DSB/Hessischer Schützenbund will neue Bedürfnisregeln einführen

  • Es ist ja kein Geheimnis warum die Gebühren für Bedürfnisanträge beim HSV erhöht wurden. Das wurde auf der Delegiertenversammlung und vorab auch in Gesamtvorstandssitzungen so vom Präsidium so kommuniziert. Die Sitzungen sind nicht geheim. Nach meiner Kenntnis entspricht die Begründung meiner Schilderung. Ob das seinerzeit verantwortliche Präsidium auch die hier unterstellten Lenkungsabsichten in Richtung mehr Druckluft und KK hatte, überlasse ich gerne den mitlesenden Verwörungstheoretikern.


    In Sachen Schießsport für sozial Schwächere kann ich sagen, dass das grds. möglich ist. Ich sehe es aber auch als Vereinsvorsitzender nicht als meine Aufgabe jedem Interessierten den Schießsport möglich zu machen. Ich habe keine guten Erfahrungen mit Mitgliedern gemacht, die nur über ein geringes Budget für ihren Sport verfügen. Warum sollen das Vereine das ausgleichen müssen? Warum soll die Vereinsgemeinschaft verpflichtet sein, demjenigen das Hobby zu finanzieren, der nicht über genügend Geld verfügt? Sehe ich völlig anders. Wenn das asozial ist, dann kann ich damit leben. Ich erwarte von meinen Mitgliedern, dass sich sich für unseren Sport engagieren, indem sie an Meisterschaften und Wettkämpfen teilnehmen. Wenn ich möchte, dass meine Mitglieder genau das machen, dann muss ich dafür sorgen, dass sie im Einführungszeitraum vernünftige Vereinswaffen nutzen können. Dann sollen sie sich was eigenes kaufen. Am liebsten Luftpistole, Sportpistole und Großkaliber-Kurzwaffe innerhalb von 12-18 Monaten. Meine Vorstellung von Schießsport sieht eben anders aus.

    Dann kläre uns "Nicht HSB Mitglieder" bitte mal auf, was die genauen Gründe für eine derart hohe Bearbeitungspauschale für die Bearbeitung von Bedürfnisanträgen zahlender Mitglieder sind.


    Wenn Du schlechte Erfahrungen mit sozial schwächeren Mitgliedern gemacht hast, ist das doof, aber dennoch kein Grund sie ausschließen zu wollen bzw. die Meinung zu vertreten, sie sollen sich ein anderes Hobby suchen, das weniger kostenintensiv ausfällt.


    In meiner Zeit als Sportleiter eines DSB Vereins im HSV hatten wir vereinzelt auch negative Erfahrungen gemacht, aber nicht aus sportlicher Sicht und der Sport ist es, worauf es ankommen sollte.

    Es gibt immer Mittel und Wege auch sozial schwächere in einem Verein zu unterstützen und ihnen das Hobby mit zu ermöglichen, aber wir sprechen auch nicht wirklich über die Vereine selber, sondern über den Landesverband, bzw. den HSV.


    Wie hier schon mehrfach erläutert wurde, kommen andere DSB angehörige Verbände mit weniger Bearbeitungspauschalen aus, als der HSV, der aus meiner Sicht der absolute Spitzenreiter in der Höhe bundesweit sein dürfte und dafür gibt es in meinen Augen gegenüber denen die Bedürfnisse beantragen möchten, keine Rechtfertigung.


    Selbst wenn man als Student, Azubi oder Berufsanfänger knapp bei Kasse ist und sich hier und da etwas dazuverdienen muss, kann man diesen Sport ausüben. KK wie auch GK.


    Meine Vorstellung des Schießsports ist es den Sport zu fördern wo ich es kann. So viel Nachwuchs zu fördern, wie ich es als Vereinsvorstand und Verein kann. Meine Mitglieder zu unterstützen und anzuleiten. Ihnen den Weg zur eigenen WBK zu zeigen und sie in den ersten 12 Monaten so viele unterschiedliche Waffen schießen zu lassen, wie es möglich ist.

