Revolver - für Frau Selbstverteidigung Empfehlungen

  • Auch in Deutschland gehört Eigentum zu den notwehrfähigen Gütern.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Auch in Deutschland gehört Eigentum zu den notwehrfähigen Gütern.

    Aber nur bis zu dem Zeitpunkt, wo der Täter sich umdreht und davonläuft...


    Ab dann darfst du nur noch die Polizei rufen....


    :NO:


    Notwehrfähig ist nur der Gegenwärtige Angriff. Sprich - ihr 2 kloppt euch noch um die Handtasche etc..

    Sobald er sie hat und weggeht, ises keine Notwehr mehr...


    Traurig...

  • Dass der Angriff, wenn der Täter unmittelbar verfolgt wird, noch gegenwärtig ist pass jetzt nicht in unser Bild und wird daher ignoriert.

  • Dass der Angriff, wenn der Täter unmittelbar verfolgt wird, noch gegenwärtig ist pass jetzt nicht in unser Bild und wird daher ignoriert.

    Wenn der Täter auf der Flucht vor dir die Treppe runterfällt kannst du das gerne dann minutiös über mehrere Verhandlungstage mit dem Richter ausdiskutieren wenn der Täter dich dann auf dem Zivilweg klagt........


    :drink:

  • In einem Notwehrfall braucht man sowieso immer einen guten Anwalt. Es wird automatisch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und als Opfer ist man in Erklärungsnotstand. Man muss nachweisen oder glaubhaft machen, dass es eine Notwehrhandlung war.

    Deshalb wird geraten, nur Angaben zur Person zu machen, zu erklären, dass man in Notwehr gehandelt hat, und Aussagen zur Sache erst zusammen mit einem Anwalt machen wird, da man noch durcheinander und verängstigt ist, vom Geschehen überwältigt ist, in einem Schockzustand ist .......

    Zu leicht kann man sich mit einer unbedachten Äußerung in die Scheixxe reiten

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Aber nur bis zu dem Zeitpunkt, wo der Täter sich umdreht und davonläuft...


    Ab dann darfst du nur noch die Polizei rufen....

    Ich schrob es ja schon weiter oben ...


    Revolver - für Frau Selbstverteidigung Empfehlungen


    dann darfst du ihn (auch mit Gewalt) zur Personalienfeststellung festhalten.

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  • Der Angriff ist gegenwärtig, wenn er unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch andauert.


    Also nix mit dem oben geschrieben Käse, der Angriff ist beendet, wenn der Dieb mit der Beute wegläuft.


    Und den Unterschied Raub und Diebstahl sollte man auch nochmal nachschauen.

  • Das ist inkorrekt wenn der Räuber mit erheblicher Beute die Flucht antritt, dann dauert der Angriff auf das Eigentum an.

  • Klaut der nur einen Cent und rennt weg, liegt ein andauernder Angriff auf das notwehrfähige Rechtsgut Eigentum vor.


    Da hast du dem Rechtsempfinden nach VÖLLIG recht..


    ABER


    Der Deutsche Gesetzgeber der DEMOKRATISCH vom Deutschen Volk zur Gesetzgebung ermächtigt wurde sagt


    DU NIX TUN WENN TÄTER LÄUFT WEG...

    Du musst in Deutschland darauf HOFFEN, dass die Polizei ihren Job macht..


    Wenn du zum zwecke der Wiedererlangung deines ehemaligen Eigentums den Täter verletzt, ist dies in Deutschland NICHT durch den Notwehrparagraphen gedeckt...


    :drink:

  • Sorry Raven ,


    auch in Deutschland darf man mit Gewaltanwendung (Einwirkung von physischer Kraft) von einem Angreifer (rechtswidriger Angriff ist juristisch etwas anderes als im allgemeinen Sprachgebrauch) die Beute wegnehmen, solange der Angriff gegenwärtig ist.

    Nur ein einem krassen Missverhältnis der Rechtsgüter (das alte Kirschenbeispiel, das auch in der Sachkunde rauf und runter besprochen und abgeprüft wird) gibt es eine Überschreitung des Notwehrrechts.


    Beobachtest Du, dass ein Dieb Dein Auto aufbricht (gegenwärtiger Angriff auf Dein Eigentum), kannst Du in Anwendung der Notwehr ihn daran hindern, dies weiter zu machen. Das Problem liegt in dem Fall darin, dass der Angriff beendet ist, sobald er den Aufbruchsversuch aufgegeben hat, also sein Werkzeug fallen lässt und nur so dasteht. Hast Du ihn während des Autoaufbruchs vom Auto weggezogen, ist der Angriff damit auch beendet, und es gibt kein Notwehrrecht mehr.

