SIG 553 / 551

  • Hallo zusammen


    Bei meiner letzten Frage bzgl. einer 1911er habe ich ja schon sehr viel Rücklauf erhalten welcher sich wirklich gelohnt hat. Darum wende ich mich gleich noch mit einer Frage an euch^^


    Und zwar besitze ich bereits einige Kurzwaffen sowie ein einen langen Halbautomaten in .308 .... Was mir noch fehlt ist eine "kürzeres" Sturmgewehr.



    Und nun zu meiner Misere: Zwecks Munitionsverfügbarkeit und Qualität/Präzision wird es eine der folgenden SIG (SAN) werden


    - SIG 553 LB
    - SIG 551 SB
    - SIG 551 LB


    Was bedeutet die Zusatzziffer im Name wie z.B. (SIG 553-1 LB) oder (SIG 553-2 LB) das LB Longbarrel SB Shortbarrel ist klar.


    Bezieht sich das darauf ob die Waffe für NATO 5.56/.223 oder Schweizer GP90 optimiert gefertigt wurde oder allenfalls auf die Magazinkompatibilität? Auf was müsste ich achten? Zwecks Munitionskompatibilität wäre GP90 meiner Meinung nach sinnvoll...


    Habe auch schon gehört 5.56 .223 GP90 sei völlig egal geht eh alles überall. Habe aber noch keine Quelle gefunden die dass wirklich bestätigt bzw. will die Waffe ja auch nicht unnötig "abnutzen" mit falscher Mun auch wenn es theoretisch funzt. Gibt es da etwas auf was ich achten müsste?


    Und zum anderen habt ihr bereits Erfahrungen mit einer dieser Waffen machen können? Ich werde mir jedenfalls noch zusätzlich einen Quadrail Handschutz montieren. Zudem stellt sich mir die Frage, krieg ich auf die SIG auch einen anderen Schaft bspw. von Magpul drauf (Kein Muss)

  • Sali Joker


    Also die Zahl dahinter, ist die Bezeichnung für die Dralllänge, dass 553-1 hat eine Dralllänge von 10" und das 553-2 eine Dralllänge von 7".
    Das ist wichtig, je nach dem, welche Geschoss Länge/Gewicht du schiesst. Kurze Dralllänge ist gut für lange/schwerere Kugeln (am besten seien so 4.5g 69grs - 5,2 g 80grs für 7")


    Das SG550 unserer Armee hat z.b den 10" und nutzen tun sie die GP90 ( 4,1g 63grs. )
    Das harmoniert sehr gut.


    Merk dir, keine 5.56 in einem 223Rem Gewehr zu benutzen. Die 5.56 ist die Militär Version, andere verarbeitung, z.b stärker geladen.
    223 könntest du mit einem 5.56 gewehr verschiesen. PS: Die GP90 ist eine 5.56 x 45mm 63grs. Die Zivile version davon ist die GECO 223Rem 63grs.


    Ich habe ein SG553-2 LB (223Rem) und bin absolut zufrieden damit, kan sie nur empfehlen!
    Soweit ich weis gibt es adapter für Magpul Schäfte. Das Angebot an accessoir für die SG55X Familie ist aber relativ bescheiden, im Gegensatz zum Angebot im AR15 Bereich.

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  • Vielen Dank für die Ausführung. Ich tu mir meist ein wenig schwer bzgl. der Bezeichnung steht halt meist irgendwas a la .223/GP90/5.56 ist ja dann entweder sehr ungenau angegeben oder dann halt eine 5.56er die alles schluckt.


    Was war bei Dir der Grund für eine .223er mit 7ner drall ? Hätte jetzt gedacht in der Schweiz macht wohl 5.56 mit 10er drall mehr sinn dass auch die günstige GP90 verschossen werden kann.

  • Wen Sie angeben 5.56/ 223Rem sollte es eigentlich auch so sein.
    Der 7" weil er ein alles fresser ist. Darüber hinaus, haben die meisten meiner Halbautomaten in 223Rem einen 7" und bin absolut zufrieden damit.
    Die Waffen von SAN Swiss Arms, sollten aber eigentlich auch 5.56 schlucken, Ihnen müsste ja bekannt sein, dass viele Zivis auch mit der GP90 in Kontakt kommen.
    Bei mir spielt das nicht so einer Rolle, weil ich e immer meine eigene Mun mitnehmen muss, ergo 223Rem.


    PS: hab gerade nochmals die Bedienungsanleitung durchgeblättert, sie geben wie im Militär 5.6 an... Somit sollte das kein problem sein.
    Währe ja auch blöde, in der Schweiz einen Zivi (Von einem Schweizer Hersteller) auf den Markt zu bringen der nur 223 schluckt. Munitionsdepo gibt auch alle SG55X als 5.56/223Rem an.


    Bei einem AR15 auf dem 223Rem steht, würde ich aber definitiv keine 5.56 durch jagen.

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  • ... Bei einem AR15 auf dem 223Rem steht, würde ich aber definitiv keine 5.56 durch jagen.

    Und was mache ich?
    Bei meinem AR 15 steht auf dem Lower .223 und auf dem Lauf 5.56 Nato... :think:
    ( Guggst Du hier... )


    J.

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.

    Gelebtes Forum... so muss das sein!

  • Bin kein experte aber wen auf dem Lauf 5.56 steht (Somit müsste ja auch das Patronenlager 5.56 sein). Würde ich, nach dem gehen und nicht nach dem 223 auf dem Lower. Der lower wird das nicht gross interessieren.


    Ich weiss halt nicht wie es mit dem Verschluss aussieht, ob den das jukt. (Grosser unterschied zwischen einem Militär Verschluss oder Zivi Verschluss?)
    Hab aber noch nie von einem Problem mit dem Verschluss, zu diesem Thema gehört.


    EDIT: @jenska hatt dir ja schon eine gute antwort gegeben :)
    Was auf dem Lauf steht, ist wichtig.

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  • Dem Lower wird'd genauso egal sein, wie dem Verschluss...


    Wenn es da Unterschiede im Gasdruck gibt, hast Du diese auch schon bei verschiedenen Sorten "nur" in .223, oder 5.56x45.
    Der Unterschied ist nur marginal und auf die Verriegelungswarzen dürfte das kaum eine unterschiedliche Belastung ausüben.
    ( Wiki: ... behandelt die international anerkannte C.I.P. die etwas unterschiedlichen Typen der Patrone 5,56 × 45 mm NATO/.223 Rem. als typengleich, da die Abweichungen in den zugrundegelegten Messungen innerhalb der Toleranzen der C.I.P.-Standards liegen )
    Von verschiedenen Verschlüssen habe ich da auch noch nichts gehört.


    Ob bei den SIG's zivile .223-Läufe neben militärischen 5.56-Läufen verbaut werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Da Du schriebst:

    Wen Sie angeben 5.56/ 223Rem sollte es eigentlich auch so sein...

    gehe ich auch davon aus, dass die - genau wie bei mir - 5.56-Läufe und Patronenlager verbauen und das .223 zusätzlich nennen, um auch den Ahnungslosen deutlich zu machen, dass .223 "passt".
    Immerhin heisst es ja überall ( Waffenmanuals und Munischachteln ), dass man nur das verschiessen soll, was auch d'raufsteht...


    Jens

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  • Und was mache ich?Bei meinem AR 15 steht auf dem Lower .223 und auf dem Lauf 5.56 Nato... :think:
    ( Guggst Du hier... )


    J.

    Leute jede moderne .223er Waffe nach CIP Vorgaben kann auch militärische 5,56x45 Mun verschießen und jede 5,56x45 Waffe auch .223 Mun.
    Die Testvefahren für .223 CIP Mun und für 5,56x45 Mun sind unterschiedlich in sofern produziert die Gleich Mun da auch unterschiedliche Gasdrücke. CIP wird der Gasdruck in der Patrone gemessen und das nur bei 21 Grad Celsius. Beim Natotest wird kurz hinter dem Hülsenmund im Lauf gemessen aber bei unterschiedlichen Temperaturen bin mir nicht mehr ganz sicher glaube das waren norm. einmsl -5 Grad und einmal 45 Grad, da produziert die gleiche Patrone unterschiedliche Werte. In 99,9% aller Fälle hält die 5,56 Militärmunition die CIP werte auch ein. Also kein Problem für CIP konforme Waffen wie die SIG.
    Mit US SAAMI Standart sieht es etwas anders aus, die Vorgaben werden von Militärmunition überschritten.


    An sonsten das militärische Patronenlager weicht ganz geringfügig vom CIP Patronenlager ab bei dem Kaliber. Diese Abweichungen sind aber minimal und absolut nicht sicherheitsrelevant. Das militärische Lager ist auf Funktionssicherheit auch bei stärkerer Verschmutzung hin optimiert, das zivile .223 Lager auf Genauigkeit (da kann es nach sehr vielen abgegebenen Schüssen dann eher mal n Störung geben).

  • ... Das militärische Lager ist auf Funktionssicherheit auch bei stärkerer Verschmutzung hin optimiert, das zivile .223 Lager auf Genauigkeit.

    Na dann, jetzt habe ich wenigstens eine Entschuldigung, wenn ich weniger putze und nicht treffe!


    J.

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  • Dem Lower wird'd genauso egal sein, wie dem Verschluss...


    Wenn es da Unterschiede im Gasdruck gibt, hast Du diese auch schon bei verschiedenen Sorten "nur" in .223, oder 5.56x45.
    Der Unterschied ist nur marginal und auf die Verriegelungswarzen dürfte das kaum eine unterschiedliche Belastung ausüben.
    ( Wiki: ... behandelt die international anerkannte C.I.P. die etwas unterschiedlichen Typen der Patrone 5,56 × 45 mm NATO/.223 Rem. als typengleich, da die Abweichungen in den zugrundegelegten Messungen innerhalb der Toleranzen der C.I.P.-Standards liegen )


    Hmm
    Der Unterschied mag ja nicht extrem sein aber dan kommt ja noch der längere Throat dazu somit die gase der 5.56 mehr raum zum Expandieren haben, den sie
    in einem NUR 223 (da Kürzer) nicht hätten (+ 5.56 stärkere Ladung) und dadurch eine erhöhte Belastung entsteht :think: ?


    Wie gesagt, bin kein Experte und Lase mich gerne eines besseren belehren :)


    "According to the official NATO proofing guidelines the 5.56×45mm NATO case can handle up to 430.0 MPa (62,366 psi) piezo service pressure. In NATO regulated organizations every rifle cartridge combo has to be proofed at 125% of this maximum pressure 537.5 MPa (77,958 psi) to certify for service issue.


    The US SAAMI lists Maximum Average Pressure (MAP) for the .223 Remington cartridge as 55,000 psi (379.2 MPa) piezo pressure with deviation of up to 58,000 psi (399.9 MPa).[18][19] The chamber for military 5.56×45mm NATO has a longer throat prior to the bullet contacting the rifling which results in lower pressures when firing 5.56×45mm NATO ammunition. If 5.56×45mm NATO is used in rifles chambered for .223 Remington the bullet will be engraving the rifling when chambered which can dramatically increase pressure past the proof test level.[11]


    CIP hatt anscheinen ein anderes Test verfahren genutzt.


    C.I.P. defines the maximum service and proof test pressures of the .223 Remington cartridge equal to the 5.56mm NATO, at 430 MPa (62,366 psi). This differs from the SAAMI maximum pressure specification for .223 Remington of 380 MPa (55,114 psi), due to CIP test protocols measuring pressure using a drilled case, rather than an intact case with a conformal piston, along with other differences.[63] NATO uses NATO EPVAT pressure test protocols for their small arms ammunition specifications.
    Because of these differences in methodology, the CIP pressure of 430 MPa (62,366 psi) is the same as a SAAMI pressure of 380 MPa (55,114 psi), which is reflected in US Military specifications for 5.56mm NATO, which call for a mean maximum pressure of 55,000 PSI (when measured using a protocol similar to SAAMI).[64]
    These pressures are generated and measured using a chamber cut to 5.56 NATO specifications, including the longer leade. Firing 5.56mm NATO from a chamber with a shorter .223 Remington leade can generate pressures in excess of SAAMI maximums."




    gehe ich auch davon aus, dass die - genau wie bei mir - 5.56-Läufe und
    Patronenlager verbauen und das .223 zusätzlich nennen, um auch den
    Ahnungslosen deutlich zu machen, dass .223 "passt".
    Immerhin heisst es ja überall ( Waffenmanuals und Munischachteln ), dass man nur das verschiessen soll, was auch d'raufsteht...

    Absolut :thumbup:


    EDIT: Sorry hab deinen Post erst jetzt gesehn, danke @volker1

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  • ... Absolut :thumbup: ...

    Also @I.K,


    Wir beide verschiessen jetzt, was uns in die Finger kommt... :drink: !!!


    Denen, die "reine" .223iger haben, überlassen wir es, selber darüber zu grübeln, ob sie nun Surplus durchlassen, oder nicht!
    Ich mache mir da jetzt erstmal keine Gedanken, sondern nur den Finger krumm. :snipper2:


    Jens

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