Wechselt der US Secret Service zur Glock ?

  • Ein Like dafür, dass du dir die Mühe machst, deinen Standpunkt ausführlich zu erläutern, ohne ausfallend zu werden. Ernst gemeint, ohne Ironie :thumbsup:


    Ansonsten bin ich nach wie vor der Meinung, dass du zu viel in (SLG Leiter) Aussagen hinein interpretierst und dann übertrieben in die Ketten gehst.


    Mir ist klar, dass sich gewisse Dinge, die in den Bereich der Bedienerfreundlichkeit gehen in Ausschreibungen kaum abbilden lassen, bzw auch die eigentlichen Anwender zu wenig zu Wort kommen in der Ausschreibungsphase.

    Bin auch als Lieferant im Behördenbereich unterwegs. Aber nix was schießt.


    Trotzdem muss es doch auch in deiner Welt vorstellbar sein, dass vielleicht nicht alle beruflichen Nutzer, auch im amerikanischen Raum, sich nichts ergonomischeres vorstellen können, als die Glock.

    Und solche "Meinungen" negierst du und wischt sie weg. Und in der Position ist,finde ich, niemand.


    Und mit Verlaub, hier werden sehr oft bei anderen, meist politischen Themen, Quellen und "Beweise" verlangt.

    Da stehst du aber drüber. Nach dem Tenor, macht euch halt selber kundig.


    Und tust gleichzeitig kund, dass du zu deiner Meinung stehst und dir auch noch niemand das Gegenteil beweisen konnte.

    Schwierig. Beweise doch SLG Leiter öfter Mal anhand von Quellen und Fakten seine Unwissenheit. Und stell ihm nicht einfach deine Meinung gegenüber.


    Das führt vielleicht zu mehr Verständnis auf beiden Seiten, anstatt immer einfach nur aggressiv zu sagen, das was du erzählst ist Bullshit, das was ich erzähle ist allgemeingültige Wahrheit.


    Mich würde mal wirklich interessieren, ob du im Forum Berufswaffenträger immer genau so aggressiv auftrittst. Oder seit ihr da immer einer Meinung? ;)


    Wie gesagt, ich finde immer, dass das, was du schreibst, logisch nachvollziehbar ist. Du schreibst keinen Quatsch und hast deine Erfahrungen.


    Dieser Grundtenor aber, dass deine Meinung die einzig wahre ist, eröffnet dir nicht den großem Kreis an Empfängern, den du haben könntest. Und das ist schade.


    Da magst du drauf scheißen. Das ist dann halt genau so schade.


    Grüße

  • Glock hat mit der G46 erst an zwei deutschen Polizei-Ausschreibungen für eine allgemeine Bewaffnung teilgenommen, wovon eine gewonnen wurde.

    Wurde hier die G46 hier den TR angepasst oder hat sich bei den TR etwas geändert ? Nur so aus Neugier gefragt.

  • Trotzdem muss es doch auch in deiner Welt vorstellbar sein, dass vielleicht nicht alle beruflichen Nutzer, auch im amerikanischen Raum, sich nichts ergonomischeres vorstellen können, als die Glock.

    Und solche "Meinungen" negierst du und wischt sie weg. Und in der Position ist,finde ich, niemand.

    Diese Meinung negiere ich doch nicht? Du wirst sicherlich tausende behördliche Nutzer in den USA finden, die die Glock wegen ihres Griffes hassen oder zumindest nicht mögen und sich "Besseres" vorstellen können.*

    Dich würde aber überraschen, wieviele Polizisten in den USA ausser der Waffe, die sie in ihrer Ausbildung in die Hand gedrückt bekommen haben, noch nie eine andere Waffe in der Hand hatten, geschweige denn damit trainiert haben (gleiches gilt für viele Soldaten). Die "Gun Culture" in den USA wirkt im Vergleich zu Deutschland zwar gigantisch, aber da drüben ist bei Weitem nicht jeder ein Nerd.


    Das ist für die hiesige Diskussion aber eben vollkommen irrelevant, da es hier um eine zentralisierte behördliche Beschaffung geht (Zur Erinnerung, der Thread handelt von: "wechselt der US Secret Service zu Glock?") und der individuelle Wunsch und die individuellen Befindlichkeiten der einzelnen Beamten keinen Einfluss haben.


    Hier wird auf Basis eines Beurteilungs- und Kriterienkataloges entschieden.

    So wie beim FBI und anderen grossen Behörden in den USA eben auch.


    Anders sieht es in den hunderten und ggf. tausenden eigenständigen Sherrifs Departments und Police Departments in den USA aus. Dort wird zwar die Dienstwaffe meist auch mit vergleichbaren Kriterienkatalogen ausgesucht, aber vielerorts darf der individuelle Beamte aber auch privat eine Waffe (wird POW - "Privately Owned Weapon" genannt, was hochgehen kann bis zum Sturmgewehr, für dass dann der NFA u.U. ausser Kraft gesetzt wird, solange die Waffe als Dienstwaffe genutzt wird) aus einer Liste von zugelassenen Waffen** erwerben und dienstlich einsetzen. Das erlaubt nicht jedes SD/PD, aber im Gegensatz zu Deutschland (Quasi-Ausnahme Bayern für private Waffen auf Ersatzwaffenschein/-WBK) ist das dort zumindest theoretisch möglich.


    Aber auch diese privat erworbenen Waffen müssen den Kriterienkatalog des PD/SD erfüllen*, sonst kämen sie nicht auf die Liste der zugelassenen Waffen. Danach kann dann aber tatsächlich der persönliche Geschmack bzw. die individuellen Ansprüche an die Ergonomie entscheiden.



    * die Frage ist dann natürlich auch, ob das was sie sich als "besser" vorstellen auch tatsächlich besser ist. Daher auch die Kontrolle durch die Dienststelle anhand der "Department Approved Handgun List" und eben kein "Du kannst kaufen was Du willst".


    ** Einige wenige Departments stellen auch "einfach nur" die Kriterienliste zur Verfügung und bei Beantragung einer POW wird dann geprüft, ob die gewünschte Waffe dem Anforderungskatalog entspricht. Das ist natürlich Aufwand und wird daher eben selten(er) praktiziert und ist eher etwas für kleinere Departments.

    Wieder andere Police Departments verlangen, dass sich der Polizist seine Ausrüstung (bis auf ein paar gestellte Ausrüstungsteile wie Taser und Funk) selber kauft und stellen daher gar keine Dienstwaffe zur Verfügung. Hierfür gibt es dann ebenfalls wieder eine Liste zugelassener (weil geprüfter) Waffen, aber zumindest etwas Auswahl.

    Hier mal am Beispiel Chicago PD:

    http://directives.chicagopolic…ec6-7ee3ce8cb24a817d.html


    Im NYPD kann man zwischen drei zugelassenen Waffenmodellen wählen:


    Zitat

    Regarding sidearms, times have changed. These days most NYPD recruits get a choice of a department-issued gun. They actually try each pistol during the academy and, with the help of the instructors, decide what works better for each individual rookie officer.

    The three duty pistol options (as of April 20, 2017) are the Glock 19, the Smith & Wesson 5946 and the Sig Sauer P226 DAO. Due to the fear of a “negligent discharge,” NYPD-issued guns have some of the hardest triggers in the world, approaching 12-pound trigger pulls; this explains why part of the NYPD hiring process is the “trigger pull” test.


    Und erstaunlicherweise eben trotz Backsteingriff:

    Zitat



    Reportedly some 25,000 officers have chosen the Glock 19 as their duty weapon, making the force Glock dominated.



    Über so einen Fall diskutieren wir hier aber wie gesagt nicht, sondern über eine ganz andere und eindeutige Fallkonstellation, eben den Secret Service und seine neue Dienstpistole.


    Mich würde mal wirklich interessieren, ob du im Forum Berufswaffenträger immer genau so aggressiv auftrittst. Oder seit ihr da immer einer Meinung?

    Das ist quasi tot, weil sich da praktisch keine Berufswaffenträger aufhalten... ::ableb::


    ...ansonsten vertrete ich da meine Meinung, wie hier auch.

  • Wurde hier die G46 hier den TR angepasst oder hat sich bei den TR etwas geändert ? Nur so aus Neugier gefragt.

    Wie P2610 schon richtig gezeigt hat, ist das eine Extrawurst.


    Wobei der Drehlauf und die Entspannmöglichkeit IMHO nicht zwangsläufig zusammengehören müssten.


    Die Entspannmöglichkeit erfüllt die Forderung 2.2 der TR:

    Zitat

    Ein zur Handhabung der Pistole (auch Zerlegen der Pistole zur Wartung) notwendiges Entspannen muss ohne Betätigung des Abzuges möglich sein.

    Der Drehlauf soll den Hochschlag der Waffe um einen zweistelligen Prozentbereich reduzieren.


    Ich hab' die G46 bisher nur ein paarmal geschossen und diesen Effekt nur im Ansatz bemerkt, bei mir springt eine normale Glock mittlerweile aber auch nicht mehr allzu stark. Vielleicht ist dieser Effekt bei Nutzern mit etwas weniger Trainingsvolumen merkbarer.


    Ich hab' derzeit ein paar Platzprobleme, aber wenn der neue Tresor mal da ist, werde ich mir eine G46 zulegen und das Ganze mal etwas detaillierter beobachten und die Waffe in der Ausbildung von Neulingen im direkten Vergleich einsetzen.


    Nachteil an der G46 ist, dass da schon wieder äußere Bemaßungen verändert wurden, so dass der Systemgedanke durch vermutlich einige Inkompatibilitäten mit Zubehör wie Holstern etc. wieder etwas weiter eingeschränkt wird. Einer der Punkte, der bei den letzten Entwicklungen von Glock immer wieder mal zu beobachten war (habe ich hier glaube ich ja auch schon mehrfach angesprochen).


    Wohin das langfristig führt, bleibt abzuwarten.



    /edit: Der TR-Abzug der Glock 46 ist im Übrigen "grauenhaft". Ja, damit kann man schiessen und irgendwie auch treffen, aber von der Geschwindigkeit eines Glock-Abzugs bleibt fast nichts mehr übrig. Das ist aber die Schuld der TR und ergibt sich aus deren Forderungen. Auch der Abzug einer P30 nach TR, einer SFP9-TR und einer P99 nach TR ist jeweils grauenhaft im Vergleich zu den Abzügen der regulären Modelle. :wacko:


    Alles für die "Sicherheit"...

  • Das alte Konzept des Eindämmens, äusseren Absicherns bzw. statisch Machens einer Lage und dem Warten auf Spezialkräfte zur Lösung wurde schon durch bis dahin seltene, aber häufiger werdende Amokläufe insbesondere an Schulen in Frage gestellt, denn in dieser Zeit können der oder die Täter weiter Opfer erzeugen, während die Polizei zwar schon vor Ort ist, aber (gefühlt) "nichts tut".

    Lustigerweise ist das den Befürwortern von liberaleren Waffengesetzen schon länger klar und gilt lange schon als pro gun Argument. Löblich, dass man die neueren Konzepte daran anpasst, aber im Endeffekt doch nur von NRA & Co abgekupfert...


    Die wahren Opfer werden doch damit kaum besser gestellt...effektiver wäre es wohl, die Polizei oder andere ermächtige Personen endlich mal IN den Schulen zu installieren. :think:


    Daher wurden die Konzepte zum Umgang mit solchen Lagen geändert, es wurde - bei ausreichender Anzahl von "normalen" Streifenbeamten - ein Sofortzugriff vorgesehen. Dazu mussten natürlich vor allem die Ausbildung geändert werden, aber man hat auch insbesondere die Schutzausrüstung daran angepasst.

    Die Argumentation ist wohl eher als Presse-Gag und zur Volksberuhigung zu verstehen ? Wie möchte eine "ausreichende Anzahl" von "normalen" Streifenbeamten das bitteschön leisten ? Verbesserte Ausbildung und Ausrüstung hin oder her, sowas erfordert hartes und langes einsatztaktisches Training und immer wiederholende Übungen mit vertrauten Kameraden. Nicht mit 5-10 am Einsatzort zufällig zusammengetrommelten Beamten... Das endet doch im Chaos...


    Das Konzept des Sofortzugriffs gibts bei Raubüberfällen auf Tankstellen oder Supermärkte, wo die Gefahr noch relativ abschätzbar ist. Das ist denke ich schon der höchste der Gefühle, das einem normalen Streifenbeamten zumutbar ist...


    Insbesondere in Deutschland ist man an die Militarisierung der Polizei schon immer sehr vorsichtig herangetreten

    Also habe ich mich doch nicht geirrt...


    Also erfolgt grade der nächste Schritt, die Ausrüstung wird weiter angepasst (Schutzwesten in VPAM 6 oder VPAM 9, Helme die gegen Gewehrkaliber schützen können sollen, und "Mitteldistanzwaffen", die nicht nur auf größere Distanzen einsetzbar sind, sondern die auch eine größere Durchschlagleistung gegenüber Zwischenmedien haben (sei es nun Schutzweste, Frontscheibe oder Autotür).

    was natürlich sehr zu begrüßen ist !


    Heute hat der "neue Terrorismus" erfolgreich viel Geld gekostet und ein Umdenken verursacht, dessen Folgen noch abzuwarten sind...

