Beretta 92X - kann ich damit was 'grobes' falsch machen?

  • Die 'Kleine' Walther war ja ganz nett, aber eben auch nichts was mich ergonomisch vom Hocker gerissen hat.

    Da hat uns beiden (meiner Frau und mir) die Ruger 22/45 wesentlich besser gefallen.

    Kann ich nachvollziehen, so eine 22er-PPQ M2 hat mein Frauchen auch. Das Ding liegt ansich gut in der Hand, ist aber ansonsten halt ein billiges Plastik/Alu-Spielzeug zum Plinken.

  • Hi,

    also, das mit dem 2k ist nicht so das ich sage ich hab die hier rumliegen und die müssen weg 8o

    Das ist das absolute Maximum was ich den den nächsten Monaten ansparen könnte, mit dem was ich schon auf Seite gelegt habe.

    Du bist dir aber darüber bewusst, das die einmalige Anschaffung ein Bruchteil dessen ist, was in den nächsten Jahren auf dich zu kommt?

    Immer vorausgesetzt dass du nicht nur alle 4 Woche 20 Schuß machen möchtest sondern tatsächlich trainierst und Matches schiesst.

    Kauf doch einfach was dir liegt und dir Spaß macht, egal wer hier was sagt. Im zweifel wird sie eben wieder verkauft.

    Wenn Du ernsthaft Sportschütze werden willst, kommen eh noch einige Waffen hinzu, Diziplinwechsel und so weiter

  • Genereller Rat: lieber mehr Zeit investieren, um verschiedene Waffen probezuschießen. Handlage und Abstand des Abzugszüngels ist sehr subjektiv und lässt sich nicht theoretisch klären. Am Anfang weiß man sowieso noch nicht, welche Disziplinen und Wettkämpfe man später schießen möchte, daher empfiehlt sich eine universell einsetzbare Waffe aus Ganzstahl im Kaliber 9mm mit verstellbarer Visierung.


    Spezielle Antwort: die neue 92 x soll einen sehr guten Abzug haben, näheres weiss man erst, wenn Serienwaffen getestet werden. Im Gegensatz zu einem Vorschreiber halte ich es für problematisch, einer Waffe, die noch nicht erschienen ist bereits die sportliche Verwendbarkeit abzusprechen. Die Waffe hat die bekannten Nachteile der 92F beseitigt, Griffstückmaterial, Abzug, Visierung und Sicherung sind jetzt offenbar vernünftig.


    Du musst klären, ob du im BDS schießt und die Waffe nur 1300 g wiegen darf. Die Beretta liegt ab Werk wohl darüber und müsste modifiziert werden.


    Alternativ würde ich noch im Budget zwischen 1000 bis 2000 Euro noch die CZ Shadow II DA Abzug, CZ Tactical sports SA Abzug und die Walther PPQ SF Striker Abzug testen.

  • Zur Präzision der Beretta 92 generell darf ich noch schreiben, dass die nicht messbar unpräziser als andere Hersteller ist. Mir ist zumindest kein Test bekannt, bei der die Beretta nicht auf ca. 50 mm auf 25 m mit der am besten passenden Fabrikmunition kommt. Für 90 Prozent der Schützen, die hier schreiben einschließlich mir ist es unerheblich, ob die Waffe 30 oder 50 mm streut. Denn wir streuen selbst zwischen 100 und 200 mm 😢

  • Genereller Rat: [...] Am Anfang weiß man sowieso noch nicht, welche Disziplinen und Wettkämpfe man später schießen möchte, daher empfiehlt sich eine universell einsetzbare Waffe aus Ganzstahl im Kaliber 9mm mit verstellbarer Visierung.[...]


    Und damit hat man dann auch gleich den ersten Fehlkauf im Schrank. Denn spätestens wenn man weiß, was einem liegt, wir ein solcher Kauf bereut werden!


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • daher empfiehlt sich eine universell einsetzbare Waffe aus Ganzstahl im Kaliber 9mm mit verstellbarer Visierung.

    Das deutsche Waffenrecht legt es einem nicht gerade nahe, eine universell einsetzbare Waffe zu kaufen.

    Das kann Dir nämlich den Zugang zu einer spezialisierten, also auf bestimmte Disziplinen optimierten Waffe, deutlich erschweren.


    Und 50 mm Waffenstreuung fände ich schon arg.

    Schützen-, Munitions- und Waffenstreuung wirken additiv.

    Wenn Du wirklich 200 mm streust, bist Du, selbst mit der besten Munition, in Summe mit über 250 mm deutlich im Aus.

