Zündhütchen sitzen fest.....

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen größeren Posten Hülsen 5,6x52 R (.22 Savage High Power ) bekommen. Mußte dann aber beim versuch diese zu entzündern feststellen das die Zündhütchen Bombenfest in der Glocke sitzen,..hab mir 3 Außstoßer geplättet ..nix zu machen. :/ Die Hülsen sind von RWS und definitiv keine Berdanhülsen !
    Hat jemand schon mal mit iesem Problem erfahrung gemacht ? Ich hatte schon mal überlegt den Hülsenboden mit einer Lötlampe ein wenig warm zu machen...


    Gruß,
    :drink:

    " Ich rieche die Sau und atme tief ein , dann bin ich mir sicher auf der Jagd zu sein "

  • Hallole,stelle mal ein paar Hülsen in ein Glas mit Aceton,so mal über Nacht.
    Den Deckel aber drauf machen,sonst stinkt´s.
    Warscheinlich sind die Zünder eingeklebt.
    Gruß
    Musketon

    Nur schwarzes Pulver ist gutes Pulver

  • Gefühlvollere u. genauere Alternative zur offenen Flamme: tranportable Herdplatte.
    Hülsenböden drauf stellen, auf mittlerer Stufe anfangen, 10 Min. warten ... ausprobieren.

    Jeder Jeck is' anders.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Nimm einfach einen Lötkolben (ohne Flamme) und halt ihn an das Zündhütchen. Der Kleber sollte sich recht schnell lösen.

    Glaube mal ... wird so nicht funktionieren. :Game:
    Messinghülsen sind viel zu gute Wärmeleiter. Musst sie ja auch noch in die Entzünder-Matritze kriegen.


    Aber: Versuch macht kluch.

    Jeder Jeck is' anders.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Da ich gerade Hatchers Notebook lese und er darin ausführlich darauf eingeht, dass zu weiche Hülsenböden sehr gern zu gerissenen Hülsen und teils zerstörten Waffen führten, habt ihr da keine Bedenken?

  • Danke für die Tips.
    Der Vorschlag mit der Herdplatte scheint mir der beste zu sein. Da kann man dann Stück für Stück die Temperatur erhöhen und mehrere Hülsen gleichzeitig erwärmen :thumbup:

    " Ich rieche die Sau und atme tief ein , dann bin ich mir sicher auf der Jagd zu sein "

  • Da ich gerade Hatchers Notebook lese und er darin ausführlich darauf eingeht, dass zu weiche Hülsenböden sehr gern zu gerissenen Hülsen und teils zerstörten Waffen führten, habt ihr da keine Bedenken?

    So was in der Art ging mir auch durch den Kopf, obwohl ich nicht beurteilen kann, ob da wirklich Gefahr besteht :/ .


    Ansonsten gehe ich hier ohnehin von einem ganz falschen Ansatz aus:
    Es "plättet" m.E. keine Ausstoßer, wenn das Zündi geklebt oder gecrimpt ist.



    Wo es allerdings Stifte plätten kann, sind unsymetrische oder zu enge Zündlöcher.


    Das Problem hatte ich erst kürzlich bei einer Serie .22 Hornet von Hornady - bin aber auch erst darauf gekommen, als bereits der zweite Stift gehimmelt war :cursing:


    @Jayco6666
    hierbei rate ich auch unter Hinblick auf @Phil `s Einwand


    Da ich gerade Hatchers Notebook lese und er darin ausführlich darauf eingeht, dass zu weiche Hülsenböden sehr gern zu gerissenen Hülsen und teils zerstörten Waffen führten, habt ihr da keine Bedenken?

    zur Vorsicht mit der Herdplatte oder sonstiger Hitze - Hälse weichglühen ist o.k. - aber bei Böden wäre ich vorsichtig !
    Ich würde hier mal ein Zündi von außen anbohren und es mit einer spitzen Ahle herauswuchten und dann das Ganze untersuchen.
    Dann hast Du eben eine kaputte Hülse, bist aber zumindest über die Probleme ein Stück weiter.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • habt ihr keine Kiste oder Tonne für Messingschrott? Da würden solche Hülsen bei mir drin landen.

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    “They Knew Their Duty And They Did It,” John S. “Rip” Ford, Texas Ranger

  • habt ihr keine Kiste oder Tonne für Messingschrott? Da würden solche Hülsen bei mir drin landen.

    Einen Versuch ist es bei dem nicht ganz geringen Hülsenpreis schon mal wert - und irgendwie will man es doch auch wissen ;)


    Ich hab auch Hülsenlose in Betrieb, die beim ersten Entzündern die volle Katastrophe waren - Hirtenberger .308 z.B. .
    Die zu engen Zündlöcher wurden dann aufgebohrt - und seitdem haben die Dinger x Durchgänge klaglos weggesteckt :thumbsup:


    Munitionsherstellern sollte man eben nicht unterstellen, daß sie ein Interesse an der Wiederverwendung ihrer Hülsen haben - das schmälert doch den Umsatz ::c.o.l)

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Welche Werkzeuge werden denn verwendet ? Ich habe schon versehentlich dazwischen geschmugelte Berdanülsen mit dem Ausstoßer durchstoßen, den Ausstoßer hat das nicht gejuckt. Was die Dinger gar nicht mögen sind ausserzentrische Zündlöcher, der Stift ist hart und macht kein flexen mit, hatte ich bei RWS aber noch nie.

  • Wenn Zundhütchen mich ärgern wolllen, dann kommt die nasse Methode zur Anwendung:



    Mein Büma baute mir so ein Teil in Messing. bisher habe ich noch jedes ZH damit rausgebracht. Ob verstemmt oder geklebt - einerlei!


    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Würde mich auch interessieren, was zum Entzündern für Werkzeug benutzt wird.
    Ich benutze für die meisten Hülsen den Frankfort Arsenal Handentzünderer,
    und was da zuviel Kraft braucht, die Lee Entzündermatrize in einer Einstationenpresse.

  • Als Matrizensatz verwende ich den von Lyman , die haben auch Ausstoßerstifte mit Kopf. Mit Lyman Matrizen lade ich auch die 30/30 und habe damit keine Probleme.
    Die nasse Methode wie Mitr sie beschrieben har ist natürlich auch interessant. Werde so ein Werkzeug dann in der kommenden Woche mal bei uns in der Dreherei in Auftrag geben. :)
    Neue Hülsen für die 5,6x52 R sind mir zu teuer....,...warum kaufen ,ich hab doch genug hier.
    Ich werd die Mistviecher schon irgendwie rauskriegen...

    " Ich rieche die Sau und atme tief ein , dann bin ich mir sicher auf der Jagd zu sein "

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jayco6666 ()