Wechselt der US Secret Service zur Glock ?

  • The United States Secret Service is moving forward with plans to outfit its agents with Glock 9 millimeter (mm) pistols to replace the agency's existing Sig Sauer .357-caliber duty weapons -- part of a larger move among U.S. law enforcement agencies towards the lighter, more efficient guns.


    https://abcnews.go.com/US/us-s…pistols/story?id=64719349



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • na da werden die sich aber freuen... 9Para statt .357SIG... Hat bestimmt genau die gleiche Mannstoppwirkung,...


    LG

    -Michael


    “With the 9mm cartridge, you’re getting optimum velocity out of a short barrel,” he said. “With a 9 millimeter, you could fire [a bullet] out of a 4-inch barrel and you’re going to get 1200 feet and change per second,” Minguez said. Yet with “a .38 Special or a .357, they need a much longer barrel to get to optimum velocity – whose top is mid-to-low 800 feet [range].”




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  • ich habe das schon gelesen.

    Nur so recht glauben will ich es nicht. Gut, die höhere Magazinkapazität für "schnelle Nachschüsse" mag

    sinnvoll sein, das kann ich mangels Praxis in diesem Bereich nicht beurteilen.


    LG

    -Michael

  • das kann ich mangels Praxis in diesem Bereich nicht beurteilen.

    Und deswegen beginnst Du eine Diskussion zum Thema "Mannstoppwirkung". :wacko:


    Ein Hinweis zur "Mannstoppwirkung": Die kommt allerhöchstens dann zum tragen, wenn man trifft. Und zwar einen Bereich des Körpers, dessen Funktion entsprechend wichtig ist. Trifft man den, dann ist das Kaliber nur von geringerer Relevanz.


    Heute haben moderne Geschosskonstruktionen einen wesentlich wichtigeren Einfluss auf die Wirkung als ein paar Joule Geschossenergie mehr oder weniger. Dafür lassen kleinere und günstigere Patronen mit weniger Rückstoß und weniger Mündungsgasdruck und höherer Magazinkapazität mehr und einfachere Versuche des Treffens zu, sowohl im Training als auch im Ernstfall.


    Nur so recht glauben will ich es nicht.

    Musst Du ja auch nicht. Aber man darf durchaus davon ausgehen, dass das FBI und der Secret Service ausreichend Praxis und Erfahrung haben, um diese Entscheidung hin zur 9x19 und weg von "stärkeren" Kalibern nicht nur ausgewürfelt zu haben.

  • Täusche ich mich oder verwenden viele Spezialeinheiten nachwievor die 9mm in ihren Kurz- und Langwaffen ? Man ist natürlich breiter aufgestellt und hat mehrere Kaliber für verschiedene Szenarien. Aber die 9 x 19 Patrone führt man trotzdem noch immer. Gänzlich andere Anforderungen als der Secret Service werden das EKO Cobra oder die GSG9 bei uns auch nicht haben...:think:


    https://en.wikipedia.org/wiki/EKO_Cobra#Weapons



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  • was spricht den für andere Kaliber?


    Das FBI hat zu KW Kalibern vor ein paar Jahren eine recht umfangreiche Studie durchgeführt. Mit den modernen Geschossen gibt sich nicht viel, ob 9p, 45acp oder 357 sig.

    Die 9p ist aber deutlich günstiger und lässt sich weitaus besser beherrschen.

  • Täusche ich mich oder verwenden viele Spezialeinheiten nachwievor die 9mm in ihren Kurz- und Langwaffen ? Man ist natürlich breiter aufgestellt und hat mehrere Kaliber für verschiedene Szenarien. Aber die 9 x 19 Patrone führt man trotzdem noch immer. Gänzlich andere Anforderungen als der Secret Service werden das EKO Cobra oder die GSG9 bei uns auch nicht haben...:think:


    https://en.wikipedia.org/wiki/EKO_Cobra#Weapons

    Die 9mm Luger Patrone ist ein guter Kompromiss zwischen Präzision, Stopwirkung (entsprechende Geschoss-/Munitionsarten vorausgesetzt), Magazinkapazität, Waffengröße und Preis/Leistung.

    In der heutigen Zeit, auch wenn Glock der Marktplatzhirsch bei den Polymerwaffen ist, wäre ich nicht auf Glock gegangen. Ja, die Glock ist einfach und funktioniert unter nahezu jeder Situation, die man sich vorstellen kann.

    Sie hat aber einen ganz entscheidenden Nachteil, aus meiner Sicht, ich erlaube mir das Urteil darüber, da ich eine Glock 17 und eine CZP10-F, also beides Fullsize Polymerwaffen, besitze, und das ist der Griff.

    Ohne Backstraps ist der Griff für viele Schützen einfach zu groß, was zu einer ungünstigen Handlage führen kann.

    Andere Plattformen sind da etwas ergonomischer und besser unterwegs, wie die P10 Serie von CZ, HK SFP-9, Walther PPQ, etc.


    Wenn ich alleine den Unterschied zwischen der P10 und der Glock 17 nehme, das sind wirklich Welten in Sachen Griff. Die Glock fühlt sich an wie ein Backstein in der Hand. Die CZ dann etwas arg grob, aufgrund der Beschaffenheit, fühlt sich aber rundum besser an in der Hand.

    Preis ist da zwischen den Herstellern kaum noch ein Thema. Die CZ P10 ist derzeit zu einem Spottpreis zu bekommen.


    Nachteil der CZ hingegen (CZ nur als Beispiel) ist die Marktverfügbarkeit von Zubehör wie Holster, alternative Visierungen (für Behörden eher unwichtig zu betrachten) und Wartung. Das Teil komplett auseinander zu nehmen ist saublöd gelöst worden. Da hat dei Glock einen großen Vorteil. Field Strip ist 1:1 wie die Glock hingegen, also da kein Vorteil.


    Aber das die Glock dort zur Verwendung kommen soll, wird am Preis und der Verfügbarkeit liegen.

  • Aber das die Glock dort zur Verwendung kommen soll, wird am Preis und der Verfügbarkeit liegen.

    Und an der jahrelangen Erprobung...und an der hohen Zuverlässigkeit des Systems...und wegen Expertenbefragungen die sich für Glock ausgesprochen haben...


    Es wird wohl zahlreiche Gründe dafür geben.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Und an der jahrelangen Erprobung...und an der hohen Zuverlässigkeit des Systems...und wegen Expertenbefragungen die sich für Glock ausgesprochen haben...


    Es wird wohl zahlreiche Gründe dafür geben.

    Die gibt es, einen darf man natürlich nicht vergessen: proudly made in U.S.A. (Glock hat ein Werk in Georgia)

  • Die Glock fühlt sich an wie ein Backstein in der Hand.

    Den Handwerker stört der Backstein in der Hand nicht.

    Der achtet auf andere Kriterien.

    Aber das die Glock dort zur Verwendung kommen soll, wird am Preis und der Verfügbarkeit liegen.

    Nein, SIG z.B. prostituiert sich bei Behörden in den USA über einen deutlich günstigeren Preis.

    Das macht die Waffe aber nicht besser.


    ist die Marktverfügbarkeit von Zubehör wie Holster, alternative Visierungen (für Behörden eher unwichtig zu betrachten) und Wartung.

    Das ist neben diversen anderen Punkten z.B. wichtig.


    Bei Glock kauft man ein Waffensystem (zumindest bisher), das (zumindest bisher) auf hohe generationsübergreifende Kompatibilität und vor allem Formtreue ausgerichtet war und auf das sich der Zubehörmarkt seit Jahrzehnten einrichten konnte.

    Andere Waffenhersteller erfinden die äußere Form und Haptik ihrer Waffen bei jeder Neuentwicklung mehr oder minder neu, was weder für Nutzer noch für Zubehör(hersteller) sinnvoll ist.


    Und an der jahrelangen Erprobung...und an der hohen Zuverlässigkeit des Systems...und wegen Expertenbefragungen die sich für Glock ausgesprochen haben...

    Und das sind einige der diversen anderen Punkte...


    Täusche ich mich oder verwenden viele Spezialeinheiten nachwievor die 9mm in ihren Kurz- und Langwaffen ?

    Du darfst die Situation in den USA, in denen sich die Kaliberwahl über die letzten Jahrzehnte mehrfach verändert hat und bei denen die diversen Polizeiorganisationen ziemlich unabhängig voneinander agieren und so eigene Entscheidungen zur Bewaffnung treffen können nicht mit der Situation in Europa vermischen, in denen solche Entscheidungen entweder zentral oder zumindest föderal und damit halbzentralisiert getroffen werden.


    In Europa hat sich die 9x19 nach/mit ihrer Einführung als NATO Standardpatrone als Kurzwaffenpatrone durchgesetzt und dominiert den Behördensektor. Spezialwaffen in Sonderkalibern sind selbst bei Spezialeinheiten sehr selten, was meist logistische, finanzielle und zulassungs-/erprobungsseitige Gründe hat.


    Bei den Langwaffen verändert sich das grade. Während in Deutschland bis vor Kurzem die MP5 die primäre polizeiliche "Langwaffe" war (die Varianten mit Einschubschaft sind rechtlich Kurzwaffen, aber in dieser Diskussion kann man sie als Langwaffe verstehen), werden mit den aktuellen Anschaffungen von "Mitteldistanzwaffen" (zur politischen Vermeidung des Begriffes "Sturmgewehr") heute Langwaffen in Gewehrkalibern angeschafft, wobei einzelne Ausreisser (aufgrund anderweitiger Nöte und falschen Konzepten und falschem Verständnis) hier nur die Regel bestätigen (siehe MP7 in BaWü).



    Gänzlich andere Anforderungen als der Secret Service werden das EKO Cobra oder die GSG9 bei uns auch nicht haben...

    Was sie auf jeden Fall als Unterschied haben (grade bei den Trainingsweltmeistern GSG9), sind deutlich weniger tatsächliche Schusswaffeneinsätze gegen Menschen mit entsprechend weniger praktischen Erfahrungen über Wund- und Stoppwirkung. Dadurch ergeben sich allerdings auf operativer Ebene die eine oder andere Meinung, die nicht zwangsläufig mit der Realität zu tun hat. Diese Diskussion hatte ich in diesem Umfeld schon mehrfach zum Thema MP7.


    Das ist letztendlich etwas Gutes, denn das bedeutet, dass man aufgrund von Einsatzdoktrin und -taktik in der Lage ist, die allermeisten Einsätze ohne Schusswaffeneinsatz zu beenden, relativiert aber die Entscheidungen für die Einsatzmittel etwas, da hier eben die Erfahrungen mit der tatsächlichen Wirkung einen geringeren Einfluss haben als andere Faktoren, die hier ja z.T. auch schon genannt wurden (Logistik, Preis, Kapazität, Training, etc.).


    Aber hier zeigt dann ja wieder der Blick über den Teich, dass das Festhalten und Konzentrieren auf 9x19 aufgrund der dort drüben tatsächlich gemachten praktischen Erfahrungen eben auch nicht falsch war oder ist, was hierzulande eben auch keine Notwendigkeit erzeugt hat, über einen Wechsel ernsthaft nachzudenken.


    Kurzum: Wir haben hier einige der Entwicklungen, die man in den USA durchlaufen hat, schlichtweg mangels nicht gemachten Negativerfahrungen (mit veralteten Geschosskonstruktionen, wohlgemerkt) ausgesessen.

  • Die gibt es, einen darf man natürlich nicht vergessen: proudly made in U.S.A. (Glock hat ein Werk in Georgia)

    Weiß ich nicht ob die dann dort hergestellt werden. Kommt immer drauf an wie die Aufträge und die Auslastung gerade verteilt sind.


    Glock hat derzeit vier Werke. Deutsch-Wagram, Ferlach, Georgia und Bratislava.


    Vor kurzem hat man einen 85 Millionen USD schweren Auftrag von amerikanischen Behörden erhalten, da dürfte das Werk in Georgia ziemlich ausgelastet sein. Für ein asiatisches Land liefert man gerade ca. 70.000 Holster.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Die gibt es, einen darf man natürlich nicht vergessen: proudly made in U.S.A. (Glock hat ein Werk in Georgia)

    Ich glaube die Produktion in den USA ist da weniger das Thema.


    Neben Preis und Verfügbarkeit wird die bisherige, weit verbreitete Behördenerfahrung eine Rolle gespielt haben. Auch wenn Glock den US Militärzuschlag nicht bekommen hat, so haben sie eine brauchbare Produktreihe, wobei man Punkte wie die Option der CZ P10, die Version SC zu nutzen nicht unterschätzen sollte. Also die Möglihckeit den Schlitten der Fullsize F auf das Griffstück der Semikompakten "C" zu packen und damit die lange Visierlinie, gekoppelt mit einem etwas kompakteren Griff zu bekommen.


    Das geht bei Glock wohl bei bestimmten Modellen auch in der art.


    Natürlich ist die Formstabilität über Jahre hinweg auch ein Kriterium, die wiederum für Glock spricht.. Ich vertrete allerdings die Meinung, es gibt ergonomischere Pistolen, die sich besser in der Hand anfühlen, als es bei Glock der Fall ist, die sich im Vergleich zu anderen Polymerwaffen wie ein Backstein anfühlt, und da empfinde nicht nur ich so.

  • Noch einmal:

    Den Handwerker stört der Backstein in der Hand nicht.

    Der achtet auf andere Kriterien.


    Auf die behördliche Anforderung an Anpassbarkeit des Griffstückumfangs ist Glock mit den Änderungen am Griffstück der Generation 4 und danach der Generation 5 eingegangen. Damit ist den behördlichen Bedürfnissen genüge getan.

    Denn trotz vermeintlichem "Backstein" kann man mit der Glock gut schiessen und gut treffen.


    Klar gibt es ergonomischere Waffen (insbesondere die SFP9 sticht da aktuell hervor), die haben aber in vielen Fällen mehr oder minder gravierende Nachteile in den Kriterien, die für Behörden und deren Beschaffungen eigentlich relevant sind und teilweise nur durch künstliche Marktzugangsbeschränkungen nicht zum Tragen kommen.


    Das haben eine Handvoll Hersteller begriffen, weswegen sich der (westliche) Behördenwaffenmarkt auf diesen recht kleinen Kreis beschränkt, obwohl es hunderte Waffenhersteller gibt.

    Im Rest der Welt spielen dann immer wieder mal nationalstrategische, politische, finanzielle und NIH-Themen einen größeren Einfluss bei der Beschaffung. Aber selbst da sieht man dann immer wieder Waffen aus dem oben beschriebenen kleinen Herstellerkreis, wenn es um speziellere Nutzer geht, die ihre tatsächlich nicht nur zum Spazierentragen beschaffen.

  • Deine Meinung oder das was Du von Dir gibst, interessiert mich nicht.


    Ich lese was,Du schreibst nicht!

  • Ahja.


    Gut, dass wir das geklärt haben. Jeder wie er (sich nach aussen darstellen und wie erwachsen er wirken) mag. :Braverle:


    Der Rest kann sich wieder mal einen Eindruck verschaffen, was Meinung und was Fachkenntnis ist.


    Aber Hauptsache, Du hast zwei Pistolen und kannst Dir ein Urteil erlauben, aus Deiner Sicht zumindest... :wacko:

  • blablabla.........