    Ihnen die Vielfalt unseres Sports in meinem Verband aufzuzeigen und sie zum sportlichen Wettkampf auf Meisterschfaten unseres Verbandes und Landesverbandes zu begeistern.


    Das ist in meinen Augen die Aufgabe eines Vereinsvorstandes und eines Vereins, egal in welcher Sportart. Es ist nicht meine Aufgabe über soziale Verhältnisse eines Mitgliedes zu urteilen und die sozial schwächeren vom Sport auszuklammern.

    Ihnen ggf. nahelegen, nicht unbedingt in der derzeitigen Situation die teuren Kaliber zu schießen, sondern ggf. auf KK, das ebenfalls viel Spaß macht, hinzuweisen. Aber wenn er es nicht möchte, ist das seine Sache.


    Das bedeutet aber nicht, dass der LV hier eine maßlos überteuerte Bearbeitungspauschale ansetzen sollte.

  • Dann kläre uns [..] bitte mal auf, was die genauen Gründe für eine derart hohe Bearbeitungspauschale für die Bearbeitung von Bedürfnisanträgen zahlender Mitglieder sind.

    Das ist ein uralter, marktwirtschaftlicher Grundsatz ...

    man fordert und kassiert ... was grad noch bezahlt wird.... :hyster:

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    Das Ziel ist im Weg ...

  • Dann kläre uns "Nicht HSB Mitglieder" bitte mal auf, was die genauen Gründe für eine derart hohe Bearbeitungspauschale für die Bearbeitung von Bedürfnisanträgen zahlender Mitglieder sind.

    Was soll ich denn noch schreiben? Es heißt HSV und nicht HSB. Die Bearbeitungsgebühr für die Bedürfnisanträge wurde irgendwann 2017 oder 2018 wenn ich mich recht entsinne von 40 EUR auf 70 EUR erhöht. Hintergrund waren der Finanzbedarf des Verbandes. Dazu kann sich der Verband verschiedener Möglichkeiten bedienen. Zum einen kann er für von ihm erbrachte Leistungen Geld einnehmen. Sei es durch den Verkauf von Urkunden oder durch die Vereinnahmung von Gebühren für Dienstleistungen wie das Ausstellen eines Wettkampfpasses oder das Erteilen einer Bedürfnisbescheinigung. Soweit der Rest nicht über öffentliche Mittel oder ähnliches gedeckt wird, muss der Verband Mitgliedsbeiträge erheben. Es ist eine Mischung aus Solidar- und Verursacherprinzip. Im Rahmen der Gestaltungmöglichkeiten und zur Vermeidung der Erhöhung von allgemeinen Mitgliedsbeiträgen haben sich die Verantwortlichen seinerzeit eben unter anderem für eine Erhöhung der Bedürfnisgebühren entschieden. Das wurde am Ende sowohl vom Gesamtvorstand als auch von den den Haushaltsplan genehmigenden Delegierten demokratisch festgelegt. Es gibt keinen Grundsatz, dass ein Verband nur seinen Deckungsbeitrag für Dienstleistungen verlangen darf. Die Grenze würde durch die Selbstlosigkeitsauflage aus dem Gemeinnützigkeitsrecht bestimmt werden müssen. Die verlangt aber nur, dass ein gemeinnütziger Verein nur nachrangig eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgen darf. Also von daher kein Problem. Die Festlegung der Gebühren ist das Recht des Präsidiums im HSV. Das wird aber gut beraten sein, etwaige Gebührenänderungen mit seinem Gesamtvorstand abzustimmen. Regelmäßig werden beabsichtige Änderungen in der Finanzplanung im Gesamtvorstand auch ohne dessen ausdrückliche Befugnis nach eingehender Beratung geändert. Das Bedürfnis nach einvernehmlichen Gestaltungen ist das durchaus vorhanden. Ich glaube nicht, dass die Beantragung von Bedürfnissen beim HSV durch die Erhöhung erheblich abgenommen. Soweit ich das zu hören bekomme, mangelt es der Sachbearbeiterin nicht an Arbeit. Insofern kann man den doch durchaus ein kluge Verbandsführung bestätigen. Sie haben einen Teil der erforderlichen Einnahmen dort generiert, wo es anscheinend gepasst hat.


    Finde ich ja in Ordnung wie Du das machst. Ich muss und will es aber nicht so machen. Ich habe da keinen missionarischen Ansatz, der jeden mit einschließt. Mangelndes Engagement in Sachen Schießsport muss ich dabei allerdings nicht vorwerfen lassen. Ich bin halt nur etwas wählerischer, wem ich das zukommen lassen.

  • Was soll ich denn noch schreiben? Es heißt HSV und nicht HSB. Die Bearbeitungsgebühr für die Bedürfnisanträge wurde irgendwann 2017 oder 2018 wenn ich mich recht entsinne von 40 EUR auf 70 EUR erhöht. Hintergrund waren der Finanzbedarf des Verbandes. Dazu kann sich der Verband verschiedener Möglichkeiten bedienen. Zum einen kann er für von ihm erbrachte Leistungen Geld einnehmen. Sei es durch den Verkauf von Urkunden oder durch die Vereinnahmung von Gebühren für Dienstleistungen wie das Ausstellen eines Wettkampfpasses oder das Erteilen einer Bedürfnisbescheinigung. Soweit der Rest nicht über öffentliche Mittel oder ähnliches gedeckt wird, muss der Verband Mitgliedsbeiträge erheben. Es ist eine Mischung aus Solidar- und Verursacherprinzip. Im Rahmen der Gestaltungmöglichkeiten und zur Vermeidung der Erhöhung von allgemeinen Mitgliedsbeiträgen haben sich die Verantwortlichen seinerzeit eben unter anderem für eine Erhöhung der Bedürfnisgebühren entschieden. Das wurde am Ende sowohl vom Gesamtvorstand als auch von den den Haushaltsplan genehmigenden Delegierten demokratisch festgelegt. Es gibt keinen Grundsatz, dass ein Verband nur seinen Deckungsbeitrag für Dienstleistungen verlangen darf. Die Grenze würde durch die Selbstlosigkeitsauflage aus dem Gemeinnützigkeitsrecht bestimmt werden müssen. Die verlangt aber nur, dass ein gemeinnütziger Verein nur nachrangig eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgen darf. Also von daher kein Problem. Die Festlegung der Gebühren ist das Recht des Präsidiums im HSV. Das wird aber gut beraten sein, etwaige Gebührenänderungen mit seinem Gesamtvorstand abzustimmen. Regelmäßig werden beabsichtige Änderungen in der Finanzplanung im Gesamtvorstand auch ohne dessen ausdrückliche Befugnis nach eingehender Beratung geändert. Das Bedürfnis nach einvernehmlichen Gestaltungen ist das durchaus vorhanden. Ich glaube nicht, dass die Beantragung von Bedürfnissen beim HSV durch die Erhöhung erheblich abgenommen. Soweit ich das zu hören bekomme, mangelt es der Sachbearbeiterin nicht an Arbeit. Insofern kann man den doch durchaus ein kluge Verbandsführung bestätigen. Sie haben einen Teil der erforderlichen Einnahmen dort generiert, wo es anscheinend gepasst hat.


    Finde ich ja in Ordnung wie Du das machst. Ich muss und will es aber nicht so machen. Ich habe da keinen missionarischen Ansatz, der jeden mit einschließt. Mangelndes Engagement in Sachen Schießsport muss ich dabei allerdings nicht vorwerfen lassen. Ich bin halt nur etwas wählerischer, wem ich das zukommen lassen.

    So wie ich vorhin auf der HSV Seite gelesen habe, scheint es wohl nicht so recht funktioniert zu haben, was die Erhöhung bezwecken sollte, immerhin wurde eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge je Vereinsmitglied beschlossen.



    ggf. sollte der HSV einfach mal seine Beitragsstruktur überdenken, ob diese Kostendeckend berechnet ist, denn letztlich zahlen auch die Mitglieder, die ein Bedürfnis beantragen, einen Mitgliedsbeitrag über den Verein an den HSV.


