Hawken Hunter 150 Carbine Optima Cal 50 Rückschlag

  • Nach einen Reinfall mit einer gebrauchten Hawken von EGUN, haben wir für meine Frau als Übergangslösung die:


    artax-vorderlader.de/investarm…-im-kaliber-45-50-54.html


    für ordentliche 986.-€ gekauft, in der Hoffnung dafür ein qualitativ brauchbares VL Gewehr zu bekommen, was für ihre Größe kompatibel ist.

    Im Vorfeld dazu hatte ich 2 X telefonisch Kontakt mit Mitarbeitern bzw. Chef dieser Firma.

    Dabei wurde mir in Hinblick auf die Körpergröße meiner Frau von 1,50m, zur oben genannten Hawken Version geraten und zwar in der Ca. 50 Version, wegen der Gewichtsreduzierung ( leichterer Lauf ).

    Trotz kurzen Lauf und Kaliber 50, hätte damit eine Kundin sehr gute Ergebnisse erzielt und der Rückschlag wäre ok.


    Dann ein Drama durch DHL bei der Zustellung, was ich hier nicht weiter schildern will.


    Dann nach Erhalt und Auspacken der mit Diopter vormontierten Hawken, machte sich dann wegen der Verarbetung und des Gesamteindruckes, doch etwas Enttäuschung und Ernüchterung breit.


    Die IA Hawken macht zwar einen handlichen und kompaktenauf die 1,50m meiner Frau angepassten Eindruck ( bis auf die Länge des Schaftes natürlich) und war ihr vor allem vom Gewicht her recht angenehm.


    IMG-20190914-WA0010.jpg


    Da der Schaft etwas gekürzt und mit einer Messing Schaftkappe versehen werden muss, nahm ich den äußerst schlecht angepasste und ausgefranst verschliffene Gummischaftkappe, als weniger tragisch.

    Beim herausziehen des Ladestocks dann ordentliche Macken im Holz da Führung nicht entgratet :-( .

    Im übrigen ist der mit gepresster Fischhaut versehene Schaft vom Verarbeitungsniveau und mit einigen leichten Dullen behaftet.

    Aber als Waffe für den Alltag am Schießstand gerade noch ok und Dullen bekommt das Teil auch so.


    Von lockeren Qualitätsanspruch, zeugt auch die um mindestens 0,6 mm aus dem Zentrum des 8 Kantprofils deutlich erkennbar positionierte Laufbohrung, sowie die ungleich angesenkte Mündung.

    Wenn man dies weiß und gelernter Werkzeugmacher ist, ein Fehler der auch ohne mögliche Auswirkungen auf die Funktion, doch nicht gerade Zufriedenheit und Freude schafft.

    Hab ich bei keinen Gewehr bisher so gesehen !


    Gestört hat mich auch die um einige Winkelgrad verdreht eingepresste Vierkantführung des Diopter ( Link siehe unten ) und die horizontal nicht klemmbare Gewindeverstellung, die sich lockert und immer wieder verstellt.

    Gibt es hier Erfahrungswerte wie man das mit geringen Aufwand verhindern kann ? Gewindesicherung will ich da nicht unbedingt hereinschmieren.


    Leider war auch nur ein Spiralfederschloss verbaut, bei dem Preis und nach erster Auskunft einer Angestellten, ging ich von einen V Federschloss aus.

    Leider im Angebot nirgends vermerkt, also meiner Gutgläubigkeit geschuldet. Trotzdem doch etwas enttäuscht, denn der Abzug ist sicher brauchbar aber nicht der Bringer.


    Leider kam auf meine Anfrage bisher kein Telefongespräch zu Stande, Herr Grella sieht die Probleme in einer Mail, alle als nicht so tragisch an. Nun sicher alles eine Frage des Standpunktes, Anspruchs und Bewertung.

