Beretta 92X - kann ich damit was 'grobes' falsch machen?

  • Richtig ist zu sagen, dass ein kalibergleiches oder -kleineres Wechselsystem zwar physisch Platz in der WBK nimmt (klar, irgendwo muss es ja eingetragen werden), nimmt aber keinen Platz im Grundkontingent weg. Dazu kommt die Sache mit "bedürfnissfrei".

  • Hallo Andre,


    Welches Kaliber meinst Du, wenn es die USP wird, hätte ich an .45 ACP mit Wechselsystem 9mm gedacht. Wenn ich richtig informiert bin, nimmt das kein Platz auf der WBK weil kleineres Kaliber...


    Eins nach dem anderen ist klar, nur sollte die grundsätzliche Entscheidung für oder gegen das Wiederladen VOR dem Kauf einer GK KW stehen und sich dann, wenn man sich für das Widerladen entscheidet, auch recht zeitnah an den Kauf der Waffe anschließen.


    Faktisch ist es so, dass man heutzutage nur noch KK, 9mm Para, .38Spec und .223Rem Waffen schießen kann, wenn man die Munition kaufen muss und der wöchentliche Lottogewin schon eine Weile ausgeblieben ist. Nur in diesen Kalibern gibt es preiswerte Trainingsmuntion und Wettkampfmunition, bei der man nur einen kleinen Herzinfarkt beim Kaufen bekommt. Alle anderen Kaliber sind meiner Meinung nach für den "normalen" Schützen kommerziell nicht darstellbar, will man anständig trainieren.


    Wenn man wiederladen kann und will, sieht die Sache ganz anders aus. Da sind auf einmal Kaliber bezahlbar, die vorher indiskutabel waren. Weiterhin verschieben sich teilweise auch die Preise, so dass auf einmal ganz andere Kaliber preiswerter sind als sie es vorher waren. Vor diesem Hintergrund kann man eben die Kaliberfrage (praktisch) frei von den kommerziellen Zwängen neu betrachten. Das gilt aber eben auch ganz allgemein und nicht nur für die GK KW. Auch bei LW usw. ist das immer ähnlich.


    Und ja, für eine GK-KW würde ich die .45ACP schon bevorzugen. Wenn du ähnliche Waffen einmal in 9mm und .45 geschossen hast, weißt du warum. Die ist zig mal angenehmer zu schießen als die 9mm. Sie ist aber als Fabrikmunition unverschämt viel teurer als die 9mm und somit für einen Nicht-Wiederlader in meinen Augen keine Option.


    Eine 9mm würde ICH nur kaufen, wenn ich Dienstpistolendisziplinen schießen wollte und die entsprechende Waffe, die es am Ende sein soll/muss (die Auswahl ist hier ja oft eingeschränkt), eben nur in 9mm geführt wurde.


    Was deine Aussage zum Wechselsystem betrifft, so hast du das rechtlich korrekt dargestellt. Und es entspricht auch meinem Gedanken, als ich mit meine GK-Pistole seinerzeit kaufen wollte. Am Ende ist dann doch was ganz anderes draus geworden als am Anfang gedacht und in dem Zuge gab es dann auch kein 9mm WS mehr (lange Geschichte). Rücklickend bin ich heute froh, das 9mm WS damals nicht noch extra gekauft zu haben. Klar....du hast mehr und es geht einfach so die WBK...und was die alle erzählen. Aber schießen tue ich ausschließlich die .45er. Ich lade die Munition selbst und ich würde nicht für alles Geld der Welt von der tollen .45er auf die zickige 9mm wechseln.


    Das Geld, welches du beim Verzicht auf das WS sparst, stecke in einer qualitativ höherwertige Waffe, Wiederladeausrüstung oder einfach Munition zum Trainieren und Sprit für den Weg zum Wettkampf mehr im Jahr. Da ist es besser inverstiert!



    Gruß

    Frank


    PS: Das Thema als WL angepasste Muntion usw. fertigen zu können, habe ich mal bewusst außen vor gelassen.

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Frank1000 ‘s These würde ich zu 100% unterschreiben, wenn es nur um statische Disziplinen wie z.B. die DSB GK Disziplinen geht. Da hast du selbst in der Zeitserie ausreichend Zeit und dank der größeren Löcher der .45er ist ab und auch mal ein 10er mehr drin als mit einem 9mm Geschoß.

