Redfield Revolution 4-12x40 für Haenel CR223 auf 100m

  • Hallo zusammen, habe mir als verfrühtes Weihnachtsgeschenk ein Haenel CR223 in 16,65" zugelegt (Sportschütze) und bin seit Wochen dabei mich in Sachen Optiken einzulesen. Vorab, fürs Erste habe ich keine konkreten Wettkämpfe o.ä. damit vor, gekauft habe ich es um damit am benachbarten 100m Stand Spaß zu haben (Präzision, sowohl aufgelegt als auch stehend). Der Stand ist im Freien, also Beleuchtung ist kein Thema. Falls ich tatsächlich damit mal 3114 vorhabe dann dachte ich da an Aimpoint mit Magnifier, aber das soll uns jetzt nicht aufhalten.


    Für den Stand wollte ich ein relativ kompaktes und leichtes ZF mit 12-fach Vergrößerung. Beleuchtung wäre natürlich nett, aber für den Stand wohl nicht nötig. Prinzipiell habe ich kein Problem damit Geld für mein Hobby in die Hand zu nehmen, aber für den beschriebenen Einsatzzweck wäre das meiner Meinung nach Verschwendung. Ich dachte an das Redfield Revolution 4-12x40 4-Plex, 339€ würde sich noch im Rahmen halten. Hat das jemand hier auf seiner AR 15 montiert und kann etwas zur Qualität sagen? Gibt es in der Preisklasse bessere Alternativen? Ich habe mir auch das Falke 4-16x44 TAC angesehen das in einem anderen Thread diskutiert wurde, aber das ist deutlich größer und schwerer. Bushnell hat gefühlte 1000 Serien von denen nicht alle hierzulande erhältlich sind und die mich verwirren. Das Nikon Prostaff 4-12x40 wäre günstiger zu haben, aber ist das von der Qualität jetzt besser, schlechter oder ähnlich?


    In Sachen Montage, was würdet ihr da auf der Haenel empfehlen? Die Standardempfehlung ERA-TAC Ultralight kostet fast so viel wie die beschriebenen Zielfernrohre, von daher weiß ich nicht ob das Sinn macht.


    Bin für alle Ratschläge dankbar :)

  • Hi,


    das Redfield-Glas ist erstaunlich leicht. Dafür muß man mit dünnwandigem Alu und leichten oder wenigen Gläser arbeiten. Das kann gut gehen ...


    Meine Standard-Empfehlung für den preisgünstigen ZF-Einstieg für die 100m-Disziplinen mit dem AR ist das Sightron S-TAC 2-10x32. Ich habe es selbst, neben Gläsern von Kahles und Schmidt & Bender.
    Das Sightron kann natürlich in keinster Weise mit den anderen hinsichtlich Optik und Mechanik mithalten, aber es ist erstaunlich klar und auch robust. Die 10fache Vergrößerung reicht auch dicke für 100m-Disziplinen. Sightron biete auch z.B. ein 3-16 ähnlicher Qualität, welches aber deutlich schwerer als das Redfield ist.


    Was die Montage angeht: Im unteren Preisbereich könntest Du Dir noch die AR-Montagen von Vortex oder Brownells anschauen.
    Ich mache da allerdings keine Experimente mehr. Ich mußte schon zu oft billig eingekauftes nachträglich teuer ersetzen.
    D.h. bei mir kommen nur Montagen von Spuhr oder Eratac auf die Waffen und ich fahre gut damit. Das ist ja auch nichts, was man alle paar Jahre ersetzen müßte.

  • Ich hatte ein Revolution 3-9x40 mit Tac MOA Absehen auf meinem .308 Repetierer. Auf 100m tat ich mir etwas schwer, eine DSB Scheibe N4 vernünftig zu sehen. 12x sollte wohl genau richtig sein. Ansonsten schönes Glas (bin allerdings kein Glas-Profi), klar und gut verstellbar. Habe zum Einschießen 5 Schuss gebraucht. Bei Bushnell habe ich massig AR-Gläser gesehen, deutlich unter 300 Euro.

  • Bei Bushnell habe ich massig AR-Gläser gesehen, deutlich unter 300 Euro.

    Klassische "AR15"-Gläser sind für dynamisches Mehrdistanzschießen gemacht und warten mit Vergrößerung 1-4 fach auf, inzwischen 1-6 und auch 1-8 fach. Die Absehen sind in der Regel ballistisch oder taktisch.
    Hier in diesem Vergleichsvideo sieht man das ganz gut:


    Präzisionsschießen auf dem 100 m-Stand ist nicht die Stärke dieser Gläser. Wenn man's trotzdem machen will, benötigt man gute Glasqualität, feine Absehen - und damit wird's teuer.
    Für Präzisionsschießen auf definitierte Entfernung (100/300 m) auf Schießständen ist ein feines Fadenkreuz als Absehen besser, also das, was viele Jäger auch gerne benutzen. Dazu eine Vergrößerung, die am Maximum der entsprechenden Disziplin liegt (4x/10x/12x).

  • Prinzipiell ja, aber in der Vergrößerung kannte ich das noch nicht.
    Die ballistischen Punkte passen nicht für hiesige Bedürfnisse (yards statt Meter) und sind sowieso immer nur eine Munition, einen Lauflänge und einen Drall exakt. In der Praxis stimmt das nie genau. Damit kann man gut auf Gongs in freien Gelände schießen, aber nicht exakt auf kleine Papierziele.
    Und so ein Absehen verdeckt zuviel wenn man präzise schießen will. Hier wäre der feine Strich wie in der Mitte des Absehens optimal.