Schalldämpfer in anderen Bundesländern

  • Hallo zusammen,


    falls es zu diesem Thema hier schon was gibt: bitte mich nicht steinigen :mk:

    Darf ich eigentlich meinen Schalldämpfer in anderen Bundesländern zur Jagd benutzen, wo die Jäger (noch) keinen selbst erwerben können?

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten

  • Waffenrechtliche Erlaubnisse (und darunter fällt auch ein genemigungspflichtiger Schalldämpfer für eine Jagdwaffe) gelten bundesweit. (Besitz).

    Ob ein von der Waffenbehörde eines Bundeslandes genehmigter Schalldämpfer auch in einem anderen Bundesland oder außerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu Jagd verwendet werden darf, regelt das

    dortige Landesrecht und ist vom Erlaubnisinhaber zu beachten.


    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bei einem Umzug in ein Bundesland mit einem sachlichen Verbot von Schalldämpfern in der Regel eine bereits (in einem anderen Bundesland) erteilte Genehmigung nicht widerrufen wird.

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  • Für die waffenrechtliche Genehmigung ist die Waffenbehörde am Wohnort des Jägers zuständig, und die gilt dann auch in einem anderen Bundesland, wenn erteilt.

    Zum Einsatz bei der Jagd muss aber auch das jeweilige Landesjagdgesetz von dem Bundesland beachtet werden, wo man auf die Jagd geht. Sollte da dann ein Verbot drinnen sein, ist der Einsatz dort dennoch verboten. Steht da aber nix gegenteiliges drinnen, nur dass dieses Bundesland i.d.R. selbst keine Genehmigungen erteilt, dann ist der Einsatz erlaubt.

  • Die Besitz-Genehmigung zu widerrufen, weil man in ein Bundesland umgezogen ist, dass den Einsatz von SD nicht erlaubt.. wäre auch rechtlich auch ein interessanter Fall. Zumal wenn man gerade so über die BL Grenze gezogen ist, vlt aus beruflichen Gründen, aber das gepachtete Revier immer noch im bisherigen Bundesland wo es erlaubt ist?

    Die Jagdbehörde für das Revier ist immer noch das bisherige.

    Ich halte effektiv nichts davon unterschiedliches Jagdrecht per BL zu haben. Lokale Besonderheiten kann die untere Jagdbehörde regeln.

    Ansonsten, Schalldämpfer gehören generell freigegeben, Lärm ist an der Quelle zu verhindern.

    Wild das nachts bejagt werden darf, sollte auch mit Nachtsicht bejagt werden dürfen. In der Landwirtschaft wird mittlerweile mit High Tech gearbeitet, mit Riesentraktoren, GPS und jede Menge Elektronik, teilweise ackern die mit Nachtsichtbrille und ohne Licht, damit Wildkraut / Ackerunkräuter durch Licht nicht zur Keimung angeregt wird.

    Heute sind Tag und Nacht Leute im Wald und Flur als Freizeitpark. Früher gabs das nicht, weil die meisten müde vom Tagewerk im Bett lagen, und nicht mit GPS Geocaching spielen mitten in der Nacht.

    Aber WIR sollen mit Vorkriegstechnik arbeiten?

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    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV