Pistorius fordert Messerverbot für Klingen über 6 cm

  • Schön, wie der Interviewer das wesentliche Problem dieses schwachsinnigen Gesetzesentwurfs aufzeigt und Pistorius mit einem Schwall heißer Luft darauf antwortet.


    Frage: Woran erkennt man, dass jemand ein gefährliches Messer bei sich führt? Pistorius: "Da verlasse ich mich auf polizeiliche Erfahrungswerte und Kompetenz."


    Na das ist ja super. Die Polizei hat im absoluten Regelfall keine Ermächtigungsgrundlage, um eine Person verdachtsunabhängig zu durchsuchen.


    Der Schutzmann kann sich also 3x denken: "Der Typ sieht komisch aus, der hat bestimmt was Verbotenes dabei." Solange sich kein konkreter Anfangsverdacht einer Straftat oder ein Gefahrenverdacht nach Polizeirecht ergibt, hat er keine Handhabe.


    Eine wesentliche Ausnahme: Kriminalitätsbelastete Orte, an denen verdachtsunabhängige Kontrollen und Durchsuchungen möglich sind. Für solche Orte können die Behörden aber bereits Verbote von Waffen und gefährlichen Werkzeugen erlassen. Vorreiter Bremen.


    Genau deswegen gibt es ein riesiges Vollzugsdefizit beim § 42a WaffG und genau deswegen wird eine Verschärfung keinerlei positive Effekte bringen.

  • ... und genau deswegen wird eine Verschärfung keinerlei positive Effekte bringen.

    Nö, es werden eine ganze Reihe unbescholtener Bürger, die diese Gesetzesänderung nicht mitbekommen haben, erwischt und kriminalisiert werden und schon kann die Knalltüte auf die Statistik verweisen und melden, daß die Gesetzesänderung ein großer Erfolg war.


    :hyster:


    (daß die wirklichen Täter nicht oder nur marginal erwischt werden, darüber sind wir uns wahrscheinlich einig)


    Allerdings muß ich zugeben, daß sich mein Mitleid mit den erwischten, unbescholtenen Bürgern in sehr engen Grenzen hält, denn die meisten von denen dürften diese Parteien, die ihnen das eingebrockt haben, gewählt haben.


    Selbst schuld!


    :thumbsup:


    Rolf2

  • Was allerdings ein schwacher Trost ist.

  • Allerdings muß ich zugeben, daß sich mein Mitleid mit den erwischten, unbescholtenen Bürgern in sehr engen Grenzen hält, denn die meisten von denen dürften diese Parteien, die ihnen das eingebrockt haben, gewählt haben.

    So viele sind das ja gar nicht mehr...

    Eingebrockt hat uns das selbstverständlich von den "anständigen" Abgeordneten durchzuwinkende "Messerverbot" die SPD. Eine Partei, die derzeitig regiert, obwohl ihre Zustimmung in der Bevölkerung nachweislich unter 10% liegt... auch in Niedersachsen!


    Die Bremer haben so die Schnauze voll von der SPD, das erstmalig überhaupt (!) kein roter das Stadt"kalifat" regiert.

    Dabei ist die Wortwahl nicht übertrieben! Kein Wunder, warum Mäurer angepisst ist... und Pistorius hat mit Hannover auch so ein Problemkind an der Backe.

    Das sind Hotspots! Keine Frage. Auch ist klar, wo die Probleme her kommen, selbst wenn auch "Biodeutsche" durch Messerstecherei auffallen, so würde mich interessieren, wodurch diese motiviert sind und wie oft Notwehr "nicht anerkannt" wurde. (Siehe diverse bayrische Justizfälle dazu!).


    Der Frame, also der Rahmen in dem diese Politiker das Geschehen wahr nehmen (wir "denken" alle in Frames!), ist sprichwörtlich "aus dem Rahmen" gefallen:

    Wer sich als Innenminister nur mit Straftaten und dem ewigen "Mimimi" der Polizei und perspektiv- wie absolut mutloser (!) Justiz herumärgern muss, der lebt in einer Blase des Bösen!


    Sie alle nehmen gar nicht war, dass Messer eigentlich nicht aus dem Alltag wegzudenkende Werkzeuge sind!

    Er will alle Messer aus Einkaufszentren verbannen? Nun: Wie sollen die Verkäuferinnen dann die Kartons aufschneiden? Packpersonal Paletten öffnen?


    Und ganz außer acht: Da draußen, auf dem Land, da ist das Messer in der Tat AUCH (!) notwendiger SCHUTZ:

    Herumstreunende Hunde, Lumpenpack und Gesindel oder einfach nur der Schutz vor natürlichen Gefahren: Die Möglichkeit Schnürsenkel durchzuschneiden, wenn man sich irgendwo verheddert hat kann Verletzungen minimieren oder sogar Leben retten! Mittellandkanal, letztes Jahr: Ein SBFahrer verhäddert sich in Festmacher seines Sportbootes beim Anlegen mit den Beinen, stolpert und fällt ins Wasser. Ein Passant und sein Messer retten ihn, denn Beine hoch, Kopf unter Wasser geht nur 3 Minuten lang gut...


    Zu dem einen Fall: "Idiot greift Mensch mit Messer an" kommen dutzende, wenn nicht sogar hunderte Fälle, die "mir einfallen". Mein "Frame" bezüglich des Denkens an ein "Messer" ist so umfassender wie die Aussicht unmöglich einen der beiden Innenminister oder die Koalitionspartner (!) von diesen zu überzeugen.


    Sie leben in ihrer politischen Blase und beschuldigen alle anderen ihrerseits, sie sehen "die Gefahren" nicht, weil sie in einer Blase leben.

    Nun: Ich kann deutlich auzfzeigen, dass Messer mehr sind als das, für was die Politiker sie halten und dennoch finde ich trotz massiver Anstrengungen keinerlei Gehör!


    Jede Antwort spielt die Schallplatte mit Sprung: "Sie betrifft es doch nicht... auch sie brauchen kein feststehendes länger 6cm.... sie Als... Bedürfnis Blahblah..."


    Nun: Ich will mich aber nicht durch Bedürfnis rechtfertigen! Ich habe nicht immer ein "Pistoriales Bedürfnis" für mein Messer! Selbst wenn ich mein Messer zur NOTWEHR führen würde: Es geht dem Staat einen Dreck an und NOTWEHR ist ein Menschenrecht und mit Nichten verwerflich!


    Die Politiker erkennen NOTWEHR auf der einen Seite ab, während sie auf der anderen Seite die "Polizei" zu "Schutzengel" stilisieren, die sie nicht sein können: Man muss sie alarmieren und sie reisen an. Jede Gewalttat ist gelaufen, wenn diese "Engel" vor Ort erscheinen! SCHUTZ ist ein INDIVIDUALRECHT im Rahmen einer Notwehr.


    Herr Pistorius findet es hingegen "BEDENKLICH", dass Bürger sich für Notwehr bewaffnen... nun: Ich finde es bedenklich, wenn ein Staat seine Bürger entwaffnet und diese Kriminellen wehrlos ausliefert mit der Ausrede: Die Polizei alleine darf Gewalt anwenden! Was verfassungsfeindlich ist, nebenbei angemerkt!


    Die Herren Minister agieren munter verfassungsfeindlich und meinen, dass die AfD die Verfassungsfeinde sind... auch bemerkenswert. Sie reden davon, die anderen leben in Blasen und sind doch selbst gefangen im Denken, dass "Werkzeuge nur Tatwerkzeuge" sind und ihr Verbot Besserung verschafft.


    Na ja... was solls.

    Generelle Verbote werden wahrscheinlich einfach durchgewunken. Man hat "wichtigeres" zutun, als sich um die Freiheitsrechte von Bürgern zu kümmern: Diäten erhöhen, Machterhalt sichern, Geld verschwenden und die Mitbewohner der eigenen Denkblasen hegen und pflegen, denn "doof" sind ja alle anderen und "man weiß doch", dass niemand "Solche Dinger" im öffentlichen Raum braucht. Man weiß auch, dass der Storch die Kinder bringt und die Zahnfee zweimal klingelt, aber vor allem "weiß man", warum da Stroh liegt... was erklärt, warum einige Politiker wie ins Hirn gef*PIEEEEEP* Zombis denken und Bürger tyrannisieren, anstatt ihren verf*PIEEEEP* Job zu tun!


