Geschoßkalibriermatrize .547 (13,88mm) Pedersoli

  • Hallo


    kleiner Tip:
    Die Geschosse sind nicht sauber ausgegossen.
    Kann sein, dass die Kokille nicht heiss genug war und oder das Blei
    zu kalt. Was auch hilft ist, die Kaverne mit dem Russ einer Kerze zu
    schwärzen, das wirkt dann wie ein Flussmittel. Wie füllst Du das Blei in die
    Kokille? Hast Du einen Giessofen?


    Grüsse
    Karsten


    Der vor rund 35 Jahren dafür seiner Mutter einen Kochtopf nebst Suppenlöffel aus
    der Küche geliehen hat. :mk:

  • immer willkommen!


    Kokille sollte heiss genug gewesen sein, nach dem Füllen ca, 4-6 s bis der Guss erstarrt ist (?)
    Reinblei bei ca 440°C (elektronischer Regler am Giessofen mit Hysterese +/- 10°C)
    Da die Kokille neu war, erst mit Bremsenreiniger und Zahnbürste entfettet und mit Streichholz ausgerußt
    Jepp, habe ein Lee Giessofen, gepimpt mit einer externen Regelelektronik


    Ich gehe mal mit der Kokillentemperatur höher, mit dem Blei mal 10°C höher.


    Ich bin glücklicherweise in der Lage einfach in den Laden zu gehen und mir einen billigen Topf zu kaufen. Wenn ich hier etwas aus der Kücher gemopst hätte........uiuiui.

    Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich nicht gehört habe was ich sage?

  • Die Kokille ist zu kalt.
    Mit 10-Grad-Sprüngen wirst du einige Zeit brauchen bis es passt.


    Gruß


    Quigley 1874

  • Beim Leeofen vermute ich eher ein zu kleines Loch in der Warze :D Hab meines aufgebohrt, seitdem keine Probleme auch bei Mehrfachkokillen...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Wohlan - nach dem Hinweis von KaBra und anderen Hinweisen, habe ich mich entschieden noch mal 2kg zu giessen. Dieses mal mit heisserer Kokille und einer um 10°C erhöhten Bleitemperatur.
    Nachdem mir die ersten Güße direkt aus der Kokile wieder ausgelaufen sind, hatt diese wohl etwas viel Temperatur. Nach etwas abkühlen ging es dann deutlich besser. Zudem habe ich zuerst die Langen gegossen und nach dem die Schmelze zur Hälfte aufgebraucht war die Kurzen, um jeweils die Kokille zügig zu füllen.
    @erik_fridjoffson - natürlich wurde die Warze voher gründlich gereinigt und auch während dem Giessen immer mal wieder mit einem heissen Kupferdraht durchgestochert.


    Ergebnis: (oben die heute gegossenen - unten die vorherigen)


    547er Vergleich 2.jpg


    Deutlich bessere Konturen, wie konnte ich die vorherigen Krüppel nur toll finden. Beim Auswiegen dann die kleine Überaschung: die Gewichtsunterschiede in der Serie bleiben unterhalb von +/- 1gr, da sah es vorher deutlich schlechter aus (ca +/- 3gr)
    Damit liegt das kurze Geschoss nun bei 422gr und das lange Geschoss bei 503 gr.
    Die vorherige Serie geht geschlossen zurück in die Schmelze :-)


    Danke für die Hinweise Männers.

    Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich nicht gehört habe was ich sage?


  • @erik_fridjoffson - natürlich wurde die Warze voher gründlich gereinigt und auch während dem Giessen immer mal wieder mit einem heissen Kupferdraht durchgestochert.

    Die Originalbohrung ist für große Langgeschoße und Minies zu klein, deshalb etwas aufbohren...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Hm, wie gehst Du mit der grösseren Bohrung um, wenn die Rundkügelchen giesst (sofern dies bei dir der Fall ist)?
    Ich bin jetzt nicht super begeistert wie fix die Kokille gefüllt wird, aber nach dem Aufbohren hätte ich doch Bedenken beim Rundkugel giessen - da musste dann hellwach sein?

    Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich nicht gehört habe was ich sage?

  • Da ich meinen Ofen erhöht habe um auch Minies gießen zu können, ist es kein Problem, falls er mal nachtropft, da habe ich die Lee Barrenform unter den Ausgießnippel stehen.
    Ich hab mal nachgemessen, ich habe ich den Nippel von unten auf 3mm aufgebohrt und dann vorsichtig mit der Hand und viel Gefühl von oben den Grat mit einem 4,5mm Bohrer entfernt.
    Rundkugeln in Doppelkokille, kein Problem, da gieß ich bei .45 um die 200+ in 30 min, wenn Kokille und Ofen warm...


    Ich lass die Kugeln und die Angüsse in eine 5ltr Eimer, der mit Wasser gefüllt ist fallen. Die Angüsse nutze ich beim nächsten Erwärmen des Ofens, die Kugeln behalten durch das Abschrecken (evtl. Oberflächenhärtung) viel länger den silbrigen Glanz...






    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von erik_fridjoffson ()

  • Schön wars, der Abzug ist trocken und ich konnte gleich meine Selbstgegossenen ausprobieren. Schön auch, dass ich die Geschosse unkalibriert verwenden konnte. Das Visier ist mit der iefen und weiten Kimme etwas gewöhnungsbedürftig, aber für die paar Schuss sehr nett. Mir ist zum ersten Mal aufgefallen, dass die Württembergerin keine Laderast hat. Man müsste natürlich mal mit CH3 Pulver und so weiter experimentieren, aber sie steht oben auf der Liste. Einzig das buntgehärtete Schloss, tja das gehört da irgendwie nicht hin. Ist halt ne Hübsche - nach einem ordentlich verarbeiteten Lorenz Gewehr.

    Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich nicht gehört habe was ich sage?

  • Seit wann gibt es bei Pedersolli Bunthärtungen? Die sind viel zu aufwändig und somit zu teuer das sind Nitratbadbärbungen und hat mit Bunteinsatzhärten nichts zu tun.

    Und bei meiner Württembergerin sind allenfalls ein paar leichte "Patina Schattierungen" auf der Schloßplatte - anders kann man das nicht nennen, nicht mal "gefakte Bunthärtungen".

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)