Schmiermittel für Pistongewinde bei Perkussioinsbüchse

  • Ich nehme mal an, dass das Piston erst nach dem Schießen schwergängig ist, denn sonst ist das Ganze eher ein mechanisches Problem, das sich auch mit Schmiermitteln nicht völlig lösen lässt.


    Für das Pistongewinde nehme ich eine Trennpaste auf Alu-Basis (Klüber HTC Alu 1200 Grad Celsius.)

    Man könnte auch Teflon-Band nehmen, aber da rate ich eher ab. Es besteht immer die Gefahr, das sich mit der Zeit dünne Fäden davon im Zündkanal ansammeln und so eine sichere Zündung verhindern (oder verzögern).

  • Teflon ist da generell keine gute Idee egal ob Band oder Paste. Wenn Teflon verbrennt bildet sich immer etwas HF mit ein ganz klein wenig Feuchtigkeit Flusssäure. Das korodiert den Stahl bzw. das Gewinde schneller als alles andere. Auch wenn Teflon haltige mittel immer wieder dafür angepriesen werden.


    Kupferpaste geht ganz gut.

    Sinnvoll ist es einfach das Piston nach JEDEM Schießen raus zu schrauben und Gewinde und Piston anständig zu putzen und zu ölen.

    Was auch noch geht ist Gun-Cer Waffenfett auf das Pistongewinde.

    Aber bei allen Pasten sparsam, sonst hängt irgendwann davon was im Zündkanal mit entpsrechenden Zündschwierigkeiten.

  • Wenn das Piston mit Kupferpaste festbrennt, dann vermute ich ein anderes Problem.

    Könnte es sein, dass das Gewinde schon etwas ausgenudelt ist? Oder passt das Pistongewinde nicht so richtig? In manche metrischen Gewinde passen offenbar auch Pistons mit Zollgewinde, (oder umgekehrt) wenn mal ein Piston mit dem falschen Gewinde mit Gewalt reingedreht wurde.

    Nur mal so ins Blaue geschrieben ......

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Hallo,


    der Gedanke ist berechtigt, aber weder noch. Geht satt und spielfrei rein bis ans Ende. Für das "Kübler HTC ALU habe ich leider keine Bezugsquelle gefunden; ich probiere mal das Guncer aus, mal sehen. Danke und Gruß Uwe

  • Ich hab selbst so einen Knallstecken, wo fast jedes Piston irgendwie reingedeht werden kann. Ist aber natürlich deswegen reine Deko.


    Es wäre nicht so prickelnd, wenn mir das Piston entgegen fliegen würde.

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  • Ich habe eine Zeit lang Keramikpaste aus dem Automobilbereich verwendet, Fazit - ist auch nicht wirklich doll und kannst Dir sparen. Ich verwende inzwischen ein Tröpfchen Waffenöl. Unwesentlich besser.

    Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich nicht gehört habe was ich sage?

  • Hallo,

    gibt es außer Molykotepaste und Kupferpaste noch ein Schmiermittel für Pistongewinde ? Trotz Verwendung dieser beiden geht bei meiner Büchse das Piston sehr schwer raus. Danke:wacko:

    Ich benutze von Anfang an Teflonpaste aus dem Baumarkt für die Pistongewinde meines Vorderladerrevolvers und habe damit beste Erfahrung gemacht.


    Selbst nach umständebedingter ca. 10-jähriger Nichtbenutzung ließen sich die Pistons problemlos herausdrehen.

  • Ich mach einfach etwas Teflonband um das Pistongewinde, bisher keine Probleme gehabt.

    In Beitrag Nr. 2 von sammler wurde erklärt, warum gerade das eine der schlechteren Lösungen ist.

    Ich habe schon genügend Waffenstörungen deswegen in der Praxis gesehen.


    Irgend eine der unterschiedlichen genannten Pasten erfüllt den Zweck auch ohne dieses Risiko.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Habe Kupferpaste sowie auch mal Molykote verwendet und stelle keine wesentlichen Unterschiede fest. Geht beides gleich gut.


    Halte die Wahl dieses Mittels aber nur für eine Glaubensfrage und sehe es nicht als richtig wichtig an. Reinige meine Vorderlader immer am selben Tage nach dem schießen, da ist noch nix festgebacken. Viel wichtiger ist n. m. M. hierbei, das Lauf samt Pistonsockel nach dem ordentlichen sauber machen - und ich gehe mal davon aus, das da bei jedem heisses Wasser die entscheidende Rolle spielt - ordentlich trockengewischt und anschl. eingeölt wird.


    Ich lasse den Piston gern eine ganze Nacht nach dem saubermachen unmontiert in der warmen Stube, damit Luft zirkulieren kann und wirklich die letzte Feuchtigkeit verdunstet. Schraube ihn erst am nächsten Tag wieder rein. Versehen mit Kupferpaste, die hat's mir irgendwie am meisten angetan. Glaubensfrage eben. War gut, - ist gut. :sla:




    Wenn das Piston mit Kupferpaste festbrennt, dann vermute ich ein anderes Problem.

    Schließe mich dem an.

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Ich benutze seit Jahren Kupferpaste ohne Probleme, ich nehm die von Liqui Moly in der Tube, nach meiner Erfahrung setzt sch das Gewinde vom Piston nur zu, wenn es übermassig Spiel hat, also entweder falsches Gewinde oder ausgebrannt.


    Hat Deine Büchse eine Drum oder einen festen Sockel? Wenn Drum, dann einfach tauschen...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Sie hat einen festen Sockel. Kupferpaste ist mir am Sympathischsten, schon wegen der Farbe :thumbsup:. Als nächstes will ich Molykote-Paste testen, die Beschreibung hört sich gut an.

    Danke für die vielen Beiträge, ist halt ein feiner Verein das GUN-FORUM!