K98 zu verkaufen/Ahnungsloser braucht Hilfe

  • Hallo liebe Mitglieder,


    mein Bekannter hat einen K98 geerbt und möchte diesen zu einem vernünftigen Preis verkaufen. Da sich weder er noch ich damit auskennt, möchte ich hier im Forum die Spezialisten befragen. Also soweit ich herausfinden konnte handelt es sich hier um einen K98 hergestellt 1937. Es befinden sich Unmengen Stempel auf dem Teil. Leider konnte ich nichts genaues über die Stempel herausfinden. Das Beschusszeichen müsste glaube ich aus der Weimarer Republik stammen. Zusätzlich befinden sich noch etliche kleine Reichsadler mit geradlinigen Schwingen auf diversen Teilen.


    Von den K98 wurden ja etliche auch im Ausland gefertigt. Handelt es sich hier um einen deutschen?


    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir zudem folgende Fragen beantworten könntet...


    1. Was bedeuten die verschiedenen Stempelungen und Beschusszeichen?

    2. Wie ist der Allgemeinzustand von dem Teil und was wäre der aktuelle Wert des Karabiners? ( Der Lauf innen ist in einem sehr guten gepflegten Zustand.


    Ich freue mich auf eure Antworten.


    Schonmal Herzlichen Dank


    PS: Ich habe noch ein paar Bilder mehr gefertigt. Auf Wunsch kann ich diese noch Nachreichen.

    Dateien

    • K98 rechts.jpg

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    • K98 links.jpg

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    • DSC02508.JPG

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    • DSC02509.JPG

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    • DSC02510.jpg

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    • DSC02513.jpg

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    • DSC02515.jpg

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    • DSC02518.jpg

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    • DSC02526.jpg

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    • DSC02528.jpg

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  • 1512Harrald


    Hallo,


    Also das ist ein normaler K98 aus deutscher Produktion im Kaliber 8x57is. Die S42 Kennung auf der Hülse weist auf Mauser als Hersteller hin, das Produktionsjahr ist ebenfalls abzulesen (1937).


    Was auf den Fotos zu erkennen ist, scheint die Waffe auch in den wesentlichen Teilen nummerngleich zu sein, was dem Wert sicherlich zuträglich ist.


    Weiterhin hat die Waffe einen Beschuss der Bundesrepublik und kann somit von jedem mit passender EWB erworben und geschossen werden. Die diversen anderen Stempelungen sind die Beschusszeichen des Dritten Reichs, Militärische Abnahmestempel usw. Hier kann ein Sammler sicherlich mehr sagen, aber für dich als Verkäufer ist das nicht so entscheidend.


    Um eine Preisvorstellung zu bekommen, würde ich an deiner Stelle mal bei Onkel Egon die dortigen Auktionen anschauen und nach deutschen K98 gucken, die nummerngleich sind. Parallel hat auch der Verband der Büchsenmacher eine Online-Plattform http://www.vdb-wffen.de, die du in gleicher Weise einmal durchsuchen kannst. Hier werden die Preise aber etwas höher liegen, da es sich um geprüfte Händlerware handelt. Dein Preis dürfte rund 100-200€ darunter liegen.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • A bissl arg viel Stempel ... grin-.)

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • hallo, ich brauche hier auch mal dringend Hilfe.

    Mir wurde ein K98 für geschenkt angeboten. Müsste allerdings aufbereitet werden, da der Zahn der Zeit doch schon Spuren hinterlassen hat.


    Jetzt mein Fragen:


    Es scheint sich um einen Hege re-Import zu handeln, richtig?


    Neubeschuss fand 1972 in Köln statt. Ist das korrekt?


    Es geht mir erst mal darum, dass die Waffe überhaupt einen gültigen Beschuss hat. Ist das so?


    20191209_170737kmjon.jpg

  • Hallo,


    Also ein Neubeschuss durch das Beschussamt Köln im Jahr 1972 könnte passen, wenn du mal selbst auf die folgenden Links schaust:


    http://www.beschussamt.de/


    Hier kann man das Kölner Beschusszeichen erahnen


    https://www.beschussamt-ulm.de…beschusszeichen/index.php


    Da ist erklärt, wie das in der Praxis dann auszusehen hat.


    Wenn ich mir deine Waffe anschaue, dann erkenne(erahne) ich zwar ein Ortszeichnen, und eine Jahreszahl, aber kein Kennzeichen des erfolgreichen Beschusses (nur Rückgabezeichen). Vielleicht ist das auch nicht erforderlich, weil ggf. schon eines aus einem anderen CIP Staat drauf ist. Aber das weiß ich nicht im Detail und ich kenne das andere Symbol des vermutlich ursprünglichen Beschusses nicht.


    Gruß

    Frank

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  • Wenn ich mir deine Waffe anschaue, dann

    denke ich schon, daß die beschußmäßig in Ordnung sein sollte.

    Darauf deutet auch "HEGE" als Re-Importeur hin.


    Das Wappen kann ich nicht genau einordnen, weil nicht vollständig sichtbar.

    Könnte das ein Israeli 98er sein ?

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Das Wappen kann ich nicht genau einordnen, weil nicht vollständig sichtbar.

    Könnte das ein Israeli 98er sein ?

    Das ist das Wappen auf einem vz.98N , ein "Neubau" eines 98k aus Tschechischer Produktion.

    Und Ja, auch die Israelis hatten solche.

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  • denke ich schon, daß die beschußmäßig in Ordnung sein sollte.


    Denken würde ich das ja auch, aber kannst du das irgendwie begründen?


    Nur rein aus Interesse....ich sehe ein wohl ausländisches Beschusszeichen, ob das ein CIP Staat ist, kann ich somit nicht sagen. Weiterhin hat das Beschussamt Köln keinen Bundesadler gestempelt. Lt. der Dokumentation vom Beschussamt Ulm hat es eine solche Kennzeichnung ohne Adler in der Bundesrepublik nicht gegeben.


    Vielleicht hat man das früher auch alles "nicht so genau" genommen....aber das weiß ich alles nicht. Vielleicht haben wir hier ja einen Spezialisten, der uns da mal erleuchten kann.


    Gruß

    Frank

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  • ...

    Es geht mir erst mal darum, dass die Waffe überhaupt einen gültigen Beschuss hat. Ist das so?

    Die Waffe hat einen korrekten deutschen Beschuss. Die Form des Adlers, wie hier geschlagen, wurde nur sehr kurze Zeit verwendet, ist aber uneingeschränkt gültig.

  • Hallo,


    Erst mal vielen Dank für die ganzen Infos. Ich habe ihn jetzt genommen. Ansonsten wäre er in die Vernichtung gegangen.


    Es handelt sich um einen Portugiesen von 1937. Komplett nummerngleich. Lediglich Bayonetthalterung und Putzstock fehlen. Lauf sieht innen aus, als wäre damit nie geschossem worden. Züge und Felder sind ausgeprägt und Scharfkantik.


    Ich bin jetzt am überlegen ob ich ihn restauriere, da der Rost aussen schon nicht unerheblich ist.


    Gruß

  • …. Es handelt sich um einen Portugiesen von 1937. Komplett nummerngleich. Lediglich Bayonetthalterung und Putzstock fehlen. ...

    Die fehlende Bajonetthalterung ist eine Folge der 1972 geltenden Fassung des Kriegswaffenkontrollgesetzes. Außerdem vermute ich mal, das unten auf der Visierklappe ein Schweißpunkt ist (oder war) mit der die Höhenverstellung ab 300m blockiert wurde. Wurde damals auch vom Kriegswaffenkontrollgesetz gefordert.