    Im Übrigen eine Erhöhung einer Bearbeitungspauschale von € 40, auf € 70,- auf einen Schlag ist schon eine ziemlich deftige Anhebung. Immerhin sind das 75% Anhebung.


    Wie gesagt, meine Meinung ist, diese Erhöhung von Bearbeitungspauschalen ist durch nichts gegenüber den Betroffenen zu rechtfertigen, insbesondere, wenn sie von Delegierten beschlossen, werden, die ggf selber nicht davon betroffen sind, da sie keine EWB Waffen besitzen oder besitzen wollen.

  • Entschuldigt mal bitte mein Unwissen, aber mich befremdet die ganze Situation etwas und ich bite um kurze Erklärung, warum der HSB denn ÜBERHAUPT Gebühren für die Bedürfnisbestätigung einfordert. Ich kenne das weder vom BDS noch vom BdMP, und ich sehe das auch als Dienstleistung / Gegenleistung für ein Mitglied, das brav seine Verbandbeiträge abdrückt.


    Aber letztenendes hat ja der geneigte Sportschütze IMMER die Wahl, welchen Verein und somit welchem Verband er sich anschließt. Unterm Strich unterstreicht das Ganze lediglich meinem Gesamtbild, das ich vom DSB seit langem habe, und glaubt mir, da ist kein Gutes.

    *** BdMP *** - *** BDS *** - *** IPSC ***



    :flagge_deutschland_animiert:::bayernbew::

  • Na ja auch andere Verbände fordern Bearbeitungsgebühren, aber auch nicht alle.

    Beim BDS Hessen kostet ein Befürwortungsantrag 15€ Bearbeitungsgebühr. Für den Aufwand den der Verband hat noch angemessen.

    Die DSU verlangt gar keine Bearbeitungsgebühr für Befürwortungsanträge wenn alles korrekt und vollständig eingereicht wird. Nur für Nachbearbeitung fehlerhafter Anträge wird eine Gebühr erhoben. Das ist vorbildlich!

    Beim BDMP bin ich momentan nicht informiert.

    Der HSV verlangt jedenfalls unverschämte 70€. Zusammen mit der Gebühr für die Eintragung auf dem Amt kann das schon mal den Wert von der ein oder anderen Gebrauchtwaffe übersteigen.

  • Von Delegierten beschlossen, werden, die ggf selber nicht davon betroffen sind, da sie keine EWB Waffen besitzen oder besitzen wollen.

    Wie kann denn sowas überhaupt sein das die höchsten Funktionäre eines Schießsportlandesverbandes keine EWB besitzen?

    Das müsste Grundvoraussetzung sein um für so ein Amt zu kandidieren.


    OK die müssen ja nicht zwangslâufig eine eigene besitzen aber wenigstens Sachkunde haben und auf einer Vereins Wbk eingetragen sein.


    Wie du richtig sagst .

    Wie soll denn ein Funktionär die Anliegen seiner Mitglieder verstehen wenn er keine Ahnung hat.

    Das kann ja nur nach hinten los gehen.

    Am Ende suchen sich die Mitglieder andere Verbände.


    Aber das Problem ist ja nicht nur im HSB so.

    Der Kyffhäuserbund hat ja auch die Hälfte seiner Mitglieder verloren.

    Die dumpern ja auch auf die Bedeutungslosigkeit zu.

  • volker1 der BDMP nimmt nichts, man muss neben den vollständigen Unterlagen lediglich einen frankierten Rückumschlag beifügen.

    Ansonsten, dass die Delegierten entschieden haben, die Kostendeckung zum Nutzen Aller lediglich auf die umzulegen,

    die eine Befürwortung brauchen.. :thumbdown::thumbdown:das ist effektiv asozial. Nun ja - das ist letztlich eine Entscheidung des HSV und deren Mitglieder. Wenn die das so wollen. - Ich bin kein Mitglied eines HSV Vereins und habe auch nicht die Intention dazu. Deren Problem.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Wie du richtig sagst .