    Wie bereits gesagt, vom Preis her und im Vergleich mit einer bei Frankonia in der Hand gehabten Hawken Traditional, liegt in der Verarbeitungsqualität doch so einiges darunter.

    Erinnert mich an Baikal Waffen aus Russland, sicher funktionsfähig und brauchbar aber in gewöhnungsbedürftiger Qualität.


    Die Waffe funktionierte dann auch, wie es sich bei der Premiere von meiner Frau auf der 50m Bahn am Samstag gezeigt hat.


    vl m.gif


    Mit den 345 grain schweren Maxiball von Artax ( schwer zu setzen ) und 48 grain CH 2, aufgelegt dann mit Einjustieren bei den ersten 10 Schuss 2 Zehner und drei Neuner, auf Anhieb nicht schlecht und besser als erwartet.

    Die Einschusslöcher sind alle rund und sauber ausgestanzt.

    Nach 22 Schuss keine Probleme beim Laden durch Verschmutzungen usw., Zündversager gab es keine.


    Leider ist das Diopter dabei in der Einstellung nicht stabil ( einfach zu leichtgängig ) und verlangte Korrekturen.

    Der leicht schräge Einbau schien wider Erwarten nicht zu stören.


    Allerdings ist der Rückschlag für meine Frau ohne Schaftkappe und trotz Schießjacke aus Leder, ihren Angaben nach fast grenz wertig ( Ergebnis siehe gestriges Bild ).


    IMG_20190916_114615013.jpg


    Wegen Krankheit habe ich auf ein Schießen leider verzichten müssen dass ich mir dazu keine Meinung bilden konnte.


    Derzeit ist die Waffe beim Büma unseres Vertrauens wo der Schaft angepasst und die Gummikappe entgegen der geplanten Änderung zur Messingschaftkappe beibehalten wird.


    Um den Rückschlag zu minimieren, was habe ich da für Optionen?


    Bringt der Umstieg auf Pflaster und Kugel und ggf. Verringerung der Pulverladung etwas ?


    Freude macht das Teil in seiner kompakten Form, 50 er Spaßkaliber, ganz sicher und meine Frau hatte auch ein Grinsen im Gesicht, aber für den doch recht heftigen Preis sind einige nur schwer zu akzeptierende Mängel in Qualität und Ausstattung vorhanden.


    Die gleiche Waffe mit der Diopter Visierung einzeln gekauft, kommt einiges billiger, auch ein Grund weshalb ich naiver Weise an ein V Feder Schloss geglaubt habe.


    artax-vorderlader.de/investarm…-im-kaliber-45-50-54.html


    artax-vorderlader.de/visierung…diopter-mit-aufnahme.html


    artax-vorderlader.de/visierung…rderlader-und-andere.html


    artax-vorderlader.de/waffentas…erschluss-gepolstert.html



    Mal sehen, ob noch wie versprochen ein Gespräch zu Stande kommt und was in Bezug auf Diopterverstellung, am Abzug / Schloss und den Rückschlag zu optimieren ist.


    Bis auf den Preis und die lässige Verarbeitung, hatte das kleine Teil im Verein auch keine so sonderlich schlechten Kritiken.


    Ansonsten wartet meine Frau auf eine Einzelfertigung im Jahr 2020, von einem Büma aus dem Verein, dann mit kleineren Kaliber und Schaft nach Maß.


    Abschließend die Einschätzung von uns.

    Leider etwas für die Qualität ziemlich überteuertes Gewehr, dass mit einiger nicht notwendiger Nacharbeit und hilfreichen Hinweisen, auf Grund seiner unkonventionellen Auslegung, doch Freude beim Schießen macht.

    Dateien

    Das schießende Zäpfchen ( Suppositorien )

  • Leider hört man von Artax von sehr gut bis grenzwertig alle Facetten...


    Ich hätte Dir sicherlich mit einer Hawken helfen können, bzw. mit einer sehr leichten für die Länge Plains Rifle von Pedersoli...



