Einige Staaten nutzen die Methode des sozialen Prangers:

  • Einige Staaten nutzen die Methode des sozialen Prangers. So z.B. Slowenien bei Steuerschulden.


    Den Online-Pranger der Finanzbehörde in Slowenien wertet die Wissenschaftlerin mit Lukas Treber vom Institut für Volkswirtschaftslehre seit 2016 aus.


    Sobald jemand dem slowenischen Finanzamt länger als 90 Tage mehr als 5000 Euro schuldet, wird dies im Netz publik gemacht.
    Früher haben die Beamten säumigen Steuerzahlern mit Pfändung gedroht. Doch diese fanden immer einen Weg, um sich dem Druck der Behörden zu entziehen. Sie brachten ihr Geld beispielsweise nach Österreich. :rolleyes:


    Bei Steuerbehörden ist das sogenannte "Public Shaming" besonders beliebt, um Bürgerinnen und Bürger zu Steuerzahlungen zu bringen:
    Ein gewisser sozialer Druck ist ein wichtiger Faktor bei der Steuerehrlichkeit.
    So werden auf einer Liste im Internet, auf die jeder zugreifen kann, die Namen der Personen und Unternehmen veröffentlicht, die dem Finanzamt Geld schulden.


    Der Pranger zeigt nun Erfolg. Schon allein dessen Androhung erhöht das Entgegenkommen gegenüber dem Finanzamt:
    Bei vielen Firmen und Selbstständigen genügte schon die Androhung eines Public Shamings, um sie zum Handeln zu bewegen.


    Neben Strafen gibt es aber auch positive Anreize um Menschen und Unternehmen zu mehr Steuerehrlichkeit zu bewegen.
    So bedankt sich ein Schweizer Kanton mit einem Anschreiben bei seinen 100 größten Steuerzahlern. Und in Norwegen wird öffentlich gemacht, wer viel Steuern zahlt.


    Klar ist aber auch :rolleyes: , daß diesés System in Deutschland nur auf Ablehnung stößt.
    Man befürchtet hier einen Rückfall zu "mittelalterlichen Mitteln". :hyster:

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Das public shaming ist ein bewährtes Mittel der sozialistischen Diktatur des Proletariats. Gegen das öffentliche Blosstellen kann sich der Einzelne nicht wehren, er hat keine Möglichkeit die öffentliche Verurteilung auf dem Rechtsweg zu verhindern.


    Es ist der erste Schritt zum Willkürstaat. Wie wäre es mit öffentlichen Listen von Besitzern besonders gefährlicher Waffen? Wie wäre es damit, wenn im Gemeindeblatt geschrieben stände, dass Peppone schon wieder eine Waffe beantragt hat? Wie wäre es damit, zu veröffentlichen, dass Herr Müller Widerspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt hat, oder schon wieder in Verzug mit seiner Steuererklärung ist, oder das Versichertenkollektiv mit dem Antrag auf eine Reha belastet?
    Nur durch die Androhung, angebliche Verfehlungen öffentlich oder im Kollektiv anzuprangern, kann der Untertan eingespurt werden, und Gerichte kann man sich auch einsparen.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Sobald jemand dem slowenischen Finanzamt länger als 90 Tage mehr als 5000 Euro schuldet, wird dies im Netz publik gemacht.

    Berechtigte Steuerschulden kann man wirksam bekämpfen, indem man den Schuldner in den Knast bringt.


    Aber öffentlich machen? ?(

    Russland hat 144 Millionen Einwohner und 450 Abgeordnete. USA hat 326 Millionen Einwohner und 435 Abgeordnete
    Deutschland hat 82 Millionen Einwohner und 709 Abgeordnete. Wo sind wir nur gelandet? ?(

  • Das public shaming ist ein bewährtes Mittel der sozialistischen Diktatur des Proletariats. Gegen das öffentliche Blosstellen kann sich der Einzelne nicht wehren, er hat keine Möglichkeit die öffentliche Verurteilung auf dem Rechtsweg zu verhindern.


    Es ist der erste Schritt zum Willkürstaat. Wie wäre es mit öffentlichen Listen von Besitzern besonders gefährlicher Waffen? Wie wäre es damit, wenn im Gemeindeblatt geschrieben stände, dass Peppone schon wieder eine Waffe beantragt hat? Wie wäre es damit, zu veröffentlichen, dass Herr Müller Widerspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt hat, oder schon wieder in Verzug mit seiner Steuererklärung ist, oder das Versichertenkollektiv mit dem Antrag auf eine Reha belastet?
    Nur durch die Androhung, angebliche Verfehlungen öffentlich oder im Kollektiv anzuprangern, kann der Untertan eingespurt werden, und Gerichte kann man sich auch einsparen.


    Da ich nur einmal den "Daumen hoch" für den Post geben kann quote ich den hier noch einmal!


    Zu bedenken bei solchen Dingen gebe ich nur immer, dass das Internet nie vergisst! Wenn man eine Straftat oder OWI begangen und seine Strafe verbüßt hat, dann ist man (fast) wieder ein unbescholtener Bürger. Der moderne Pranger würde aber niemals irgendetwas vergessen. Und dann stelle man sich einmal vor, der Pranger würde einen Fehler machen.......der wäre niemals zu korrigieren. Ist wie mit den USA, die nachweislich schon viele unschuldige hingerichtet haben. Das möchte ich nicht zu verantworten haben!!!


    Die Geister, die ich rief......fällt mir dazu ein!


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"


  • Zu bedenken bei solchen Dingen gebe ich nur immer, dass das Internet nie vergisst! Wenn man eine Straftat oder OWI begangen und seine Strafe verbüßt hat, dann ist man (fast) wieder ein unbescholtener Bürger.

    Auch wenn ich Dir in der Sache ansich Recht gebe und den Beitrag des @Schwarzer Mann genau so richtig und gut finde -
    die Datenbestände der schlandschen Verwaltungen werden vermutlich noch weniger "vergessen" als das Internet . . .
    ::c.o.l)

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • Ja, auch das stimmt vermutlich, man muss sich ja nur einmal die unterschiedlichen Führungszeugnisse anschauen.


    Dennoch bleibt da doch ein gewaltiger Unterschied: Die Daten der Verwaltungen sind nicht öffentlich, das Internet schon! Hier kann jeder alle Daten brauchen und missbrauchen.

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Hier kann jeder alle Daten brauchen und missbrauchen.

    Aber nur DIE Daten, die derjenige (oft aus Dummheit) selber preisgegeben hat. :sla:

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    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • @Peppone


    Stimmt zwar, ist aber eine anderes Thema und passt nicht in diesen Zusammenhang hier!


    Wenn es einen öffentlichen Pranger geben würde, dann würde der Staat oder wer auch immer diesen mit richtigen, oder weniger richtigen Daten füllen und jeder kann diese Daten sehen, nutzen oder missbrauchen. Das war der Punkt.


    Der angeprangerte hätte darauf dann keinen Einfluss.


    Gruß
    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • @Peppone
    Stimmt zwar, ist aber eine anderes Thema und passt nicht in diesen Zusammenhang hier!

    Es ist ja nicht so, daß ich prinzipiell für den Pranger bin, ich hab's nur eingestellt weil mir die Sache "über den Weg" lief (Slowenien).


    Andererseits würde ein öffentlicher Druck m.M. nach schon was bewirken, vor allen Dingen bei großen Firmen mit hohem Bekanntheitsgrad.

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  • Andererseits würde ein öffentlicher Druck m.M. nach schon was bewirken, vor allen Dingen bei großen Firmen mit hohem Bekanntheitsgrad.

    Den Eindruck, als würde das sogar Weltfirmen auch nur im geringsten jucken, hat man nun aber wirklich nicht, wenn man sieht, wie hemmungslos da jedes Schlupfloch genutzt wird :rolleyes: .


    Tatsächlich genießt doch das trickreiche (und nicht immer ganz legale) Vermeiden von Steuern, doch irgendwie sogar die Bewunderung weitester Kreise - was nicht immer ganz logisch ist, denn einer breiten Mehrheit der Steuerzahler fehlt doch die Möglichkeit, selbst Steuern zu sparen und sie zahlen somit das, wovor sich Großkonzerne gerne drücken, dann aus eigener Tasche ::c.o.l)


    Zugegeben, wenn man sieht, was Regierungen oft mit dem so eingenommenen Geld machen, dann könnte schon mal die Überlegung aufkommen, ob Steuerhinterziehung nicht eher
    "Notwehr denn Straftat ist" . ;)

    Aber derartige Selbsthilfe kennt unser Gesetz eben nicht ::RTFM:: .


    Das Steuerhinterziehung dem öffentlichen Ansehen offenbar keinen Abbruch tut, zelebriert doch z.B. dieser Ronalde gerade aktuell ganz ungeniert :thumbdown:


    Der ehrliche Steuerzahler wird eben eher für seine Dummheit bemitleidet, als für seinen Anstand bewundert :S .

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • Einige Staaten nutzen die Methode des sozialen Prangers. So z.B. Slowenien bei Steuerschulden.


    Den Online-Pranger der Finanzbehörde in Slowenien wertet die Wissenschaftlerin mit Lukas Treber vom Institut für Volkswirtschaftslehre seit 2016 aus.

    Hallo Peppone,


    nur mal eine Verständnisfrage, was hat dieses Thema mit der Zuordnung zum "Waffenrecht" zu tun ... :think:


    Grüsse
    czler :drink:

    46887-czler-jpg


    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    »Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.«
    Gustav Heinemann (ehemaliger deutscher Bundespräsident 1899 – 1976)

  • Hallo Peppone,
    nur mal eine Verständnisfrage, was hat dieses Thema mit der Zuordnung zum "Waffenrecht" zu tun ... :think:

    Du hast mit deiner Frage schon recht, eigentlich nix. ;(


    Mein Fehler ;( ... ich hab' nur ein "neues Thema" aufgemacht, aber dabei nicht aufgepasst, unter welcher Rubrik.
    Ich bitte untertänigst, das zu entschuldigen.


    (Vielleicht kann man das Thema ja in die richtige Rubrik verschieben) :rolleyes:

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    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Spätestens dann, wenn man wegen einer Verurteilung/Strafbefehl i.S. Steuerhinterziehung seine waffenrechtliche Zuverlässigkeit verliert, schließt sich der Kreis und das Thema paßt wieder ::c.o.l)


    Übrigens soll laut dem neuesten Referentenentwurf die Finanzbehörde auch über den Waffenbesitz informiert werden ?( .


    Ich frage mich zwar was der Sinn dessen sein sollte, steht aber angeblich irgendwo in dem Entwurf drin - ich hab mir das alles schon jetzt zu lesen nicht angetan :S


    Also ist Steuer- und Waffenrecht schon gelegentlich verknüpft, zumindest bei uns - wie das auf dem Balkan gehandhabt wird, weiß ich nicht ;)

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • - wie das auf dem Balkan gehandhabt wird, weiß ich nicht

    Gehört Slowenien denn schon zum Balkan? :D


    ... auch die Balkanesen haben in ihren Staaten Waffengesetze.
    Aber mit dem großen Unterschied zu uns, daß sich um dieses Gesetz keiner was scheixt.
    Kein Bürger, kein Politiker, kein Polizist und auch sonst niemand.


    Und warum ist das so? Weil ALLE wissen, daß ALLE und alles durch gewisse Um- und Zustände in der Vergangenheit jetzt bis ÜBER die Zähne bewaffnet sind.


    Das reglementieren zu wollen ist ein Ding der Unmöglichkeit und daß weiß jeder ... :thumbup:

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  • Es ist ja nicht so, daß ich prinzipiell für den Pranger bin, ich hab's nur eingestellt weil mir die Sache "über den Weg" lief (Slowenien).


    Hatte, zumindest ich, dir auch nicht unterstellen wollen.




    Andererseits würde ein öffentlicher Druck m.M. nach schon was bewirken, vor allen Dingen bei großen Firmen mit hohem Bekanntheitsgrad.


    Jein!


    Denn erstens glaube ich, dass die Gefahren bei der Anwednung des Prangers (Missbrauch, Fehleranfälligkeit, Keine Möglichkeit der zeitlichen Begrenzung) den Nutzen bei weitem übersteigen. Das tun sie vor allem, und nun sind wir schon bei zweitens, weil in denke, dass das Grundproblem beim Endkunden/Endnutzer liegt!


    Natürlich versucht und die Industrie zu manipulieren (das tun die Politiker in gleicher Art und Weise), aber funktionieren tut das nur, weil wir uns auch Manipulieren lassen! Ein Pranger würde da doch nichts ändern, es wäre nur etwas für die, die beim Autounfall noch Fotos machen und sich beim Posten im Netz dann toll fühlen.
    Solange es "gxxl" ist, geizig zu sein, solange man sich freut die Milch bei Aldx für 39 cent zu kaufen, sich am Abend im Rahmen der Tagesschau dann auch noch aufregen kann, dass die armen Bauern keine 40cent mehr für die Liter Milch bekommen und die Welt so schlecht geworden ist, solange wird man uns Bürger weiter so behandeln, wie derzeit.
    Erst wenn wir mehr Bildung in die Menschen bekommen, es wieder lernen mit gesunden Menschenverstand an die Dinge unseres Lebens zu gehen, erst dann wird sich etwas ändern. das geschieht nicht durch den Pranger - in welcher Form auch immer.


    UND: Das geschieht auch nicht, wenn die tollen Verbotsparteien in unserem Lande auf diesem Wege versuchen die Bürger von ihrem heiligen Grahl zu überzeugen.



    GRuß
    Frank


    PS: @czler und auch das hat definitiv nicht mehr mit Waffenrecht zu tun :drink:

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"


  • Erst wenn wir mehr Bildung in die Menschen bekommen, es wieder lernen mit gesunden Menschenverstand an die Dinge unseres Lebens zu gehen, erst dann wird sich etwas ändern.

    Da sehe ich aber reichlich schwarz ;( !
    Mir drängt sich der Eindruck immer mehr auf, daß die Entwicklung gerade in die entgegengesetzte Richtung läuft ::c.o.l)

    Jeszcze Polska nie umarła, kiedy my żyjemy.

  • Da sehe ich aber reichlich schwarz ;( !Mir drängt sich der Eindruck immer mehr auf, daß die Entwicklung gerade in die entgegengesetzte Richtung läuft ::c.o.l)


    Naja....das ist ja auch bequemer für den einzelnen...und wenn man dann noch bei jedem Problem einen findet, auf den man mit dem Finger zeigen kann.......

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