    Ich weiß nicht ob der so "neu" ist. Aber es muss halt immer erst was passieren bis man grob umdenkt. War/ist in Österreich ja genauso...


    Jahrzehnte lang dachte man man sei ein neutrales Land (damals auch bestärkt durch die Worte des Papst als "Insel der Seligen") und braucht sich vor Terror nicht zu fürchten. Das war ein Irrtum...



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Die Argumentation ist wohl eher als Presse-Gag und zur Volksberuhigung zu verstehen ? Wie möchte eine "ausreichende Anzahl" von "normalen" Streifenbeamten das bitteschön leisten ? Verbesserte Ausbildung und Ausrüstung hin oder her, sowas erfordert hartes und langes einsatztaktisches Training und immer wiederholende Übungen mit vertrauten Kameraden. Nicht mit 5-10 am Einsatzort zufällig zusammengetrommelten Beamten... Das endet doch im Chaos...

    Nein, endet es (zumindest bisher im Training, da der Ernstfall noch nicht eingetreten ist seit Einführung des Konzeptes) nicht.


    Daher sind diese Konzepte vollkommen erst gemeint.


    Die sind zwar nicht perfekt, aber bei Weitem besser, als 1-2 Stunden oder länger abzusperren und auf das alarmierte SEK zu warten, während die Täter innen weitermachen.


    Das Konzept des Sofortzugriffs gibts bei Raubüberfällen auf Tankstellen oder Supermärkte, wo die Gefahr noch relativ abschätzbar ist. Das ist denke ich schon der höchste der Gefühle, das einem normalen Streifenbeamten zumutbar ist...

    Wie Du selber sagst: Mit dem richtigen Training geht auch mehr. Und im Einzeldienst sind Polizisten im Schichtsystem zumeist mit den gleichen Kollegen unterwegs, was im Folgetraining dann auch eine entsprechende Gewöhnung aneinander ermöglicht. Zumindest in einem bestimmten Ausmaß.



    Ich weiß nicht ob der so "neu" ist.

    Der "neue Terrorismus" ist in Europa neu, weil vergleichbare Taten bisher nicht durchgeführt wurden.


    Weltweit mag das anders aussehen, aber die Polizei bereitet sich verständlicherweise nicht auf die Lagen und Situation in fremden und fernenLändern vor, sondern auf das, was vor der eigenen Haustür und in unmittelbarer Nachbarschaft (hier insb. Frankreich in den letzten Jahren) passiert.


    Das liegt in der Natur der Dinge.

  • Wie möchte eine "ausreichende Anzahl" von "normalen" Streifenbeamten das bitteschön leisten ? Verbesserte Ausbildung und Ausrüstung hin oder her, sowas erfordert hartes und langes einsatztaktisches Training und immer wiederholende Übungen mit vertrauten Kameraden. Nicht mit 5-10 am Einsatzort zufällig zusammengetrommelten Beamten... Das endet doch im Chaos...

    Hmh, ich weiß nicht.

    Ich kenne den ein oder anderen Polizisten, der auch Sportschütze ist, und dadurch schon mal mit Langwaffen trainiert hat, auch ohne vielleicht selbst eine zu besitzen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie, auch wenn sie nur alleine oder zu zweit sind, nur abwarten würden, wenn man sie in einer solchen Distanzwaffe ausstattet. Daß sie ihre Pistole auf 50m und mehr erfolgreich benutzen konnte ich bisher hingegen nicht beobachten.

    Ich erlebe sie halt in der Breite eher nicht als besonders herausragende Kurzwaffenschützen - und würde mich selbst auch mal in diese Kategorie einordnen. Und dann sehe ich, wieviel besser meine Treffer auf gleicher Entfernung aber mit einer Langwaffe mit optischer Zieleinrichtung sind.

    Einfach mal alles einsatztaktische, von dem ich eh keine Ahnung habe, außen vor gelassen.

  • ... aber die Polizei bereitet sich verständlicherweise nicht auf die Lagen und Situation in fremden und fernenLändern vor, sondern auf das, was vor der eigenen Haustür und in unmittelbarer Nachbarschaft (hier insb. Frankreich in den letzten Jahren) passiert.

    Ist das dann so zu verstehen, daß die Polizei nicht auf Amokläufe und auf den Schutz der Bevölkerung vor Messer und Säbelschwingenden Neubürger trainiert wird,


    sondern auf sowas wie "Gelb-Westen" Randale und die Abwehr und effektive Zerschlagung / Auflösung von Bürgerprotesten/-demonstrationen ? Die möglicherweise in naher Zukunft hier in D. zu erwarten sind.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.