Pulverdach - ja oder nein ?

  • Hallo Wiederlader,
    mit Suchfunktion und Recherche ist mir schon aufgefallen, daß die Meinungen zu Pulverdächern ziemlich "kontrovers" sind :whistling:


    Ich selbst habe dazu bisher gar keine richtige Meinung - aber mir jetzt aktuell im Sonderangebot bei Henke einen Redding gegönnt
    und
    da ist das Dingens nun mal dabei -
    also verwenden oder nicht ?(


    Wenn ich die Bemerkung in der Anleitung richtig verstanden habe, soll er irgendwo auf Höhe der Hälfte bis zum unteren Drittel des Behälters eingeklemmt werden -
    was ich allerdings nicht so toll finde, denn ganz sicher behindert er dann das Entleeren des Behälters.


    Ich könnte mir vorstellen, es lose einzulegen, damit es dann auf dem Rand des Werfers aufsitzt, somit auch immer denselben Abstand hat und z.B. mit einem Draht leicht hochgezogen werden könnte.


    Grundsätzlich aber interessiert mich erst mal,


    wer verwendet ein Pulverdach und warum
    oder
    wer lehnt es ab und weshalb ?


    Bin auf Eure Meinungen und Argumente und vor allen Dingen eigene Erfahrungen damit gespannt :thumbsup:


    CC

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Ich verwende es grundsätzlich. Es hilft die Dosierungen gleichmäßiger zu halten, indem es den Druck der Pulversäule auf die "Dosierwalze" gleichmäßiger hält.
    Grundsätzlich ist der Durchmesser so, das das Dach im Pulvervorratsbehälter (so möchte ich mal den Vorratsbehälter nennen) gleiten kann. Der gehört aber ganz unten auf die Basis, sonst funktioniert das System nicht so wie es soll.

  • Es hilft die Dosierungen gleichmäßiger zu halten, indem es den Druck der Pulversäule auf die "Dosierwalze" gleichmäßiger hält.

    So sieht's aus. :thumbup:


    Würde man ohne das Teil arbeiten bestünde die Gefahr von Ungleichmäßigkeit. Habe in irgendeiner Beschreibung sogar mal gelesen das der Pulverfüllgeräte-Hersteller angibt die eingefüllte Pulvermenge mind. ca. 2 cm über diesem Dach zu halten, um bestmöglichste Reproduzierbarkeit der geworfenen Ladungen zu bekommen.

    Jeder Jeck is' anders.

    Uralte kölsche Weisheit

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mühlenbracher ()


  • Grundsätzlich ist der Durchmesser so, das das Dach im Pulvervorratsbehälter (so möchte ich mal den Vorratsbehälter nennen) gleiten kann. Der gehört aber ganz unten auf die Basis, sonst funktioniert das System nicht so wie es soll.

    So leuchtet mir das eigentlich auch ein, ist es aber bei Redding eben NICHT !
    Das Teil soll ausdrücklich weiter oben festgeklemmt sein und ist ab Werk auch nicht gleitend .


    Ich habe es mal etwas zusammengedrückt so daß es jetzt nach unten gleitet und dann auf dem Rand des Werfers aufsitzt.



    So sieht's aus. :thumbup:
    Würde man ohne das Teil arbeiten bestünde die Gefahr von Ungleichmäßigkeit. Habe in irgendeiner Beschreibung sogar mal gelesen das der Pulverfüllgeräte-Hersteller angibt die eingefüllte Pulvermenge mind. ca. 2 cm über diesem Dach zu halten, um bestmöglichste Reproduzierbarkeit der geworfenen Ladungen zu bekommen.


    Na ja, ich habe Zeit meines Wiederladerlebens ohne gearbeitet (was natürlich kein Maßstab für irgend etwas ist),
    Murmelgießer, der bekanntlich kein Anfänger ist, hält das Teil, wie man hier im Forum mehrfach nachlesen kann,
    für so überflüssig wie einen Kropf
    und
    die absoluten Spitzengeräte der BR Schützen vom Typ Culver, also z.B. das Harrell haben so etwas konstruktionsbedingt nicht-
    und deren Präzision und Wiederholbarkeit ist Legende !


