Originaler "Navy"

  • Auch so ein "Will haben" Ding.

    Der hier aus dem Jahr 1863, und nicht unbedingt Massenware.

    Auch wenn man's ihm auf den ersten Blick nicht ansieht.

    Fällt unter Sammlerstück.

    Und nett anzuschauen.



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    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Das Modell 1851 Navy ist es schon mal nicht, ausser der Lauf wurde später mal rund gedreht. Hat offenbar auch nicht die Trommelgravur mit der Seeschlacht?

    Lizenzfertigung? Oder Kopie? Odet sollte das eines der österreichischen Modelle sein?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Von einem Stümper abgedrehter Lauf. Damals waren noch richtige Handwerker am arbeiten und nicht so Karikaturen wie heutzutage. Ein echter Handwerker hätte nicht solche Werkzeugspuren (neudeutsch: Schmiermitteldepots) hinterlassen!

    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Ganz richtig, Schwarzer Mann,

    Kopie gewissermaßen.

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    Eine der Südstaaten Fertigungen aus dem Bürgerkrieg.

    Leech & Ridgon, produziert von Thomas Leech und Charles Ridgon in

    Greensboro, Georgia. Im Prinzip eine Kopie des Colt Navy, allerdings

    hat man bei den meisten Südstaaten-Produzenten den 8kantigen Lauf

    nicht hinbekommen und blieb daher bei der runden Dragoon-Konstruktion.


    Seriennummer 962, am Lauf, Rahmen, Abzugsrahmen, Griffrahmen, der Trommel,

    dem Laufkeil, an der Ladepresse, - passt also. Abzugsrahmen und Griffrahmen

    aus Messing, Rahmen im Gegensatz zu vielen Revolvern der Konföderation nicht

    aus Messing (bzw. "Gun Metal") sondern aus Stahl. Griffschale wie bei Colt aus

    einem Stück.

    Alle Südstaaten-Fabrikanten zusammen haben nicht mehr als 10.000 Revolver

    produziert, die Südstaaten-Industrie war dazu aus verschiedensten Gründen nicht

    fähig. Vom Leech & Ridgon sind etwa 1.500 Exemplare entstanden, ursprünglich in

    Columbus/Mississippi, später - wie der hier - in Greensboro/Georgie, zuletzt,

    nach dem Ausscheiden von Thomas Leech, noch ein paar als "Ridgon, Ansley & Co"

    in Augusta/Georgia.


    besten Gruß

    Werner

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  • Hätte ich auch wie der Schwarze gesagt, Südstaatenkopie war mir klar, Werner,

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Da muss ich mich wohl bei einem confoederierten Waffenhandwerker entschuldigen. Mit den Mitteln einer Agrarkultur deratiges zu schaffen - Hut ab!


    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Mit den Mitteln einer Agrarkultur deratiges zu schaffen - Hut ab!

    Vor Allem waren denen Äußerlichkeiten egal. Funktionieren musste der Revolver. Die Zeit war besser genutzt, wenn man begann

    am nächsten Exemplar zu arbeiten statt an Äußerlichkeiten. Zudem kaschiert die Brünierung derartige Spuren - so lange sie vorhanden ist.


    Qualitativ sehr gut waren übrigens die 1855er gezogenen Musketen der Konföderierten, - für die hatten sie allerdings in einem Handstreich die Werkzeugmaschinen aus Harpers Ferry geklaut und nach Richmond gebracht.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Wenn wir schon den Leech & Ridgon hier haben,

    darf der am Meisten produzierte Südstaaten-Revolver nicht fehlen.

    Ein Griswold & Gunnison.

    Irgendwo bei 3.700 - 5.000 Stück wurden in Griswoldville gebaut,

    Bekannterweise erhalten sind die Seriennummern.

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    Weltbewegende Unterschiede zum Leech & Ridgon gibt es nicht,

    man verbaute halt keinen Stahlrahmen, sondern einen

    aus "Gun Metal" einer Bronze-Legierung die heute oft für Messing

    gehalten wird. Wohl weil bei den Replikas Messing verwendet wird.


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    Bei der Auktion hat man für dieses Exemplar US$ 16.000,- bis US$ 25.000,-

    erwartet, erzielt wurden US% 21.850,-. So schlecht waren die Schätzungen

    also nicht.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • CG109.jpgIch muss zugeben, solche Listen wie die oben abgebildete haben ihre Vorteile.

