Sinn einer Bockbüchsflinte

  • Hallo Mitjäger!


    ich überlege mir immernoch, ob ich die BBF meines Vereinskameraden kaufen soll.

    Gründe dafür:

    Ich habe noch keine Flinte (von meiner Vorderladerflinte mal abgesehen)

    Sie hat ein universelles Mittelkaliber (30-06) und schießt darin gut. Ich habe an Büchsenkalibern nur was ganz großes (45-70), was kleines (6,5x55) bzw. relativ schwaches (30-30)

    Ich habe in meinem Tresor nur noch Platz für ein Gewehr (räumlich), daher fällt eine normale Doppelflinte und eine zusätzliche Büchse in einem 30er Kal aus. Ein zusätzlicher Tresor ist keine Option.

    Es gibt bei mir keine Niederwildreviere, daher hat Schrot nicht die große Relevanz

    Drilling ist mir auch gebraucht zu teuer. Dafür werden z.T. einfach nur idiotische Preise aufgerufen


    Gründe dagegen:

    jetzt seid ihr dran ;)

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten

  • Abgesehen von der bereits getätigten Kaliberdiskussion beim Büchsenkaliber spricht grundsätzlich nichts gegen eine BBF. Ist einfach eine universelle Jagdwaffe die nicht zu schwer ist.

    Wichtig für den Schrotlauf wäre ein brauchbarer Choke z.B 1/2 Choke oder alternativ Wechselchokes. Und je nach dem wo man jagen geht ein Stahlschrot geeigneter Choke bzw. Stahlschrotbeschuss des Laufs.

    Moderne BBFs haben Termostabile Läufe die sich auch zu einander justieren lassen um z.B. Slug und Büchsengeschoss auf 50m zusammen zu bekommen. Bei älteren mit verlöteten Läufen muss man halt damit leben, dass die meisten Laborierungen dann nicht zusammen schiessen und dass auf dem Stand nach 3 Schuss die Treffpunktlage wandert.

  • Habe selber seid nem guten Jahr eine BBF (30-06 - 12/76) und seitdem hab ich nur noch die dabei.

    Leicht, handlich, für alles immer was dabei.

    Ich mag sie nicht mehr missen.


    Mein Repetierer kommt jetzt nur noch zur Ernte- und Drückjagd mit.


    Mir fällt kein kontra ein... tschulligung. ::c.o.l)

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Ich hab eine in 8x57JRS und 12/76 mit Stahlschrot geeignetem 3/4 Choke. Habe ich auch fast häufiger als den Jagd98er dabei, und je nach Ansage sogar auch mal auf der Drückjagd z.B. wenn Raubwild mit bejagt wird. Flüchtiges Raubwild geht mit Schrot einfach besser.

  • Ich habe zwar selbst noch keine aber finde prinzipiell gut eine zu haben.

    Es ist halt ein Allrounder mit dem man alles dabei hat.


    Wenn man natürlich weiß man will heute definitiv nur auf Schwarzwild gehen (aus welchen Gründen auch immer) dann würde ich die einfache Büchse bevorzugen...


    Ich werde mir künftig auch noch eine BBF besorgen... :)

  • Eine Waffe muss dir gefallen und du musst sie sicher beherrschen. Das ist das wichtigste. Es ist einfach subjektiv. Eine BBF wäre gar nichts für mich. Kein Schalldämpfer und nur ein Schuss. Mit einem Halbautomaten bist du schnell genug ein zweites Stück zu schießen oder einen zweiten Schuß anzutragen, wenn der Blattschuss nicht so 100-Prozentig war. Dazu musst du aber auch mit einem Halbautomaten sehr schnell sein. Das liegt nicht jedem. Eigentlich hast du dich doch für deine BBF schon entschieden. Wenn es für dich die richtige Waffe ist, dann lasse sie dir von niemanden ausreden.

  • Mich würde interessieren, welche Modelle ihr führt?! Eine Kombinierte steht nämlich noch auf meinen Wunschzettel. Allerdings, hab ich da bestimmte Kriterien die diese erfüllen soll, und da bin ich mir absolut noch nicht sicher was und wie...mit dem Büchsenmacher hab ich noch nicht darüber gesprochen.