    Also ganz so einfach sieht es eben leider dann doch NICHT aus :P


    Trotzdem, ich hoffe auf weitere Beiträge,
    möglicherweise auch von jemand, der gezielt mit und ohne versucht hat und dazu was sagen kann.


    CC

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  • In automatischen Pulverfüllern z.B. von Dillon ist es fester Bestandteil des Füllrohrs, weil mit ihm vergossen. Beim Redding, Lyman 55 und anderen besteht es aus Alublech und wird manuell eingeschoben.
    Ich stelle die Frage mal umgekehrt: wie kommen die genannten Firmen mit jahrzehntelanger Erfahrung blos darauf sowas in ihren Geräten vorzusehen, wenn es "überflüssig ist wie ein Kropf" und sich ein paar Cent pro Teil einsparen ließen?


    Was die Pulverkrümelvereinzelung in der Praxis angeht, kann ich mir vorstellen (!), das ein bis oben zum Rand gefülltes Vorratsrohr unter Umständen einen zu großen Staudruck aufbaut, das Pulver im unteren Bereich an der Walze staucht und deshalb die gewünschte Ladung - vielleicht nicht immer - ganz erreicht wird.


    Ich repariere schon mal verschiedene Vereinzelersysteme in Montageautomaten. Da verklemmen sich wie durch Geisterhand zuzuführende Teile an glatten Behälterwänden am Auslauf, einfach weil der Bediener die Vorratsschütte zu voll gemacht hat. Glaubt man nicht, muss man mal gesehen haben. So stelle ich es mir im ungünstigsten Fall beim Pulverfüller vor.


    Was mich betrifft fällt mir kein Grund ein wieso dieses Dach schaden könnte. Meine zur Kontrolle gewogenen Mengen geben mir Recht. Mühle arbeitet deshalb nur "mit".


    Horrido. :drink:

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  • Ich stelle die Frage mal umgekehrt: wie kommen die genannten Firmen mit jahrzehntelanger Erfahrung blos darauf sowas in ihren Geräten vorzusehen, wenn es "überflüssig ist wie ein Kropf" und sich ein paar Cent pro Teil einsparen ließen?

    Also zuerst mal ist es wie gesagt eine Aussage von Murmelgießer - sinngemäß mehrfach hier im Forum nachzulesen.


    Aber Deine Gegenfrage wirst Du hoffentlich nicht ernst meinen, denn der Umkehrschluß aus Deiner Frage wäre der, daß alles was Firmen zum Kauf anbieten, sinnvoll wäre ::lachen2::::lachen2::



    Was mich betrifft fällt mir kein Grund ein wieso dieses Dach schaden könnte.

    Da gebe ich Dir Recht, schaden wird es sicher nicht.


    Da es bei mir nun schon mal dabei ist, werde ich es deshalb auch reinpacken, allerdings etwas zurechtgebogen, damit es unten aufsitzt und nicht irgendwo in der Mitte festgeklemmt.


    Da das Redding bei ersten Versuchen ohne schon extrem präzise war, wird es dadurch sicher nicht schlechter werden :D:D


    CC

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  • Ich verwende es grundsätzlich. Es hilft die Dosierungen gleichmäßiger zu halten, indem es den Druck der Pulversäule auf die "Dosierwalze" gleichmäßiger hält.
    Grundsätzlich ist der Durchmesser so, das das Dach im Pulvervorratsbehälter (so möchte ich mal den Vorratsbehälter nennen) gleiten kann. Der gehört aber ganz unten auf die Basis, sonst funktioniert das System nicht so wie es soll.


    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen! :thumbsup:



    So leuchtet mir das eigentlich auch ein, ist es aber bei Redding eben NICHT !Das Teil soll ausdrücklich weiter oben festgeklemmt sein und ist ab Werk auch nicht gleitend .


    Dann funktioniert das dort genau so, nur eben lediglich solange, biss das Pulverdach nicht mehr vom Pulver bedeckt ist. Du musst den Füller also immer recht voll halten.





    Naja, hier muss man mal schauen, was man so vergleicht und wie man das anwendet. Ich habe einen RCBS Pulverfüller und lade damit sowohl KW als auch LW Patronen. Bei den KW Pulvern (Kugel und kurze Stäbchen) ist der Pulverfüller ziemlich genau und die von mir produzierte Munition ist ohne Zweifel besser als ich, wenn ich den Steuermann gebe. Bei Langwaffenpulvern sieht das ganze schon deutlich anders aus. Die Toleranz der Pulvermenge aus dem Füller ist schon so groß, dass ich sowieso immer den Trickler bemühen muss, um gute Langwaffenpatronen zu fertigen.