    Mit Pflaster und Rundkugel ist der Rückschlag sicherlich geringer, da reichen zum Scheibenschiessen auf 50m um die 45 grn SP2 (Ladedaten wie immer ohne Gewehr :shock:)

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Von lockeren Qualitätsanspruch, zeugt auch die um mindestens 0,6 mm aus dem Zentrum des 8 Kantprofils deutlich erkennbar positionierte Laufbohrung, sowie die ungleich angesenkte Mündung.

    Wenn man dies weiß und gelernter Werkzeugmacher ist, ein Fehler der auch ohne mögliche Auswirkungen auf die Funktion, doch nicht gerade Zufriedenheit und Freude schafft.

    Hab ich bei keinen Gewehr bisher so gesehen !

    War bei allen meinen Investarms und auch bei der vom Schützenkollegen so. Da ist nachdrehen bzw mit Senker mit Führungsstift von Brownells nachschneiden angesagt. Evtl auch noch Laufbettung mit Knochenleim und Sägemehl. Anleitung zum Laufbetten gibt es hier im Forum. Danach sollte die aber halbwegs treffen. Für .50 reicht 35gn CH2 bzw 38 gn CH3 locker aus. Als Geschosse empfehle ich die Artax Langgeschosse mit Hohlboden AX-50LIV.


    Beste Grüße!
    PS

    "No free man shall ever be debarred the use of arms. The strongest reason for the people to retain the right to keep and bear arms is, as a last resort, to protect themselves against tyranny in government. " (Jefferson)

  • Bei fast 1000.-€ in dieser Kategorie und dann ein Bastelobjekt, das hatten wir uns leider anders vorgestellt :-(

    Beim Preis hat fast jeder geschluckt den wir das sagten, wäre bei ordentlicher Qualität und mit V Feder Schloss auch ok gewesen.

    Die Schaftanpassung ist bei der Körpergröße meiner Frau leider immer ein Problem.


    Ihr Walther LG400 für den Verein oder Hämmerli Black Hunter sind da auch im Grenzbereich.

    Bei KK im Verein das gleiche Problem.


    Werde mal schauen ob ich woanders solche Hohlbodengeschosse bekomme, da man bei Artax nach meiner Reklamation, bis jetzt nicht mehr kommuniziert.


    Dabei bin ich auf Lösung der Probleme aus und die Laufmündung sauber anzusenken, hätte eigentlich drin sein sollen.


    Immerhin kommt das Gesamtpaket auf ca.115.-€ mehr ( dazu noch ohne Originalteile ), als die Grundversion + Zusatzteile

    Das schießende Zäpfchen ( Suppositorien )

  • Aus meiner Sicht ein Gewährleistungsfall:

    Nachweisbare Mängel bereits bei der Übergabe der Ware!

    Gesetzlich geregelt!!! Gemäß EU-Richtlinie!

    Während der ersten 6 Monate hat der Händler zu BEWEISEN, dass der beanstandete Mangel bei der Übergabe NICHT bestanden hat. Oder eben dem Gewährleistungsanspruch zu erfüllen. Durch Nachbessern, durch Preisnachlass, etc. . Zu Rücknahme oder Austausch ist er nicht verpflichtet, aber vernünftige Forderungen hat er zu erfüllen. Andernfalls ein Schreiben vom Anwalt...!

    Und: Gewährleistungspflichtig ist tatsächlich der Händler, nicht der Hersteller des Produkts. Weil ja Käufer und Händler Vertragspartner sind, der Hersteller ist an dem Geschäft nicht beteiligt gewesen, hat nie beraten, … . Wie sich Händler und Hersteller dann einigen, braucht den Kunden nicht zu kümmern.


    (Die Gewährleistung gilt generell für 2 Jahre - für uns irrelevant: bei nicht beweglichen Gegenständen für 3 Jahre. Aber 6 Monate nach der Übergabe tritt eine Beweislast-Umkehr in Kraft: Da muss der Käufer nachweisen, dass der Mangel bereits bei der Übergabe bestanden hat. Was oft nicht so einfach ist.)