  • Hiho,

    nicht streiten wegen mir ;)


    Die Beretta ist erstmal vom Tisch, zu viele 'wenn' und 'aber', macht kein Sinn. Wenn das Ding mal ein paar Tage auf dem Markt ist und sich 'bewiesen' hat, dann kann ichs mir ja immer noch überlegen. Als erst-Waffe halte ich es mittlerweile selbst nicht mehr für eine so gute Idee.


    Alternative habe ich schon gefunden, bei der anfassen und schießen ganz gut klappt: HK USP Expert.

    Und mit der geht ja fast alles ;)
    Ne, im Ernst, ich hab ein wenig gelesen, wenn man nur der Hälfte glaubt, ist das schon ein gutes Gerät.

    Und schiesst sich für mich auch sehr angenehm, würde sagen min. genauso gut wie die Beretta, nur das ich damit auch was treffe.

    Der Griff ist jetzt nicht ganz das Ergonomie-Wunder, aber passt auf jeden Fall so gut in die Hand das ich es als "angenehm" bewerten würde.


    Achja, laufende Kosten werden sich ergeben, muss ich dann sehen, aber auch wenn ich ein par Euro im Monat fürs Hobby aufbringen kann, heist das ja nicht das ich jetzt 3000 Euro für eine X-Irgendwas her gezaubert bekomme. Und ich muss auch sagen, das ist es mir (Im Moment) nicht Wert.
    Wenn ich mal am Hessenmeister vorbei schrabbe weil mir 5 Ringe fehlen, dann denke ich über ne andere Waffe nach... :hyster: Aber vorher gibts glaube sehr viel was *ich* erstmal lernen muss grin-.)


    Disziplinen will ich mich nicht festlegen, von daher sollte die Waffe schon so universell wie möglich sein (ich weis das man dann Abstriche macht, ist wie mit Allwetterreifen, sind bei jedem Wetter sch**** 8o )

    Kurz und Mittelfristig steht DSB und BDS 25m Statisch auf dem Programm. Wenns passt werd ich aber auch mal beim BDMP schnuppern, das ist ja auch ganz interessant und mal ne Abwechslung.


    Viele Grüsse


    Andre

  • Schön, dass Du das Beispiel Allwetterreifen gebracht hast. Es kommt hier auch immer auf die Ansprüche an, ob man etwas als Kacke oder absolut befriedigend bezeichnet.

    Auf einem 200D mit 75 PS im Flachland sind die wirklich prima, aber mit dem selben Fahrzeug ohne Sperrdiff und Waschbetonplatten im Kofferraum sind im Schwarzwaldwinter die besten Winterreifen gerade so ausreichend.


    Genau so sehe ich das bei der Sportwaffe. In meinen Händen ist ein SAA Revolver oder besser ein open top Perkussions Colt genau das Richtige, auch wenn ich damit nicht wettbewerbsfähig bin. Und mit dem 200D, speckigem Lederhut, Wackeldackel und gehäkelter Klorolle auf der Hutablage fahre ich glücklicher als mit dem tollsten neuen Audi 100 (oder wie die Dinger so modern heissen, A8?)


    Der Katz schmeckn d'Mäus. Mir nedd!

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Die USP Expert 9mm habe ich auch. Die Waffe hat eine schöne lange Visierlinie und Ist eine gute und präzise Pistole für die verschiedensten Disziplinen.

    Ich nutze sie für die BDMP Disziplinen DP2, PP1, PP2, SP1, SP2....


    Das Griffstück und die Textur muß man mögen. Ist von der Konstruktion her ja schon eine alte Dame. Habe Teile der Grifftextur mit grip-tape abgeklebt.

    Fühlt sich für mich jetzt deutlich angenehmer an.


    Leute mit großen Händen (Gr. 10 aufwärts) haben teilweise ein Problem mit dem Abzug, weil man im SA-Modus den Abzugsfinger schon sehr krümmen muß, was beim Blick auf die Waffe und dem enormen Griffstück anfänglich etwas verwundert. Aber gerade diese Kombi macht sie auch für Leute mit kleinen Händen verwendbar.


    Was mich ein bisschen stört ist noch das Abzugsgewicht und das leichte Kratzen. Um das zu beheben geht sie bald zu Merkle-Tuning in die Kur.


    Magazine sind H&K typisch sehr teuer und auch nicht immer und überall zu bekommen. Das trifft auch auf Holster zu. Aber wer suchet der findet.