    Wie soll denn ein Funktionär die Anliegen seiner Mitglieder verstehen wenn er keine Ahnung hat.

    Dass ein Funktionär ein hohes Amt begleiten kann ohne Ahnung von der Materie zu haben, siehst du doch schon allein beim Blick auf unserer Bundesminister!
    Von daher ist der zwingende Zusammenhang zwischen Ressort und Ahnung nicht von nöten.


    :NO:

    *** BdMP *** - *** BDS *** - *** IPSC ***



    :flagge_deutschland_animiert:::bayernbew::

  • :trio:

    Dass ein Funktionär ein hohes Amt begleiten kann ohne Ahnung von der Materie zu haben, siehst du doch schon allein beim Blick auf unserer Bundesminister!
    Von daher ist der zwingende Zusammenhang zwischen Ressort und Ahnung nicht von nöten.


    :NO:

    Meinst du der Bundesminister für Arbeit und Soziales sollte ein Sozialfall sein?


    OooooooooOOoOoOops.... :thumbsup::trio:

  • Dass ein Funktionär ein hohes Amt begleiten kann ohne Ahnung von der Materie zu haben, siehst du doch schon allein beim Blick auf unserer Bundesminister!
    Von daher ist der zwingende Zusammenhang zwischen Ressort und Ahnung nicht von nöten.


    :NO:

    Man muss doch aber auch nicht jeden Sch.... aus der Politik 1:1 übernehmen.


    :wall:

  • Da gerade der DSB zu großen Teilen aus Druckluftvereinen besteht, ist es da wohl nicht verwunderlich, wenn bei Delegiertentagen des LV in großen Teilen Delegierte ohne EWB zugegen und stimmberechtigt sind.


    Somit entscheiden ggf. auch Delegierte über Themen, die sie selber nicht betreffen.

  • Klar ist das Asozial. Aber aus Sicht der Druckluftfraktion.. was ich nicht will, was ich nicht haben darf, ich mir nicht leisten kann und ich nicht brauch.. das zahln die andern für mich drauf. - Aus der Position durchaus ökonomisch.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Da gerade der DSB zu großen Teilen aus Druckluftvereinen besteht, ist es da wohl nicht verwunderlich, wenn bei Delegiertentagen des LV in großen Teilen Delegierte ohne EWB zugegen und stimmberechtigt sind.


    Somit entscheiden ggf. auch Delegierte über Themen, die sie selber nicht betreffen.


    Absolut richtig!


    Und ich kann die Kommentare von Baikal3000 und klausrgr zwar verstehen aber inhaltlich nicht unterstützen. Wir kommen wieder zu meinem ursprünglichen Punkt: Wenn ich mich von dem Verband nicht gut vertreten fühle, dann muss ich mich fragen, ob das noch der richtige Verband für mich ist!!!


    Wenn der DSB in der Fläche ein Luftdruckverband ist/wird/geworden ist, dann ist das erst einmal nicht grundsätzlich verwerflich, solange es der Mehrheit der Mitglieder so gefällt. Auch selbst in einen DSB Verein einzutreten ist dann nicht per se falsch, wenn die persönlichen Vorteile, ggf. vorhandenen Nachteile überwiegen. Man muss dann eben aber auch Entscheidungen mittragen, die vielleicht einmal nicht seiner eigenen Auffassung entsprechen - das ist halt Demokratie.


    Bei der Frage, ob der DSB das alles so gut und richtig macht, sind wir sicher alle beieinander. Ich bin auch der Meinung, dass der DSB sich in den letzten Jahrzehnten mit solchen Dingen selbst schadet und somit am Ende auch den Schützen in der Gesamtheit. ICH bin der Meinung der DSB hätte das, was BDS und BDMP anbieten, als Sparten in die eigene Sportordnung aufnehmen müssen. Dann wären BDS und BDMP obsolet und der DSB ein wirklich mächtiger Verband. Aber, dass wollte man nicht, es wird auch meiner Meinung nach dazu nicht mehr kommen und es ist auch eine andere Diskussion.



