Pedersoli Cook underhammer .36 cal percussion pistol - New at IWA 2019


  • lg

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Frage zu diesem Nachbau von Pedersoli: Ich kann im Buch "The Pictorial History of the Underhammer Gun" keine Pistole von Ashabel Cook finden, die mit der Pedersoli Cook" zusammenpasst. Der Griff und die Anordnung von Abzug und Piston sieht ganz anders aus. Der Griff der Pedersoli-Waffe ist eher von einer Davis oder anderen.


    Hat einer von Euch ein Bild von einer echten Cook Underhammer? Auf die Schnelle habe ich im Netz nichts gefunden.


    Gruß
    Karl-Heinz

  • Ich kann im Buch "The Pictorial History of the Underhammer Gun" keine Pistole von Ashabel Cook finden, die mit der Pedersoli Cook" zusammenpasst. Der Griff und die Anordnung von Abzug und Piston sieht ganz anders aus. Der Griff der Pedersoli-Waffe ist eher von einer Davis oder anderen.


    Es ist auch bei anderen Waffen von Pedersoli schon aufgefallen, daß es dabei nicht unbedingt um exakte Nachbauten sondern um "nachempfundene" Repliken handelt.


    Möglicherweise ist das auch hier der Fall :/

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Es ist auch bei anderen Waffen von Pedersoli schon aufgefallen, daß es dabei nicht unbedingt um exakte Nachbauten sondern um "nachempfundene" Repliken handelt.


    Möglicherweise ist das auch hier der Fall :/

    Es spricht ja aus meiner Sicht nichts gegen nachempfundene Waffen im Stil von historischen Waffen. Und an dem Beispiel von Pedersoli sieht man, dass da eine sehr aesthetische Waffe herauskommen kann, die nach dem Bericht wohl auch gut in der Hand liegt.
    Jetzt kommt aber das große ABER:
    Im deutschen Waffenrecht geht es bei den Replikas um Nachbauten historischer Waffen, und nicht um neue Waffen im Stil von XY, die den Funktionsprinzip der historischen Waffe entsprechen. Je näher eine Replika dem historischen Vorbild ist, um so geringer ist die Gefahr, dass die Repilka irgendwann als Neuschöpfung ohne exaktes historisches Vorbild nicht mehr zu den freien Waffen zählt. (o.K. die tage, in denen man Vorderlader frei erwerben konnte, sind wohl gezählt, da sie jetzt erst einmal gemeldet werden müssen, und bei der nächsten Reform dann halt auch nur noch mit einem anerkannten Bedürfnis zu erwerben sind)


    ich erinnere nur an die Revolver mit nur einer Trommelbohrung oder an die Tingle-Pistole. Vom Prinzip her ist die Tingle ein ganz normaler einschüssiger Vorderlader und um keinen Deut wirksamer als eine "Kentucky-Pistole", aber sie hat eben kein historisches Vorbild. Genau das könnte passieren, wenn ein historischer Waffentyp nur nur nachempfunden wird, vielleicht auch noch technische Verbesserungen konstruiert werden (z.B. in Frankreich dürfen Replikas nicht technisch verbessert sein gegenüber den historischen Vorbildern). So lange das nur aesthetische Aufwertungen sind, gibt es kein Problem.
    Alles derzeit kein Problem, aber mit den nächsten Restriktionen könnte da ein Angriffspunkt auf den Legalwaffenbesitz aufgetan werden.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Es spricht ja aus meiner Sicht nichts gegen nachempfundene Waffen im Stil von historischen Waffen. Und an dem Beispiel von Pedersoli sieht man, dass da eine sehr aesthetische Waffe herauskommen kann,

    Ich sag mal so,
    wenn ein heutiger Büchsenmacher eine Unterhammerpistole baut und sie aus Stilelementen der früheren Typen kombiniert, dann ist das in meinen Augen vollkommen in Ordnung, so lief das auch früher in den "Schulen", auch dort haben Büchsenmacher Elemente Anderer übernommen, kaum zwei Waffen waren völlig identisch.


    Da geht es dann bei grundsätzlich gleicher Linie um immer wieder variierte Waffen in kleiner Stückzahl, letztlich Einzelstücke für jeden Auftraggeber.


    Baut aber eine Fabrik wie Pedersoli Repliken in tausender oder zigtausender Stückzahl, dann sollte sie sich nach meiner Meinung
    exakt an zumindest ein vorhandenes Realstück oder ausführlich dokumentierte Unterlagen halten und dieses auch belegen können.


    Das so etwas tatsächlich geht, hat Parker Hale eindrucksvoll bewiesen :thumbsup: .


    Warum Pedersoli das offenbar nicht wirklich will - denn am Können sollte es doch nicht liegen - bleibt wohl deren Geheimnis ::c.o.l)

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  • dann sollte sie sich nach meiner Meinung
    exakt an zumindest ein vorhandenes Realstück oder ausführlich dokumentierte Unterlagen halten und dieses auch belegen können.

    Können sie das nicht ?


    Vielleicht haben sie solch ein Stück in ihrer Sammlung liegen ? :think: Wäre mal Interessant da deshalb eine Anfrage zu machen^ :happy:



    Meine Meinung zu Pedersoli ist....wir sollten froh sein das es noch einen Hersteller gibt der auch seltene Stücke produziert die auch Anfängern ermöglicht sehr schnell Erfolge zu erzielen ...........und die Pedersolis taugen sehr gut als Basis für einen Umbau....


    lg

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    Lewis B. Puller

  • Da findet User @Baumkircher_Fan auf Anhieb kein historisches Original wo das Netz doch angeblich alles weiß - schon machen sich hier Zweifel breit und werden hinlänglich ausgetauscht.


    Der gute Nemeth spricht 2 x in seiner Vorstellung davon, das es sich um eine 100%ige Kopie der Cook Pistole handelt. Ich kenne seinen Kanal und halte ihn für keinen leichtgläubigen Dummen. Wieso sollte er sowas sagen, wenn's nicht stimmt??


    Das gute Stück heisst sicher nicht Cook weil eigentlich Davis gemeint war. Vertrauen wir doch einfach mal darauf das es wahr ist was er sagt und man bei Pedersoli weiß was man tut. :thumbup:

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Wenn es in ein paar Jahren darauf ankommen sollte, wäre es sicher nicht verkehrt, wenn man auf ein Belegexemplar verweisen könnte. Und für mich ist es einfach befriedigender, wenn eine Replika sehr nahe am Original ausgeführt wurde.

    • Zugegeben, mein erstes Vorderladergewehr, eine Hawken von Ranson, macht immer noch Spass, auch wenn sie mit den Messingbeschlägen keinerlei Ähnlichkeit mit einer originalen Hawken hat, und ich möchte sie nicht missen.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Wenn es in ein paar Jahren darauf ankommen sollte, wäre es sicher nicht verkehrt, wenn man auf ein Belegexemplar verweisen könnte. ...

    Es gibt noch ein Problem, und das ist durchaus naheliegend, zumindest für Schützen im DSB. Ohne Belegexemplar könnte es auch für die Zulassung dieser Pistole beim DSB eng werden, denn noch im November 2017 hat die TK festgelegt "Anbringung von Griffverschneidungen/Fischhaut bei Unterhammerpistolen sind bei Wettkämpfen des DSB ohne Nachweis der Originalität zugelassen."
    Andere Verbände sehen das zwar nicht so eng, aber die Masse der VL-Schützen ist nun mal im DSB aktiv.

  • Wenn es in ein paar Jahren darauf ankommen sollte

    Solange wird es nicht dauern, wenn du den Bezug zur Originalität ansprichst um mit diesen Stück auf Wettkämpfen starten zu dürfen.


    Pedersoli hat erkannt das inter- wie national immer mehr kleinkalibrige Unterhammerpistolen die Ergebnislisten anführen und daher die Nachfrage nach solchen Pistolen steigt. Kann dies aus meiner Erfahrung nur bestätigen. Aus hier öfter diskutierten Gründen ist derlei aber nicht ganz so einfach und bei den "üblichen Verdächtigen"
    a.) mit viel Geld und
    b.) mit Wartezeit
    verbunden. So weit, so schlecht.


    Als einzige mir bekannte Serienwaffe gibt (gab es mal) die Barlow vom Spanier Ardesa. Tolle, preiswerte Waffe, die für ihr kleines Geld allemal tut was sie soll.


    Unterstellt das es Belege für die Originalität dieser Pedersoli-Cook in ihrer Ausführung gibt und ohne sie bislang selbst in Händen gehalten zu haben, ... wage ich mal eine Prognose: Die Italiener wollen damit zwischen den Billigheimer Barlow und die Oberliga von Tilo Dedinski & Friends. Könnte mir gut vorstellen das es gelingt, falls die Pistole in der Praxis taugt und zutrifft, was der kurze Trailer von Balasz Nemeth vermuten lässt.
    Die History von Feinwerkbau z.B. wird nicht mehr hergestellt und darf meines Wissens auch schon länger nicht mehr international geschossen werden da ein Leichtmetall-Teil verbaut ist welches für die Entscheidungsträger zuweit vom Original weg war. Alles andere sind Maß-Anfertigungen die ohne Frage ihr vieles Geld wert sind - was aber leider nicht jeder hat.


    Wenn die Cook wirklich für rund 1000 Euro zu haben sein wird, dann wird sie ihre Käuferschicht finden und sich durchsetzen.

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mühlenbracher ()

  • Da findet User @Baumkircher_Fan auf Anhieb kein historisches Original wo das Netz doch angeblich alles weiß - schon machen sich hier Zweifel breit und werden hinlänglich ausgetauscht.


    Der gute Nemeth spricht 2 x in seiner Vorstellung davon, das es sich um eine 100%ige Kopie der Cook Pistole handelt. Ich kenne seinen Kanal und halte ihn für keinen leichtgläubigen Dummen. Wieso sollte er sowas sagen, wenn's nicht stimmt??


    Das gute Stück heisst sicher nicht Cook weil eigentlich Davis gemeint war. Vertrauen wir doch einfach mal darauf das es wahr ist was er sagt und man bei Pedersoli weiß was man tut. :thumbup:

    Die Zweifel machen sich breit, weil die Erfahrung lehrt, daß es nicht das erste Mal wäre ::c.o.l)


    Wovon Herr Nemeth in seinem Werbevideo spricht ist er sicher überzeugt,
    die Frage aber, ob er sich auch selbst davon überzeugt hat oder eine dp Info weitergibt klärt das nicht.


    Warum soll man Produktwerbung einfach glauben, wenn die Zweifel auf Erfahrung beruhen ?


    Das ist zweifellos eine schöne und gelungene Replik, erfreulich das so etwas mal wieder gemacht wird
    und,
    auch dabei vertraue ich auf bekannte Erfahrung,
    sie wird sicher auch gut zu schießen sein.


    Alles Andere bleibt abzuwarten.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • CC, du gehörst wie viele andere hier im Thread zu den alten Indianern.
    Glaubst du denn allen Ernstes, das heute noch ein renomierter Hersteller aus dem oberen Preissegment eine Pistole die fürs Wettkampfschießen gemacht u. mit 1000 Euros sicher kein Pappenstiehl ist, o h n e historisches Vorbild produziert???
    Lese schon die Schlagzeile in der DWJ: "Norditaliens Flop statt Top: hochpreisige Wettkampfpistole ohne historisches Vorbild, - da lachen ja die Hühner."
    Oder so ähnlich.


    Im Leben doch nicht. Zumal, und derlei muss man wissen, es an geeigneten historischen Vorbildern nicht mangelt. Wer ein wenig recherchiert findet schnell heraus, dass Unterhammerwaffen Anno dazumal alles andere als Exoten waren. Es gäb also noch reichlich originales bislang Unbekanntes nachzubauen. Nicht nur von Billinghurst oder Davis. Jetzt erstmal Cook.


    Na, nur zu! :rolleyes:

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • CC, du gehörst wie viele andere hier im Thread zu den alten Indianern.
    Glaubst du denn allen Ernstes, das heute noch ein renomierter Hersteller aus dem oberen Preissegment eine Pistole die fürs Wettkampfschießen gemacht u. mit 1000 Euros sicher kein Pappenstiehl ist, o h n e historisches Vorbild produziert???+

    Zumindest bei den dort gefertigten Gewehren wurde das jeweilige historische Vorbild "frei" bis "sehr frei" interpretiert, wenn man Nachbau und Original vergleicht. Das kann gut gehen, kann aber auch schon mal zu Problemen fühlen, wie zukünftig bei der nationalen/internationalen Zulassung des aktuell gefertigten Gewehrs M.1857.

  • Hallo,


    ganz ehrlich muss man doch feststellen, dass kaum eine Replika einem konkreten Vorbild 100%ig entspricht. Von Parker Hale und ganz wenigen Anderen mal abgesehen, werden immer Kompromisse im Detail gemacht. Meistens weichen Kaliber, Drall und Zugprofil vom Original ab. Auch bei Schlössern greift man gern in den Baukasten, so dass das Innenleben nicht dem Vorbild entspricht. Auch sind die meisten originalen Funkenzünder ohne Zündlochschaube konstruiert worden. Und welche Bedeutung das hat, weiß jeder, der mal eine Muskete oder Arkebuse mit langem Zündkanal geschossen hat. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Hersteller großer Serien, sondern auch für die wenigen handwerklichen Kleinhersteller aus dem oberen Qualitäts- und Preissegment.


    Was nun ein Sportverband als Vorbildgetreu anerkennt, entspringt seiner souveränen Willkür. Man erinnere sich an den Unfug, keine Fischhaut an der Billinghurst zuzulassen. Und heute ... ::hahah::
    Gruß!
    whitesmoke

    H. L. Mencken: "For every complex problem there is an answer that is clear, simpel and wrong!" ::hahah::

  • CC,
    Glaubst du denn allen Ernstes,


    Ich GLAUBE nicht - ich WEISS :rolleyes: !


    Sammler hat Dir die notwendigen Erläuterungen bereits gegeben :thumbup:


    Wir müssen das nicht weiter ausbauen, aber der "Gläubige" bist in dem Fall wohl eher Du ;)


    Gewundert hat mich diese "Interpretationsfreiheit" schon öfter,
    aber
    wenn ich das letztlich Fiasko mit der FWB No.1 anschaue - sind die etwa weniger "renomiert" als dp
    und
    haben sich auch einen Flop geleistet :P .


    Also: Suchen wir uns alle jetzt ein paar Hühner und lachen mit denen zusammen ::lachen2::::lachen2::

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • ganz ehrlich muss man doch feststellen, dass kaum eine Replika einem konkreten Vorbild 100%ig entspricht.


    Was nun ein Sportverband als Vorbildgetreu anerkennt, entspringt seiner souveränen Willkür.


    So ist das !
    Da kann ein Herr Nemeth noch so viel über 100 % ige Originalität erzählen,
    genau mit den beiden Sätzen hast Du die Realität auf den Punkt gebracht :thumbsup: .

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch