachher wirklich auffällt.

    So sieht's aus.



    Für mich ist wichtig, das ich das Visier zum Batteriewechseln, nicht abbauen muss und neu Einschießen.

    Das ist in der Praxis vollkommen irrelevant. Zum einen halten die Batterien eine halbe Ewigkeit, zum anderen ist durch die doppelte Verschraubung üblicherweise kein neues Einschiessen notwendig, wenn man das Rotpunkt abnimmt und mit ungefähr gleichem Drehmoment wieder festschraubt.


    Je besser die Fräsung in der Waffe ist, umso unwichtiger wird das.


    Der Rotpunkt sollte klar und deutlich zu sehen sein nicht "ausgefranst" wie ich es Docter Sight II Plus

    Geh' mal nicht davon aus, dass der Rotpunkt der Optik "ausgefranst" ist, sondern das an Deinen Augen liegt.

    Je nach Erzeugungsmethode des Lichtpunktes wirkt sich ein Astigmatismus mal mehr, mal weniger aus.

    "Ausgefranste" Leuchtpunkte gibt es meist nur bei Billig-China-Dingern.


    Fast alle dieser "ausgefransten" Rotpunkte sind auf einem Foto nämlich rund. Das ist wie gesagt nur eine Folge einer Hornhautverkrümmung, die sich im menschlichen Auge mit fortschreitendem Alter oft verändert und meist zunimmt.

  • Es ist aber seltsam, bei einem Schützenkollegen sah ich den Zielpunkt rund und scharf, bei meinen war er "ausgefranst". Der Kollege hatte das Docter Sights III neueren Datums und meines was das Docter Sights II plus. Wenn es an meinen Augen gelegen hätte, dann hätte ich den Punkt bei meinen Kollegen auch unscharf gesehen. So zumindest meine Vermutung.

  • Gewisse Schwankungen wird es vermutlich immer geben. Ich merke auch Unterschiede, wenn man "müdere" Augen hat oder die Lichtstärke des Dots oder auch der Umgebungsbeleuchtung vorhanden sind.


    Ich nutze bisher Burris Fastfire III und Docter Sight C FDE, und gestern ausgepackt und bisher nur "trocken" geprüft" ein Vortex Venom (soll dann auf die Walther). Burris und Vortex haben 3 MOA, das Docter 3,5. Gebe ich Greif X3 völlig recht, feiner muss das auch für Präzi auf der Kurzwaffe nicht sein. Interessanterweise wirkt der Dot beim Vortex am kleinsten (und deutlich schärfer) als bei den anderen beiden, obwohl zumindest beim Burris ja nominell nicht größer.


    Das Shield RMSc ist natürlich -speziell für die Walther- grundsätzlich reizvoll, da auch schick in blau erhältlich und macht auf dem sich nach oben verjüngenden Waltherschlitten sicherlich "einen schlanken Fuß".


    Derzeit habe ich da aber auch noch die oben genannten Bedenken:


    - konnte es noch nicht selbst testen: schränkt das schmalere Fenster gegenüber den anderen deutlich ein?

    - es gibt reichlich Berichte über deutliche Kratzempfindlichkeit, selbst bei vorsichtigster Reinigungsweise. Die beim neuen RMSw verwendete Beschichtung ist vermutlich noch nicht beim RMSc in Verwendung, und ob die neue wirklich besser ist, fehlen noch Erfahrungswerte. Die alternative Glaslinse ist zwar angekündigt, aber noch nicht bestellbar.


    Ich werde das Shield bestimmt im Auge behalten und werden es hoffentlich irgendwo auch mal testen können, aber derzeit kommt es für mich nicht in Betracht. Ärgerlich ist natürlich noch der kleine Nebeneffekt, dass das Shield schon nicht günstig ist, aber für die Q5 auch noch eine spezielle Adapterplatte für 80€ dazugekauft werden muss.

  • Ich bezweifle, dass Deine Halteruhe bei einer Kurzwaffe ausreichend ist, um die vermeintlichen Vorteile eines 2 MOA-Punktes überhaupt nutzen zu können.

    Das ist eher etwas für Langwaffen.


    Aus meiner Erfahrung heraus sind 3,25-4 MOA für Kurzwaffen ausreichend und recht kompatibel mit dem Gezappel der meisten Schützen.