    Somit kann ICH sagen, dass es eher von der Pulversorte abhängt und der Genauigkeit, die man erzielen möchte als von allem anderen. Weiterhin kann man zum Pulverdach sagen, dass es im Bereich der Langwaffenpatronen keinen Unterschied macht, denn der Trickler muss (zumindest bei mir) eh her. Aber es schadet auch nicht, wenn die Mengen im LW Bereich etwas konstanter sind, so muss ich weniger am Trickler drehen.


    Gruß
    Frank


    PS: Benutze das Ding, lege es ganz nach unten. Wenn es locker im Füller liegt, geht es beim Entleeren auch immer leicht raus. War bei mir nie ein Problem.

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Kann ich mir kaum vorstellen. Der funktioniert exakt so wie mein RCBS Combo oder wie das Ding mit den Mikrometerschrauben heißt.


    Das Problem dabei ist ja auch nicht nur die Mechanik oder die Präzision, sondern das Pulver. Wenn du LW Patronen lädst und dann langes Stäbchenpulver hast, dann liegt früher oder später mal eines auf der Kante zum Messzylinder. Wenn das durch ist, rüttelt's und die Schüttung ist anders, ggf. die ein zwei danach ebenso.


    Diesen Effekt hast du beim Redding Präzifüller doch auch?! Ist doch im Pulver begründet! Also kann ich nicht glauben, dass es damit ohne Trickler geht. Aber gern lerne ich dazu.....


    Gruß
    Frank

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  • Moin,
    das Problem, das von Mühle beschrieben wurde, liegt an der Form der "Körner" oder des Granulates. Je grober und z.B. stangenförmiger die Teile werden, um so größer ist die innere Verkeilung und die "Anhaftung" der Körner unter einander und an der Wandung, was bei flüssigen Materialien nicht der Fall wäre, dort würde der Säulendruck mit Verringerung der Säule abnehmen. Bei Treibladungspulvern spielt die Form und die Größe der Körner eine ausschlaggebende Rolle. Somit ist die Eingangsfrage nicht so ohne Weiteres zu beantworten und muss probiert werden. Im Gegensatz zu den wirklichen BR Abfüller sind die "normalen", auch das Redding BR, mehr oder weniger gleich aufgebaut. Das bedeutet, unter dem Pulverreservoir ist eine trichterförmige Zuführung, also ein Stau des Mediums. Bei den Pulverabfüllern, die sehr genau werfen, ist der Aufbau der "Trommel" und des Pulvermaßes anders, so dass kein Mediumstau entstehen kann. Darüber ist kein Dach sondern eine mittig angelegte runde Öffnung, durch die das "Pulver" zum Pulvermaß geführt wird.
    Ihr könnt es mal an Euren Pulverabfüllgeräten testen. Nehmt ein grobe Pulver und ein recht feines Pulver macht damit jeweils einigen Probeabfüllungen. Dann entnehmt ihr das Dach und tätigt, mit gleichem Anschlag etc. wieder einige Abfüllungen und vergleicht de Abweichung. Danach schiebt Ihr eine Pappscheibe mit einem ca. 8mm Loch in der Mitte bis auf den Grund des Pulverreservoirs und tätigt wieder Probeabfüllungen.


    Viel Spaß

  • Diesen Effekt hast du beim Redding Präzifüller doch auch?! Ist doch im Pulver begründet! Also kann ich nicht glauben, dass es damit ohne Trickler geht. Aber gern lerne ich dazu.....

    Ich stelle den Redding Bench Rest einmal richtig ein und meß dann jede 10 Patrone nach. Bei den von mir verwendeten LW-Pulvern (z.B. N140 oder N160) muß ich nicht mehr trickeln. Die Ladungsgewichte liegen je nach Kaliber bei meinen Patronen so zwischen 25 und 100 Grains.


    Mag sein, daß es Pulver gibt, bei denen das nicht ausreichend genau funktioniert. Mir ist zumindest bei Vitakraft noch keins begegnet.


    Rolf2

  • Letztlich kommt es ja auch noch darauf an, was man bereit ist, i.S. Schwankungsbreite zu tolerieren :rolleyes:


    KEIN Füller wirft Ladung um Ladung absolut identisch,
    aber
    ich will jetzt mal nur von MIR reden: Bevor ich daran glaube, daß ich bei einer Ladung ein Zehntel hin oder her
    (und je großvolumiger die Patrone ist, darf auch diese Differenz gerne noch etwas mehr sein)
    sich auf der Scheibe zeigt,
    glaube ich daran, nächstes Jahr in den WM Kader berufen und Weltmeister zu werden ::happy2::


    Zu der Sorte Schützen, deren Ergebnisse durch solch minimale Ladungsabweichungen erkennbar gestört werden,
    gehöre zumindest ICH nicht
    und
    bei entsprechender Ehrlichkeit und Selbstkritik sollten sich da wohl noch ein paar Andere angesprochen fühlen ;)

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  • Ja, so hatte ich auch einmal angefangen und mir gesagt "zu den Idioten mit dem Trickler gehöre ich nie". Nachdem ich die ersten Kisten der Munition für ein ZF Gewehr produziert und verschossen hatte, hatte ich meinen Ausspruch irgendwie vergessen und bin losgefahren, einen Trickler zu kaufen. :whistling:


    Gestern habe ich 6mm Norma BR geladen. Vor dem Hintergrund dieser Diskussion habe ich dann meinen Pulverfüller einmal nicht auf "immer etwas zu wenig - und dann nachkrümeln" gestellt, sondern auf "passend". Tatsächlich ist das Wurfergebnis nicht schlecht und über eine Toleranz von +/- 0,1grs rede ich auch nicht, das ist auch nicht meine Liga. Aber: subjektiv habe ich von 15 Ladungen etwa 10 gehabt, die perfekt waren, 3-4 die etwas daneben lagen, dabei aber sicher im Bereich von +/-0,1grs, dann aber IMMER 1-2, die deutlich zu wenig hatten. Das ganze war über die Charge immer reproduzierbar.


    Somit bin ich schon der Meinung, dass ein Trickler nötig ist, will man brauchbare Munition produzieren. Mit dem Nachwiegen jeder 10ten Patrone hätte ich die Ausreißer mit Sicherheit nicht gefunden und optisch ist das eh nicht zu erkennen.
    Einzig, wenn man vielleicht sehr kurzes Stäbchenpulver hat und natürlich bei Kugelpulver kann das ggf. noch tolerierbar sein, vor allem wenn man mit einem K98 beispielsweise und offener Visierung schießt. Dann sind andere Probleme sicher größer als ein Ausreißer bei jedem 15ten Schuss.



    Gruß
    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Gestern habe ich 6mm Norma BR geladen.


    [...]


    Somit bin ich schon der Meinung, dass ein Trickler nötig ist, will man brauchbare Munition produzieren.

    Ok, unter DEN Umständen mag es bei DEINEM Pulverfüller tatsächlich notwendig sein.


    (wobei es interessant wäre zu wissen, ob die zwei Ladungen mit der zu geringen Ladung tatsächlich im Trefferbild auszumachen sind)


    Bis zum Beweis des Gegenteils behaupte ich, daß es beim Redding Benchrest NICHT notwendig ist.


    :saint:


    Rolf2

  • Mit dem Nachwiegen jeder 10ten Patrone hätte ich die Ausreißer mit Sicherheit nicht gefunden und optisch ist das eh nicht zu erkennen.

    Deshalb macht das Verfahren mit jeder 10ten (oder 5ten oder 20ten) tatsächlich auch keinen Sinn !


    Kurzwaffenpatronen gehen bei mir durch die "optische" Kontrolle, es werden nur die ersten paar Ladungen aus dem frisch gefüllten Werfer gewogen und dann die Letzte - das reicht mir.


    Was die Kontrolle der LW Patronen angeht, da ist es bei mir ganz einfach: Vom Füller, der auf Sollstärke eingestellt ist, über die Waage ins Ladebrett - jede(!) Patrone (natürlich nur die Pulvermenge) !


    Das geht mit eingeübter Verfahrensweise Dank elektronischer Waage sehr (!) schnell und gibt volle Sicherheit.