    Nicht verwechseln mit Garantie, das ist etwas ganz Anderes.


    Besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Deine aufgeführte Mängel lesen sich ja wie 'ne Einkaufsliste, Suppomann . Hab mit Artax bislang nur angenehme Erfahrungen gemacht und auch nur Gutes gehört, was freilich nix heißt. Als Zubehörhändler sind die aber echt gut sortiert und schlagen ehemalige Größen der Szene wie etwa Paul Jacobi aus Iserlohn um Längen.


    Eine Frage drängt sich mir sofort auf, versteh mich nicht falsch. Wenn du für eine relativ normale Allerwelts-Vorderladerbüchse wie diese verhältnismäßig (!) sehr viel Geld bezahlst und auch noch über den Fachhandel kaufst, warum tauschtest du die Büchse dann um Wimmels Hillen nicht sofort um, als du sie in dem von dir so ausführlich beschriebenen bedauernswerten Zustand gesehen hast???? :think:


    Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung stimmt hier noch was nicht: Kaliber .50 ist für deine zierlich Lady 'ne Nummer zu heftig. Du warst schlecht beraten, denn die Waffe wird immer Rückschlag haben! Von Langgeschoss bzw. Maxiball auf gepflasterte Rundkugel gehen wird den zwar mindern, aber du weißt nicht ob der Drall der Büchse dafür ausgelegt ist. Pflasterläufe haben einen langen, langsamen Drall. Ist dein Lauf mit schnellerem, kurzen Drall bestückt kriegst du die mit Kugel nie und nimmer ordentlich ans schießen. Dann lese ich was von Gummikappe. Dir ist schon klar das sowas bei offiziellen Wettbewerben nicht zulässig ist? Wenn ihr nur aus Jux und Spaß auf eurem Heimstand rumsknallen wollt, okay, aber 'ne Gummikappe am Vorderlader?? Ganz ehrlich? Stilbruch.


    Sei mir nicht böse, aber für 1000 Euro hätte sich bestimmt was anderes gefunden. Du hast 'ne Menge Anfängerfehler gemacht. Und nu' wird versucht den Murks nachzubessern.



    edit: upps - gleichzeitig mit Greenhorn getextet. Egal, beißt sich ja nicht.

    Jeder Jeck is' anders.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Ich bin beim Kauf einer Hawken bei Egun ordentlich über den Tisch gezogen, sprich betrogen wurden.

    Habe die nun mit großen Verlust unter ehrlicher Zustandsbeschreibung auch dort wieder verkauft - abgeschlossen.


    Durch meine eigentlich bisher nicht schlechten Erfahrungen mit Artax glaubte ich mich hier in guten Händen.

    Herr Grella selbst, hat mir die Waffe so wie sie ist empfohlen und im telefonisch geführten Gespräch mit Verweis auf eine andere Kundin zum Cal.50 geraten.

    Im ersten Kontakt mit einer Angestellten, wurde mir auf Nachfrage ja auch ein V Federschloss bestätigt.


    Ich glaubte nach den positiven Berichten in Visier auch hier entsprechend einen reellen Gegenwert zu bekommen.


    Von der Grundkonzeption wie Größe, Gewicht und Handling ist die Kleine soweit auch ok .

    Das mit den Rückschlag sieht meine Frau sogar sportlich, ich konnte es aus gesundheitlichen Gründen leider noch nicht testen.

    Wir sehen das mittlerweile als Fun Gerät und auch weil es schon sehr weh tut, werden wir in Zukunft noch sehr viel vorsichtiger zu sein.


    Nach einer alles andere als optimal verlaufenden Zustellung per DHL und einer Reihe persönlicher Probleme wollte ich mich nicht auch noch in einen Rechtsstreit per Anwalt einlassen und das Teil noch mal auf Reise schicken.

