Ein Fehlversuch,

  • der mich immer noch fasziniert.


    Begonnen hatte alles so:


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    Der Jennings-Repetierer, nach dem Patent von Walter Hunt. Ohne jeden Erfolg, aber Herr Horace Smith und

    Herr Daniel Baird Wesson dachten sich, das lässt sich weiterentwickeln. Weshalb sie die Patentrechte kauften

    um die Sache weiter zu entwickeln. Das Problem war: sie hatten den Bedarf ihrer Zeit erkannt, und eigentlich

    Faustfeuerwaffen im Kopf. Was zu folgendem führte:

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    So wirklich toll wollte das Ding nicht funktionieren,

    etwas besser klappte es mit dem Gewehr,

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    Gewehre interessierten die Firmeneigentümer, Herrn Smith und Herrn Wesson, aber nicht,

    folglich verkauften sie die Firma an das für die Übernahme gebildete Volcanic Konsortium.

    Der Werkmeister und Konstrukteur, der schon das Jennings-Gewehr entwickelt hatte, ein

    Tyler B. Henry, blieb, und arbeitete an weiteren Verbesserungen.

    Aber das Geld reichte nicht, das System funktionierte immer noch nicht ausreichend

    zuverlässig, also ging auch das Volcanic Konsortium in den Bankrott. Einer der Teilnehmer

    des Konsortiums glaubte aber an das Projekt. Zwar war er Hemden-Fabrikant, aber er hatte

    Geld. Und er ließ Tyler B. Henry weitere Verbesserungen erarbeiten. Sein Name überrascht nicht:

    Oliver Winchester.

    Faszinierend jedoch - für mich: Der optische Fortschritt vom Jennings-Konzept zur heute immer noch

    bekannten Form erfolgte unter Smith & Wesson.

    Und da soll noch einer sagen, die Geschichte kennt keine Ironie.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.