Jägerin hielt Eindringling mit Gewehr in Schach

  • genau so geht das, und wie man sieht muss nicht immer gleich n Verfahren gegen den Waffenbesitzer eingeleitet werden weil der gewagt hat sich gegen Einbrecher zur Wehr zu setzen.
    In Deutschland würde das anders ablaufen. Da würde gegen die Jägerin ermittelt und erst mal alles einkassiert und vielleicht würde sie mit einem guten Anwalt die Waffen dann irgendwann wieder bekommen, vielleicht.

  • Zitat aus dem Artikel:
    "Sie hielt ihn in Schach, bis die Polizei eintraf. Der 37-Jährige (Name der Redaktion bekannt) muss sich aber nicht vor einem Richter verantworten - von einem Ermittlungsverfahren wird abgesehen."



    Völlig zu gedröhnt. Bricht ein; durchwühlt alles; verursacht Schaden; greift Bewohner an /(man umschreibt den Angriff auf einen Bewohner so: "Dort kam es in der Zwischenzeit zu einem Handgemenge zwischen Jordis’ Untermieter, einem Sanitäter, und dem Mann")



    Ein Ermittlungsverfahren gibt es aber nicht. Zu viel Aufwand für einen kleinen Hausfriedensbruch? ;(

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Zu viel Aufwand für einen kleinen Hausfriedensbruch?

    Der wäre in Österreich eh nur bei Anwendung von Gewalt oder Drohung strafbar...



    Ich tippe aber eher auf einen zugedröhnten "Partygast"...



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Na ja...die Hauseigentümerin hat sich ja in einem Interview sehr "mediengerecht" ausgedrückt:
    Sie gab an das ungeladene Gewehr dem versperrten Waffentresor entnommen zu haben...und mit dem noch immer ungeladenen Gewehr...Munition griffbereit in der Hand gehalten (!)...den unschuldsvermuteten Eindringling bedroht...und dann der Polizei übergeben zu haben.
    Auffällig war die mehrmalige Aussage der Hausbesitzerin dass nie eine geladene Waffe verwendet wurde.

  • In Schland muss man schon mehrfach drauf hinweisen, sonst wird einem später womöglich noch ein Strick daraus gedreht.

    Ist zwar schon älter, aber in der gängigen "Rechtssprech" in D. noch usus:


    Die objektiv fehlende Ausführbarkeit der Drohung – Waffe ist ungeladen - ist irrelevant. Maßgeblich ist allein, dass die Drohung mit der Waffe den Eindruck der Ernstlichkeit erweckt


    [Tröndle/[i]Fischer, StGB, 53. Aufl., § 249 Rn. 5; Schönke/Schröder/Eser, StGB, 26. Aufl., Vorbem. §§ 234 ff. Rn. 33; Küper, Jura 1983, 206 (207)].[/i]

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Na ja...das ist bei uns im Bezug auf "geladen" etwas anders:
    Wenn nur der "Berechtigte" Zugriff auf seine im Haushalt befindliche Waffe hat...dann ist es legal dass diese Waffe/n geladen und sogar unversperrt griffbereit in der Wohnung aufbewahrt wird.
    Sollte z.B. auch eine weitere ""berechtigte Person" (z.B. die ebenfalls "berechtigte Gattin" mit eigener WBK oder WP) anwesend sein trifft der oben geschilderte Sachverhalt ebenfalls zu.
    Wenn die Wohnung verlassen wird ist die Waffe so zu verwahren dass ein Unberechtigter keinen Zugriff hat.
    Die Waffe kann geladen (z.B. im Tresor) verwahrt werden.

  • Die Waffe kann geladen (z.B. im Tresor) verwahrt werden.

    DAS glaube ich wohl eher weniger...
    Edit: Sorry, jetzt erst gesehen dass Du aus Österreich schreibst. Aber in D wäre das undenkbar.
    Da drehen ja schon manche am Rad, wenn Munition nicht im Packerl, sondern im Magazin gelagert wird...


    LG
    -Michael

  • DAS glaube ich wohl eher weniger...Edit: Sorry, jetzt erst gesehen dass Du aus Österreich schreibst. Aber in D wäre das undenkbar.
    Da drehen ja schon manche am Rad, wenn Munition nicht im Packerl, sondern im Magazin gelagert wird...


    LG
    -Michael

    Wir sollten einmal darüber nachdenken ob WIR nicht doch durch unser Verhalten dazu beitragen Einschränkungen überhaupt zu ermöglichen...!
    Nehmen wir doch den geschilderten Fall als Beispiel:
    Niemand schreibt der Hausbesitzerin vor dass die Waffe ungeladen sein muss!
    Niemand schreibt ihr vor dass die Waffe bei Anwesenheit des/der Berechtigten in einem versperrten Waffentresor/Schrank verwahrt werden muss.
    Niemand schreibt uns allen in Österreich vor dass die Waffe ungeladen und versperrt verwahrt werden muss wenn der Berechtigte in seinem Haus/Wohnung anwesend ist.


    Dieses Recht nimmt aber leider kaum jemand wahr...man kann das durchaus "Vorauseilenden Gehorsam" nennen..."behördlich angepasstes Verhalten" wird ausgeübt.
    Und was erreichen wir dadurch:
    Waffenbesitzer die ihre Rechte wahrnehmen sind in der Minderzahl...daher fällt bei Überprüfungen eine geladene Waffe eher auf als eine ungeladene.
    Ich sehe das bei den Waffenüberprüfungen in unserem Haushalt immer.
    Meine Gattin hat eine WBK und eigene Waffen, ihre persönliche Hauswaffe, ein S&W Mod. 15/2" ist immer geladen, da gibt es immer ungläubige Verwunderung, eine Frau und "so etwas"...?
    Und das nur weil es ungewöhnlich ist und geladene Waffen eben eher selten vorgefunden werden.
    Irgendwann könnte es dann eine Statistik geben wie wenig geladene Waffen bei den Überprüfungen vorgefunden wurden.
    Da könnte man daraus schließen dass es für die Waffenbesitzer nicht wichtig ist die Waffe geladen zu verwahren, also schafft man dieses Recht ab...weil es nicht in Anspruch genommen wurde.
    Zugegeben, alles Spekulation, aber wir sollten doch als österreichische LWB auf unsere noch vorhandenen Rechte bestehen und diese auch vermehrt in Anspruch nehmen!

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