Altes Perkussionsschloss restaurieren.

  • Hallo zusammen,

    habe vor etlichen Jahren eine alte Perkussionsschloss-Pistole bekommen. Da ich gerade Zeit und Lust habe wollte ich sie einwenig ganz dezent aufhübschen.

    Was ich jetzt bemerkt habe ist, dass der Hahn von Schloss leicht nach innen (Piston) zum Lauf steht.

    Jetzt meine Frage: Ich müsste den Hahn um ca: 3-4mm nach aussen bringen. Da ich aber schon 2-3 alte Perkussionswaffen mit einem gebrochenem Hahn gesehen habe, bin ich mir nicht sicher ob das überhaupt geht? Kalt auf keinen Fall und heiß ? Ich denke mal das diese Hähne aus Stahlguss hergestellt wurden! Habt ihr da schon mal was in der Richtung zu tun gehabt? Der Hahn ist magnetisch.

    Würde mich über einen Tipp sehr, sehr freuen, danke.

    Gruß: Hohenwolf

  • Was ich jetzt bemerkt habe ist, dass der Hahn von Schloss leicht nach innen (Piston) zum Lauf steht.

    Das muß er doch eigentlich auch - oder wie ist das jetzt zu verstehen ?


    Streift er irgendwo ?

    Zündet er nicht ?


    Bei zweimal "nein" ist alles in Ordnung.


    Ansonsten, mach ein Bild und stell es ein, dann versteht man Dein Problem vielleicht besser.


    CC

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Ansonsten, mach ein Bild und stell es ein, dann versteht man Dein Problem vielleicht besser.

    Ich denke, er hat das gleiche Problem wie ich mit meinem Püster (den ich geschenkt bekommen habe).


    Da würde auch was "gebogen" werden müssen ... aber ich hab' mich da noch nicht dran getraut.

    Als Wandschmuck taugt das Teil ja. ::c.o.l)


    Übrigens CC, wegen deinem Korn. Frag mal bei meinem Haus- und Hofliferanten an, die konnten mir immer irgend wie weiterhelfen.

    Versuch macht kluch ...http://www.cds-ehrenreich.de/




    Dateien

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    Das Ziel ist im Weg ...

  • So eine kleine Abeichung wie bei Peppones italienischer "Hawken" sieht man bei den Replikas recht häufig. So lange das Piston noch so getroffen wird, dass nicht die Schlagfläche des Hahns das Zündhütchen berührt, ist das nach meiner Meinung tolerabel.


    Ja, bei den Replikas sind die Metallteile wohl aus Guss und nicht geschmiedet. Und aus dem Grund hab ich es auch sein lassen, da zu versuchen etwas zu biegen.


    Kleine Frage an Dich Hohenwolf . Was heisst für Dich alte Perkussionspistole? Ist es eine antike Waffe oder eine alte Replika? Für die spanischen Replikas ist die Ersatzbeschaffung von Schlossteilen recht einfach, da nach meinen Spanierinnen zu urteilen, überall die gleichen Schlossteile verwendet wurden.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Danke euch erst mal für die vielen Antworten.

    Ich habe ein antikes Perkussionsschloss (ca. über 100 Jahre alt) und da möchte ich nichts biegen. Wenn ich von diesen antiken Schlössern immer mal wieder einen gebrochenen Hahn sehe sieht dieser an der Bruchstelle immer komisch aus. Also nicht wie gebrochener Stahl...

    Hänge mal ein Bild an und ja, der Hahn würde seitlich auf die Mitte des Piston schlagen.

  • Das wäre mir auch zu heikel, da irgend etwas zu biegen zu versuchen.


    Hast Du schon mal nachgesehen, ob die Schlossplatte vielleicht an der Oberkante zu stark nach innen gezogen wird? Selbst eine geringe Fehlstellung wirkt sich da am Hahn über den Hebel stärker aus.

    Oder vielleicht die Unterkante der Schlossplatte ein klein wenig tiefer ins Holz bringen?

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  • @ Schwarzer Mann,

    danke für deine Info, aber die Schlossausfräsung/ausarbeitung ist/passt zu gut, um da was zu ändern.

    Als ich mal bei einem Schützenfreund so einen gebrochenen Hahn gesehen habe, war der an der Bruchstelle ganz porig, also sah aus wie Gussmat.
    Der Hahn ist aber auf jeden Fall Magnetisch und aus Stahl.

    Gruß: Hohenwolf

    PS: Wäre halt interessant zu wissen, wie diese alten Hähne hergestellt wurden! ( Mat. usw. )

  • wie wäre es damit, an der Oberkante der Schlossplatte einen dünnen Streifen unterzulegen, damit die Schlossschraube die Schlossplstte nicht so weit rein zieht?

    Die antiken Waffen waren in der Regel so gut verarbeitet, dass auch der Hahn das Piston mittig getroffen hat. Also kann es eigentlich nur daran liegen, dass die Holzpassung sich durch Alterungsprozesse des Schaftholzes irgendwie verändert hat.

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