Liste AR-15 mit Piston-System

  • Ich habe ganz brav die Suchfunktion bemüht, habe aber bis nach 2014 nichts im vollen Umfang gefunden. Die ARs mit Piston-System sieht man ja nicht so oft wie die ARs mit DI. Könnt ihr Profis vielleicht die Liste vervollständigen? Es geht natürlich um die ARs fürs sportliche Schiessen. Danke! :drink:


    1. HK MR223

    2. Haenel CR223

    3. Sig 550 und Ableger

    4. Sig 516

    5. ....?

  • 3. Sig 550 und Ableger

    Das sind AK-Ableger, aber keine AR15-Ableger.


    Viel mehr als die Genannten gibt es "regulär" in Deutschland meineserachtens in relevanter Stückzahl nicht, wobei die "Kleinhersteller" in Form von Waffenhändlern, die aus aus den USA importierten Komponenten Waffen zusammenstellen, natürlich noch eine Vielzahl an anderen Systemen vom US-Markt nach Deutschland gebracht haben, das dann allerdings eher in homöopatischen Mengen.


    Oberlandarms wollte vor ein paar Jahren auch mal ein Piston-System rausbringen, was daraus geworden ist, habe ich aber nicht verfolgt.

    Das BR-10 von Burk basiert auf dem AR10, nicht dem AR15, daher zählt das wohl nicht als Kandidat für Deine Liste?

    Auch da hab' ich keine Ahnung, ob der auch entsprechende Waffen auf AR15-Basis zimmert.

  • Ruger!


    Bin zwar eingefleischter Rugerfan, aber das würde ich mir nie antun! Ich empfinde die Pistonssysteme als unnötige präzisionsmindernde Spielerei!

    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Ruger!


    Bin zwar eingefleischter Rugerfan, aber das würde ich mir nie antun! Ich empfinde die Pistonssysteme als unnötige präzisionsmindernde Spielerei!

    Mitr

    Wieso wirkt sich ein Pistonsystem präzisionsmindernd aus ? Das wäre mir neu, aber ich lerne gerne dazu.

  • jenska , das ist eine "alte geschichte".

    Beide Systeme, der sogenannte Direktantrieb (Direct Impingement) und Piston haben Vor und Nachteile.

    Der Pistonantrieb hat bei hoher Belastung weniger Verschmutzung und Abgas bein Schützen, als ich anfing mit einer Leihwaffe AR15 zu schießen, war es eine Panther Arms mit direktantrieb, die hat mir nach jedem Schuss ne Menge Gas in die Fre$$e geblasen, etc. Aber aufgrund des Vorteils - wenig bewegte Massen zu haben, sehr präzise auch bei schnellen Schussfolgen.

    Und damit sind wir beim Nachteil eines Piston-Systems. Gerade bei schnellen Schussfolgen z.B. ZG 4 5 Schuss in 8 Sekunden ist ein System mit Direktantrieb in Vorteil, weniger bewegte Teile, weniger Schwingungen.

    Für den Sportschützen ist die Präzision wichtig, der Sportschütze hat nicht die Ansprüche an Zuverlässigkeit wie eine Waffe wie etwa im behördlichen / mil - Gebrauch. Der Markt dafür ist daher eher klein geblieben.

    Allerdings, die SIG 550 ist bekanntermassen präzise auch wenn die Technik eher AK denn AR vergleichbar ist. Ist aber wegen wenig Zubehör, etc.. ein Exot im Sportbetrieb. Andere Sache.


    Ich hab eine der ersten SIG 516 Patrol mit Piston, die schießt mit 69gn oder schwerer Streukreise im Bereich eines 10ct Stücks auf 100m, aber man merkt eben wenn man schnelle Schussfolgen hat, dass da halt bewegte Massen sind. Bei langsamer Schussfolge an Präzisionschüssen merkt man keinen Unterschied zum klassischen Stoner Prinzip. Mich hat die Panther damals geärgert, den Abgas der Leihwaffe abzukriegen, und dann immer wieder ziemlich Verschmutzung im Rohr. Darauf hatte ich keine Lust und deswegen für die 516 entschieden. Bei den klassischen AR mit Stoner System ist es aber so, dass das Abgas im Gesicht des Schützen kein Problem mehr ist. Frag mal Matthias Horner , da bist du in der Sache am besten aufgehoben. Damals war ich auch noch unerfahren was AR Systeme angeht. Dennoch, eine zweite stelle ich mir nicht in den Schrank, für mich sind die AR Diszipline ein "nebenbei" was Spaß macht, ich bin immer noch präziser als die HA mit .308 weil die aufgrund des Rückstoßes noch mehr hüpfen als jede .223 ob mit oder ohne Piston, aber eben nicht "vorne" in den Plätzen.


    Bei anderen Disziplinen z.B. EPP Rifle vom BDMP kommts auf Piston / Ja / Nein eher weniger an. man schießt mit Rotpunkt und man muss sich die Zeit zum Schießen und Nachladen exakt einteilen. - Daher Präzision bei extreme Schussfolgen sind da nicht ausschlaggebend eher Führigkeit und Gewicht des Systems.

    Also - "kommt auf den Anwendungsfall an" und der ist bei Sportlicher Nutzung des AR Systems wegen geringer Schwingung, weniger beweglicher Masse und Gewicht eher beim klassischen Stoner - AR gegeben. (Mir trotzdem egal, ich mag meine 516, präzise und und macht Spaß, auch wenn ich eher nicht auf dem Treppchen stehe)

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • klausrgr hat das sehr gut erklärt, Thema war es hier schon oft.

    Aus genau den beschriebenen Gründen, habe ich mich ebenfalls für ein Pistonsystem entschieden.

    Vietnam verdeutlichte übrigens auch das es mit dem Stoner System nicht so toll war, aber das ist ein anderes Thema.

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."

  • @klausgr


    Danke für die ausführliche Antwort. Es geht um die Unterschiede bei schnellen Schußfolgen, die Info hat mir gefehlt.

    Ich nutze mein AR-15 z. Zt. überwiegend im Präzisionsbereich, aber die flotteren Disziplinen kommen sicher noch.

    Da bin ich mit meiner Savage MSR15 Recon mit DI System ja gut aufgestellt.

  • Nachdem die Frage meineserachtens immer noch um AR-15 Ableger und nicht um beliebige Halbautomaten geht, fallen die Markierten raus.

    Gleiches gilt natürlich auch für das ebenfalls erwähnte APC223.