    :indian1:

  • NACHTRAG:


    Der Konflikt spielt sich zwischen ARM und REICH ab? Nein. Zwischen "Die da oben" und "andere da unten"? Quatsch!


    Es gibt einen Konflikt, der heute unser Land völlig im Griff hat:

    Die urbane Bevölkerung der Städte lebt in einer völlig unterschiedlichen Welt, als der Rest des Landes!


    Große Städte beherbergen heute die meisten Menschen, jedoch auf sehr kleinem Raum. So haben Menschen in Städten eine andere Sicht auf z.B. Dieselfahrzeuge, auf Autoverkehr und auf Schnellfahrer oder Waffenliebhaber, den Wolf, Naturkatastrophen und Survival, ärztliche Versorgung und Schutz durch die Polizei, etc...


    Auch wenn inzwischen die meisten Menschen in großen Städten leben (QUELLE), nämlich 75% (!!!), besiedeln die restlichen 25% die weitaus größeren Gebiete jenseits der Städte. Sie sind auf Dieselfahrzeuge angewiesen, haben "Schutz" als Bedürfnis, weil die Polizei mit Nichten in 15 Minuten vor Ort ist und weil ein Arzt teilweise gar nicht mehr greifbar ist, Krankenhäuser geschlossen werden und "für das lumpige Viertel" jenseits der Städte kein Geld für deren Katastrophenschutz ausgetan wird, schulische Bildung mal außen vor: Schulen werden geschlossen. Wer besser leben will, soll in die Städte ziehen... komisch nur, dass dort weder Platz noch bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist?!


    "Stadtluft macht frei!" hieß es mal. Nun: Heute ist das noch so! Denn viele Probleme stellen sich in Städten nicht. Ich brauche in München gar kein Auto, die U-Bahn ist genial! Auch ist der Arzt, die Feuerwehr und die Polizei binnen Minuten vor Ort und kann mal mehr, mal weniger helfen.


    Es gibt keinerlei Verständnis der Mehrheit für die 25%, die auch heute noch näher an der Natur, auf dem Land leben!


    Die Grünen holen fast alle ihre Stimmen aus wenigen Städten. Grüne als "Naturpartei"? Nein: Es ist eine rein urbane Partei, deren Propaganda genau auf das wohlhabende Klientel der Städte abzielt. SPD und Union tun es ihnen gleich: Wozu sich um 25% kümmern, wenn 75% leichter zu fangen sind?

    Darum ist das Potential der AfD nicht so groß wie jenes der Grünen: Die AfD setzt auf die 25% der Landbevölkerung als Klientel. Sie punktet in Flächenländern!

    Die Grünen punkten in Ballungszentren.


    Der Konflikt ist keiner zwischen RECHTS und LINKS... (Die Grünen sind stellenweise so rechts, dass sie die gelbe Sonne ihrer grünen Fahne hinter dunkelbraune Gitter setzen müsste!) -> Der Konflikt tobt zwischen Stadt- und Landbevölkerung, wobei die Politik der Mehrheit nach dem Munde redet... und diese lebt in Städten. Wir Landeier und unsere gegensätzlichen Probleme sind in der Unterzahl, was in Demokratien nie gut für die Freiheit der Betroffenen ist.


    Parken von Anhängern in der Stadt? Eine Pest! Auf dem Land: Völlig egal! Dennoch hatte ich ein Strafzettel an meinen Hänger, der mal länger als 14 Tage stand. Was für Unfug! Aber gleichgehauen. Jetzt die Messerdebatte... auf dem Kiez der Metropolen? Gut, wenn Täter entwaffnet werden können! Im Wald draußen in der Natur? WTF?!


    Es wird zu wenig differenziert und am Ende alles für jeden verboten. Dies ist Willkür und hat mit "Solidaritätsprinzip" nichts zutun. Was für Städter super Lösungen sind, kann für Landeier die Pest bedeuten! Letztere sind weniger... die Grünen über 20%... und am Ende verlieren alle Deutschen.

  • So viele sind das ja gar nicht mehr...

    Eingebrockt hat uns das selbstverständlich...

    Gut geschrieben! Sicher auch zutreffend. Ich hab' einen anderen Zugang zu derartigen Themen.

    Mich interessiert mehr: Welche Probleme werden gelöst? Welche Probleme werden überhaupt erst geschaffen? Für welchen Preis?

    Nun: Es werden keine Probleme gelöst. Außer jene von karrieregeilen Politikern, die ihre Hände in Unschuld waschen können: "Wir haben ja alles getan!"

    Geschaffen wird gesteigerter Unmut bei den Menschen. Weil ihnen sehr direkt vermittelt wird: "Auch dich halten wir für einen Mörder, deshalb darfst du auch kein Messer mehr führen, auch wenn du das seit 50 Jahren machst und noch nie jemanden verletzt hast.

    Wichtiger noch:

    Wachsende Gewaltbereitschaft und Aggression wird auf Gegenstände abgeschoben und reduziert, statt sich um das eigentlich relevante Thema zu kümmern: WODURCH WERDEN GEWALTBEREITSCHAFT UND AGGRESSION VERURSACHT, WIE KANN MAN SIE VERRINGERN???

    Die derzeitige Politik bewirkt lediglich, dass Menschen entweder die Gesetze noch gleichgültiger werden als sie es ohnehin schon sind, oder dass Menschen sich neue Tatwaffen suchen. Die Gewalt wird sich genauso wenig verringern wie einst Alkoholverbote den Alkoholkonsum reduziert haben, oder Drogenverbote den Drogenkonsum einschränken. Dafür verkommt die offene, freie Demokratie mehr und mehr zum Überwachungsstaat der Sklaven und Lemminge, die nicht etwa den Staat bilden, sondern die von den Herrschern als notwendiges Machtmittel (man hat keine Macht, wenn man niemanden hat über den man Macht ausüben kann) geduldet werden.


    Und damit die so entstehende Gesellschaft trotz aller Ausbeutung, Missbrauch, Unterdrückung und mehr zumindest nach außen hin zufrieden wirkt, müssen alle potentiellen Störfaktoren beseitigt - zunächst also verboten - werden. Bis das allgemeine Wissen um sie verschwindet. Bis Nahrung nur mehr in Suppenform aus dem 3D-Plotter kommt, und nur mehr gelöffelt wird, und jede Tätigkeit sich auf die Bedienung eines Touch-Screens beschränkt. Somit zwar jeder unglücklich ist, aber sich für die Ausnahme unter Millionen Glücklichen hält, und so widerspruchslos mit seinem Unglück lebt.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Greenhorn : Es geht auch um Bevormundung von der Welt entrückten Traumtänzern.


    Die meisten Politiker sind ehrlich (davon gehe ich mal aus) überrascht, wenn sie in Fettnäpfe treten.

    So ist Pistorius sichtlich darüber erschrocken, dass es da "Typen" gibt wie mich, die nicht bereitwillig applaudieren weil Messer in Zukunft drastischer reguliert werden.

    Als völlig absurd tun fast alle den Wunsch des Bürgers ab, sich effektiv schützen zu wollen. Das Recht sprechen sie dann dem mündigen, volljährigen und wahlberechtigten Bürger ab zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, oder genauer: Zwischen einer notwendigen Gewalt und deeskalierenden Auswegen.

    Die Polizei, speziell geschult (Ähhh.... :think:) ist doch genau dafür da und in "kurzer" Zeit vor Ort. Kurz, das kann natürlich in politischen Kreisen auch gerne Jahre dauern, auch wenn Umstände sofortiges Handeln erfordern! Inzwischen "passiert" eben nichts auf der poiitischen Bühne.

    Auf der Straße wird sich zwischen Tatbeginn und Eintreffen der Polizei eben nicht effektiv gewehrt.


    Nun liegt es mir fern mich mit einem Taschenmesser verteidigen zu wollen. Aber ich verstehe sehr gut, wenn Bürger ein Messer zu diesem ABSOLUT REDLICHEN ZWECK (!!!) wählen möchten! Sich verteidigen zu können ist das Rückgrat des Rechtsstaates. Er kollabiert derzeitig, weil der Staat die Anliegen von (sehen wir der Tatsache ins Auge:) "bis zur Lebensunfähigkleit degenerierter" Korinthenkacker und Besorgtis für bahre Münze nimmt und für das "spinnerte Klientel" nicht müde wird Gesetze zu erlassen.


    So lebensfern wie die, die es sich wünschen, sind am Ende auch die Gesetze. Seit Winnenden sprechen wir von "Anscheinsgesetzen"... Gesetze, die nur den Anschein wahren sollen, etwas zu bewirken. Mord ist doch schon verboten... wir haben somit doch kein Problem mit irgendwelche Täter, oder?

    Doch? Hoppla! Dann verbieten wir schnell noch Tatwerkzeuge. Verbote mehren sich so, das Leben verliert seine Freiheitsgrade und der Bürger wird immer mehr bevormundet, weil (machen wir uns nichts vor!) die Mehrheit nicht mehr mündig verantwortlich sein will.


    Beispiel Kinder:

    Die Mutter verbietet es ihren Kindern mit Strichhölzern zu spielen. Die sind jetzt verboten!

    Sie schnappt ihren neuen Stecher und haut übers Wochenende ab, Pizza für die Kids ist im Kühlschrank.

    Am Sonntag Abend kommt sie sichtlich befriedigt nach Hause, moment: Abgebrannt. Ein Kind tot.

    Wird es vor Gericht genügen, wenn sie dem Richter sagt: "Ich habe alles erdenkliche getan: Ich habe den Umgang mit Streichhölzer untersagt! Mehr können sie nicht verlangen von mir! Ich habe keine Schuld. Der kleine Pyromane war es..."


    Natürlich nicht! Der Richter wird sagen: "Erstmal hat der kleine ein Feuerzeug benutzt. Außerdem haben sie eine Aufsichtspflicht! Sie müssen schon dafür sorgen, dass da einer aufpasst!".


    Komisch ist, oder besser: Zum heulen, dass der Bürger ein so unterirdisch schlechter Richter ist als "Aufsichtsberechtigter" über die Politik!

    Gemäß den Beispiel applaudiert er im Gerichtssaal: "Ja, sie haben Streihhölzer verboten... der kleine hat dennoch gezündelt... kann man nix machen!".


    Absurd, oder?! Aber es trifft die Politik weniger Schuld, als ich dachte. Je mehr Typen ich kennenlerne, desto mehr "falle ich vom Glauben" an den gesunden Menschenverstand ab.


    Vor zwei Jahren: "... wenn so eine Katastrophe ist, wieso brauche ich Vorräte? Die Restaurants müssen mich bedienen!". Damit fing es an.

    Aber es ist kein Ende in Sicht. Da ist "Gutmensch" auch kein geeigneter Begriff für und "Idiocracy" zu verniedlichend!


    Es sind diese völlig weltfremden Deppen, die als Wähler jene Geschicke bestimmen, von denen sie aber auch gar keine Ahnung haben. "Wähler" im aktiven, wie passivem Sinne! Wann war denn der letzte Verteidigungsminister ein gedienter Soldat? Aber ist ja auch egal: Denn die Welt muss ja pazifistischer werden... und wer würde nicht einstimmen: Logo! Nur bitteschön geht das nur im Gesamtpaket! Wer das im Alleingang tut wird zum Opfer der anderen, die sich einen Dreck um Pazifismus, Verbote, Gesetze schären.


    Tja... und ist der Bürger nicht willig, so wird es ihm verordnet. Denn er hat ja keine Ahnung, lebt eh in seiner kleiner Blase und kennt nur Fake-News.

    Nur auf die Idee, dass jemand der nur mit Kriminellen, der Polizei und Richtern zutun hat als Innenminister auch ein falsches Bild der Realität bekommen muss und dann Aussagen tätigt: "So ein Messer braucht niemand im öffentlichen Raum!" -> Die sind so boniert und halten sich Immun gegen Bubbling und das engt den "Frame" (Wahrnehmungshorizont) am Ende drastisch ein und das führt zu weltfremden Regelungen. Was aber keiner merkt, denn die Mehrheit will Hotel Mammi statt Abenteuer Leben!

  • Auch ein gültiger Aspekt, MJR , parallel zu den anderen auch.

    Mir nicht ganz soo sympathisch, da ich gewissermaßen geprägt bin von politischen Parteien,

    die Statistiken ganz bewusst und gezielt um den Faktor 50 (!) zu Ungunsten der Legalwaffenbesitzer

    gefälscht haben, jeden Sportschützen als "potentiellen Mörder" titulierten, und damit bzw. mit vergleichbaren

    Manipulationen in anderen Themenbereichen die soeben von Dir angesprochene Entwicklung erst

    angestoßen haben.

    Meine Frau und ich verwenden mittlerweile seit mehr als 30 Jahren bei passender Gelegenheit den Sager:

    "Furchtbar, wieder einmal hat eine Mutter ihr Kind aus dem Fenster geworfen. Das muss aufhören. Also

    verbieten wir nun Wohnhäuser mit Fenstern. Alles zubetonieren!"


    Das ändert aber nichts daran, dass sich die von Dir angesprochene - nennen wir es "Verdummung" oder auch "Denkfaulheit"

    epidemieartig ausbreitet.


    besten Gruß
    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Hier die Antwort auf mein Schreiben an den bayerischen MdL meines Wahlkreises zum Messerverbot, erhalten am 14. Juni 2019



    Sehr geehrter Herr …......,


    herzlichen Dank für Ihre E-Mail!


    Herr Schalk, MdL hat sich schriftlich an Innenminister Joachim Herrmann, MdL gewandt und um Aufklärung, was geplant ist und ob es einen Einfluss auf das Alltagsleben der Bürgerinnen und Bürger haben könnte, gebeten.


    Wir melden uns bei Ihnen, sobald wir nähere Informationen haben.



    Mit freundlichen Grüßen

    Stefanie Nejedlo M.A.

    Abgeordnetenbüro Andreas Schalk, MdL



    Andreas Schalk, MdL

    Stimmkreisabgeordneter für den Stimmkreis Ansbach-Nord

    Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst

    Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie

    Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CSU-Fraktion


    Kanalstr. 2-12

    91522 Ansbach

    Tel: 0981/97758010

    FAX: 0981/97758015

    landtag@andreasschalk.com





    Und hier mein Schreiben vom 11.Mai 2019


    Sehr geehrter Herr Abgeordneter Schalk


    Laut Zeitungsmeldung haben die Bundesländer Bremen und Niedersachsen einen Gesetzentwurf eingebracht, nach dem das Führen von feststehenden Messern mit einer Klingenlänge von mehr als 6 cm in der Öffentlichkeit komplett verboten werden soll, und auch Taschenmesser an allen Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, verboten werden sollen. Betroffen wären Einkaufszentren, Bahnhöfe und Haltestellen.

    Ich zitiere aus https://web.de/magazine/politi…tschland-klingen-33735826

    "„Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Samstag) berichtet, liegt dem Bundesrat ein Gesetzentwurf vor. Demnach soll künftig das Mitführen von Klingen in Einkaufszentren, an Bahnhöfen, Haltestellen und bei Großveranstaltungen verboten werden können.“

    ….. Die Verschärfung sieht demnach darüber hinaus vor, dass feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als sechs Zentimetern nicht mehr in der Öffentlichkeit mitgeführt werden dürfen - bislang sind maximal zwölf Zentimeter erlaubt. Der Umgang mit Springmessern soll unabhängig von der Klingenlänge komplett verboten werden.

    Laut Zeitung wird mit einer breiten Zustimmung im Bundesrat gerechnet. (dpa/hau)"

    Vom Verbot wären nicht nur „Hieb- und Stichwaffen“, sondern auch ganz normale Taschenmesser betroffen. Nach Aussagen von mehreren Ministeriumssprechern soll das Mitführen von Messern im öffentlichen Raum weitestmöglichst verboten werden.


    Bereits jetzt bietet der § 42 WaffG die Möglichkeit, an Kriminalitätsschwerpunkten Waffenverbotszonen einzurichten. Die geplanten weiteren Verschärfungen sind nicht nur keine Lösung für das eigentliche Problem, sondern stellen vielmehr einen Eingriff in die Freiheitsrechte der Bürger und auch eine Kriminalisierung unschuldiger Menschen dar. Damit würde einunbescholtener Bürger, der mit seinem Taschenmesser einen Apfel schält, auf die gleiche Stufe wie ein Krimineller gestellt. Seit Erfindung der Taschenmesser werden sie zu Millionen tagtäglich in der Tasche getragen und zu alltäglichen Schneidarbeiten verwendet.


    Nicht Taschenmesser sind das Problem, sondern Straftäter. Und nicht Verbote von Tatmitteln schrecken diese Personen ab, sondern mehr durchsetzungsfähige Polizei auf den Straßen und eine konsequente Bestrafung von Straftätern. Die vermeintlichen Erfolge von Waffenverbotszonen sind nicht auf das Verbot selbst, sondern auf verstärkte Polizeipräsenz dort zurückzuführen. Messer-Verbote lösen das Problem nicht! Stattdessen kriminalisieren sie unbescholtene Bürger.


    Der Denkansatz Kriminelle und Terroristen dadurch entwaffnen zu wollen, indem man allen Menschen, auch den gesetzestreuen und unbescholtenen Bürgern, also den potentiellen Opfern, alltagsgebräuchliche Werkzeuge, die als Waffen missbraucht werden können, in der Öffentlichkeit verbietet, ist nachgewiesenermaßen nicht zielführend.


    Die Lösung für das Problem sind aus meiner Sicht nicht weitere Gießkannen-Verbote, sondern verstärkte Polizei-Präsenz mit abschreckender Wirkung. Weiterhin muss müssen statt allgemeiner Waffenverbote, individuelle, strafbewehrte Waffenverbote bei Gewaltstraftätern oder Gewohnheitsverbrechern (euphemisierend oft Intensivstraftäter genannt) regelmäßig ausgesprochen werden, für deren Durchsetzung dann auch die entsprechenden Gesetze erlassen werden müssen, mit denen die Polizei diese individuellen Waffenverbote anlasslos kontrollieren und durchsetzen kann. Delikte müssen auch dann ausnahmslos zu einer Freiheitsstrafe führen, wenn der Täter im Zusammenhang mit einer anderen Straftat gegen das gegen das individuelle Waffenverbot verstoßen hat.


    Ich bitte Sie, sich vehement gegen die nicht zielführenden Versuche einzusetzen, ein allgemeines oder erweitertes Waffenverbot (das auch Werkzeuge umfasst, die als qwaffen verwendet werden können) zu erlassen. Das Führen von Hieb- und Stichwaffen, z.B. Springmesser, feststehende Messer über 12 cm, Einhandmesser (wozu auch Multitools mit Klinge zählen) ist ja sowieso schon verboten, aber dieses Verbot des Führens von Stichwaffen scheint Straftäter nicht zu tangieren, schränkt aber den Bürger, der ein Taschenmesser zum Brotzeiten oder Pilzesuchen einstecken hat, erheblich in seinen Freiheitsrechten ein.



    Sehr geehrter Herr Schalk

    Ich appeliere an Sie als gewählter Vertreter meines Wahlkreises

    Bitte setzen Sie sich dafür ein, dem unsinnigen Vorhaben ein Ende zu bereiten, nach dem es faktisch unmöglich wäre, legal ein Taschenmesser mit sich zu führen, mit dem man einen Apfel schneiden, ein Brot schmieren oder ein Paket aufschneiden kann. Denn wenn alle Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten Verbotszonen sind, kann man sich nicht mehr frei in der Öffentlichkeit bewegen und sein Brotzeitmesser in der Tasche haben! Taschenmesser sind keine Waffen, sondern Werkzeuge wie Tafelbesteck!

    Mit der Bitte um eine Stellungnahme verbleibe ich


    mit freundlichen Grüßen

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • "Also, Herr Kommissar,

    ich weiß jetzt wirklich

    überhaupt nicht, wo Sie

    ein Problem haben!

    Die Klinge vom Taschenmesser

    ist gaaanz sicherlich

    nicht über 6 cm lang!

    Ehrlich! "



    besten Gruß:saint:

    Werner


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    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Off Topic.

    Greenhorn Schickes Taschenmesser. Gefällt mir.

    Alleine die Idee so zu kombinieren. Das hat was.

    Ist das deins? Bzw. hast Du da noch ein paar Daten dazu?

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • Nein, ist nicht meines, pgj,

    Solche Messer wurden ab ca. 1850 bis ins 20. Jahrhundert hinein wie Sand am Meer produziert.

    Perkussion, Stiftfeuer, Randfeuer, Zentralfeuer, egal.

    Das hier ist eine .32" Randfeuer Variante.

    Ob verboten, wäre vermutlich eine intensive Debatte mit der Behörde,

    weil verdeckt bzw. "unkenntlich gemacht" ist die Pistole ja nicht.

    Führen darfst Du das Messer aber jedenfalls nicht.


    besten Gruß

    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Mein Kollege hatte letzte Woche eine Begegnung mit Gehirnlosen Kaspern in Bremen gehabt. Er war unterwegs von einem Streetfood Festival zu seinem Hotel. Nur hatte er dieses in der Hosentzasche https://richartz.com/de/produk…a-classic-picknick-3.html


    Also ein Essbesteck da er nach 21 Uhr in einen Polizeikontrolle kam und der Herren in Uniform etwas komisch drauf waren wurden wir durchsucht. Ihn verhafteten ihn wegen Waffenbesitz wegen so einem Messer.

    Es gibt Gesetze die Sinnvoll sind und es gibt Gesetze die reine Schikane sind.
    Leider werden letztere Mehr.

  • Ja, genau das ist zu befürchten, wenn das Messerverbot wie vorgelegt durchkommt.

    Hilft zwar nichts gegen Kriminelle, aber der Bürger wird kriminalisiert.


    Das Verbot von Taschenmessern gilt zwar noch nicht, aber die Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft agieren schon so, wie wenn es in Kraft gesetzt wäre.

    Wozu brauchen wir noch den überkommenen Gesetzgebungsprozess, wo Mutti doch auch am Bundestag vorbei beschliessen kann, welche Gesetze gelten?

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ja, da könntest Du recht habeb, @ ShortSeb.

    Das wäre noch mal eine Idee zum Lösen dieser Probkematik. Man könnte ja in Analogie zu den Feuerwaffen, eine MBK (Messerbesitzkarte) und einen HSWS (Hieb- und Stichwaffenschein) einführen. Der wird bei einem anerkannten Bedürfnis ausgestellt, und berechtigt unterteilt in verschiedene Klassen das Führen HSWs im Rahmen eines allgemein anerkannten Zwecks auch in den Waffenverbotszonen an belebten Orten. So könnte der Hausmeister einer Schule einen HSWS nach Zuverlädsigkeitsprüfung und einem psychologischen Gutachten für ein Multitool, eine Axt, Handbeil, Teppichmesser und ein Haumesser beantragen, ein Jäger den HSWS für Jagdmesser und als Waffen verwendbare Werkzeuge, und Handwerker den Firmen-HSWS für ihre Werkzeuge. Privatpersonen könnten dies für Taschenmesser mit einer Klingenlänge bis 12 cm beantragen. Damit wäre dann auch die lästige Diskussion beendet, wonach man nicht einmal ein taugliches Vespermesser in der Tasche haben dürfte.


    Erlaubnisinhaber eines HSWS sollten für die Polizei durch einen fälschungssicheren Aufnäher auf der Kleidung kenntlich gemacht werden, damit diese Personen mit besonderem Gefährdungspotential erkennen kann.


    Die Verwaltungskosten müssten dann auf der Basis eines Gebührenordnungsgesetzes kostendeckend von den Erlaubnisinhabern getragen werden. Deutschland würde dadurch viel sicherer werden.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.



  • Weißt du, was mich an deinem Beitrag so traurig macht? - Er hört sich in großen Teilen nicht einmal so unrealistisch an.