    Aus meiner Erfahrung heraus sind 3,25-4 MOA deutlich zu groß.

    Auf 50m wird viel zu viel abgedeckt

  • Es ist aber seltsam, bei einem Schützenkollegen sah ich den Zielpunkt rund und scharf, bei meinen war er "ausgefranst". Der Kollege hatte das Docter Sights III neueren Datums und meines was das Docter Sights II plus. Wenn es an meinen Augen gelegen hätte, dann hätte ich den Punkt bei meinen Kollegen auch unscharf gesehen. So zumindest meine Vermutung.

    Ich habe mit 4 verschiedenen Red Dots rumprobiert, bis ich meine Schießbrille mit passenden Gläsern/Stärke für RedDot ausrüsten ließ > jetzt passt es (zumindest für 0,5-1 Jahr, dann ist ads Auge wieder schlechter geworden)

  • Auf 50m wird viel zu viel abgedeckt

    Wie oft schiesst Du denn mit der Pistole (um die geht es hier, nicht um Langwaffen) auf 50 Meter, und wenn ja, auf welche Ziele/Zielgrößen?


    Und viel wichtiger: Wie oft schiesst denn der Threadstarter mit der Kurzwaffe auf 50 Meter?


    Ich schiesse gelegentlich auch mal auf 200 Meter mit der Pistole mit 3,25 MOA RMR und 3,5 MOA Docter III auf 35x40 cm Fallscheiben, um den Leuten zu zeigen, dass das geht. Und da ist mir der Punkt nicht zu groß, um damit regelmäßig zu treffen.


    Als Relation: Ein Standard AR15 Korn ist je nach Visierlinienlänge (rifle, midlength, carbine) irgendwo zwischen 11 und 13 MOA breit.



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  • Genauso wie pauschal zu sagen, dass 3,25-4 MOA deutlich zu groß wären und viel zu viel vom Ziel abgedeckt werden würde,

    Das gilt nämlich nur dann, wenn man angestrichen oder liegend/sitzend in PPC-Anschlägen schiesst. Stehend freihändig eiert ein Rotpunkt auf diese Distanz bei vermutlich dem überwiegenden Großteil der Schützen so rum, dass die Punktgröße völlig unerheblich ist, weil man da dann nur mit einem Strich oder einer wackligen Acht zielt.


    Kurz zusammengefasst: Solange wir nicht wissen, was der Threadersteller eigentlich im Schwerpunkt schiessen will, wird es schwer, das Richtige zu empfehlen.


    Dennoch bleibe ich dabei, dass 3-4 MOA die beste Universalgröße für Kurzwaffen sind. Ich traue mir zu, das zitierte 100x150er Ziel auch mit 'nem 3,5er Punkt zu treffen.


    Mit der offenen Visierung einer Langwaffe mit einer Kornbreite im zweistelligen MOA-Bereich kann man auch Gruppen um die 1-2 MOA-Größe schiessen.

    Mit 'nem .22er Repetierer mit 8 MOA Billig-Dot schaffe ich auf 50 m aufgelegt problemlos Gruppen, die etwa ein Drittel der Dotgröße haben. Da eiert halt der Punkt auch nicht so rum und der Zielvorgang ist dadurch deutlich einfacher. Da ist aber IMHO wie gesagt die Stabilität das Problem, nicht die Punktgröße.

  • Leute, es ging mir bei der Anfrage lediglich um Erfahrungswerte von Benutzern dieses Rotpunktvisieres. Ich habe selbst das Docter Sight II plus

    bin aber mit diesem Teil nicht zufrieden und bin auf der Suche nach was Besseren

    Zur Verwendung, ich schieße die klassische 25 mtr. Päzisionsdiziplien keine 50mtr oder mehr. Ich habe beim Docter den 3.5 er Punkt und komme mit diesem sehr gut zurecht. Die Treffen sind meißt alle im 10 - 9er Bereich

    Was ich nicht will, ist das ich das Visier zum Batteriewechsel abbauen muss (ich weiß, die Lebensdauer der Batterien sind lange)

    Das neue Potpunktvisier soll auf eine neue Waffe ihren Platz finden.


    Das Angebot der Red Dots ist mittlerweile sehr groß und wird daher ein bisschen verwirrend


    Ich hoffe das jetzt die Sachlage klar ist.