    Wenn seitens Artax weiter gemauert wird, habe ich leider ein 2. mal Lehrgeld bezahlt und werde die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

    Der Herr Grella machte am Telefon einen kompetenten Eindruck und ich kann mir nicht vorstellen, das ihn diese Probleme unbekannt sind.

    Mal abwarten ob er sich wie versprochen noch einmal meldet.


    Mir geht es auch mittlerweile nur darum, das Teil einigermaßen nutzbar zu machen, sprich:


    - die Verstellung der Visierung fixierbar zu machen, zum Ausrichten müsste leider die eingepresste Vierkantführung raus, also lass ich das erst mal )

    - bei unklaren Schußbild Mündung nacharbeiten lassen

    - Überlegung ordentliches Schloss einzubauen ( Laderast verdient den Namen nicht und da meine Frau schon mit V Federschloss geschossen hat merkte sie den Unterschied

    - Reduzierung Rückschlag um blaue Flecke zu vermeiden, dazu wird derzeit gerade der Schaft angepasst und auch wenn es nicht schön ausschaut, die Schaftkappe aus Gummi wieder verbaut

    desweiteren werden wir am Samstag versuchen mit weniger SP als den empfohlenen 50 grain lt. Artax (wir lagen mit 48 grain eh schon leicht drunter) klar zu kommen.

    Wie gesagt für Hinweise und Hilfe zur Mängelbeseitigung wäre ich dankbar, ärgern tue ich mich schon allein genug.

    Das schießende Zäpfchen ( Suppositorien )

  • Die Hawken-Hunter, https://www.artax-vorderlader.…-im-kaliber-45-50-54.html, halte ich nicht gut für das Scheibenschiessen. Die ist nach meinem Wissen ein Jagdgewehr für den amerikanischen Markt; eine Modifikation des seit den 1979er Jahren gebauten Vorderladergewehrs im Plains-Rifle Stil. Das Schloss mit der Spiralfeder, der kurze Lauf und die Gummischaftkappe sind für diesen Zweck ganz in Ordnung.

    Aber: Eine Hawken-Rifle hatte einen schweren, dicken Lauf und meist ein grosses Kaliber. Im Gegensatz zu den verhältnismässig leichten Longrifles der "Waldläufer" musste die ja auch nicht selbst getragen werden, denn in den Plains war man mit Pferden unterwegs. Da war das Gewicht nicht so relevant.


    Ich würde Dir raten, an dem Gewehr erst mal nichts zu verändern oder zu verbessern (lassen), um die Voraussetzungen für die Gewährleistung nicht zu gefährden. ( Ich lese gerade, dass es dafür schon zu spät ist, denn Du lässt den Schaft anpassen ::()


    Vielleicht gibt es doch noch die Möglichkeit mit Artax eine gütliche Einigung zu erreichen, und die Waffe in eine für Wettbewerbe zugelassene Vorderladerwaffe umzutauschen. Denk such daran, dass ein Nachbearbeiten der Laufmündung einen Neubeschuss erforderlich machen wird. Allein dafür musst Du etwa 250 Euro einkalkulieren.

    Dann kommt noch ein neues Austauschschloss mit einer den alten Vorbildern entsprechenden Hauptfeder dazu.

    Rechnest Du die Kosten für das Nachbessern ein, dann würdest Du dafür ein besser geeignetes Gewehr bekommen können. (Zu spät, wenn schon am Gewehr gearbeitet wurde)


    Ich habe mir für meine erste "Hawken" (bei Frankonia in den 1970er für unter 300 DM gekauft) damals eine stärkere Spiralfeder eingebaut. Damit erschien mir das Schloss nicht mehr so schlapp. Und so weit ich weiss, ist in der Hawken-Hunter immer noch das selbe Schloss wie vor 45 Jahren eingebaut. Mit dieser billigen Pseudo-Hawken hatte ich meinen Spass, und das Ding schiesst gar nicht schlecht (ist besser als der Steuermann)

    Und im Kaliber .45 ist der Rückstoss recht angenehm.