    Ich habe bis vor kurzem die PP1 und NPA mit meiner 45er Matchwaffe (Basis CZ97) geschossen und auch das geht. Aber seit ich dafür auch ein 9mm WS habe, bleiben die 45er zu Hause. Die 9 Para ist einfach schneller wieder im Ziel, so dass mehr Zeit zum Zielen bzw. Korrigieren bleibt, wenn es zeitlich mal enger wird. Zudem ist der Verlust der Hülsen leichter zu verschmerzen :-)

  • shortbreaker


    Da musst ich dir ein klares "Jein" entgegnen :Game:


    Was stimmt sind deine Aussagen, bzgl. des Hülsensammeln.....ich kennen die Sprüche alle....man erkennt sie an der gebückten Haltung..der .45er Schützen...ist nicht von der Hand zu weisen, auch die größeren Löcher können auf der Scheibe mal einen Vorteil bringen. Bei den anderen Punkten ist das aber nicht so klar, denn das Gewicht der Waffe ist nicht unbedingt proportional zum Kaliber. Will heißen: eine .45er ist nicht zwangsläufig schwerer als eine 9mm!


    Wenn man eine identische Waffe in 9mm und .45 vergleicht, ist z.B. die 9mm immer schwerer, wenn beide Modell einen Bull-Lauf haben und nicht über ein Bushing gepasst und geführt sind! Liegt alleine an bei gleichen Kontur dünnerer Laufwandung der .45er.

    D.h. es kommt hier eher auf das Waffenmodell an sich an, als auf das Kaliber.


    Zu deinem grundsätzlichen Einwand für dynamische Disziplinen sei eine schwerere .45 weniger gut geeignet muss ich auch sagen.....naja. Dass einer .45er nicht zwangsläufig schwerer sein MUSS, hatte ich ja oben erläutert. Ob eine Waffe für dieses oder jenes schwerer oder leichter sein sollte, ist aber glaube ich ein sehr persönlicher Faktor. Richtig oder falsch gibt es da kaum.


    Dein Hinweis, im Vergleich der Disziplinen beim DSB dann "gefühlt unendlich viel Zeit zu haben" ist zweifelsohne richtig.


    Gruß

    Frank

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  • Sorry, wenn das falsch rüber kam, aber ich habe keineswegs mit dem Gewicht der Waffe argumentiert.

    Mir ging es eher darum, dass die 9mm ein anderes Rückstoßverhalten hat, selbst wenn die Waffen gleich schwer sind. Selbst bei einer geringfügig leichteren Waffe bist du mit der 9Para wieder schneller im Ziel.

    Ich selbst habe ja, wie geschrieben, selbst nur eine Pistole für beide Kaliber und (ohne zu wiegen) ist da die 9Para Version nicht wesentlich leichter als die 45er. Gerade deswegen liegt sie aber wesentlich ruhiger im Schuß.

    Für richtig dynamische Disziplinen wie IPSC mag eine leichtere Waffe ja noch von Vorteil sein, aber bei einfach nur schnelleren Disziplinen, wie z.B. beim BDMP eben PP1 & NPA scheint mir das fast schon ein Irrglaube zu sein, dass man da leichtere Waffen bräuchte. Hat vielleicht etwas mit der ehemals Polizei- und Militärischen Vorgeschichte der Disziplinen zu tun, dass da sehr viele auf aktuelle Dienstwaffen und eher Tacticooles Zubehör zurückgreifen, aber von Vorteil ist es meines Erachtens nicht.

    Gerade hier werden ja nicht umsonst ganz vorne immer noch (teils extra schwerere) Revolver verwendet.

  • shortbreaker


    Dann hast du das blöd geschrieben oder ich blöd verstanden :drink:



    Und, ja...den Vorteil einer leichten Waffe sehe ich auch nicht. Aber möglicherweise spielt da manchmal auch das subjektive Empfinden mit hinein, wenn manche das so behaupten.


    Was mich wundert ist, dass du schreibst mit einer 9mm schneller wieder im Ziel zu sein, als mit einer .45er. Ich sehe das eher genau anders herum, wenn beide Waffen gleiches Gewicht usw. haben. Die .45er ist eher langsamer von der Schussentwicklung her, die 9mm konstruktionsbedingt eher flink (und zickig). Das gilt natürlich nur, wenn man passende .45er Munition verwendet und sicher nicht, bei gekaufter FullHouse Ladung.


    Gruß

    Frank

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  • Sehe ich genauso.

  • ich finde die 45er ist schon sehr angenehm im Schuss, lenkt zwar langsamer, aber dafür höher aus dem Ziel hinaus.

    Der Unterschied ist für mich sogar so stark spürbar, dass ich beim ersten mal Duell mit der 9mm (gleich auf der Bezirksmeisterschaft) immer viel zu schnell fertig war und dadurch unnötig Ringe verlor. Ich bin da wohl aus dem Rhythmus gekommen. Dabei ist die Zeitserie eigentlich schon für mich sowas um das Ergebnis nochmal nach oben zu korrigieren. Kurz drauf hatte ich dann mit der .45er sogar 199/200 geschossen.


    Um es zusammenfassen, für mich ist gerade das flinke (zickigere) Schußverhalten der 9 Para der Grund, dass man wieder schneller im Ziel ist...

    Ich kann das sogar innerhalb der 9Para beobachten, wenn ich 115grs mit 147grs Geschosse vergleiche.

    Beste Grüße

    Shortbreaker

  • mopper


    Naja...der Unterschied zwischen den Kalibern ist schon ein paar Worte wert und ich persönlich glaube nicht, dass es dabei um 100stel geht.

    Dass die Kaliber deutlich unterschiedlich sind, solltest du doch bei deinem Niveau eigentlich noch viel besser wissen als ich/wir?!


    Und ebenso auch das Problem, dass man eine KW eben mal nicht verkauft, wenn sie einem nicht gefällt und ne andere kauft. Kommerzieller Verlust und bürokratischer Aufwand sind jeweils nicht unerheblich, wie ich finde.


    Gruß

    Frank

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  • dank der größeren Löcher der .45er ist ab und auch mal ein 10er mehr drin als mit einem 9mm Geschoß

    auch die größeren Löcher können auf der Scheibe mal einen Vorteil bringen.

    Das Argument kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

    Bei den BDS aber auch DSB Präzisionsdisziplinen sind die Kaliber eh getrennt, was bringen einem dann die größeren Löcher der 45er?

    Bei BDS Dienstpistole/revolver ist das noch mal was Anderes, da dort 9 mm und 45 er in einer Disziplin liegen.

  • Beim BDMP ist das in den dynamischen Disziplinen nicht getrennt, z.B. PP1, NPA usw. Gleiches gilt auch für die Dienstpistolen, aber da sind andere Argumente für oder gegen eine Waffe eher im Vordergrund als die Lochgröße auf der Scheibe.


    Gruß

    Frank

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  • Nunja, das ist zwar für die jährlich wiederkehrenden Meisterschaften des DSB richtig, aber es gibt ja auch noch die Rundenwettkämpfe, wo man mit 9Para, 45ACP, 357 Magnum und 44 Magnum mitschiessen kann. Diese sind deutlich häufiger und daher aus meiner Sicht auch nicht zu vernachlässigen. Ansonsten hast du im DSB je nach Ergebnissen ja nur zwischen 1-3 (Bezirks-, Landes-, Deutsche Meisterschaft) pro Jahr und Waffe.

    Beim BDMP kannst du aber auch viele Disziplinen mit verschiedenen Kalibern bestreiten. Daher wie oben beschrieben, kann man zwischen den Vorteilen der verschiedenen Kaliber abwägen. Zumeist hat es schon Gründe, warum sich in diesen freien Klassen bestimmte Kaliber mehr durchsetzen als andere.

    Ob das jetzt PP1&2, NPA oder die PPC1500 sind, dort wird man zumeist die 9Para bei den Pistolen vorfinden. Meines Erachtens nicht nur wegen des geringeren Preises/Schuß, aber natürlich spielt das sicher auch eine große Rolle.

  • wer ernsthaft PPC schiessen will, kommt schnell auf auf 5-8000 Schuß im Jahr, bei extremen Hülsenschwund.

    Da ist 45 heutzutage nicht mehr bezahlbar.

    Der “Softvorteil“ gegenüber 9mm ist völlig zu vernachlässigen.

    Wem 9mm zu hart/anstrengend ist, hat sich den falschen Sport ausgesucht.

  • Darum dreht sich ja eben die Diskussion hier.

    Ich bin aber wohl der einzige, der den Vorteil bei der 9 Para sieht. Selbst wenn ich für beide Kaliber die Munition umsonst bekommen würde, würde ich wohl die 9Para für PPC (was ich noch gar nicht schiesse) wählen, weil ich eben der Meinung bin, dass man dadurch schneller wieder im Ziel ist (bei ansonsten gleichen Abschußrampen).

    Für mich ist das irgendwie logisch, da die 9 Para den niedrigeren Impuls hat, auch wenn sie aus leichteren (und kürzeren) Waffen eher snappy ist. Da ist die 45er aber auch nicht mehr so angenehm und steigt richtig hoch.

  • bei PPC wird nicht so schnell geschossen.

    Selbst bei den 7/15m ist das auslenken nicht dramatisch.

    Auch bei PP 1 oder NPA ist es vollkommen egal ob 45 oder 9mm.

    Die Waffe muss einem passen und man muss wissen was man tut. Ist bei vielen eben nicht der Fall, die kaufen sich was ihnen gefällt und/oder können damit nicht umgehen.

  • Hi,


    und noch ne Rückmeldung, falls es interessiert:
    Ich konnte heute mal eine Shadow 2 probieren.

    Deutlich besser als die 'normale' 75er, aber trotzdem nicht so das ich mich richtig gut fühle.

    Ich glaube das haupte was mich stört ist das der Obere teil vom Griffstück so schmal ist, ich hab das Gefühl die Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger wird garnicht richtig ausgefüllt...


    Viele Grüsse


    Andre