Revolver - für Frau Selbstverteidigung Empfehlungen

  • Angriff auf die Ehre

    Beleidigung ist theoretisch notwehrfähig, in der Praxis aber nicht, da der Angriff beendet ist, sobald die beleidigenden Worte gesagt sind.


    Bei Diebstahl dauert hingegen der rechtswidrige Angriff an, solange der Dieb das gestohlene Gut in seinem Besitz hat.

    Aber eine Notwehrhandlung ist nur dann zulässig, wenn der Angegriffene weiss, dass der Angriff (hier Entzug des Eigentums) gegenwärtig ist, also beispielsweise mit dem Diebesgut flüchtet. Das fällt dann unter die Rubrik "Wille zur Notwehr".

    Wenn also ein Einbrecher flüchtet, und der Bestohlene schiesst auf ihn, ohne zu wissen, dass dieser die Beute bei sich hat, dann ist der Wille zur Notwehr nicht gegeben.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Also hier schlackern einem ja die Ohren, oder besser die Augen, was hier über Notwehr geschrieben wird.


    Aber zurück zum Thema.


    Als Revolver für die Frau S&W .500

    Falls das die Frau überfordert -> Frau wechseln.

  • Noch komplizierter wird es, wenn man einen Dieb verfolgt, in der Absicht ihm die Beute abzunehmen, und ihn dabei verletzt. Hat man sich geirrt, und er hat die Beute nicht mehr, so liegt auch keine Notwehrhandlung vor, weil ja der Angriff nicht mehr gegenwärtig war.


    Folglich sollte die Verfolgung eines flüchtenden Einbrechers durch das Opfer in der Praxis besser unterbleiben.

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  • Genau deshalb ist der Exkurs bezüglich Notwehr und Selbstverteidigung ja auch angebracht. Wer sich zur SV bewaffnet, muss auch bereit sein, sich intensiv mit dem Thema Notwehr auseinander zu setzen.

    Und SV mit einer potentiell tödlichen Waffe ist rechtlich gesehen besonders heikel.

    Wenn also die Frau zu einer Waffe überredet werden soll, bzw. für sie eine geeignete Schusswaffe gefunden werden soll, obwohl sie eine Abneigung gegen Schusswaffen hat, wird sie auch nicht bereit sein, sich mit den komplexen rechtlichen Aspekten der Notwehr auseinander zu setzen.

    Deshalb kann man dem Themenstarter eigentlich nur zurufen: "Lass es bleiben!"

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ihr redet dauernd um den heißen Brei herum. Bestiehlt mich jemand, stelle ich ihn, um mir mein Eigentum zurück zu holen. Punkt.

    Dass ein Dieb das Diebesgut nicht ohne Einsatz von Gewalt seitens des Bestohlenen, hergibt, sollte auch jedem vernünftig Denkenden klar sein.

    Ob das letztendlich Notwehr ist, oder nicht, ist mir schnurz wurz piepe!

    Bremse spätestens wenn du Gott siehst! :bud:

  • Ihr redet dauernd um den heißen Brei herum. Bestiehlt mich jemand, stelle ich ihn, um mir mein Eigentum zurück zu holen. Punkt.

    Dass ein Dieb das Diebesgut nicht ohne Einsatz von Gewalt seitens des Bestohlenen, hergibt, sollte auch jedem vernünftig Denkenden klar sein.

    Ob das letztendlich Notwehr ist, oder nicht, ist mir schnurz wurz piepe!

    Das Problem liegt in Deiner anfänglichen Formulierung, auf die ich mich vorher auch bezogen hatte.


    Die Krux bei Notwehr ist weniger das notwehrfähige Gut, als viel mehr der einleitende Satz: "Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist.......!"


    Zitat

    Wenn ein Einbrecher mit MEINEM Geld weglaufen will, lasse ich ihn sicher nicht davon, oder wünsche ihm gar einen angenehmen Nachhauseweg, wie ich bei einigen hier den Eindruck habe. Der wird verfolgt und niedergeknüppelt. Ganz einfach deswegen, weil ich für mein Geld hart arbeiten muss.


    Und genau das ist keine Notwehr mehr.

    Ertappst Du ihn auf frischer Tat, anderes Thema. Verfolgen und niederknüppeln aber ist keine Notwehr mehr und so würden wohl auch die Juristen argumentieren und danach entscheiden. Ist er auf der Flucht, nicht mehr auf Deinem befriedeten Besitztum, etc. hat er zwar Deine Kohle, es stellt aber kein Angriff mehr auf Dich und Dein Gut mehr dar, auch wenn er die Flocken bei sich trägt.


    Ob der Täter nun, sofern Du ihn stellst, sich zur wehr setzt, oder nicht, steht auf einem anderen Blatt und davon ausgehen, wie Du es schreibst kann man auch nicht. In dem Moment, wenn sie quasi gestellt hat, geben auf und lassen die Beute direkt fallen.


    Ich selber würde das Risiko so nicht eingehen. Geld ist über die Hausratversicherung versichert und wird somit erstattet. Da ist mir meine Freiheit wichtiger und meine Gesundheit eh.

    Ist der Täter noch in meinen vier Wänden oder auf meinem Grundstück, anderes Thema, dann ist der Angriff auch noch gegenwärtig, da der Täter noch eine unmittelbare oder auch mittelbare Gefahr für mich darstellen kann, davon kann ich jedenfalls noch ausgehen.


    Aber, wir reden uns hier durchaus um Kopf und Kragen, wie so oft bei solchen Themen. Jemand wirft ein Stöckchen hin und schon rennen alle drauf los. Immer wieder dieses berechbare und vorhersehbare Verhalten.

  • Wie man als Betroffener letztendlich in solch einer Situation reagieren würde, steht in den Sternen. Da erlebt man auch bei einem Unfall so seine Überraschungen. Viele sind einfach ohne Anweisung unfähig irgendetwas zu tun, selbst telefonieren können sie kaum, geschweige denn einen klaren Satz formulieren. Und es gibt Leute, die überlegt und klar handeln, bei denen man es nicht vermutet hätte.


    Als hilfreich hat sich aber herausgestellt, wenn vorher ein Szenario gedanklich vollzogen wurde, oder in Grundzügen geübt wurde.

    Bezogen auf den fiktiven Fall, dass man einen Einbrecher auf frischer Tat ertappen würde. Was würde man tun? Was wäre effizient?

    Zum Waffenschrank schleichen, die Kurzwaffe herausholen, laden, und dann den Einbrecher stellen? Oder den Baseballschläger, das Haumesser, den stabilen Regenschirm, den Gehstock aus den Schirmständer holen, und hoffen, dass man dem Täter überlegen ist? Das Fleischermesser aus dem Messerblock nehmen, und auf den Einbrecher losgehen? Als Kampfsportler ihn ohne Vorwarnung niederschlagen?

    Aus sicherer Entfernung Lärm schlagen und hoffen den Einbrecher zu vertreiben? Handy suchen und Polizei rufen? Sich verbarrikadieren?


    Gerade wenn das Opfer schwächer , oder alt und gebrechlich ist, als der Täter, sind die Optionen beschränkt.


    Kann im konkreten Fall die Notwehr zur Verteidigung des Eigentums erfolgreich sein, und wird man damit klarkommen, wenn man einen Menschen wegen ein paar lumpigen Kröten getötet hat?


    Bevor man sich also Gedanken darüber macht, welche Waffe denn überhaupt für eine Frau passend wäre, die einen Widerwillen dagegen hat, intensiv mit einer Glock zu üben, sollte erst die Frage geklärt werden, ob überhaupt der Wille zur Notwehr und der Wille zur Vorbereitung auf eine Notwehrhandlung vorhanden ist.



    Nur die Aussage: "Wenn mich jemand angreift, will ich mich wehren können", reicht eben nicht.

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  • sollte erst die Frage geklärt werden, ob überhaupt der Wille zur Notwehr und der Wille zur Vorbereitung auf eine Notwehrhandlung vorhanden ist.

    :thumbsup:


    lg leonardo

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller

  • Und genau das ist keine Notwehr mehr.

    Ertappst Du ihn auf frischer Tat, anderes Thema. Verfolgen und niederknüppeln aber ist keine Notwehr mehr und so würden wohl auch die Juristen argumentieren und danach entscheiden. Ist er auf der Flucht, nicht mehr auf Deinem befriedeten Besitztum, etc. hat er zwar Deine Kohle, es stellt aber kein Angriff mehr auf Dich und Dein Gut mehr dar, auch wenn er die Flocken bei sich trägt.

    Prof. Kienapfel/Höfpel/Kert schreiben in Strafrecht Allgemeiner Teil Seite 72 Rz 9 dazu folgendes:


    "Der Angriff muss entweder unmittelbar drohen ("Versuchsnähe") oder (noch) gegewärtig sein. Beide Begriffe bedürfen strikt deliktsspezifischer Interpretation, wobei jeweils die objektive Sachlage, nicht das Dafürhalten des Angegriffenen entscheidet."

    Merkformel: "Daher darf man dem flüchtenden Dieb, Wilderer etc. zwar die Beute unter Einsatz von Gewalt abnehmen, aber nicht etwa auf den ohne Beute Fliehenden einschlagen oder gar schießen."




    SLG-Leiter : Es ist ja sehr löblich, dass du bei dem Thema eher zur Vorsicht mahnst, aber in diesem Fall ist das nichts anderes als deine Privatmeinung, die jedenfalls bezüglich Notwehr nichts mit der Realität zu tun hat. Also kannst du auch nicht behaupten, dass auch die Juristen so argumentieren würden, denn das ist keine Frage der Argumentation, sondern ganz klar eine Frage der Rechtslage. Und jeder Jurist der das nicht versteht hat keine Ahnung von der Materie (ja auch solche gibt es leider)...


    Man muss zwar aufpassen, wenn man das Notwehrrecht von Deutschland und Österreich vergleicht (zB. spricht das Ö-Recht nicht von "erforderlicher" sondern von "notwendiger" Verteidigung, woraus sich ergibt, dass die Verhältnismäßigkeit deutlich abgeschwächt ist), dennoch ist im Grundsatz in beiden Ländern auch das Vermögen (Diebstahl von Geld) notwehrfähig und der Angriff solange gegenwärtig, als das Geld noch nicht aus dem Herrschaftsbereich des Opfers entzogen ist. Dabei ist der Herrschaftsbereich nicht auf das Haus oder die Wohnung beschränkt.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Da habe ich über den Fall gelesen, dass ein Juwelier beraubt wurde, und er mit seiner Pistole auf die flüchtenden Täter geschossen hat. In diesem Fall wurde vom Gericht die Notwehr bestätigt.

    Die Gewaltanwendung war erforderlich, um wieder das geraubte Gut zu erlangen, den freiwillig hätten die Täter das Raubgut nicht hergegeben.

    Der Einsatz der Schusswaffe war auch geeignet, um den Angriff abzuwehren, denn andere geeignete Mittel standen nicht zur Verfügung (da kann man sich fragen, was man hätte noch verwenden können, um den Angriff erfolgreich zu bekämpfen).

    Und schließlich war über diese Punkte hinaus auch noch die Verhältnismäßigkeit gewahrt. Es wurde schließlich kein geringwertiges Gut verteidigt (das berühmte Kirschenbeispiel greift da) Obwohl die Verhältnismäßigkeit nach dem, was ich weiß, bei einem erheblichen Missverhältnis der Rechtsgüter zum Tragen kommt. (Körperliche Unversehrtheit versus Kirschen!)

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Da habe ich über den Fall gelesen, dass ein Juwelier beraubt wurde, und er mit seiner Pistole auf die flüchtenden Täter geschossen hat. In diesem Fall wurde vom Gericht die Notwehr bestätigt.

    Die Gewaltanwendung war erforderlich, um wieder das geraubte Gut zu erlangen, den freiwillig hätten die Täter das Raubgut nicht hergegeben.

    Der Einsatz der Schusswaffe war auch geeignet, um den Angriff abzuwehren, denn andere geeignete Mittel standen nicht zur Verfügung (da kann man sich fragen, was man hätte noch verwenden können, um den Angriff erfolgreich zu bekämpfen).

    Und schließlich war über diese Punkte hinaus auch noch die Verhältnismäßigkeit gewahrt. Es wurde schließlich kein geringwertiges Gut verteidigt (das berühmte Kirschenbeispiel greift da) Obwohl die Verhältnismäßigkeit nach dem, was ich weiß, bei einem erheblichen Missverhältnis der Rechtsgüter zum Tragen kommt. (Körperliche Unversehrtheit versus Kirschen!)


    Noch mal, wir vergleichen auch in diesem Beispiel Äpfel mit Birnen.


    Ich kritisiere die Grundaussage von whoami, in der er sagt, er würde die Verfolgung aufnehmen und den Täter (Dieb) niederknüppeln.


    Eine derartige Verfolgungsjagd stellt in meinen Augen keine Notwehr mehr dar, viel eher könnte der Dieb Notwehr geltend machen.


    Und auch noch mal eines:


    Das Muster solcher Diskussionen ist immer das gleiche Muster und ist in meinen Augen keinesfalls förderlich.


    Ein Frischling im Forum, vielleicht auch ein U-Boot, ein Bot, ein Provokateur wirft Euch ein Stöckchen hin und Ihr nehmt ihn dankend auf.


    Diese Diskussion ging nicht um Notwehrsituationen, sondern um eine SV Waffe für die Frau, den Partner des TEs, sonst nichts.


    Das die Diskussion aber, wie so oft, unmittelbar in den SV Bereich abdriftet und die dollsten Aussagen getätigt werden, egal ob richtig oder nicht, ist wenn man das Forum etwas verfolgt absolut vorhersehbar, leider.


    Auch muss immer unterschieden werden, ob deutsche Gesetzgebung und Rechtverständnis oder das eines anderen Landes mit ggf. liberaleren Gesetzgebungen die eher für das Opfer der Grundtat befindet, als für den Täter.


    Deutsche Gerichte urteilen vielseitig und vor allem unterschiedlich, daher kann kaum eine Situation mit der nächsten verglichen werden.

  • Ich kritisiere die Grundaussage von whoami, in der er sagt, er würde die Verfolgung aufnehmen und den Täter (Dieb) niederknüppeln.


    Eine derartige Verfolgungsjagd stellt in meinen Augen keine Notwehr mehr dar, viel eher könnte der Dieb Notwehr geltend machen.

    Gegen Notwehr gibt es keine Notwehr. Also nein, der Dieb kann ganz sicher keine Notwehr auf der Flucht geltend machen.


    Ob deiner Meinung nach eine Notwehrsituation vorliegt oder nicht ist nicht relevant. Nochmal: Deine Meinung hat mit der geltenden Rechtslage nichts zu tun...

    Ein Frischling im Forum, vielleicht auch ein U-Boot, ein Bot, ein Provokateur wirft Euch ein Stöckchen hin und Ihr nehmt ihn dankend auf.

    Die Erläuterung der geltendenden Rechtslage hat nichts mit Stöckchen aufnehmen zu tun. Man muss sich als Waffenbesitzer sicher nicht unter dem Stein verkriechen und die tatsächliche Rechtslage verschweigen oder ?


    Sollen sich halt die AWN hier breit machen, ich lasse mich nicht davon abbringen die geltende Gesetzeslage zu erklären. Das ist unser gutes Recht. Wenn man Waffen zur SV benutzen darf, dann sollte man dieses Recht auch in Anspruch nehmen dürfen, sollte auch darüber sprechen und diskutieren dürfen. Ich lasse mir dieses Recht sicher nicht von irgendwelchen Antis als "U-Boot" getarnt nehmen...


    Zitat

    Das die Diskussion aber, wie so oft, unmittelbar in den SV Bereich abdriftet und die dollsten Aussagen getätigt werden, egal ob richtig oder nicht, ist wenn man das Forum etwas verfolgt absolut vorhersehbar, leider.

    Da musst du dich doch selbst an der Nase packen. Du bist doch derjenige der offensichtlich ohne wirkliches Wissen Falschinformationen verbreitet und die "dollsten Aussagen" tätigt...


    Ist ja nichts gegen dich persönlich, aber ein bisschen seriöser könnte man in einem Waffen(rechts)forum schon sein, wenn man von den rechtlichen Problemen wirklich keine Ahnung hat sollte man vielleicht auch nicht kommentieren...




    Da fragt einer wegen einer geeigneten Waffe zur SV, natürlich wird dann auch das Notwehrrecht diskutiert. Dann aber zu behaupten der Diebstahl stellt keinen Angriff da oder man darf einen Flüchtenden nicht verfolgen, tut mir leid da stellt es mir die Haare auf...



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  • Ich glaube wir wollen das gleiche, reden aber aneinander vorbei.


    Wir sehen doch wie der Diskussionsverlauf ist, seit der TE sich verdünnisiert hat.

    Der Verlauf ist wie er immer ist. Kontroverse und unterschiedliches Rechtsverständnis.


    Notwehr ist immer eine Abwägungssache, bei der, im deutschen Recht, das geringste Mittel vorzuziehen ist. Uns wurde immer gesagt: "Nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!" Und das passt in meinen Augen ziemlich gut.


    Natürlich muss und sollte man sich nicht alles gefallen lassen, aber man muss eben Abwägen.


    Unsereins, also das Opfer einer Straftat hat Bruchteile von Sekunden die Situation zu bewerten und entsprechend zu handeln. Die Gerichte haben Wochen und Monate um die Situation zu bewerten und genau da kommen die Probleme. Mag in Österreich anders sein, keine Ahnung, aber hier ist das so.

    Und die Gerichte urteilen oftmals eben nicht im Sinne der vermeidlichen Opfer (uns), sondern leider sehr oft im Sinne des ursprünglichen Täters. Das erleben wir derzeit leider all zu oft gerade bei Migranten.


    Geld ist versichert, genauso wie die Wertsachen, sofern man eine Hausratversicherung abgeschlossen hat. Mein Leben hingegen nicht. Man muss eben abwägen ob man einschreitet und ggf. die rechtlichen und auch persönlichen Konsequenzen tragen kann/will, oder ob man bei einem ggf. geringen Rechtsgut, wie Geld oder Schmuck sich auf die Behörden zur Aufklärung und Wiedererlangung verlassen kann/will.

    So lange mein eigenes Leben nicht unmittelbar in Gefahr ist, oder das meiner Familie, würde ich nicht einschreiten wollen. Denn zur Notwehr gehört es auch, den Rückzug anzutreten, wenn dadurch die Situation entschärft werden kann und der Rückzug gefahrlos erfolgen kann. Hat man keine andere Wahl, als unmittelbar zu Handeln, sieht es natürlich anders aus.


    Befindet sich also ein Täter mit einem "geringeren" Rechtsgut auf der Flucht und ich kann durch einen Rückzug aus der Situation, die Situation entschärfen, mache ich das.


    Das ist meine Meinung dazu.

  • Notwehr ist immer eine Abwägungssache,

    Im Falle einer Notwehr / SV hat man keine Zeit abzuwägen.....da geht es nur darum mit so wenig Verletzungen als möglich zu überleben

    Natürlich muss und sollte man sich nicht alles gefallen lassen, aber man muss eben Abwägen.

    Deshalb ist jede SV die nicht getätigt werden muss weil man im Vorfeld schon seinen Instinkten und Wissen gefolgt ist die beste aller SV...:drink:

    Unsereins, also das Opfer einer Straftat hat Bruchteile von Sekunden die Situation zu bewerten und entsprechend zu handeln

    So ist es....aber immerhin hat man dann die Zeit vor Gericht zu klären....in der Kiste...ist nun mal ein Ort von dem man nicht wiederkehrt

    Mein Leben hingegen nicht. Man muss eben abwägen ob man einschreitet und ggf. die rechtlichen und auch persönlichen Konsequenzen tragen kann/will, oder ob man bei einem ggf. geringen Rechtsgut, wie Geld oder Schmuck sich auf die Behörden zur Aufklärung und Wiedererlangung verlassen kann/will.

    So ist es.....:thumbsup:






    lg leonardo

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    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



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  • ist halt nur eine Meinung...


    Ob das mit Rechtskundig zutun hat, steht auf einem anderen Blatt.


    Es muss auch nicht das geringste Mittel zur Notwehr genutzt werden, sondern das, welches erforderlich ist.

    Habe nichts anderes geschrieben.


    Ich hatte geschrieben, Das geringste Mittel ist vorzuziehen.

    Das impliziert, das verschiedene zur Verfügung stehen. Der Rückzug ist eines davon.

    Kann ich mich sicher aus einer Notwehrsituation zurückziehen, ohne Gewalt, mit oder ohne Waffengewalt anzuwenden, ist das vorzuziehen.

    Ist die Situation hingegen ausweglos und kann nur durch Gewaltanwendung beendet werden, dann ist das so.


    Aber einem Dieb nachzustellen und ihn niederzuknüppeln ist in meinen Augen keine Notwehr, da die Situation zu verhindern wäre

  • Nein es ist nicht das geringste Mittel vorzuziehen, sondern welches erforderlich ist.

    https://www.juracademy.de/strafrecht-at1/notwehr.html


    Mal etwas runterscrollen. Da wird der Begriff der Erforderlichkeit in der Notwehr ganz nett erklärt.


    Zitat

    Einsatzmöglichkeiten muss der Angegriffene das Mittel wählen, welches das mildeste (= schonendste) Mittelist.

    Welche anderen, gleich wirksamen Verteidigungsmittel zur Verfügung stehen, hängt von der jeweiligen „Kampflage“ ab. Es sind alle Umstände in Betracht zu ziehen, insbesondere die Stärke und die Gefährlichkeit des Angreifers einerseits sowie die Verteidigungsmöglichkeiten des Angegriffenen andererseits.

    Bei Unsicherheiten über die Wirksamkeit alternativer Verteidigungsmittel ist der Angegriffene nicht verpflichtet, zunächst das mildere Mittel auszuprobieren und damit das Risiko einzugehen, dass dieses Mittel nicht wirkt. Bei den Anforderungen an die Erforderlichkeit sind Rechtsprechung und Literatur insgesamt großzügig.