  • Ich führe eine Blaser BBF 95 in 30-06, 12/76.


    Mittlerweile wäre meine bevorzugte Kaliberkombo aber in 7x65R plus 16er Flintenkaliber.

    Was jetzt aber nicht heißen soll das ich mit der Aktuellen unzufrieden wäre...

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Ich nutze ab und an eine alte Brünner ZH in 7x57R und 16/70, speziell auf Wundertütenjagden (das sind die wo alles drin istgrin-.)).


    Solides Gerät, robust gebaut alles dran, was man braucht, der Kugellauf bringt auf 100 Meter Streukreise von 4-5 cm, mit Mun aus der Schachtel.

    Man könntze sicherlich mehr rausholen.


    Kam etwas über 100 Eurones, mit einer Zigarrenkiste gemixte Mun, 16er Wechsellauf und schrottigem Altglas montiert.

    Wer nach allen Seiten offen ist,ist nicht ganz dicht.

    μολὼν λαβέ

  • Meine moderne BRNO Combo in 8x57JRS und 12/76 (mit Stahlschrot geeignetem 3/4 Choke) schießt mit dem Büchsenlauf auf 100m Loch in Loch (o.k. selbst geladene Mun). Auf 50m hab ich den leichten Sabot-Slug zusammen mit dem Büchsenlauf (Streukreis um die 6cm). Meine Schrot-Laborierungen muss ich i.d.R. geringfügig tiefer anhalten sprich das geht etwas hoch. Bis auf 35m problemlos nutzbar, auch wenn man das ZF drauf haben sollte.

    Die Läufe sind Thermostabil und lassen sich zueinander justieren.

    Einzigst finde ich die Waffe eigentlich sogar etwas zu leicht. Man muss schon gut festhalten, dass der Streukreis so gut passt. Etwas mehr Stahl hätte da gar nicht geschadet.

  • Danke für eure Antworten, ich bin leider nicht eher dazu gekommen zurück zu schreiben.

    Die BBF meiner Wahl würde so aussehen:

    Linksschaft, oder gerader Schaft

    Handspannung

    Kaliber 7x65R Flintenkaliber...da bin ich mir nicht sicher...

    Ich habe ausschließlich Erfahrungen mit dem 12er Kaliber...

    Wie siehts mit 16er und 20er in der Jagdpraxis mit Verwendung von Schrot/Brenneke aus? Brenneke vorallem die Wirkung auf Sauen. Habt ihr da Erfahrungen?

    Wie ist die Möglichkeit einen Einstecklauf zu nutzen, also bei 20er Kaliber, passt der da rein?

    Fragen über Fragen...ich hatte gestern das Thema erst mit jemanden, der meinte 20/76 wäre top, und mit Brennecke auch bis 70m einsetzbar?!

    Wie siehts mit dem Schrotschuss aus, bzw. der Wirkung? Da ist ja Sicherlich weniger Vorlage wie bei der 12er oder!?

    Hatte gestern eine Blaser B95 in der Hand, ganz nett soweit. Würde aber wahrscheinlich eher zu Merkel tendieren.

    B3 oder B4 wäre auch noch unschlüssig...macht ein Zweischlosssystem eurer Ansicht her mehr Sinn?



    mit besten Grüßen, und Waidmannsheil!

  • Das Flintenkaliber ist m.E.n. sehr viel Geschmackssache:


    12er hat sich als Standard durchgesetzt und hat die größte Auswahl an Munition, ist aber in einer BBF eher unelegant.


    16er und 20er haben eine deutlich geringere Auswahl, sind aber schlanker und eleganter.


    Wie wichtig ist Dir das Aussehen?

  • Ja ja in meiner BBF wie oben beschrieben macht sich das 12/76er aber sehr sehr gut, möchte ich nicht missen!

    20/76 ist aber immer noch gut. Für Slugs dann halt ohne Treibspiegel. Bei Bleischrot ist 20/76 auch in Ordnung. Muss man beim Schrot leider bleifrei schießen ist Kaliber 20 auch in 76er Lager schon eine deutliche Einschränkung!!! Das muss einem Klar sein.