    Nur getrickelt wird sehr selten, da ich kaum einmal jenseits der von mir akzeptierten Toleranzgrenze lande und mir das Trickeln jeder Patrone zu zeitaufwändig wäre.


    CC

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  • Deshalb macht das Verfahren mit jeder 10ten (oder 5ten oder 20ten) tatsächlich auch keinen Sinn !


    Ob jetzt gerade jede 10. Patrone das Optimum ist, ist sicherlich diskutierbar.


    Grundsätzlich sind Stichprobenverfahren aber in der Qualitätskontrolle gang und gäbe.


    Was die Kontrolle der LW Patronen angeht, da ist es bei mir ganz einfach: Vom Füller, der auf Sollstärke eingestellt ist, über die Waage ins Ladebrett - jede(!) Patrone (natürlich nur die Pulvermenge) !


    Naja, wer keine Arbeit hat, macht sich halt welche.


    :D


    Aber solange es Dir Spaß macht und Deinem Arbeitsablauf entgegenkommt und ich nicht gezwungen werde, auch so zu laden.


    Rolf2

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rolf2 ()

  • Was mir bei meinem Lyman 55 die erwiesenermaßen hohe Reproduzierbarkeit der geworfenen Ladungen bringt, ist neben der richtigen Pulverfüllmenge über Baffle ganz sicher der am Gehäuse angebrachte kleine Klopfer.
    Kann ja jeder halten (und glauben) wie er will. Bin allerdings davon überzeugt das diese kleine Erschütterung zur gleichmässige(re)n Füllung der Messkammer maßgeblich beiträgt.


    Lade mit dem Lyman nur meine Exoten wie 38-55, 32-20 oder 38-40. Fertige die jedenfalls zu je 50 Stück und wiege dann sporadisch nach, heisst von den fuffzich mind. 5 - und kenne keine Abweichung > 1 Zeigerstrichbreite, was also noch unter 1/10 Grain liegt. Was, betrachtet man meine rustikalen antiken Abschussrampen und den Mann am Abzug sicher zu vernachlässigen ist. Nur, wieso sollte dieser Mann ohne viel Mehraufwand schlechter produzieren als er könnte?! :sla:

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  • Ob jetzt gerade jede 10. Patrone das Optimum ist, ist sicherlich diskutierbar.


    Grundsätzlich sind Stichprobenverfahren aber in der Qualitätskontrolle gang und gäbe.


    Grundsätzlich hast du ja auch Recht ;)


    Aber wenn ich mir einmal mein Ergebnis anschaue, von dem ich oben berichtet habe und dann auch noch einmal unterstelle, dass +/-0,1grs. Toleranz okay wären, hätte ich bei 20 Patronen, die ich für einen Wettkampf (z.B. BDMP ZG2 oder ZG3) benötige 1 bis 3 Patronen dabei, die merklich abweichen würden.


    Abgesehen davon, dass ich, wenn es dumm läuft und ich 3 "Abweichler" im Wettkampf hätte, schon eine merkliche Ergebnisverschlechterung hätte, stellen sich mir in diesem Zusammenhang ein ganz andere Fragen:


    1.) Wenn nicht die 10te Patrone kontrolliert werden soll, wei das zu ungenau ist, welche denn dann? Jede 5te oder gar jede 3te)
    2.) Wenn ich schon jede 3te Patrone kontrolliere, ist der Weg zu einer einheitlichen Arbeitsweise bei der einfach jede Charge auf die Pulverwaage geht nicht mehr so weit.
    3.) Wenn ich bei meinen Kontrollen, die ich durchführe, eine Auffälligkeit gefunden habe, was mache ich dann mit den übrigen Patronen? Unterstelle ich einfach, dass die alle perfekt sind oder delaboriere ich die eine, die direkt vor dem Fehlwurf war, oder, oder, oder....?


    Entweder sind einem Fehlwürfe der Pulverfüller egal, oder man investiert in einen automatischen Füller mit Waage, oder man kontrolliert doch 100% und füllt mir dem Trickler nach. Die Alternativen gibt es meiner Meinung nach für LW-Patronen mit Stäbchenpulver. Da muss sich eben jeder für seinen Weg entscheiden.



    Gruß
    Frank

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