.44 Magnum - Geprüfte Ladung

  • Ich musste meine alte .44 Magnumstandardlöadung neu erfinden, weil mein bisher für diese Laborierung verwendete Pulver, das VV N110 hierzulande nur noch schwierig zu bekommen ist. Ausserdem kommen noch beträchtlich differierende Preise dazu.


    Meine neue Standardladung, für Revlver, DE und UHR:


    Hülse: CBC Magtech, Trimmlänge 32,5mm
    ZH: CCI 350LPM
    Geschoss: .429, 240grs, VM, FP von PPU
    Pulver: 22.8grs RS30
    L6: 40,58mm
    Rollcrimp mittels LEE FC Matrize, geladen auf Dillon 550


    Obwohl das RS30 ein einbasiges Pulver ist, verwende ich Magnumzünder. Vorherige Versuche mit MUROM LP ergaben recht starke Verschmauchung der vWaffen. Beim Wechsel auf die CCI350 ging dies deutlich zurück, Geschwindigkeitssteigerung aus dem 7,5" Revolver rund +15m/sek.


    Die Druckmessung von 10 Patronen ergaben Drücke zwischen 2340 und 2475bar.


    Gemessene Geschwindigkeiten dieser Laborierung (Messgerät Mehl BMC18, Distanz 5 Meter, jeweils 12 Schuss gemessen, der schnellste und langsamste jeweils gestrichen):


    Ruger SBH Hunter 7,5": 432,6m/sek, 1455J
    Ruger SBH Silhouette 10,5": 441,1m/sek, 1512J
    Desert Eagle 6": 388,9m/sek, 1176J
    Rossi Puma 20": 493,1m/sek, 1891J


    MfG
    Mitr

    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Ja, das RS30 ist halt doch etwas anders als das N110, aber mit der richtigen Pressladung und anständigen besonders kräftigen Magnumzündern wie CCI350 sehr gut als Ersatz für N110 zu gebrauchen. Es ist halt deutlich weniger zündfreudig durch die Behandlung mit Campher, dafür aber auch merklich konstanter im Temperaturgang der Lebhaftigkeit. Sprich unterschiedlichere Temperaturbedingungen wirken sich beim RS30 weniger auf Abbrand und Gasdruck aus als bei N110.
    Nur die stark reduzierten Luftladungen wie H&N sie für die galvanisch verkupferten in Gewehrkalibern publiziert hat sind sind nur mit dem zündfreudigen N110 machbar und keinesfalls mit RS30

  • Interessant ist die hohe Leistungsausbaute aus dem 7,5" Ruger Revolver, ansonsten leistungsmäßig aber eher enttäuschend muss ich sagen.
    Wenn die 1200 J schon aus der Desert Eagle nicht erreicht werden können, dann mit Sicherheit auch nicht aus einem 6" Revolver.

  • Interessant ist die hohe Leistungsausbaute aus dem 7,5" Ruger Revolver, ansonsten leistungsmäßig aber eher enttäuschend muss ich sagen.
    Wenn die 1200 J schon aus der Desert Eagle nicht erreicht werden können, dann mit Sicherheit auch nicht aus einem 6" Revolver.

    Wenn aus dem 7,5 Zöller schon 1455 J gedrückt werden, sollten die 1200 J aus 6 Zoll drin sein.

    9mm Luger, 44 Special, .44 Magnum, 45 Colt, .454 Casull, 7.62x39 mm, 12/76 Magnum

  • @farmer3


    Naja, also da musst du jetzt nicht Äpfel mit Birnen in einen Topf werfen. Die von Mitr gepostete Laborierung arbeitet mit dem Pulver N110. Wenn es um Spitzenladungen geht und dazu noch um welche die aus Waffen mit kürzeren Lauflängen verschossen werden sollen, ist das ggf. nicht die optimalste Wahl.


    Richtig ist aber, dass man einen 44er mit 6Zoll Lauf schon richtig "volldrücken" muss, um so leidlich sicher die 1200J zu schaffen.



    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • .44 Magnum Jagdladungen


    Hier seht Ihr eine Ladung die mit 22,0grs RS30 aus 6,5Zoll gerade so die 1200 Joule nicht erreicht.
    Mit 20,8grs würden die Locker geknackt. Ich habe aber die niedrigere Ladung gewählt da sie nicht nur aus dem Revolver einen guten kleinen Streukreis liefert sondern auch nach der Ermittlung mittels Ladungsleiter aus dem UHR genau die Mitte des süßen Flecks hat und somit aus meinem UHR auch auf etwas mehr Entfernung bei unterschiedlichen Bedingungen einen sehr guten Streukreis abwirft, was eine stärkere Ladung mit dem von mir verwendeten Geschoss nicht mehr tut.
    Die vergleichbare Ladung mit N110 oben liegt da aus dem 6,5Zoll Revolver knapp unter 1400 Joule.
    Aus der Desert Eagle liegt die Leistung immer etwas niedriger, bei der üblichen 6Zoll Lauflänge. Die ja kürzer sind als 6Zoll Revolver. Bei der Pistole hat man zwar keinen Trommelspalt, der Gasdruckverlußt bedeutet, dafür muss man von der realen Lauflänge das Patronenlager noch abziehen, beim Revolver hat man immer die reale Lauflänge angegeben da das Trommellager extra ist und nicht im Lauf wie bei der Pistole. Zudem hat die Desert Eagle durch den Gaszylinder auch Druckverlußt.

  • @farmer3


    Die von Mitr gepostete Laborierung arbeitet mit dem Pulver N110.


    Lesen hilft!


    Ich postete diese Laborierung deutlich ausgewiesen, als Ersatz für meine alte Standardlaborierung mit dem VV N110.


    Meine neue Standardlaborierung arbeitet mit dem


    RS30


    Ich bin immun gegen Marketing. Aus diesem Grunde trinke ich kein Red Bull und habe keine Waffen von H+K!

  • Richtig ist aber, dass man einen 44er mit 6Zoll Lauf schon richtig "volldrücken" muss, um so leidlich sicher die 1200J zu schaffen.

    19gr Alliant 2400 bringt aus meinem FA mit 6" 431m/s das sind über 1440 Joule und das mit 240er Ares Pillen

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."fas_2019.png

  • zündfreudigen N110

    Selbst mit Magnum ZH jedemenge unverbranntes Pulver (.44 Magnum). Mit standart ZH war es noch schlimmer. Soviel zum Thema "zündfreudig".
    Erst als das eine Psycholadung war, war es besser, aber dann leider auch wieder unpräziser.
    Es ist für mich wirklich ein Rätsel warum die meisten von diesem N110 schwärmen.

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."fas_2019.png

  • Es ist für mich wirklich ein Rätsel warum die meisten von diesem N110 schwärmen.

    Das kommt bei .44 Mag m.E. wohl auch auf die Waffe an.


    Ich habe mit den VV Kurzwaffenpulvern für meinen .44 UHR nichts Vernünftiges zusammengebracht -
    erst die Verwendung von VV N 110 hat das Problem gelöst.


    Kurzwaffe in .44 habe ich erst jetzt gekauft und noch nicht getestet.


    Falls Deine Ansicht über das Schwärmen
    für VV N 110 jetzt allgemein und nicht nur auf .44 Mag bezogen war: Es ist für mich das absolut universellste Pulver, mit dem ich je gearbeitet habe !


    Es ist zumindest mir kein anderes Pulver mit einer derart breiten Verwendungspalette bekannt.
    Ich könnte jedes andere Pulver irgendwie ersetzen, beim N 110 würde ich das nicht schaffen.


    Von der .22 Hornet über die .357 Mag für Langwaffen, über geprüfte Deva Ladungen für 30-06 bis Reduzierladungen für mehr als ein Dutzend Büchsenkaliber bis hin zum passenden Ersatz von Ladungen für antike Scheibenbüchsen:
    Das VV N 110 kanns :thumbsup:

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Das VV N 110 kanns :thumbsup:

    Meine Erfahrungen mit VV N110 sind schon über zwei Jahrzehnte alt. Ich hab es damals für Magnumladungen .357 und .44 benutzt.
    Die Präzision war ok., aber es ist nach meiner Erfahrung das dreckigste Pulver was ich in Erinnerung habe. Die Revolver sahen aus als hätte man Schwarzpulver geschossen. Nachdem 1kg verladen war hab ich auf Hercules 2400 umgestellt und alles war gut.

  • Es ist für mich wirklich ein Rätsel warum die meisten von diesem N110 schwärmen.


    Ich würde mal nicht von "schwärmen" reden aber N110 wird doch schon von vielen genutzt, ja. Warum? Weil damit viele Ladungen, auch reduzierte Laborierungen möglich sind.


    UND: Weil es praktisch immer verfügabr ist!


    Ich hatte mal viele meiner LW Laborierungen auf Alliant Reloader umgestellt. Gutes Pulver, gut zu dosieren, gute Ergebnisse. Als ich fertig war mit meiner Umstellung gab es laaaange keine Ami-Pulver mehr. Da ich leider nicht 100kg Pulver lagern kann um die nächsten Lieferengpässe zu überstehen, sind Pulverhersteller außerhalb der EU für mich inzwischen ein Tabu. Sie lösen vielleicht manche Probleme, aber leider inzwischen nicht mehr zeitlich zuverlässig .


    Gruß
    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Nein weil es zumindest bei meinen .44er Ladungen sehr kleine Streukreise liefert, die Ladungen dennoch gut Power haben, einiger maßen verschleißarm sind etc.. Und bei mir brennt N110 mit Federal 155 sehr sauber. Das es in den normalen Revolver Lauflängen nicht vollständig abbrennt, das ist so, stört aber nicht weiter. Vollständiger Abbrand wird es beim UHR erreicht. Und was heißt Psychopatenladung? Eine Magnumpatrone sollte auch eine bleiben, sonst braucht man kein Magnum schießen und kann gleich eine Normalpatrone wählen. Richtig ist aber es erfordert wenn man Ladungen mit wirklich guten Streukreisen haben will etwas Tüftelarbeit.
    Ich habe i.d.R. die .44er Ladungen zuerst mit dem UHR entwickelt. Dort rechte Ladungsleitern wo jede Patrone eine andere Ladung hat mit Nummerierung jedes Einschlags auf 100m geschossen. Gesucht werden Süße Flecken wo mindestens eine Spanne von 5 bis 7 Patronen in direkter nummerierter Reihenfolge mit leicht ansteigender Ladung sehr dicht zusammen schießen. Davon nimmt man dann die Mitte. Alle solcher Art erarbeiteten Süßen Flecken sind für meinen UHR schon mal schöne gleichmäßige Ladungen wo nicht nur die Laborierung selbst möglichst gleichmäßig reagiert sondern zudem sich die Laufschwingungen meiner Waffe einiger maßen ausgleichen. Diese habe ich dann im zweiten Schritt aus meinem Revolver getestet. Und siehe da fast die Hälfte solcher Art erarbeitenen Ladungen haben auch aus meinem 6,5Zoll Revolver sehr schöne kleine Streukreise i.d.R. besser als ich freihändig schießen kann. Ein Kollege hat das dann mit seinem 4 Zöller noch mal bestätigt (Und schießt damit leider gottes noch besser als ich mit meinem 6,5 Zöller).