Savage 110 - Hülse bleibt nach Schuss im Patronenlager stecken

  • Mahlzeit,


    Habe jetzt seit rund einem Monat meine WBK ::happy2:: und habe direkt von nem Kumpel die Savage 110 abgekauft, die eigentlich immer gut funktionierte, habe vor dem Kauf öfters einige Schuss damit machen können und war sehr zufrieden. Am Samstag habe ich 20 Schuss .308 Win Munition mit Stahlhülsen verschossen (die liefen wie Butter) und am gestrigen Tag 3 Schuss mit Messinghülsen. Der erste Schuss hat sich noch einwandfrei Repetieren lassen und beim zweiten Schuss hat man schon etwas Widerstand gemerkt - der dritte ging dann gar nicht mehr zu Repetieren, Hülse steckte fest. ::(


    Habe ne Vermutung an was das liegen könnte. Ich habe erstmal mein Amateur Wissen angewendet :D, bin auf eure Meinungen gespannt!


    Vermutung: Stahl: hoher Gasdruck -> hülse bläht sich nicht so doll auf wie Messing -> hohe Verschmutzung des Patronenlagers -> Viel dreck im Patronenlager

    Messing: hoher Gasdruck -> Hülse bläht sich voll auf und verdichtet Patronenlager komplett -> etwas schmutz im Patronenlager da mit Stahl geschossen -> da Hülse nicht vollständig in Ausgangsform zurück geht bleibt sie stecken.


    Nach dem ich die drei Schuss gemacht habe, hab ich mal versucht das Patronenlager etwas zu reinigen. Nachdem es gereinigt war hab ich nochmal die verschossene Messinghülse einrepetiert und sie blieb wieder stecken. Mit einer Stahlhülse hab ich das ebenfalls getan und da hat es Reibungslos funktioniert natürlich waren es leere Hülsen.


    Vielen dank schon mal und Horrido :bud:

  • Glückwunsch ... schöne und auch wirklich gute Waffe. :thumbsup:


    Versuch macht kluch ... reinige mal Lauf und Patronenlager gründlich (Lager mit Werg auf flex. Welle richtig "auspolieren") und dann versuch's mal NUR mit Messing. Müsste dann klappen ... :sla:

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  • Und verwende Pufferpatronen oder - mit der nötigen Vorsicht - richtige Patronen.


    Die Hülsen verschossener Minition sind durch die Druckbelastung ja etwas grösser als im Neuzustand.

    Da kannst Du noch Probleme haben, obwohl die Waffe eigentlich schon wieder läuft...


    J.

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Dafür gibt es eigentlich nur zwei mögliche Ursachen:


    1.) Sehr starke Verschmutzung

    2.) Zu hoher Gasdruck


    Zum ersten Punkt haben meine Vorredner schon alles gesagt. Zum zweiten Punkt bliebe die Frage, ob die Wiederlader bist oder nicht. Wenn ja, würde ich dir dringenst anraten deine Ladedaten einmal zu hinterfragen, wenn nein, solltest du noch einmal Messingmunition einer anderen Sorte testen.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass Munition hergestellt und verkauft wird, die nicht so ganz dem Entspricht, was sich der Hersteller so gedacht hat.



    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Ich habe grad ein wenig recherchiert und da es Surplus (=Ausgemusterte Militärgüter laut Wikipedia) Munition ist wurde der Bodenstempel unkenntlich gemacht. Die Patronen wurden von der Chemnitzer Sportwaffen und Munitionsfabrik hergestellt, wenn man bei Google Bilder SM .308 eingibt sieht man auch lauter solcher Abgeriebenen Hülsenböden. Also müsste das "Normal" sein. Genauen Sinn ergibt es für mich jedoch nicht. Obwohl es Interessant wäre wenn jemand dazu etwas genaueres weis :)

  • Ja das ist normal bei den Chemnitzern.

    Bei mir in der RAG werden die aber bisher ohne Probleme von anderen Kameraden genutzt, ich hab bisher keine Klemmer mitbekommen...


    Ich würd auch mal das Patronenlager durchputzen und in Zukunft die Stahlhülsen meiden...

  • Ich habe grad ein wenig recherchiert und da es Surplus (=Ausgemusterte Militärgüter laut Wikipedia) Munition ist wurde der Bodenstempel unkenntlich gemacht. Die Patronen wurden von der Chemnitzer Sportwaffen und Munitionsfabrik hergestellt, wenn man bei Google Bilder SM .308 eingibt sieht man auch lauter solcher Abgeriebenen Hülsenböden. Also müsste das "Normal" sein. Genauen Sinn ergibt es für mich jedoch nicht. Obwohl es Interessant wäre wenn jemand dazu etwas genaueres weis :)

    Bei SM wurden die bearbeitet, gecipt und umgepackt.


    Nicht hergestellt, das war MEN oder DAH

  • Ich denke nicht, dass es an der vorher verschossenen Munition mit Stahlhülse liegt, sondern nur an der Munition selbst. Bei der Remington Police unseres Vereins, war das mit der Surplus von DAG und MEN ähnlich: Bei einer Sorte ließ sich die Waffe nur mit erhöhtem Kraftaufwand schließen, bei der anderen öffnen. Noch schlechter war es mit der AMA (auch von SM): Im Halbautomaten (MR308) steckte die Hülse im Lager fest und der Auszieher brach ein kleines Stück der Ausziehrille ab. Nachdem die Hülse entfernt wurde, verklemmte der Messingspan dann den Verschluss und dieser musste aufgehebelt werden. SM Surplus? Nicht nochmal.


    Gruß Peter

  • Vielleicht ist diese Billige Massenmunition dafür vorgesehen, aus Gurtgefütterten MGs mit größeren Patronenlagern verschossen zu werden :think:

    Ein gutes Argument und nicht von der hand zu weisen.


    Ich hab' dazu jetzt mal Literatur gewälzt und wage generell hier und jetzt zu behaupten:


    1: Nach dem Gebrauch von Stahlhülsenmun. ist die Waffe extrem gründlich zu reinigen ... auch bei weiterer Verwendung von Stahlhülsen.

    2: Stahlhülsen sind aussenlackiert um Rost vorzubeugen. In maßhaltigen, engen Patronenlagern wird das immer zu Problemen führen (ausser eine z.B. Maschinenwaffe ist dafür konstruktionsbedingt schon eingerichtet.)

    3: In Surplusmun. kann u.U. noch Berdanzü. verwendet worden sein, was Korrosion Vorschub leistet.

    Ausserdem, in älteren Surplusmun. können noch mit Tombak plattiertem Flusseisenmantelgeschosse geladen sein. Ned schlimm, aber ist zu bedenken!

    4: Verstehe ich es nicht, daß man gutes Geld für eine Waffe ausgibt, dann aber an der Mun. sparen will und über "Stecker" jammert.

    5: Warum sich Probleme mit Stahl in die Waffe laden wenn man mit Messing immer auf der sicheren Seite ist ?

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  • Wie heisst das, aus Fehlern lernt man!

    Naja..

    Man kann auch auf die Erfahrung anderer setzen und Fehler vermeiden...


    Und dafür lieber Fehler machen, auf die noch keiner gekommen ist... Dann haben alle was davon....


    Dasselbe zu versuchen und ein anderes Ergebnis zu erwarten ist ein Zeichen von Wahnsinn.. oder wie war das ?

    ::lachen2::

  • Immer diese Übertreibungen. :rolleyes:


    Ich schieße seit Jahren die Surplusmunition in 308\7,62x51 von SM.

    Hersteller DAG und MEN, mit Kupfergeschoß oder vernickelt, mit gefrästem wie auch ungefrästem Boden und hatte noch nie Probleme.


    Die haben Berdan, ja... aber sind ganz sicher nicht korrosiv.

    Die Vernickelten sind genauer als die mit dem Kupferkopf, so zumindest meine Erfahrung.


    Die Mun ist ok und schadet der Waffe ganz sicher nicht.

    Finde es ja toll das es hier Schützen gibt die nur die edelste und hochwertigste Mun verschießen.

    Meinen Respekt dafür, ist aber kein Grund sich über andere geringschätzig zu äußern, die das nicht tun.


    Die Mun ist eben umgelabelte 7,62x51 Nato-Mun.

    Keine .308 von haus aus und da gibt es nun mal Unterschiede und die mögen manche Waffen halt nicht so gern.

    Vllt. ist eher hier das Problem zu suchen als die Mun pauschal als Schrott abzutun.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Zwecks Surplus habe ich nochmal mit paar Vereinsmitgliedern gequatscht, die meinten auch das die SM .308 Munition auf keinen fall schlecht ist. Warum sollte auch die Bundeswehr mit Schrott beliefert werden. Meine Savage wurde davor auch nur mit dieser Mun geschossen, meinte mein Kumpel. Ich hab halt den Fehler gemacht und Stahlmuni verwendet. Gestern habe ich mir nochmal 150 Schuss Surplus gekauft für0,47/Stck, mein Händler hätte mir auch 80 Cent teure verkaufen können aber schwört auf die. Patronenlager ist blitz blank und morgen werden mal paar mumpeln durch den lauf getrieben.


    Die Bodenstempelung dieser Munition wurde jedoch nicht unkenntlich gemacht:

    IMG_8502.jpg

  • Ich möchte noch zu bedenken geben, daß die Spezifikationen von .308 Winchester und 7,62 NATO (7,62x51 NATO) nicht identisch sind.

    Falls sich Munitions- oder Patronenlagerhersteller in die Randbereich der jeweiligen Spezifikation begeben, kann das schon mal Problemchen verursachen. Insoweit halte ich von relabelter Militärmunition in Zivilwaffen wenig.