    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Bei der Frage, ob der DSB das alles so gut und richtig macht, sind wir sicher alle beieinander. Ich bin auch der Meinung, dass der DSB sich in den letzten Jahrzehnten mit solchen Dingen selbst schadet und somit am Ende auch den Schützen in der Gesamtheit. ICH bin der Meinung der DSB hätte das, was BDS und BDMP anbieten, als Sparten in die eigene Sportordnung aufnehmen müssen. Dann wären BDS und BDMP obsolet und der DSB ein wirklich mächtiger Verband. Aber, dass wollte man nicht, es wird auch meiner Meinung nach dazu nicht mehr kommen und es ist auch eine andere Diskussion.

    Schön dass hier zumindest akzeptiert wird dass die Mehrheit der Schütze beim DSB nun mal nicht Feuerwaffenschützen sind. Das muss jetzt nicht gefallen ist aber so.


    Frank,


    Ist es nicht so, dass sehr viele Mitglieder von BDS, BdM, DSU...... auch Mitglieder beim DSB sind, auch wenn der DSB-Verein nur der Verein des Untervereins, SLG, IG oder wie sich die Abteilungen dann noch nennen. Ein Wegfall der kleineren Verbände würde dem DSB kaum einen merklichen Mitgliederzuwachs bringen, aber manche Disziplin und damit auch Bedürfnisse zum Waffenerwerb würden wohl wegfallen müssen.

  • Also wenn ich hier lese, wie Leute den Schießsport mit Hobbys wie dem Fliegen vergleichen.....


    Es gibt Hobbys, die sind einfach teuer, weil sie teuer sind. Ein Flugzeug kostet viel Geld.

    Dann gibt es den Schießsport, der teuer ist, weil er künstlich teuer gemacht wird. Eine gebrauchte KK Waffe kostet nicht viel Geld.

    Finde den Fehler.


    So zu tun als wäre schießen nur was für Gutverdiener ist absurd und fördert die Akzeptanz solcher horrenden Gebühren.

  • johann

    Schön dass hier zumindest akzeptiert wird dass die Mehrheit der Schütze beim DSB nun mal nicht Feuerwaffenschützen sind. Das muss jetzt nicht gefallen ist aber so.

    Natürlich wird das akzeptiert, ich kenn hier keinen, der bezweifelt, dass der DSB der Mitgliederstärkste Verband ist und ebensowenig, dass viele der Mitglieder ausschließlich LG und z.T. noch KK schießen. Es geht bei den Diskussionen hier ja um Ausrichtung des Verbandes, Zukunftssicherung, usw. und, weil du es ansprichst, glaube ich am wenigsten um's Gefallen.



    Frank,


    Ist es nicht so, dass sehr viele Mitglieder von BDS, BdM, DSU...... auch Mitglieder beim DSB sind, auch wenn der DSB-Verein nur der Verein des Untervereins, SLG, IG oder wie sich die Abteilungen dann noch nennen. Ein Wegfall der kleineren Verbände würde dem DSB kaum einen merklichen Mitgliederzuwachs bringen, aber manche Disziplin und damit auch Bedürfnisse zum Waffenerwerb würden wohl wegfallen müssen.

    In diesem Punkt will ich dir erst einmal nicht widersprechen. Alleine wenn ich mich selbst anschaue, dann habe ich Mitgliedschaften in 3 DSB-Vereinen, 2 BDMP-SLG'n und 2 Schützenvereinen, die keinem Verband angehören. Also auf mich würde deine Aussage zutreffen. Aber: Warum ist das bei mir - und ich behaupte auch bei vielen anderen - so?


    Der DSB ist in der Breite vertreten und zu meiner Jugendzeit war der DSB der lokale Anlaufpunkt für Einsteiger. So ist der DSB auch zu den vielen Vereinen gekommen, die früher auch noch in der Breite Schützenhäuser bauen konnten. Aber das ist heute nicht mehr so! Die Vereine (ganz allgemein) sind heute für die Jugend nicht mehr der heilige Grahl, wie noch vor 20 Jahren. Mitgliederzuwachs und -Bindung passiert nicht mehr in der Jugend, sondern bei den Erwachsenen (35J-45J ... haben Haus gebaut, Kind gezeugt, Baum gepflanzt und suchen jetzt ein Hobby für den nächsten Lebensabschnitt. Und diese Klientel hat mehr Geld, ein Auto und andere Ansprüche als es die Jugend früher hatte. Und vor diesem Hintergrund wird auch klar, warum die Verbände BDMP und BDS massiven Zulauf haben, der DSB aber mehr und mehr an Mitgliedern verliert. In meinem Kreisverband sind von 12 Vereinen nur noch 11 da, weitere 3 kurz vor der Schließung. In Jahren rechne ich noch mit 4 Vereinen, die es noch gibt, davon nur einer, der wächst. Das ist der mit der Kooperation mit BDMP und BDS. Mit dem, was den DSB vor vielen Jahrzehnten groß gemacht hat, gewinnt man heute kaum noch neue Mitglieder - das muss jetzt nicht gefallen, ist aber so!


    Nun frage ich dich noch einmal: Ist der Weg des DSB gut?


    Und nun komme ich auch zu dem Punkt, um den es hier geht: Zukunftsfähigkeit! ICH halte vor diesem Hintergrund die Strategie des DSB für absolut nicht zukunfstsicher. Und das Verfahren des hessichen Landesverbandes trägt genau zu diesem Punkt bei. Der stetige Tropfen höhlt den Stein. Sicher werden es die großen DSB Vereine noch ne weile machen und sicher werden auch viele von uns vor dem DSB sterben, aber Zukunftssicherung sieht für mich anders aus.


    Vor diesem Hintergrund halte ich die Kostenpauschale von 70 Euro einfach für schlecht, will sogar sagen dumm. Obwohl ich ansonsten ein Freund einer solchen (deutlich geringeren) Gebühr bin.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • J-Denver , ja ich vergleiche durchaus Schießsport mit dem Hobby Fliegen, Reiten und anderes. - Auch da gibt's Abstufungen. Die wenigsten haben das Geld sich ein eigenes Flugzeug zu leisten, insbesondere dann nicht wenn es auch noch über einen Motorantrieb verfügt und eigenstartfähig ist. Die beiden die ich kennengelernt hatte, die eines haben, finanzieren es in Haltergemeinschaft bzw durch Vermietung, damit die Kosten einigermaßen im Rahmen sind. -

    Der Verein, der den Flugplatz besitzt auf dem das Flugzeug abgestellt ist, erhebt aber nur die erforderlichen Kosten, nicht weil der ein eigenes besitzen will - Extrakosten. Beim Pferd ist es so, dass auch Unterbringung, Futter, Tierarzt, Hufschmied kosten, und die wenigsten haben einen eigenen Stall zu Hause wo die Kosten niedriger sind. Daher - "kommt drauf " wie man das Geschäftsmodell betreibt so dass man sein Hobby finanzieren kann. Und die sind beim Fliegen nun mal andere als im Schießsport. Lediglich an den gesetzlichen Hürden sind beide vergleichbar streng.


    Frank1000 ja - darum war mein initialer Kommentar "ja soll der HSV doch". Wenn man sich als Schütze nicht gut vertreten fühlt, muss man die Konsequenzen ziehen. - Das Verhalten der Delegierten mit dem Beschluss war lediglich eine Bewertung des Beschlusses aus meiner Sicht. Wäre ich im HSV: "- Und tschüss - ich wechsle den verband"


    Mit jedem weiteren Beschluss dieser Art aus einem Landesverband des DSB werden die anderen Verbände attraktiver. Als BDMP und BDS ler kann ich mich nur freuen - "Willkommen aufgewachte." Und das macht uns nur stärker und einflussreicher. Dazu bekommen wir Schießsportler, "die was wollen" und dafür investieren.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV