Wie schmiert Ihr eure Waffen

  • Selbstentzündung nach meinem Wissen vornehmlich bei Leinölfirnis.


    Ansonsten kein Leinöl, und auch kein Sonnenblumenöl, denn das Zeugs neigt zum Verharzen.


    Zum Pflegen vielleicht Bore-Butter? Bienenwachs + Ölivenöl. Oder ist Bienenwachs nicht vergan? Bienenwachs-Pflanzenöl-Mischungen hat man schon vor langer Zeit als Rostschutz für Metallrüstungen hergenommen. Oder auch Rostschutz auf Wollfettbasis (Lanolin = Ovatrol) Da muss nicht mal ein Tier dafür sterben! :Braverle:

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Zum Pflegen vielleicht Bore-Butter? Bienenwachs + Ölivenöl. Oder ist Bienenwachs nicht vergan? Bienenwachs-Pflanzenöl-Mischungen hat man schon vor langer Zeit als Rostschutz für Metallrüstungen hergenommen. Oder auch Rostschutz auf Wollfettbasis (Lanolin = Ovatrol) Da muss nicht mal ein Tier dafür sterben! :Braverle:


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    ARRRLARRRRRM! Nicht vegan! Böse! Tierisches Produkt!

  • Natürlich ist Keramik ein sehr gutes Schmiermittel, allerdings mit begrenzter Wärmestabilität.

    Für Radlager, Zündkerzen, Bremsen z.B. würde ich es aber nicht verwenden wollen.

    Da geht, wie auch bei Waffen die geschossen werden (nicht Lagerung), absolut NICHTS über Graphitpuder.


    Aber soll doch das verwenden, was ihm als Bestes erscheint. Ich steh' nu mal aus langjähriger Erfahrung auf Graphit und Ballistol. grin-.)


    Und morgen kommt der Weihnachtsmann!


    PS: Ich arbeite in der Schleifmittel Branche.

    Dann hast du leider deinen Job verfehlt.

    Denn wenn du fit wärst, wüsstest du dass es von etwa 1200 verschiedenen Keramik-Arte

    fünf gibt die schmieren. Je nach Verarbeitung, Form und Grösse schmieren die unterschiedlich gut und haben auch sehr grosse Preisunterschiede.


    Wer aber glaubt, dass Schmiermittelhersteller Keramik nutzen um zu schleifen, der sollte sich vielleicht mal ein Schmiermittel mit Keramik anschaffen und versuchen damit sein Messer zu schärfen :D

  • Dann hast du leider deinen Job verfehlt.

    Denn wenn du fit wärst, wüsstest du dass es von etwa 1200 verschiedenen Keramik-Arte

    fünf gibt die schmieren. Je nach Verarbeitung, Form und Grösse schmieren die unterschiedlich gut und haben auch sehr grosse Preisunterschiede.

    Ich würde jetzt behaupten das dies Arroganz auf ganz hohem Niveau ist!


    Ich bin dann mal raus.

    .........."Everything else is just what you shoot before you shoot your first FA."fas_2019.png

  • Mein Beitrag zu der Diskussion: Ich habe eine Zeit lang in einem Forschungsbereich gearbeitet wo Keramiken hergestellt und getestet wurden.


    Ich sag nur als Beispiel: Keramik-Protesten die extrem Abriebfest sind (Hüftprothesen).


    Auf der anderen Seite werden Keramik-"Pellets" benutzt um damit Metallpulver fürs Sintern fein zu mahlen.


    Ihr seht die Einsatzmöglichkeiten für Keramik sind extrem vielfältig -> Generell ist Keramik ein super Werkstoff!


    Wer Lust hat kann ja mal Festschmierstoffe googlen...

  • Absolut richtig, es gibt einfach unglaublich viele Stoffe die als Keramik bezeichnet werden und ganz wenige davon die eben schmierende Eigenschaften haben.

    Selbstverständlich gibts auch welche zum Schleifen und es gibt ja auch Messer aus Keramik. Die Keramiken die in Waffenfetten zum Einsatz kommen sind aber NICHT zum SCHLEIFEN SONDERN haben SCHMIERENde Eigenschaften.

    Wie auch anschaulich in dem Vergleichsvideo zu sehen ist, das ich verlinkt hatte. Da schliessen nämlich alle Mittel mit Keramik beim schmieren besser ab als die ohne Keramik.

  • naja wenn man sich bezüglich Schmierwirkung das Video das geposted wurde ansieht, scheint Ostermayer Jagd Waffenfett mit elektrisch geladenen Microkeramik Schmierpartikeln ja das Non Plus Ultra zu sein. Leider ist es das auch beim Preis. Ich glaube auch kaum, dass man das bei Waffen die regelmäßig gepflegt werden auch wirklich braucht. Vielleicht bei n Vereinsknifte sie erst nach mehreren tausend Schuss richtig zerlegt und gepflegt wird.

    Bei wichtigen Gleitstellen tut es bei mir entweder GunCer Waffenfett ebenfalls mit Microkeramik allerdings wohl noch nicht ganz so ausgefeilt wie das Ostermayer (das GunCer Fett war damals deutlich günstiger und reicht völlig, wobei das inzwischen wohl etwas im Preis angezogen hat). Oder einfach weißes Bundeswehr Lithium-Flüssigfett O-158. Das ist auch recht gut und kommt dabei ohne Microkeramik aus und ist phänomenal günstig. Eine Dose mit 1 US-qt reicht ewig und liegt preislich i.d.R. noch unter 10€.

