Distinguished Revolver Match; Spirit of the Game

  • Keine Angst, schwer mach ich mir's nicht.

    Diese Disziplin hatte ich eigentlich nur gewählt, weil ich dafür halt keinen Revolver habe, aber bei erneuter Recherche der Sportordnung ist mir aufgefallen, dass ich meinen DSB-Revolver auch bei der normlen 1500 gar nicht nutzen dürfte, weil das Abzugsgewicht zu gering ist. Also muss ich den bedürfnistechnischen "Umweg" über Distinguished Revolver gar nicht gehen. Hatte jetzt nur nochmal nachgefragt, weil es trotzdem schön wäre sich das offen zu halten.

    Ich will dir jetzt nicht wiedersprechen, weil du wesentlich mehr Erfahrung hast und ich dir auch sehr dankbar für deine Antworten und deine Geduld bin, aber trotzdem würde ich meinen, das es okay wäre, sofern es genauso gemacht wird wie damals bei S&W. Bei den älteren Modellen (bis 686-4) ist das Rampenkorn stets untrenbar mit dem Lauf verbunden und die Targetkorne sind verstiftet. Ich würde meinen die haben das auf Kundenwunsch im Werk immer ähnlich gelöst.

    Wenn ich also ein original Korn von S&W für ca. 8$ bestellen würde und ein guter Büchsenmacher das genau wie bei dem in deinem Link gezeigten 686 einlassen und verstiften würde, dann würde sich ja gegenüber einem der mit diesem Korn aus der Fabrik gekommen ist nichts ändern.

    Ich will nicht beratungsresistent wirken und mir geht es auch gar nicht darum, dass das eh keiner merkt, ich finde das aber trotzdem recht interesant, zumal die LPA-Kimme, die vielleicht in einer Serie nie verbaut wurde dann wieder ok ist.


    Wie gesagt es interesiert mich einfach nur und es soll keine Provokation oder ein Besserwissen sein. Ich hab vielleicht auch gerade einfach zu viel Zeit und tausche mich vielleicht auch einfach nur zu gerne über's Hobby aus, was in der realen Welt magels schiesssportbegeistertem Umfeld nicht immer ganz einfach ist.


    Beste Grüße und nichts für ungut!

    Shortbreaker

  • Alles gut.

    Ich mache die SpO nicht, ich muss sie auf meinen Wettkämpfen nur durchsetzen.

    Ich werde Dir nicht empfehlen die o.g. Arbeiten ausführen zu lassen weil es wahrscheinlich eh niemand jemals bemerken würde, aber die Waffe nun mal eben an einem wesentlichen Teil bearbeitet wird, Neubeschuß, dann siehts doch mal jemand und dann war alles für die Katz.


    Ich habe leider schon reichlich Schützen den Start verweigern müssen weil sie mit offensichtlich veränderten Waffen angetreten sind wo sie es nicht durften. Tut mir immer leid, aber wir haben die SpO an die wir uns halten müssen.


    Fahr mal nach Schweden, dort bauen sie eine Werkbank auf mit Bandschleifer, und wenn Dein Griff nur 2mm von den zugelassenen Maßen abweicht kannst Du ihn abschleifen oder startest eben nicht.

  • Kurzes Update:

    Ich habe mich jetzt für einen gebrauchten 686 entschieden, auch wenn ich damit wohl nicht in der genannten Disziplin starten kann. Ich will nämlich das Rampenkorn (fest im Lauf integriert) entfernen lassen und dafür ein sportlicheres.

    Spielt aber keine Rolle, weil die normal Revolver 1500 ohnehin vom Mindestabzugsgewicht her so ausgeschrieben ist, das mein DSB Revolver nicht verwendet werden darf.


    Ohne jetzt einen neuen Thread aufmachen zu wollen, möchte ich hier noch nach weiterem Zubehör fragen.

    Bzgl. Holster schwanke ich zwischen dem HS Speedsec 5CW (wegen des Preises) und der Sickinger Speed Machine (weil es wertiger ausschaut).

    Gibt es da eine klare Kaufempfehlung? Anders gefragt hat das Sickinger nennenswerte Nachteile?

  • Danke nochmal für eure und besonders Moppers Hilfe.

