Wackelzylinder bzw. lottriger Zylinder bei der Ruger NMBH, .45

  • Wie ich irritiert feststellen musste, hat der Zylinder meines eben erworbenen New Model Blackhawk auch bei gespanntem Hahn / Abzug eine wacklige bzw. lottrige Trommel. Dies bin ich mir bei Revolvern nicht gewohnt. Meine bisherigen Revolver hatten das auch nach Jahren nicht, wie z.B. meine alte 38er Rossi (damals ca. 300-350 Euro), meine 22er Harrington und Richardson (400-500 Euro), genau so wenig wie andere Revolver, die ich in den Händen hatte. Ich ging eigentlich immer davon aus, dass das ein schlechtes Zeichen ist. Wie ich hörte und dachte, soll das ja auch eines der Kriterien bei der Überprüfung eines –auch gebrauchten -Revolvers sein.

    Dieses Spiel des Trommelsitzes hat mich bei meiner Ruger doch überrascht, umso mehr, als dieser ja auch teurer ist als meine alten.

    Ich habe in einem amerikanischen Forum gelesen, dass Ruger dasangelblich absichtlich macht. Das gewisse Spiel zwischen Trommel und Basepin solle als Hilfe oder Unterstützung für die genaue Trommel / Kugel / in den Kegel bzw. Konus-Reinzwäng Einpassung, Justierung dienen (sorry, ist eine ziemlich wörtliche Übersetzung. Es sollte jedoch klar sein, was damit gemeint ist).

    Frage 1:

    Macht das wirklich Sinn oder ist das eine Ausrede bzw. wird da aus der Not eine Tugend gemacht? und:

    Frage 2:

    Falls das kein Sinn macht bzw. schädlich, mangelhaft ist oder zu Präzisionsverlust führt: es gibt anscheinend Hersteller, wie Belt Mountain oder Wolff, welche Base-Pins herstellen, die zu einer höheren Stabilität führen. Hat jemand Erfahrungen damit?

  • Seitliches Spiel, oder Spiel entlang der Längsachse?


    Fabrikneu oder gebraucht?

    Dieses Spiel des Trommelsitzes hat mich bei meiner Ruger doch überrascht, umso mehr, als dieser ja auch teurer ist als meine alten.

    Ich habe in einem amerikanischen Forum gelesen, dass Ruger dasangelblich absichtlich macht. Das gewisse Spiel zwischen Trommel und Basepin solle als Hilfe oder Unterstützung für die genaue Trommel / Kugel / in den Kegel bzw. Konus-Reinzwäng Einpassung, Justierung dienen (sorry, ist eine ziemlich wörtliche Übersetzung. Es sollte jedoch klar sein, was damit gemeint ist).


    Die Aussage, dass das so sein soll, halt ich für ziemlichen Schwachsinn.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Hast Du Messwerkzeuge und kannst Du entsprechende Zahlen liefern? Ich habe ein rundes Dutzend SA Revolver von Ruger mit den Herstellungsjahren ab 1964 - 2014. Bei keinem dieser Revolöver kann ich übermässiges Trommelspiel feststellen.


    Wenn Du den Wunsch nach minimalsten Toleranzen hast, dann nimm ein paar Hunnis mehr zu Hand und bestell Dir einen Freedom Arms. Mein ältester FA, Erwerbsdatun 1987 hat inzwischen über 100kg Pulver abgefackelt, und bei ihm ist weniger Trommelspiel in der Seite und längs feststellber als bei einem nigelnagelneuen S & W.


    Auch bei meinem alten Ruger SBH Hunter aus dem Jahr 1993 hält sich dieses Spiel im Rahmen, zwar deutlich mehr als mein ältester FA, aber dennoch halte ich mit ihm in Philippsburg anlässlich des FAS in der Kategorie "Long Range Revolver" den 40cm durchmessenden schwarzen Spiegel auf 200 Meter.


    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Sorry, wie sich heraus gestellt hat, habe ich in Bezug auf das Spiel des Zylinders von meinem Ruger überreagiert. In meiner – offensichtlich mangelhaften – Erinnerung, waren die Unterschiede zu den anderen Grosskaliber Revolver welche ich in Händen hatte grösser. Und ich habe den Ruger ja auch mit meinem anderen Revolver verglichen (.22LR – Harrington&Richardson), bei dem das Spiel wirklich sehr klein ist. Am Samstag war ich bei einem meiner bevorzugten Händler und wo wir einen Vergleich mit anderen .357 Revolvern (S&W 686, Colt Python, Ruger GP100) angestellt haben. Es schien, dass das Spiel beim Blackhawk wirklich ein klein wenig grösser, aber eben kaum wahrnehmbar war. Der Händler hat auch gesagt, dass der Grund für das äusserst geringe Spiel meiner H&R eventuell andere Produktionsbedingungen für einen Kleinkaliber-Revolver sein könnten.

    Wie auch immer, ich bin natürlich froh, dass mit meinem Ruger alles in Ordnung zu sein scheint. Ich habe ihn erst gerade bekommen, traute mich aber aus erwähnten Gründen noch nicht ihn zu benutzen und freue mich jetzt natürlich, ihn endlich schiessen zu können.

    Pardon für meinen kleinen hysterischen Anfall bzw. den falschen Alarm und danke für eure Antworten

  • Schön, dass Du hier auch postet, dass die Sache ein falscher Alarm war. :drink: Es gibt leider auch Leute, die nicht zugeben können, wenn sie auf dem falschen Dampfer waren.

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