Bundeswehr - Heeresbergführer-Ausbildung: Über schmale Grate auf den Gipfel

  • Hallo Forum,


    hoffentlich ist das keine Propaganda, ;( wobei ich diesen Beitrag speziell für unsere österreichischen Gebirgsbewohner hier einstelle, aber auch die schweizer Gebirgsbewohner können sich angesprochen fühlen. ;)


    05.11.2018 Gebirgsjägerbrigade 23/Johannes Schwegler - https://www.dbwv.de/aktuelle-t…ale-grate-auf-den-gipfel/
    Heeresbergführer-Ausbildung: Über schmale Grate auf den Gipfel
    Piztal, Österreich. Die Gebirgsjägerbrigade 23 ist die Brigade der Bundeswehr, die im schwierigen und extremen Gelände militärische Aufträge erfolgreich bewältigen können muss, dies auch unter extremen Klima- und Wetterbedingungen. Dazu benötigt sie Spezialisten, die vorausgehen und führen können – die Heeresbergführer.



    Nach Überwinden des Südost-Grates balanciert ein Heeresbergführer-Anwärter dem Gipfel der Bliggspitze entgegen. Foto: Gebirgsjägerbrigade 23/Johannes Schwegler


    Damit die Heeresbergführer ihren Aufgaben als Ausbilder, Führer, Berater und Retter gerecht werden können, benötigen sie selbst eine Ausbildung, die deutlich über dem Niveau aller anderen Gebirgssoldaten liegt. Die Gebirgsjägerbrigade 23 bereitet daher geeigneten Nachwuchs mit verschiedenen Ausbildungsmodulen auf den anstehenden, fast ein Jahr andauernden Heeresbergführerlehrgang vor.


    Im September waren Ausbilder der Brigade mit zehn Anwärtern im Piztal auf dem Taschachhaus, um Erfahrung im kombiniertem Gelände (Mischgelände aus Fels und Eis oder Schnee) zu sammeln. Stabsfeldwebel Jörg Rauschenberger, einer der Ausbilder in diesem Kurs, betonte, dass die weltweiten Einsätze der Bundeswehr oft mit schwierigem bis extremen Gelände verbunden seien. Daher hob er die Bedeutung gerade des kombinierten Geländes hervor. Dieses sei besonders einsatznah, weil es den Übergang von Sommer und Winter abbilde.


    Ein Heeresbergführer-Anwärter erklettert den Südost-Grat der Bliggspitze (3454 Meter). Foto: Gebirgsjägerbrigade 23/Johannes Schwegler



    Gerne werden Kurse in Sommer und Winter unterteilt, richtig anspruchsvoll aber sind die Übergangsjahreszeiten, wo beide Bedingungen die Soldaten gleichzeitig oder im schnellen Wechsel fordern. Diese Bedingungen rechtfertigen das hohe Niveau der Heeresbergführer. Bei sich rapide ändernden Wetterbedingungen kann eine Geländeschwierigkeit gleich um ein Vielfaches anspruchsvoller werden. Die jungen Bergführer der Bundeswehr müssen dann trotzdem oder gerade dann ihrer Sorgfaltspflicht gerecht werden können und die anvertrauten Soldaten sicher durch das Gelände bringen. Die Gletscher, Firnfelder und steilen Grate rund um das Taschachhaus sind dafür ein ideales Trainingsgelände.


    Nach einer soliden Basisausbildung im Bereich der Steigeisen- und Pickeltechnik, Spaltenbergungsverfahren und verschiedenen Theorieeinheiten bestiegen die vier Gruppen im Wechsel die Wildspitze, Vernagt-, Sexegerten-, Petersen- und Bliggspitze sowie den Hinteren Brochkogel. Dabei wurden nicht die einfachen Routen gewählt, sondern stets das steilere Eis und spitz verlaufende Grate gesucht.


    Bei einem nächtlichen Einsatz unterstützten die Gebirgsjäger kurz vor Ende ihres Aufenthaltes eine Schulklasse, die beim Zustieg auf die Hütte über den Höhenweg in die Dunkelheit geriet. Einige erschöpfte Schüler wurden durch einen österreichischen Polizeihubschrauber auf die Hütte geflogen, während die Heeresbergführeranwärter die übrigen Schüler sicher durch die Nacht zur Hütte geleiteten.


    Grüsse
    czler

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    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    »Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.«
    Gustav Heinemann (ehemaliger deutscher Bundespräsident 1899 – 1976)

  • hoffentlich ist das keine Propaganda, wobei ich diesen Beitrag speziell für unsere österreichischen Gebirgsbewohner hier einstelle, aber auch die schweizer Gebirgsbewohner können sich angesprochen fühlen

    Ich durfte mal in Heiligenblut am Fuße des Großglockners vor vielen Jahren ein paar Heeresbergführer kennen lernen....Tolle erdgebundene Menschen.....für die Berg, mehr als ein Wort ist....Sie haben damals zusammen mit ein paar damaligen Gendermarie Beamten ein paar Urlauber vom Glockner geholt......Vor der Truppe kann man nur sagen.....Hut ab :thumbup: Für mich die Elite des Ö Bundesheeres.. :thumbsup:


    lg leonardo

    Ich habe keine Vorurteile.
    Ich kann überhaupt niemanden leiden.



    „All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“
    Lewis B. Puller

  • ... auch die schweizer Gebirgsbewohner können sich angesprochen fühlen.

    Der Bergführer juckt ihn wohl noch nicht...


    ... aber mein Sohn fängt im Januar 2020 bei den Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee an.
    Dort kann er seinen Hobbies Klettern und Skifahren noch etwas intensiver nachgehen. O.K., und Schiessen kann er da auch noch...
    Wie weit es ihn dann dort bringt... ? Na ja, das sieht man dann!


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Hallo Forum,


    Soldaten retten Snowboardfahrer aus Gletscherspalte

    Glück für die beiden Verunglückten: Die siebenköpfige Ausbildungsgruppe unter der Leitung von Stabsfeldwebel Kai Lamprecht (ganz links) ist zufällig vor Ort (Quelle: Bundeswehr)


    Stubai/Österreich, 20.12.2018. - http://www.deutschesheer.de/po…94IG2S0MG2UA0AVRTKVMN1G02
    Kürzlich haben Soldaten des Ausbildungsstützpunktes Gebirgs- und Winterkampf in Mittenwald zusammen mit zwei weiteren Personen zwei verunglückte Snowboardfahrer im Skigebiet Stubai in Tirol gerettet. Die beiden Männer waren in eine Gletscherspalte gestürzt.

    Grüsse
    czler

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    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    »Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.«
    Gustav Heinemann (ehemaliger deutscher Bundespräsident 1899 – 1976)