    Für das Anbringen eines Mantis-X benötigt man einen Adapter von H&K Rail auf Picatinny. Der ist noch viel seltener zu bekommen,

    aber just wieder bei starshooter.de lieferbar.


    Ansonsten superschöne große Waffe und wenn es ins Budget und passt und das Bedürfnis erlaubt, gleich in .45ACP mit 9mm Wechselsystem kaufen.

  • Naja, es dürfte in der Preisklasse nur wenige Waffen geben, die auf 25 m wesentlich weniger als 50 mm Streukreis mit durchschnittlicher Fabrikmunition haben bei mindestens 10 Schuss. Zumindest werden auch 6 Zoll Pistolen zwischen 2000 und 4000 Euro so getestet. Natürlich kann ein erfahrener Wiederlader hier mehr rausholen. Aber dies ergab sich nicht aus den Ausführungen des Fragers.

  • Die 9 auf der BDS und DSB Scheibe hat 100mm Durchmesser. Ich wusste nicht, dass hier nur deutsche Meister schreiben. Entschuldigung, ich wollte keinem zu nahe treten.

    Wieso denn Deutsche Meister? Wenn du 9er und paar 10er schießt, hast du dich gerade für die Landesmeisterschaft in DSB qualifiziert. Im TRAINING an guten Tagen streue ich zusammen mit meiner Sport2 auf 60 mm aus 5 Schuss - und war noch nie bei LM.

  • Ich glaube Du musst dynamische Disziplinen vom DSB trennen. Nicht alle Waffen, die im dynamsichen Bereich zur Verwendung kommen und gut sind, passen auch zu den Anforderungen im statischen Schießen des DSB.


    Und da zähle ich die Beretta, egal welche Variante auch dazu. Bei schnellen Serien, wie im IPSC mag sie brauchbar sein, im statischen eher nicht, auch dei X nicht.


    Das sinnvollste ist meist, eine Waffe die den Anfroderungen des DSB entspricht, z.B. CZ75 Sport 2, CU Shadow Taipan, Les Baer Custom 2 in 6", Sig P210 Super Target, etc.

    Und eine die den Anforderungen der BDS ausgewählten BDS Disziplin entspricht. Beretta 92X, Glock, CZ P10-F, CZ Shadow (alle Versionen), etc.


    Ja, das ist teurer, aber wenn es um Ergebnisse geht, das sinnvollste.


    Alles andere ist Kompromiss zu Lasten der Ergebnisse.

  • Zitat : Disziplinen will ich mich nicht festlegen, von daher sollte die Waffe schon so universell wie möglich sein (ich weis das man dann Abstriche macht, ist wie mit Allwetterreifen, sind bei jedem Wetter sch**** 8o


    Vor diesem Problem steht doch eigentlich jeder Erstkäufer. Man will erstmal verschiedenes ausprobieren und weiss noch nicht, welcher Wettbewerb in welchem Verband einem Spass macht und passt. Natürlich hat Frank1000 Recht mit der Aussage, dass eine universelle Waffe, die alles etwas und nichts herausragend kann, der erste Fehlkauf ist. Aber damit muss man dann wahrscheinlich leben. Wenn man sich eine 9mm 6 Zoll mit unter 1300 g und einem einstellbaren Abzug oder Abzug mit DSB Gewicht holt, kann man zumindest wettbewerbsfähig gängige Disziplinen im DSB, BDS und DSU abdecken. Dürfte als CZ Taipan oder Viper nicht so viel teurer sein als die HK Expert.

  • Hiho,


    danke für Eure Erklärungen. Finde das alles schlüssig, vor allem da die Beretta ja eher 'spezialisiert' Richtung dynamisch ist und damit, neben den Problemen 'unbekannt und neu' nicht mehr im Rennen ist.


    Das man Abstriche macht ist klar, Fehlkauf, würd ich eher nicht sagen.

    Ich sehe es so, ich will auf keinen Fall den Stress das ich in den nächsten Jahren Meister in irgendwas werde! Das hab ich in anderen Hobbys hinter mir (nicht Meister werden, sondern nur merken was man tun müsste um es zu werden) und auch da gabs Leute die meinten man müsste dieses oder jenes kaufen, weil man es sonst zu nichts bringt. Die hatte nur bedingt recht ;) Auch mit bezahlbarem und mir liegendem Equipment war ich deutlich besser als andere mit 'Top-Geräten', anderseits, wäre es wirklich um den 1. Platz gegangen, dann hätte ich vermutlich aufrüsten müssen, vor allem aber VIEL mehr trainieren, da kann die beste Technik nichts reissen. Ich finde Wettbewerbe zwar gut, vor allem aber um den eigenen Fortschritt zu messen und andere Leute zu treffen. Unbedingt gewinnen ist noch nie meine Sache gewesen.