    Braucht man nichts dazu sagen, schauen ist lustiger.

    besten Gruß

    Werner


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    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Vor rund 20 Jahren sah ich bei meinem damaligen Leib- und Magen Händler einen Perkussionsrevolverbausatz mit Messingrahmen mit der schönen Bezeichnung Reb Navy 1851 in .36 liegen. Preis sFr 90.-. Also hab ich mir das Teil gekrallt. Mein bester Freund, Graveur, Kunstmaler, Lederhandwerker, Messerschmied usw. usf. nahm das Teil dann in seine Obhut und baute mir daraus einen Südstaatenrevolver. Der Achtkantlauf wurde rund gedreht, die Waffe graviert und anschliessend gebläut, grosse gegenständlich Gravuren goldtauschiert und das Teil wurde mir dann zum .45 Gebutrstag wieder überreicht.


    Leider ist die Gesamtaufnahme unter jeder Sau (müsste eine Neue machen, seit ein paar Wochen habe ich endlich eine elektronisch SRK), aber einiges lässt sich trotzdem erkennen.


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    südstaatenrevolver 008.JPGsüdstaatenrevolver 006.JPGsüdstaatenrevolver 007.JPGsüdstaatenrevolver 009.JPG


    Mein einziger Perkussionsrevolver den ich noch nie geschossen habe. Aber nicht schlecht für 90 Franken!

    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Ich habe irgendwann gelesen, dass der Rahmen der Südstaatenrevolver nicht aus Messing waren, sondern aus Gunmetal, einer Mehrstoff-Bronze (Kupfer, Zinn, Zink (Blei)), wie sie ursprünglich auch für Kanonenrohre verwendet wurde.

    Bei den italienischen Replikas besteht der Rahmen wohl aus gewöhnlichem Messing, was dann auch die eingeschränkte Haltbarkeit erklären könnte.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Das Problem mit den Messingrahmen liegt bei den verwendeten Kalibern, da Messing nur für Kaliber bis max. .36 zu verwenden ist... Da die Nudeltunker viele Waffen mit Messingrahmen im Kal. .44 bauten, die höchstens nur die halbe Trommelladung an Pulver vertragen, hat es Probleme mit ausgerissenen Trommelachsen gegeben


    Es gab übrigens auch Südstaaten Revolver ohne Rückstoßschild, die der Materialknappheit geschuldet waren. Da konnte man aus dem gleichen Material mind. 3 Stück anstelle von 2 mit Schild fertigen.

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Es gab übrigens auch Südstaaten Revolver ohne Rückstoßschild, die der Materialknappheit geschuldet waren. Da konnte man aus dem gleichen Material mind. 3 Stück anstelle von 2 mit Schild fertigen.

    Der Revolver von James Henry Dance und seinen Brüdern. Diese Revolver

    hatten einen sehr guten Ruf, es wurde ihm nachgesagt, besser als der

    originale Colt zu sein.


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    Wobei man die gerne publizierte Behauptung, dass sich durch das Verzichten

    auf den Rückstoß-Schild 3 Revolver mit dem Material von zweien bauen ließen,

    relativieren muss. Es gingen sich 3 Rahmen, statt nur zwei aus. Allerdings braucht

    der Rahmen für sich schon weniger Material als die Laufpartie.

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    Dance Revolver wurden im Kaliber .36" und in der überwiegenden

    Mehrheit - im Kaliber .44" gebaut. Insgesamt stellte Dance zwischen

    325 und 500 Revolver her - wie gesagt, hautsächlich .44"er.


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    Endsprechend wertvoll sind Exemplare der Handvoll erhaltener

    .36"er. Vorsicht ist geboten, mittlerweile gibt es weit mehr

    Fälschungen als Originale. Sogar originale Colt Navies wurden

    schon zu Dance Navies "umgebaut".


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    Kurz vor dem Bürgerkrieg verließ James Henry Dance seinen Heimatort in

    Alabama und kaufte Grund in Texas. Ein Jahr später folgten seine 3 Brüder

    und seine 2 Schwestern. Gemeinsam eröffneten sie eine große Schmiede.


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    1862 begannen die Brüder die Produktion von Revolvern in

    East Columbia/Texas. Nachdem Revolver extrem gefragt waren, und

    26 prominente Bürger East Columbias Gouvernor Lubbock schriftlich

    kontaktiert hatten, wurden die Arbeiter der Revolver-Produktion vom

    Militärdienst im Bürgerkrieg befreit.


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    Aus dieser Zeit stammt auch die Legende vom der überlegenen

    Qualität des Dance-Revolvers. Im September 1862 schrieb der

    "Houston Tri-Weekly Telegraph" über das Produkt der Dance

    Brothers: "Superior to Colt's best!"


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    1863 wurden Unionstruppen auf die Produktionsstätte aufmerksam,

    schnell wurde sie zu einem Bevorzugten Ziel. Man entschied sich, die

    Produktion ein paar Meilen landeinwärts zu verlagern, um den Beschuss

    durch Kanonenboote auf dem Brazos River zu vermeiden. Zwar wurde

    erwartet, dass die Revolverproduktion wieder aufgenommen würde,

    allerdings wurde sie nach der Verlegung des Werks aus welchen Gründen

    auch immer nie wieder fortgesetzt.


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    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Diesmal keine Foto-Orgie. Und die gezeigten Exemplare sehen

    eher bescheiden aus. Dennoch sind wir defacto beim "heiligen
    Gral der Perkussionsrevolver" dem "Schneider & Glassick".


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    Der sieht so "normal" aus, dass er fast schon unauffällig ist.

    Wäre da nicht der "Gun-Metall"/Messing Rahmen, man könnte

    meinen, tatsächlich einen Colt 1851 Navy zu sehen. Kein

    gerundeter Lauf, sondern 8kantig. Praktisch perfekt. Für den

    Preis, pro Woche ein Stück herstellen zu können.

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    Damit nicht genug. Aber langsam: William Schneider und

    Frederick Glassick waren vor dem Bürgekrieg unabhängige

    Waffenschmiede, die im Mississippi-Tal Deringer-ähnliche

    Taschenpistolen fertigten.

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    1860 findet man sie in den Steuerunterlagen von Memphis/Tennesse

    als "Schneider & Glassick, guns, pistols etc."

    Die Produktion des Revolvers begann im Dezember 1861.

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    Am 15. März 1862 fiel Memphis in die Hände der Unionstruppen,

    damit war Schneider & Glassick Geschichte.

    Was das mit dem "heiligen Gral der Perkussionsrevolver" zu tun

    hat? Recht einfach: es wurden vermutlich 18 - 20 Stück gefertigt,

    einige Optimisten vermuten 50 - 55, mehr aber mit Sicherheit nicht.


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    Dafür gilt der Schneider & Glassick-Revolver natürlich als

    "Mekka der Italo Replikas". Normaler 1851 Navy, Messing-

    Rahmen statt buntgehärteten Stahlrahmen, Glatte Trommel

    ohne Prägung, und geht schon. Null Mühe. aber ein Verkaufs-

    Hit. In Europa, und in den USA sowieso. Pietta, Euroarms, und

    weiß Gott wer sonst noch haben das Ding verkauft.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Dolle Recherche, dolle Bilder, Greenhorn.

    Du bringt Licht und Fakten in Sachen "Südstaatenrevolver".

    Hast Du ggf. Zugang zu Bildern für den Dance & Brothers im Kal. .36?

    Ich meine mich zu erinnern, dass er wurde in der Größe des Colt 1851 Navy gefertigt - d.h. ist kleiner als der .44er - mit einem hinten eckigen Abzugsbügel, bin aber nicht sicher.

    Danke & Gruß,

    Long Johns Wolf

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44

  • Kompliziertes Thema, Long Johns Wolf

    Hier einer der wenigen erhaltenen Dance Navy Revolver, Seriennummer 135,

    bekannt seit ca. 1950, taucht in diversen Büchern auf, liegt mittlerweile bei € 40.000,-

    bis € 80.000,-


    DB101.JPG

    Kein besonders vielsagendes Bild, aber besseres gibt es nicht - zumindest nicht einfach.

    Steve Krolick, einstmals als Büchsenmacher von Longrifles bekannt, hat sich auf die Herstellung

    niveauvoller Replikas von Südstaaten-Revolvern spezialisiert. Von dem existieren erstklassige

    Dance-Revolver, aber Replikas interessieren hier nicht. Zumal auch Steve nur solche ohne

    Rückstoßschild baut - dazu gleich mehr.


    So man der Literatur glauben darf, haben die Dance Brothers ihre Produktion mit Navy-Revolvern -

    also .36"ern - begonnen. Diese hatten noch einen Rückstoßschild, möglicherweise auch noch den

    kantigen Abzugsrahmen. Nur - sofern noch welche erhalten sind, gehen die Besitzer damit nicht

    hausieren. Die Seriennummern für die Dance-Navies mit Rückstoßschild werden unter 100 vermutet.

    Spätestens ab100 wurde jedenfalls der flache Rahmen verbaut.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Was ist von diesem (Italo-) Dance & Brothers zu halten, Greenhorn?

    Scheint ein .36er zu sein in den Maßen eines Colt 1851 Navy zu sein?

    Long Johns Wolf

    Dateien

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44

  • Nu, nachdem der keinen Rückstoß-Schild mehr hat, würde ich ihm den runden Abzugsrahmen verpassen.

    Ansonsten scheint er wie jede andere Italo-Replika auch . Nicht besser, nicht schlechter.


    besten Gruß

    Werner

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  • Rin wesentlicher fehlt uns noch. In der Konföderation war der Colt 1851Navy als idealer Revolver anerkannt und entsprechend das vorgeschriebene Vorbild für konföderierte Waffenproduzenten. Der konföderierte Offizier Lt. Col. James H. Burton sah das anders, er hielt den 1854 patentierten (US Pat. No. 11.447) Revolver von Eli Whithney für die bessere Wahl, sowohl was die Stabilität betrifft, als auch bezüglich des einfachen Produktionsprozesses, als auch von der Bedienbarkeit. Nur angemerkt - der Whitney Revolver geht auf ein Konzept von Fordyce Beals zurück, der zunächst für Remington Gewehre gebaut hatte, aber Revolver bauen wollte. Da man ihn nicht ließ, wechselte er zu Whitney, um schon nach kurzer Zeit von Remington zurückgeholt zu werden, nachdem man den potentiellen Markt für Revolver endlich erkannt hatte.

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    Nach Rücksprache mit dem Beschaffungsamt gründete er gemeinsam mit Edward N. Spiller und David J. Burr eine Firma, die in zweieinhalb Jahren 15.000 Revolver nach dem Whitney-Vorbild herstellen sollte. Das Stück sollte 25 - 30 1861er CSA-Dollar kosten.

    Der resultierende "Spiller & Burr Revolver" war eine weitgehend exakte Kopie des Whithney Revolvers Mod. 2.



    SB01.JPGMit zwei wesentlichen Unterschieden:

    Aufgrund der Materialknappheit wurde der Schlossrahmen nicht aus

    Stahl sondern aus Messing - angeblich wirklich Messing und nicht

    "Gun Metal" - gefertigt.

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    Und die Trommeln waren nicht aus gehärtetem Stahl sondern wurden

    aus gewalzten Eisenstangen gefertigt. Diese wurden zugeschnitten,

    90° gedreht und dann rund gefräst, zugeformt und gebohrt. Dadurch

    wollte man erreichen, dass die Bohrungen 90° zur "Walz-Struktur" des

    Eisens lagen, was die Stabilität verbessern sollte.


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    Ab Werk waren die Revolver auch elektrolytisch mit Silber beschichtet, und

    nach Gebrauch optisch kaum vom originalen Whithney Revolver zu unterscheiden.

    Die Produktionsstätte lag in Richmond/Virginia, wurde aber nach kurzer Zeit nach

    Atlanta/Georgia verlegt. Als die Unionstruppen unter General Sherman sich Atlanta

    näherten, wurde die Produktionsstätte an die konföderierte Regierung verkauft, und

    ins staatliche Arsenal in Macon/Georgia.

    Bis zum Ende des Bürgerkriegs hatte Spiller & Burr aufgrund dieser Übersiedlungen,

    vor Allem aber aufgrund von Materialknappheit gerade 1.500 Revolver hergestellt.


    SB04.JPG

    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.