  • Vieeel zu billig. Daß KANN gar nix taugen ... :hyster:

    Ganz meine Meinung, bloß nicht kaufen ... bleibt mehr für mich, hab mir schon mal überlegt davon einen Lebensvorrat anzulegen, nicht dass es das irgendwann nicht mehr auf dem zivilen Markt gibt ...

  • Selbstentzündung nach meinem Wissen vornehmlich bei Leinölfirnis.


    Ansonsten kein Leinöl, und auch kein Sonnenblumenöl, denn das Zeugs neigt zum Verharzen.

    ...

    Prinzipiell stellen sogut wie Alle Öle die in Tüchern aufgesogen sind (Baumwolle, Wolle, Leinen, Papier, Dochte, Filze, auch Kunstfasern, besonders Filze und Wolle) eine gewisse Feuer- und auch Selbstentzündungsgefahr dar. Besonders bei höheren Temperaturen. Entsprechende Abfälle sind Gefahrgut z.B. UN1373 in der Klasse 4.2 .

    Bei Ölen die Doppelbindungen haben eben z.B. ungesättigte Fettsäuren ist diese Gefahr besonders hoch. Leinöl ist hier nur der extremste Fall mit sehr hohem Anteil an Omega3 Fettsäuren. Aber auch Sonnenblumenöl mit viel Omega6 fällt durchaus darunter. Der Grund ist hier dass durch Oxidation bei diesen Ölen von selbst Wärme entsteht. Ein Lappen mit Leinöl imprägniert etwas zusammengeknüllt nicht Luftdicht verschlossen zündet da am schnellsten von selbst. Aber auch Mineralöle welche diese Strukturen nicht haben können sich auf Tücher imprägniert im dümmsten Fall selbst entzünden. Grund ist je nach Stoff und Gewebe der Tücher eine sehr hohe Oberfläche welche die Zündtemperatur stark senkt im Zusammenspiel mit Wärme und elektrostatischer Aufladung.

    Gute Waffenöle stellen hier zwar eine etwas geringere Gefahr dar, weil diese möglichst stabil sein sollen um nicht zu verharzen. Ausgeschlossen ist die Selbstentzündungsgefahr hier aber dennoch nicht vollkommen.

    KfZ Werkstätten haben dafür i.d.R. ein Stahlfass dass frei steht an einer Stelle wo eine Zündung am wenigsten Probleme macht oder das eben mit Spannring luftdicht verschlossen wird.

  • naja wenn man sich bezüglich Schmierwirkung das Video das geposted wurde ansieht, scheint Ostermayer Jagd Waffenfett mit elektrisch geladenen Microkeramik Schmierpartikeln ja das Non Plus Ultra zu sein. Leider ist es das auch beim Preis. Ich glaube auch kaum, dass man das bei Waffen die regelmäßig gepflegt werden auch wirklich braucht. Vielleicht bei n Vereinsknifte sie erst nach mehreren tausend Schuss richtig zerlegt und gepflegt wird.

    Bei wichtigen Gleitstellen tut es bei mir entweder GunCer Waffenfett ebenfalls mit Microkeramik allerdings wohl noch nicht ganz so ausgefeilt wie das Ostermayer (das GunCer Fett war damals deutlich günstiger und reicht völlig, wobei das inzwischen wohl etwas im Preis angezogen hat). Oder einfach weißes Bundeswehr Lithium-Flüssigfett O-158. Das ist auch recht gut und kommt dabei ohne Microkeramik aus und ist phänomenal günstig. Eine Dose mit 1 US-qt reicht ewig und liegt preislich i.d.R. noch unter 10€.

    Ich habe das Fett von Ostermayer und ich muss sagen, ich merke wirklich einen Unterschied. Erstens weil es viel, viel, viel länger in der Waffe bleiben kann als andere MIttel und man eh schon viel weniger davon braucht. Und zweitens weil es gerade bei kälte die Konsistenz behält. Einem Freund von mir hat mal bei einer Treibjagd in Tschechien die Waffe versagt weil das Ballistol in der Waffe eingefroren ist. Das passiert eben mit dem Ostermayer Fett nicht.


    Aber klar, gutes hat eben seinen Preis. Jemand der eine 200€ Bergara Knarre hat sieht da vielleicht keinen Sinn drin sich ein 28€ Fett zu kaufen. Jemand der eine wertvolle Waffe hat und diese erhalten möchte spart bestimmt nicht an den 28€, wenn er weiss, dass Sie dadurch wertbeständiger bleibt.

    Prinz gibt übrigens zu jeder seiner Waffen ein Waffenfett von Ostermayer mit dazu und die werden auch Ihre Gründe haben.

  • Noch ganz kurz was zum Preis.

    Ich habe schon früh meine Waffen mit Keramik geschmiert und habe mal bei einem Freund der in der Metallindustrie arbeitet angefragt.

    Die benutzen Keramik Trockenschmiermittel und er hat mir mal "unter der Hand" ein kleines Einmachglass Keramikpulver mitgebracht. Das waren etwa 30g braunes Pulver. Er meinte zu mir das kostet normal etwa 150€. Wenn mir das nicht auf den Boden gefallen wäre hätte ich wohl jetzt noch davon.

    Also kurzum wenn das bei Ostermayer so etwas ist, und davon gehe ich aus, dann sind 28€ für ein wirkliches high-end Produkt angemessen.

    Ich habe mir eine Dose im Januar oder Februar gekauft und ich kratze immer noch das Fett vom Deckel ab, also habe vielleicht 2-3 Gramm gebraucht, habe aber sicher schon 10 Waffen damit geschmiert. Ist eben auch nicht so wie bei Ballistol dass man da die ganze Knarre von oben bis unten einsprüht sondern das dementsprechend sparsam verwendet.