    Also, mein Plan, erstmal alles mitmachen was mir so in den Weg kommt. Mit begrenztem Budget und vertretbarem Aufwand.

    Dann mal sehen was passiert und was sich ergibt. Ggf. kommt dann spezialisiertes Gerät dazu.


    Nur noch nen kleiner Vergleich zum Thema Reifen: Im Gelände Zweiradsport gitbs für jede Variante (Motocross, Enduro, Trial) spezielle Reifen, teilweise sogar für jeden Untergrund und jedes Wetter was anderes. Will man da vorne ganz dabei sein, dann kommt man nicht drum herum...

    Ich hab nicht mal das spezialisierte Sportgerät, sondern fahre seit zig Jahren mit ner kleinen 250er Enduro, und damit auch Trial, wie auch MX, je nachdem was sich halt ergibt. Reifen hatte ich schon alles drauf, von MX bis richtige Trial reifen, aber immer wechseln? Ne ist mir zu doof, und wenn dann mal der Boden oder Einsatzzweck nicht passt: Dumm gelaufen.

    Also, vernünftiges Mittelmaß und mitnehmen was geht und Spas macht. ;)


    Ich werd nochmal ein wenig schauen und probieren wenn sich die Möglichkeiten ergeben, aber 6 Zoll schließe ich auch aus, genau wie CZ (wo ich vor kurzem nochmal ein anders Model testen konnte).


    Viele Grüsse

    Andre

  • Hallo Andre,


    Das man Abstriche macht ist klar, Fehlkauf, würd ich eher nicht sagen.

    Ich sehe es so, ich will auf keinen Fall den Stress das ich in den nächsten Jahren Meister in irgendwas werde!


    Naja...Fehlkauf ist relativ. Du hast sicherlich noch nicht die Erfahrung zu wissen, was die aus dem Disziplinensortiment perfekt gefallen wird, aber das wirst du auch in 5 Jahren nicht wissen. Und ebensowenig weißt du, was dir vielleicht in 10 Jahren gefällt. Ich bin vor 1 J in einen Wurftaubenclub eingetreten.....hätte ich vor 10 oder 20 Jahren nie gedacht, dass mich das dort, vor allem auch in der Umgebung mal so entspannen wird. Will heißen: Du musst zu Kaufzeitpunkt eine Entscheidung bzgl. der Disziplin(en) treffen un dafür kaufen.


    Dann kaufe aber doch das, was für diese Disziplin(en) recht gut passt. Du MUSST dann damit ja in den nächsten Jahren kein Meister werden, aber du KÖNNTEST. Und: Du hast nicht permanent die rote Laterne, wenn es dumm läuft.


    Wenn ich mir dann noch überlege, dass es auf dem Markt auch diverse passende Waffen gibt, von denen doch eine in dein Budget passen sollte und dir Optik und Balance passen, dann wäre das der richtige Einstieg. Dann ist das auch die universelle Waffe, weil Sie dir in diesen Disziplien eben die Türen offen hält. Dass du später bei weiteren Disziplinen auch irgednwann weitere Waffen kaufen wirst, ist dabei so sicher wie der tägliche Sonnenauf- oder Untergang.


    Und abschließend noch ein Hinweis zum Kaliber: Du solltest dir im Vorfeld überlegen, wo du das Hobby länger und intensiver betreiben willst. Wenn das so ist, solltest du darüber nachdenken Wiederlader zu werden, denn ohne wird es kaum gehen, wenn es nicht auf eine mittlere Anzahl an 9mm und .22 Patronen im jahr beschränkt bleiben soll. Solltest du das alles mit Ja beantworten, würde ich auch deine Kaliberwahl noch einmal (zumindest) überdenken.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • das mit dem Wiederladen hab ich schon im Hinterkopf, ist auf jeden Fall ne Spannende Sache, aber da will ich mal eins nach dem anderen angehen...

    Welches Kaliber meinst Du, wenn es die USP wird, hätte ich an .45 ACP mit Wechselsystem 9mm gedacht. Wenn ich richtig informiert bin, nimmt das kein Platz auf der WBK weil kleineres Kaliber...

    Viele Grüsse

    Andre