    Ich habe jetzt einen, wie ich denke, wettkampffähigen 686, stelle mir aber die Frage, wie man richtig DA abzieht.

    Hier geht es mir vor allem darum, mit welchem Teil des Abzugsfingers man den Abzug betätigt.

    Von Pistolen kenne ich das ja mit dem ersten Fingerglied, aber beim DA-Revolver ist da natürlich ein deutlich höherer Kraftaufwand nötig. Weiterhin ist es für mich bisher deutlich schwieriger damit den „Druckpunkt“ zu erfühlen bzw. den Abzugsvorgang zu stoppen. Das bringt mich auch gleich zur nächsten Frage, ist es überhaupt richtig das man den Abzugsvorteil in 2 Schritte unterteilt: 1. Vorzug zum drehen der Trommel; 2. Abziehen um den Schuß auszulösen.


    Wie gesagt mit dem mittleren Fingerglied gelingt mir das unterteilen fast schon spielend, aber ich glaube auch, dass die finale und zum Treffen wohl entscheidende Schlußfase dadurch unruhiger wird.


    Also wie macht ihr das?

  • Moin


    habe das gerade mal gefilmt, erst mit Matchrevolver, dann mit Distinguished (ist aber identisch zu allen anderen Standard Revolvern).

    Handhaltung linke Hand bitte nicht beachten, ich musste Platz machen für die Kamera.


    Vorweg: ich schieße immer alles DA, auch 50m.

    Ist einfacher fürs Muskelgedächtnis.


    Ich ziehe relativ zügig bis die Trommel rastet, dann berühre ich mit der Fingerkuppe den Rahmen, das ist für mich das Zeichen dass jetzt der langsame gleichmässige Sqeeeeeeeeeeze kommen muss bis es knallt.


    Mehr ist es eigentlich nicht.


  • Super Video, danke!


    Gut das ich gefragt habe. Das wäre also die Methode, die mir auch leichter fiel.

    Hatte mir zuvor nur die BDMP Videos von PP2 angesehen und da war schwer zu erkennen wie die Schützin das macht.

    Habe jetzt aber auch das PPC 4“ Video entdeckt und da sieht man es besser. Also auch sie scheint mehr mit dem Fingergelenk zwischen 1. und 2. Fingerglied abzuziehen.

    Dann werde ich das bald mal üben!

  • Gute Technik :thumbup::thumbup:

  • Könntest den Revolver mal putzen......duckundwech

  • Waffen sind zum Schießen da, nicht zum putzen...

    Ich behaupte: 90% der Schützen könnten bessere Ergebnisse erzielen wenn sie ihre Putz- und Internet Orgien reduzieren und die frei gewordene Zeit in ein sinnvolles Training stecken würden.


    Noch was:

    sorge dafür dass die Waffe immer gleich in der Hand liegt.

    Bei den kurzen Distanzen schaue ich zB immer auf den Griff damit ich ihn sofort richtig greife wenn die Scheibe sich dreht.

    Und auch bei den 20Sek setze ich die Waffe immer mit der unterstützenden Hand nochmal richtig nach (in die Schußhand "reinwürgen").

    Somit stelle ich sicher dass ich immer mit dem Abzugsfinger an die gleiche Position komme.


    Im Übrigen hilft es ungemein wenn man sich nicht mit x Waffen und Disziplinen verzettelt sondern mit einer Waffe sinnvoll das trainiet was man noch nicht gut kann

  • Aufgrund von terminlichen Überschneidungen der Arbeit mit den Öffnungszeiten unseres Schiessstandes habe ich bisher hauptsächlich Trockentraining mit Snap-Caps gemacht, wo ich dann auch langsam gut vorankomme. Sowohl bei langsamen „Schüssen“ (Abzug nur bis kurz vor auslösen ziehen und dort halten) als auch bei schnelleren Serien.

    Ab und an gehe ich auch damit auf den Schiessstand, allerdings fehlt mir noch eine passende Ladung. Ich muss ohnehin noch Geschosse besorgen, da ich mit dem Rest LOS 148grn WC auf lange Sicht nicht glücklich werde.

    Also als Geschoß steht schon das H&N (mangels Alternativen) 125grn WC fest, aber beim Pulver bin ich noch unschlüssig.

    Vectan BA10 & 9 hätte ich eh da, aber man liesst öfter, dass der Füllgrad bei BA10 zu niedrig sei, so dass es zu Schwankungen in der Präzision je nach Pulverlage kommen kann.

    Was nutzen die Top-Schützen beim PPC?

  • Moin


    zunächst: WC sind bei Distinguished Revolver nicht zugelassen, Geschossgewicht muss 158grs sein.


    Meine Ladung (bei allen Nebenmatches identisch):


    Starline Hülse

    .357 158grs HP HS von H&N

    3,4grs N32C

    Federal 200 (ja, Magnum)

    Tabercrimp

    OAL 37,0mm


    BA10, N310 oder DO32 gehen auch, aber mir persönlich gefällt die geringe Füllhöhe nicht.


    Entscheidend sind die 50m Distanzen. Es ist wichtig konstante Gruppen zu erzielen.


    Die Umstellung meiner WC Ladung auf Magnum Zündern hat gebracht:


    Fed 100:

    50m_Federal100.jpg


    Fed 200:

    50m_Federal200.jpg


    Beides aufgelegt 50m mit Point.

    Bei Nebenmatches sieht es ähnlich aus, habe ich aber keine Pics von

  • ... da ich mit dem Rest LOS 148grn WC auf lange Sicht nicht glücklich werde.

    Also als Geschoß steht schon das H&N (mangels Alternativen) 125grn WC fest, aber beim Pulver bin ich noch unschlüssig.

    Vectan BA10 & 9 hätte ich eh da, aber man liesst öfter, dass der Füllgrad bei BA10 zu niedrig sei, so dass es zu Schwankungen in der Präzision je nach Pulverlage kommen kann.

    Was nutzen die Top-Schützen beim PPC?

    Die 125er H&N sind bei uns im Moment alternativlos, die 148er LOS habe ich auch nicht gescheit zum fliegen bekommen.


    Wie Maik oben schon geschrieben hat - 3,4 grs N32C, D032 (Ersatz für Titegroup)

    Bei N320 ab 4,0, sonst krümelt es, N310 liegt laut meinen Notizen bei 2,6-3,6.
    BA 9, 9 1/2, 10 eigenen sich mMn nicht. Entweder wird der Impuls zu hoch oder die Druckschwankungen sind bei niedriger Ladung zu hoch.

    Bei den WC reichen die o.a. Pulverladungen für 50m mit Polygon, bei Standardläufen +0,1/0,2 mehr. Evtl. auch bei kurzen Läufen. Die Wahrheit zeigt Deine Scheibe mit Deiner Waffe. Aber mit den Daten hast Du ne gute Basis.

    Die Erfahrungswerte basieren auf FED100 nicht 200.

    Angaben natürlich ohne Gewähr. Ich versuche auch mit einer Charge Pulver auszukommen, dann reicht das wechseln der Matrize. Die OALs sind nach Gusto der Schützen recht schwankend. ISt bei den 38ern auch nich entscheidend.


    Marc

  • Super,


    danke!

    Ich hätte vlt. noch erwähnen sollen, dass ich schon eine Ladung für das Hauptmatch suche, wollte nur keinen neuen Thread aufmachen.


    Stimmt es, das NC32 so stark die Waffe verschmutzt und/oder nimmst du deswegen Magnum zünder?

    Verrätst du mir auch deine Ladung für die WC?

    D032 habe ich sogar noch Restbestände, aber ich denke nicht, dass es jetzt viel Sinn macht damit eine Ladung zu entwickeln, wenn NC32 auf lange Sicht die Bessere wahl ist.


    Vielen Dank

  • Für Hauptmatch/Open nutze ich:


    Starline Hülse

    .357 125grs WC HS von H&N

    3,4grs N32C

    Federal 200

    Tapercrimp

    OAL 30,4mm


    Verschmutzen? Ist mir egal, ich will treffen. Und die 200er erzeugen bei mit engere Gruppen.

    Es schmaucht vielleicht ein wenig mehr als N310, aber bei Weitem nicht so viel wie zB TiteGroup.


    Es gab mal Zeiten da wurden gefettet Bleigeschosse genutzt, DAS war dreckig...