Waffenschenkung

  • Hallo an alle!!!

    Ich hab mal eine Frage,villeicht kann mir Jemand helfen.

    Ein Vereinsmitglied hat vor einiger Zeit einen kleinen Schlaganfall erlitten,und dadurch nach über 25 Jähriger Vereinszugehörigkeit jetzt gekündigt.

    Da er dadurch nicht mehr schießen will,und kann auch nicht mehr richtig schreiben,aber sonst Topfit ist hat er jetzt seine Waffen dem Verein geschenkt.

    Er hat mir seine WBK überlassen,und ich soll bei der Behörde die Waffen austragen lassen.

    Jetzt das Problem,wie wird so etwas geregelt,damit ich die Waffen in die Vereins-WBKs eingetragen bekomme .

    Kann mir da jemand Tipps geben,oder kennt Jemand einen ähnliche Fall??

    Zum Vernichten sind die Waffen zu schade. S&W 686,und SIG-SAUER P 220.




    Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen,

    ohne die Frisur zu zerstören.
    :Braverle:
    Gerhard Bronner

  • Ich würde einen Kaufvertrag über 1 Euro machen. Dann hast du wieder eine Standartsituation...

    Und wenn ich am Morgen nach solch einer Nacht
    Mit brummendem Schädel bin aufgewacht
    Werde ich dann meine Taten beschau'n
    .........
    Fünf Kinder gezeugt und 8 Männer verhau'n :D

  • Hallo an alle!!!

    Ich hab mal eine Frage,villeicht kann mir Jemand helfen.

    Nicht nur vielleicht, sondern ganz sicher kann Dir da jemand helfen:


    DER ZUSTÄNDIGE SACHBEARBEITER !


    Es geht doch nicht um etwas Illegales sondern um einen Akt der Vereinsförderung für welchen im Übrigen sogar eine Spendenbescheinigung in Höhe eines realistischen Zeitwertes ausgestellt werden kann ::RTFM::


    Also geht/telefoniert man zum/mit dem SB, schildert den Vorgang und fragt ihn höflich, was man in dem Fall zu tun hat !


    Ist doch sooooo easy - der ist ohnehin unvermeidbar beteiligt, also warum lange überlegen und spekulieren :rolleyes:

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Jetzt das Problem,wie wird so etwas geregelt,damit ich die Waffen in die Vereins-WBKs eingetragen bekomme .

    Die Waffenbehörde orientiert sich grundsätzlich hieran:


    WaffVwV, Nr. 8.1.2


    Wenn Ihr in Eurem Verein das von der Behörde als angemessen angesehene Kontingent bereits erreicht habt, hängt es vom Goodwill des Sachbearbeiters aufgrund der aktuellen Situation ab. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf ein Überschreiten dieses Kontingents, aber einen Spielraum der Definition von "angemessen".


    Wenn Ihr das Kontingent noch nicht erreicht habt und die beiden Kurzwaffen noch begründen könnt, dann lass Dir sie einfach ganz regulär eintragen. Dabei hilft ein entsprechender Vertrag zur Schenkung, ob nun gegen Entgelt oder ohne.


    Aber grundsätzlich ist ein guter Tipp:


    Also geht/telefoniert man zum/mit dem SB, schildert den Vorgang und fragt ihn höflich, was man in dem Fall zu tun hat !

    :thumbup:

  • Captain Cat

    Ich will Montag zur Behörde und mich da schlau machen.

    German

    So einfach wird es bei uns warscheinlich nicht gehen,der Kollege der uns die Waffen geschenkt hat,wohnt in der Stadt,und für unseren Verein ist die Gemeinde zuständig.

    Und die Tante ist ein wenig beleidigt,weil wir gegen die Gemeinde klagen.




    Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen,

    ohne die Frisur zu zerstören.
    :Braverle:
    Gerhard Bronner

  • Wenn Ihr in Eurem Verein das von der Behörde als angemessen angesehene Kontingent bereits erreicht habt, hängt es vom Goodwill des Sachbearbeiters aufgrund der aktuellen Situation ab. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf ein Überschreiten dieses Kontingents, aber einen Spielraum der Definition von "angemessen".

    Laut Geman sind wir nun wieder (mal) beim "Goodwill" eines Sachbearbeiters.


    Ausserdem widerspricht er sich in seiner Ausführung. Man beachte seinen Satz:

    Es gibt keinen Rechtsanspruch auf ein Überschreiten dieses Kontingents, aber einen Spielraum der Definition von "angemessen".


    Es hängt doch nicht vom "Goodwill" einem Sachbearbeiter ab, ob eine gesetzliche Vorgabe eingehalten ist oder nicht.

    Argumentiert der Verein rechtssicher, dann gibt es keine Ermessensspielräume.

    Unter Beachtung dieser Parameter wird dem Verein ein Waffenkontingent zugestanden,


    Nur meine 5-Cent. :/

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Das Ziel ist im Weg ...

  • Nur meine 5-Cent.

    Die wie immer auch nur das wert sind.


    Und nein, ich widerspreche mir nicht. Um das zu erkennen, müsste man sich aber mal mit der WaffVwV auseinandergesetzt und vielleicht mal mit der einen oder anderen Waffenbehörde über dieses Thema gesprochen haben.


    Es hängt doch nicht vom "Goodwill" einem Sachbearbeiter ab, ob eine gesetzliche Vorgabe eingehalten ist oder nicht.

    Ich bin auf Deine Quellenangabe dieser "gesetzlichen Vorgabe" gespannt, die die "rechtssichere" Zuteilung eines Waffenkontingents ohne behördliche Ermessensspielräume regelt.


    Die Luft halte ich derweil aber zur Sicherheit mal nicht an... ::ableb::


    und für unseren Verein ist die Gemeinde zuständig.

    Und die Tante ist ein wenig beleidigt,weil wir gegen die Gemeinde klagen.

    Wenn ihr bereits eine Vereins-WBK habt, dann muss ja irgendwann schon einmal der Nachweis eines Bedürfnisses erfolgt sein, der (abhängig davon, wann das war) ggf. auch eine Betrachtung des erforderlichen Waffenkontingents beinhaltet. Findet sich der noch?


    Mit welchen Mitgliederzahlen wurde denn damals argumentiert? Hat sich die Mitgliederzahl seitdem verändert und (bevorzugt) erhöht? Gibt es ggf. viele Neumitglieder? Das wäre ein Ansatz.


    Gibt es seit dieser Zeit ggf. im Verein auch eine Gruppe eines zusätzlichen Verbandes, der weitere oder andere Disziplinen anbietet, die es zum Zeitpunkt des Ursprungsantrages noch nicht im Verein gab? Führt Ihr regelmäßig Öffentlichkeitsveranstaltungen durch?


    Wieviele Waffen des jeweiligen Typs besitzt der Verein bereits?


    Ich brauche die Antworten auf diese Fragen nicht, das sind aber Punkte, über die Du mal nachdenken kannst, bevor Du/Ihr mit der Behörde redet.

  • Fuzzi


    Also das sind zwei paar verschiedene Schuhe. Einmal die waffenrechtliche Frage und einmal die Schenkung/Kauf der Gegenstände!


    Um es kurz zu machen: Wie du an die Dinger gekommen bist, interessiert deine Behörde nicht - Punkt. Natürlich ist es einfacher einen Kaufvertrag zu haben, wie oben vorgeschlagen (mache ich IMMER). Theoretisch reichen würde aber der Zettel vom Amt, dass der Waffeninhaber seine Waffen austragen lassen will. Wie du es also drehst, einmal wir der alte Besitzer noch unterschreiben müssen.


    Eingetragen bekommst du als Verein ja praktisch alles, sofern es in deine Disziplinen passt und du den Erwerb "irgendwie schönreden kannst". Will heißen, wenn dein Verein nicht bereits für jedes Mitglied 2 Waffen hat, sollte das möglich sein.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Hatte vor etwa 3 Monaten einen solchen Fall. Die Witwe sagte, dass es der Wille ihres verstorbenen Mannes gewesen sei, seine Geräte ( eine Win 73 und ein K98k ) unserem Verein zu schenken (er war nicht Mitglied in unserem Verein). Ich telefonierte mit dem SB, nahm dann beide WBKs mit (Erblasser und Verein), ließ die Teile übertragen und brachte dann der Witwe zwei Flaschen Wein mit. Sie war froh, dass dies so schnell ging und es war doch ganz einfach.

    Man muss nicht immer aus allem ein Problem machen, auch wenn es um Waffen geht.

  • Für Vereins-WBK gibt es kein Kontingent auch die 2/6 Regel ist nicht anzuwenden

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Für Vereins-WBK gibt es kein Kontingent auch die 2/6 Regel ist nicht anzuwenden


    Das ist richtig.


    Meine kleine Einschränkung oben war deshalb auch recht weich auf die glaube ich erste Antwort zu diesem Thema formuliert. Faktisch bekommst du auf die Vereins-WBK alles (mit Voreintrag) eingetragen, was der Verband, in dem der Verein aktiv ist schießt. Schwierig wird es nur dann, wenn du viel, viel mehr Waffen als Mitglieder hast. Dann wär man wieder bei dem subjektiven Zweifel der Behörde und die würde irgendwann mal eine Stellungnahme zu allen Waffen anfragen.


    In der Praxis ist das aber wohl kein Problem und vor allem bei Erbwaffen, die einem Verein überlassen werden wohl schon mal gar nicht.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Der Verband stellt auf Antrag des Vereins ganz normale Bedürfnisbescheinigungen für den Verein aus und der Verein lässt sich dann entsprechende Voreinträge in der Grünen machen und letztendlich die Waffen dort eintragen.

    Der Verein bekommt natürlich auch nur für solche Waffen und Kaliber das Bedürfnis bescheinigt welche nach der Sportordnung des Verbandes geschossen werden. Problematisch wenn noch n Gruppe mit einem zusätzlichen Verband involviert ist, welche noch nicht als Verein gegründet wurde. Denn die Gruppe kann dann keine Bescheinigung / VereinsWBK erhalten.

  • volker1


    Der Verband stellt auf Antrag des Vereins ganz normale Bedürfnisbescheinigungen für den Verein aus und der Verein lässt sich dann entsprechende Voreinträge in der Grünen machen und letztendlich die Waffen dort eintragen.


    Seit wann benötigt ein Verein eine Verbandsbescheinigung für einen Voreintrag auf der WBK?



    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • eigentlich schon lange, nur gewerbliche Betreiber die nix mit Sportordnungen und Verbänden zu tun haben brauchen das nicht.

  • volker1


    Hast du da persönliche Erfahrungen?

    Ich habe 5 Vereins-WBKs und kann deine Einschätzung nicht teilen, bzw. bestätigen.



    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • eigentlich schon lange

    Nein. Eigentlich nur bei Sachbearbeitern bzw. Waffenbehörden, die nicht ganz verstanden haben, wie das eigentlich laufen sollte oder die aus der Behördenleitung oder einer Ebene darüber die Vorgabe haben, das möglichst restriktiv zu handhaben.


    Weder Waffengesetz noch WaffVwV fordern eine Bedürfnisbescheinigung des Verbandes. Punkt.



    Faktisch bekommst du auf die Vereins-WBK alles (mit Voreintrag) eingetragen, was der Verband, in dem der Verein aktiv ist schießt.

    Noch einmal das oben bereits zu findende Zitat aus der WaffVwV:


    Zitat

    Bei der Festlegung der konkreten Zusammensetzung dieses Kontingentes sollte neben den allgemeinen Vorgaben (Zulässigkeit nach der Sportordnung) auch das Interesse des Vereins und der (Neu-)Mitglieder an den Möglichkeiten zur Nutzung einer bestimmten Bandbreite an Waffen berücksichtigt werden. Das Bedürfnis darf jedoch nicht so weit ausgelegt werden, als dass es alle nach der Sportordnung zugelassenen Waffen oder Disziplinen komplett abdecken würde. Die Zusammensetzung des Kontingentes sollte sich auf eine Auswahl von bei den vom Verein geschossenen Disziplinen möglichst breit einsetzbaren Waffen konzentrieren.


    Ich will nicht komplett ausschliessen, dass es Vereine gibt, die trotzdem soetwas genehmigt bekommen haben, insbesondere in der Vergangenheit vor Inkrafttreten der aktuellen WaffVwV, aber heute ist das schon deutlich schwieriger geworden.


    Wenn der Verein tatsächlich sehr groß ist und eine entsprechend große Zahl aktiver Mitglieder nachweisen kann, die aktiv und nachweislich wirklich alle Disziplinen schiessen, aber nicht selber die benötigten Waffen besitzen und es regelmäßig viele Neumitglieder gibt, kann man das sicher argumentativ noch etwas auf die Beine stellen.

    Aber grundsätzlich ist das erstmal nicht vorgesehen. Siehe obiges Zitat.

  • @all in

    Ich habe heute mit der Sachbearbeiterin der Stadt gesprochen,die ist super drauf und man kann mit Ihr über alles reden.

    Sie sagte mir,das ich das mit der Frau................ der zuständigen Behörde klären ,das sollte normalerweise kein Problem sein diese in die Vereins_WBK eingetragen zu bekommen.

    Aber da wir ja gegen die Gemeinde klagen,weil die Dame uns die schon vor 1,5 Jahren beantragten Waffen abgelehnt hat,wird die warscheinlich wieder einen Grund suchen um quer zu schießen.

    Ich schicke da erst mal jemand anderen hin,der mit der Dame sprechen soll.

    Sonst wird nochmal geklagt.




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    :Braverle:
    Gerhard Bronner