    Mit der Hawken-Hunter wird es unvermeidbar aufgrund des Kalibers und wegen dem reduzierten Gewicht etwas mehr Probleme geben. Vielleicht hilft eine gepolsterte Jacke für Flintenschützen etwas, den Rückstoss für Deine Frau etwas erträglicher zu machen?

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Denk such daran, dass ein Nachbearbeiten der Laufmündung einen Neubeschuss erforderlich machen wird. Allein dafür musst Du etwa 250 Euro einkalkulieren.

    Heftig :-(

    Danke, das wusste ich nicht, um so ärgerlicher, dass da so etwas ausgeliefert wird.

    Vor allem wo die Umstände, Größe Frau bekannt waren und ausdrücklich dieses Teil empfohlen wurde.


    Bisher auch keine Reaktion mehr von Artax, als ständiger Pechvogel wieder ordentlich Lehrgeld bezahlt.


    Wie auf den Bild vor der Bogenscheibe zu sehen, hat meine Frau extra für das Vorderlader Schießen eine gepolsterte Lederjacke.

    Wir hoffen, das mit Gummi Schaftkappe und angepassten Schaft, das Gewehr besser in die Schulter ziehen kann und so die blauen Flecken nicht mehr auftreten.

    Wobei das Teil schon ordentlich treten muss, denn am gleichen Tag hat sie einen gut geladenen 54er Steinschloss VL schießen dürfen, ohne Probleme und ihren alten 45er Hawken hatten sie auch schon mit 50 grain CH2, ganz gut geschossen.


    IMG_20190914_115425644.jpg


    Probleme macht mir das Diopter, was sich schon vom "Angucken" von selbst verstellt.

    Wenn das noch Ami - Gewinde sind, wird das nicht so einfach, aber sicher machbar sein.


    Ich werde auf jeden Fall mal über den Fortgang der Sache berichten.

    Das schießende Zäpfchen ( Suppositorien )

  • Natürlich kannst Du die Waffe auch bei einem Ausflug persönlich bei einem Beschussamt vorbei bringen (nach Anmeldung) Dann wird das deutlich günstiger, und Du sparst Dir die Handling- und Versandkosten beim Büchsenmacher.


    Ein neues Schloss mit V-Feder für eine Investarms Rifle von L&R ist auch nicht ganz billig https://www.artax-vorderlader.…ssionsschloss-von-lr.html


    Direkt bei Track of the Wolf in den USA kostet das Schloss 140 Dollar (https://www.trackofthewolf.com…l.aspx/763/1/LOCK-LR-05-C)

    Versandkosten + Zoll kommen da noch dazu.


    Übrigens fertigt Investarms auch die Hawkens für Lyman und Cabela (From what I understand investarms makes the gun for both Lyman and Cabelas. https://www.muzzleloadingforum.com/threads/l-r-locks.63343/)

    Theoretisch sollte auch ein Wechsellauf in Kal. 45 von Investarms in Deine Hawken-Hunter passen. Das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, ein etwas schonenderes Kaliber für Deine Frau zu bekommen. Dann aber den Lauf mit langem Drall für die Pflasterkugel hernehmen. Wegen des geringeren Geschossgewichts und des etwas schwereren Laufs gibt es einen weniger heftigen Rückstoß.


    Je leichter das Gewehr, umso stärker stösst es.

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Je leichter das Gewehr, umso stärker stösst es.

    Schon klar, ... was mir aber bei den Fotos aufgefallen ist ... warum ist das Hämatom mittig auf dem Oberarm ?

    Das zeugt doch eigentlich (m.M.) von grundsätzlich falschem Anschlag. :wacko:

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  • Interessanter Punkt Peppone

    Das kann theoretisch auf einen grob unpassenden Schaft hinweisen, oder eine falsche Technik.

    Longrifles mit einer stark gekrümmten Schaftkappe wurden eher am Arm angeschlagen, aber Waffen mit moderner Schaftform an der Schulter.

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ganz einfach, weil der Schaft zu lang ist und Sie das Gewehr nach hinten mehr in den Oberarm einzieht.

    Macht mit meinen 45er Hawken keine blauen Flecke, nur war der ihr für 15 Schuss zu schwer.


    Wie in meinen Post oben erwähnt, hoffen wir das es nach Schaftanpassung besser wird.

    Der Büma der uns das macht, ( älter Herr aber Top und selber immer noch sehr erfolgreicher Schütze ) hat das Gewehr an meiner Frau vermessen und ganze 6cm , müssen weg !

    Dessen Meinung zur Beratung für dieses Gewehr, will ich hier nicht wiedergeben, schon um mein Verhältnis zu Artax nicht weiter zu eskalieren.

    Der o.g. Büma, schießt selber noch gelegentlich VL, aber 150 Jahre alte Originale in Super Zustand.

    Hab sie selber in der Hand gehabt, einfach nur schön.


    Wenn alles klappt bekommt meine Frau 2020, eine auf Sie angepasste Scheibenbüchse, von einen anderen nur auf VL spezialisierten Büma aus unseren Verein.

    Dann in einen dreißiger Kaliber und mit angepassten Schaft.


    Das "Treter" bleibt dann halt Fun Gerät und Mahnmal / Erinnerung zu vorschnell zu vertrauen.


    Wie gesagt, wir schießen aus Freude, Entspannung und um Gemeinschaft Gleichgesinnter zu erleben.

    Bei meiner Frau steckt dann noch ziemlich Ehrgeiz dahinter.


    Wobei VL Schießen, von den Waffen her preislich noch im Rahmen bleibt, das Walther LG 400 Matchluftgewehr meiner Frau, hat mit allen Zubehör, inzwischen über 3500.-€ gekostet. Das um 0,5 g schwere Bleiklumpen 10m weit zu befördern :-) !


    SuppoBubgifklein.gif

    Grüße

    Dateien

    Das schießende Zäpfchen ( Suppositorien )

  • Dann in einen dreißiger Kaliber und mit angepassten Schaft.

    Was genau ist ein "dreißiger Kaliber"? Sollten das .30" bis ..39" sein, würde ich dringend abraten.

    .45" ist sehr gut, .38" und .40" geht noch, braucht aber schon einiges an Erfahrung, kleinere Kaliber sind zum Scheibenschießen eher untauglich. Die waren in einer Zeit interessant, als man sparen musste, täglich geschossen hat und seine Erfahrung durch das tägliche Schießen gesammelt hat, zudem auf ein paar Meter an das zu schießende Wild herankam. Aber heute ist es zu fummelig, zu empfindlich auch bei geringfügig unterschiedlichen Ladungen, windempfindlich und, und, und.


    Wie lang der Schaft sein soll, hängt von der Armlänge ab. 6cm kürzer erscheint mir etwas viel, ist aber durchaus möglich, wenn die Büchse ohnehin schon einen kurzen Schaft hat, aber möglich ist alles.


    Holzlatte vom Bauhaus besorgen, Schaftform mit Stichsäge ausschneiden, Nagel als "Abzug" einschlagen, schauen bei welcher Länge es passt. Die Stärke der Kleidung berücksichtigen! Gemessen wird übrigens vom vordersten Punkt der Schaftkappe zum Abzug.


    Hawken01a.jpg

    Bei dieser Damenbüchse


    LR02.jpg

    rund 28,5cm, bei Männern sind rund 34cm oder auch mehr üblich. In dem Fall wären wir also ziemlich genau bei den von Dir angesprochenen 6cm, ich hatte das in der Praxis eben noch nie. Ist übrigens eine Kaliber .45" Büchse, knapp 3kg schwer. Einzelstück weil Handarbeit, vor ziemlich genau 5 Jahren unter 700 Euronen.


    besten Gruß

    Werner

    Dateien

    • LR01.jpg

      (9,35 kB, 6 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Die Gummikappe mit ca. 2,5 cm kommt wieder drauf, wird zwar bescheiden aussehen, aber Funktion ist wichtiger.


    Bei uns im Verein schießt mit so einer 30iger Einzelfertigungs - Scheibenbüchse, wettkampfmäßig sehr erfolgreich, glaub mit Treibladungen von knapp unter 25 grain.


    Hab ich vor längerer Zeit auch mal schiessen dürfen, kam mir vor wie KK. Sehr angenehm zu schießen.

    Das schießende Zäpfchen ( Suppositorien )

  • Bei uns im Verein schießt mit so einer 30iger Einzelfertigungs - Scheibenbüchse, wettkampfmäßig sehr erfolgreich, glaub mit Treibladungen von knapp unter 25 grain.


    Hab ich vor längerer Zeit auch mal schiessen dürfen, kam mir vor wie KK. Sehr angenehm zu schießen.

    Soll so sein! Was funktioniert, ist richtig!


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • .45" ist sehr gut, .38" und .40" geht noch, braucht aber schon einiges an Erfahrung, kleinere Kaliber sind zum Scheibenschießen eher untauglich.

    Da möchte ich ganz entschieden widersprechen. Ich schieße mit Erfolg eine Greuling im Kaliber .38" mit Langgeschoss. Dedinski baut seine Waffen in einem vergleichbaren Kaliber, und das die zum Scheibenschießen untauglich sind wird wohl niemand behaupten wollen.

    Die präziseste Büchse, die ich bisher in der Hand hatte, hatte ein Achtkant-Profil und zwischen zwei gegenüberliegende Flächen einen Abstand von 9,5mm

    Bei Steinschloss sieht das anders aus, aber bei Perkussion haben unsere Altvordern Büchsen im Kaliber bis 7,5mm gebaut, die sehr präzise schossen. Allerdings nicht mit der Kugel, sondern mit gepflasterten Langgeschossen, die zwischen 2,5 und 3,5 Kalibern lang waren.

    Das Schützen, die solche kleinen Kaliber schießen, etwas Erfahrung brauchen, ist unbestritten, aber das diese Kaliber zum Schiebenschießen unbrauchbar waren, ist schlicht falsch!

  • Mein Fehler, sammler , - unpräzise ausgedrückt!

    Zum Einen sprach ich hauptsächlich das Schießen mit Kugeln und entsprechend langem Drall an, zum Zweiten meinte ich - wie angedeutet, dass kleinkalibrige Vorderlader für Neulinge schwer(er) beherrschbar sind als eben die .45"er, drittens bevorzugen die sehr präzise schießenden Schützen die ich kenne insbesondere auf große Distanzen .54" und noch lieber .58", weil weniger windempfindlich.


    Ein Schützenkollege hat - aufgrund damals verbreiteter "Squirrel Rifle"-Artikel, mit einer .32"er Pedersoli Kentucky angefangen und ist verzweifelt, konnte sie aber noch auf eine .45"er tauschen. Mit der er brauchbare Ergebnisse erzielte. Würde er heute wieder mit der .32"er schießen, käme er mit seiner erworbenen Erfahrung damit klar. Nur der Anfänger tut sich schwer, bei den "Kleinkalibern" das Zusammenspiel von Geschoßgröße, Pflasterstärke, Pulverkörnung, Pulvermenge, Pflastermilch, …, …, ins Gefühl zu bekommen. Da sind die größeren einfach toleranter. Wenn man's einmal kann, sind die "Kleinen" durchaus sehr interessant. Meine .37"er mit dem 48" Lauf ist mein bevorzugtes Gewehr, obwohl ich auch eine .50er mit 48" Lauf habe.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.