    Hat er das Auto geknackt, Deine Handtasche mit dem Geldbeutel in der Hand und rennt damit weg, darfst Du ihn natürlich verfolgen und ihm die Beute aus gegen seinen Willen mit Gewalt wegnehmen. Der Angriff ist immer noch gegenwärtig. Allerdings darfst Du nur die erforderlichen und nötige Mittel dazu einsetzen. Also nicht mit dem Baseballschläger bewusstlos schlagen, und ihm danach die Beute wegnehmen.

    Bist Du ihm körperlich unterlegen, musst Du aber nicht erst das mildeste Mittel ausprobieren, was vielleicht oder auch nicht zum Erfolg führen könnte.


    Ist dem Täter mit der Beute die Flucht gelungen, und entdeckst Du ihn dann 10 Minuten später ein paar Straßen weiter, kannst Du nicht wissen, ob er die Beute noch bei sich hat. Der Angriff ist also nicht mehr gegenwärtig. Damit entfällt auch die Notwehr. Du darfst den Täter allerdings auffordern, mit Dir zur Polizei zu kommen, und ihn auch bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, indem Du ihn am Ärmel festhältst.

    Du hast das selbe Recht wie beispielsweise ein Kaufhausdetektiv, der einen Ladendieb bis zum Eintreffen der Polizei festhält. Das ist allerdings rechtlich nicht einfach, und Sicherheitspersonal bekommt für diesen Fall des Festhaltens eines auf der frischen Tat Ertappten eine ausführliche Ausbildung.


    Kommen wir zu einem anderen Fall, für den es ein konkretes Vorbild gibt.

    Ein gehbehinderter Rentner wird von einer Jugendbande in seinem Haus überfallen, und gezwungen, den Tresorschlüssel herauszugeben. Sie haben den Tip, dass er größere Geldsummen im Tresor hat, einer Dame bekommen, die ihn zwecks körperlicher Dienstleistung öfters mal aufsucht. Beim Öffnen des Tresors geht der Alarm los, und die Bande versucht zu flüchten, kommt aber nicht zur verschlossenen Haustüre hinaus. Sie dreht um, und flüchtet durch das Zimmer, in dem der Rentner zurückgelassen wurde, durch die Balkontüre. Der Rentner hat aber einen Revolver in einem Beutel an seinem Stuhl versteckt gehabt, schießt auf die Flüchtenden, und trifft einen der Täter in den Rücken, der liegen bleibt.

    Und jetzt wird es kompliziert.

    - Frage 1: War der rechtswidrige Angriff noch gegenwärtig?

    Ja, wenn sie Beute bei sich hatten. Nein, wenn sie ohne Beute fliehen

    - Frage 2: gab es den Willen zur Notwehr?

    Ja, wenn der Rentner wusste, dass die Täter Beute bei sich hatten, oder wenn er annehmen musste, dass das Rumgerenne nur eine Pause darstellt, und die Bande den Angriff nur kurz unterbrochen hatte. Nein, wenn er nicht wusste, dass die Täter Beute bei sich haben, und er sie nur an der Flucht hindern wollte (er hatte in dem Fall keinen Willen zur Notwehr, sondern den Willen, die Täter aufzuhalten)

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Da die Verfolgung eines flüchtenden Täters und die damit zusammenhängende Rechtfertigung einer Gewaltanwendung aufgrund von Notwehr rechtlich sehr kompliziert ist, und immer von den Details des Einzelfalls und der Bewertung durch das Gericht abhängt, ist es sicher besser, man verzichtet auf die Verfolgung eines Flüchtenden und dessen Festhalten.

    Ich erinnere nur an den hier diskutierten Fall, dass ein dunkelhäutiger Ladendieb, der auch noch gegen die Kassiererin handgreiflich wurde, von Kunden überwältigt und an einen Laternenpfahl gefesselt wurde. Keine Ahnung, ob es eine Verhandlung gegeben hat, und ob es zu einer Verurteilung gekommen ist. Die couragierten Bürger wurden zumindest medial vorverurteilt, und es wurde von der Polizei und Politik dringenst vor Selbstjustiz gewarnt.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Da die Verfolgung eines flüchtenden Täters und die damit zusammenhängende Rechtfertigung einer Gewaltanwendung aufgrund von Notwehr rechtlich sehr kompliziert ist, und immer von den Details des Einzelfalls und der Bewertung durch das Gericht abhängt, ist es sicher besser, man verzichtet auf die Verfolgung eines Flüchtenden und dessen Festhalten.

    Ich erinnere nur an den hier diskutierten Fall, dass ein dunkelhäutiger Ladendieb, der auch noch gegen die Kassiererin handgreiflich wurde, von Kunden überwältigt und an einen Laternenpfahl gefesselt wurde. Keine Ahnung, ob es eine Verhandlung gegeben hat, und ob es zu einer Verurteilung gekommen ist. Die couragierten Bürger wurden zumindest medial vorverurteilt, und es wurde von der Polizei und Politik dringenst vor Selbstjustiz gewarnt.

    und das ist weder von § 32 StGB noch § 127/I StPO gedeckt.

  • und das ist weder von § 32 StGB noch § 127/I StPO gedeckt.

    Das ist im Prinzip nichts anderes als einen Einbrecher in einen Raum zu sperren und das ist definitiv vom privaten Anhalterecht umfasst, oder will man einer alten Omi zumuten den Täter mit bloßer Körperkraft am Boden zu fixieren ?


    Trotzdem sollte man hier enorm aufpassen, hier werden schon die ganze Zeit unterschiedliche Rechtsordnungen miteinander vermischt. Der Themenersteller ging ja von der österreichischen Rechtslage aus...



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Da die Verfolgung eines flüchtenden Täters und die damit zusammenhängende Rechtfertigung einer Gewaltanwendung aufgrund von Notwehr rechtlich sehr kompliziert ist, und immer von den Details des Einzelfalls und der Bewertung durch das Gericht abhängt, ist es sicher besser, man verzichtet auf die Verfolgung eines Flüchtenden und dessen Festhalten.

    Das ist so typisch deutsch! In jedem anderen Land wirst du als Feigling beschimpft, wenn du dich so verhältst.

    Bremse spätestens wenn du Gott siehst! :bud:

  • Ja, vielleicht bin ich feige! Und ich stehe dazu. Ich bin erpressbar, wenn man mir droht, mich aus meiner Komfortzone raus zu holen.


    Vielleicht hab ich mitbekommen, dass jeder Tag in Freiheit ein Gewinn ist, dass jeder Tag selbstbestimmten Lebens ein Glückstag ist.


    Ich motze hier nur rum, und theoretisiere.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Das ist so typisch deutsch! In jedem anderen Land wirst du als Feigling beschimpft, wenn du dich so verhältst.

    Jein....durch eine zb. Verfolgung kannst du dich ja wieder eine eine SV Situation bringen die für dich zum Nachteil ist...zb. Komplize hinter einer Hausmauer...usw....

    Und das alles wegen ein paar Mark an Wertsachen ?


    Und jede vermiedene SV Situation ist nun mal die Beste...:think:


    lg

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller

  • Deine Argumente/Gedanken hingegen sind rein theoretische Konstrukte die mit einer akuten Bedrohungs- Gefahrenlage aber nicht das Geringste zu tun haben.

    Hmhm, genau.

    Ist ja nicht so, als hätte ich nicht tagtäglich damit zu tun. Im Gegensatz zu den ganzen Redenschwingern hier.

    Und, German, entweder WILLST du nicht verstehen was Leo schreibt oder es ist zu unvorstellbar für dich.

    Ich verstehe ziemlich genau, was Leo da so geschrieben hat. Ich habe es auch mehrfach zitiert.

    Vielleicht sollte man halt nachdenken, bevor man schreibt und auf "Absenden" drückt und seine Gedanken in eine semipermanente, öffentlich lesbare Form bringt.


    Und jetzt frage ich Dich German, was das mit Gewaltphantasien zu tun hat?

    Weil hier auf den ersten 3,5 Seiten klar und deutlich wird, dass sich praktisch keiner über die tatsächliche Eignung von Schusswaffen zur Selbstverteidigung Gedanken gemacht hat und auf den letzten 3,5 Seiten klar und deutlich wird, dass praktisch keiner eine wirkliche, geschweige denn stresssichere Ahnung von der Rechtslage hat.


    Daher sind und bleiben eventuelle Gedanken und Hoffnungen auf, bzw. Forderungen nach "Selbstverteidigung mit Schusswaffen" Gewaltphantasien.

    Bzw. das Schwadronieren von Chairbornwarriors.

    Sorry, aber sowas bezeichne ich gerne als "Lehnstuhlweisheiten"

    bar jeglicher Realität.

    ::lachen2:: q.e.d.


    Die letzten... 3,5 Seiten waren das perfekte Beispiel, warum Schusswaffen zur Selbstverteidigung in der Hand des Deutschen genau die falsche Idee wären.


    :wacko: