Wechsel der Kurzwaffe, neues Bedürfnis?

  • Um noch mal auf das Thema Ersatzbeschaffung zurückzukommen...
    Für meine Begriffe schließt sich da noch ein weiteres Problem an, zumindest wenn man über dem Grundkontingent liegt:
    Angenommen ich habe als Erstwaffe eine Pistole angeschafft, die ich in der IPSC Open einsetze und die entsprechend hochgezüchtet ist. Im Laufe der Jahre habe ich mir noch weitere Waffen angeschafft, u.a. eine Glock 17 von der Stange.


    Ich hätte, wenn mir jetzt die Open Waffe den Geist aufgibt, ernsthafte Sorgen, mir bei der Beantragung eines neuen Bedürfnisses (oder auch des Voreintrags) entgegen halten lassen zu müssen, dass die Glock ja ohne weiteres in der Open geschossen werden darf. Auf den Umstand, dass man damit nicht konkurrenzfähig ist, kommt es der Behörde vermutlich nicht an.

  • Wenn Deine Nachweise der Wettkampfbetätigung der Behörde glaufhaft machen können, dass Du da in den oberen 5-10% mitspielst und eine Konkurrenzfähigkeit ausschlaggebend ist, wird da genauso die Argumentation der Leistungssteigerung ziehen wie in anderen Fällen auch.


    Aber natürlich wird man, wenn man's drauf anlegt, auch Fälle konstruieren können, wo selbst die grosszügigste Behörde mal "nein" sagen wird. Oder es findet sich wieder eine von hunderten Behörden, die "ja" sagt. Aber ob das dann die Eigene ist, who knows?

  • Wenn Deine Nachweise der Wettkampfbetätigung der Behörde glaufhaft machen können, dass Du da in den oberen 5-10% mitspielst und eine Konkurrenzfähigkeit ausschlaggebend ist, wird da genauso die Argumentation der Leistungssteigerung ziehen wie in anderen Fällen auch.

    Ich gebe zu dass das Beispiel konstruiert ist. Trotzdem halte ich das mit den besten 5-10% für bescheuert, denn in dem von mir gebildeten Beispiel bin ich eben fest gebucht für die unteren 5-10%, was für mich dann wieder mit Sport nichts zu tun hat. Aber so ist das eben in Deutschland. Meine Behörde ist, denke ich, eher eine der strengeren.

  • Es geht darum, dass bei denen, bei denen ein Waffenwechsel tatsächlich die Konkurrenzfähigkeit gravierend und vor allem nachweisbar einschränkt, auch eine Argumentationsgrundlage vorhanden ist, dass Dein Beispiel gar nicht zum Tragen kommt.

  • Ich hätte, wenn mir jetzt die Open Waffe den Geist aufgibt, ernsthafte Sorgen, mir bei der Beantragung eines neuen Bedürfnisses (oder auch des Voreintrags) entgegen halten lassen zu müssen, dass die Glock ja ohne weiteres in der Open geschossen werden darf.

    Das kann Dir aber nur passieren, wenn Du Dich nicht mit der Sportordnung und den Antragsformularen für die Befürwortung beschäftigt hast.
    Wesentlicher Faktoren für die Befürwortung sind die Spalten, in der angeben wird, ob die Waffe mit Optik / Kompensator ausgerüstet ist und die mit den Wettkampfeinsätzen der Waffe. Wenn beide Waffen in Wettkämpfen eingesetzt wurden und die eine mit, die andere ohne Optik/Kompensator ausgerüstet ist, wird Dir niemand für eine Ersatzbeschaffung einen Stein in den Weg legen.

    ... denn in dem von mir gebildeten Beispiel bin ich eben fest gebucht für die unteren 5-10%, was für mich dann wieder mit Sport nichts zu tun hat.

    Schießsport ist in erster Linie Breitensport und nur in geringem Umfang Leistungssport. Insoweit ...


    Aber sind wir mal ehrlich: Wenn man sich regelmäßig im unteren 5-10% Bereich findet, dann ist es, weil man es nicht besser kann. Das hat nichts mit dem benutzten Waffe zu tun (außer man nutzt absichtlich aus Gaudi eine historische oder völlig exotische Waffe).
    Ich habe schon mit deutschen, Europa- und Weltmeistern tranieren dürfen, und die Jungs nehmen Deine Möhre in die Hand und zeigen Dir, wo der Hammer hängt. Die brauchen die hochgezüchteten Waffen nur, weil die Kokurrenten auf ihrem Niveau auch sowas haben.


    Und ich weiß wovon ich rede; ich platziere mich auch manchmal unter den letzten 5-10 % ;-)

  • Das kann Dir aber nur passieren, wenn Du Dich nicht mit der Sportordnung und den Antragsformularen für die Befürwortung beschäftigt hast.Wesentlicher Faktoren für die Befürwortung sind die Spalten, in der angeben wird, ob die Waffe mit Optik / Kompensator ausgerüstet ist und die mit den Wettkampfeinsätzen der Waffe. Wenn beide Waffen in Wettkämpfen eingesetzt wurden und die eine mit, die andere ohne Optik/Kompensator ausgerüstet ist, wird Dir niemand für eine Ersatzbeschaffung einen Stein in den Weg legen.
    Schießsport ist in erster Linie Breitensport und nur in geringem Umfang Leistungssport. Insoweit ...

    Wenn das so ist - was ich, wie gesagt, nicht beurteilen kann, weil es mich noch nicht betroffen hat - dann ist ja alles schön. Ich hätte das nach dem, was ich bisher so gehört habe eher nicht gedacht.


    Dass die Konkurrenzfähigkeit nicht in erster Linie an der Waffe hängt, ist mir durchaus klar, deshalb schieße ich auch keine Open-Klasse. Daneben schießen kann ich auch mit einer Waffe, die nicht 3.000 € gekostet hat. :pinch:;)
    War nur als Beispiel gedacht, man könnte genauso gut über eine Sportpistole für eine statische Disziplin sprechen, die ausfällt, wo dann die Dienstpistole formal, aber eben nicht sportlich als Ersatz herhalten kann.