Glock 45 ... die "zivile" 19X

  • Versteh mich nicht falsch, aber die technischen Unterschiede von der Gen 4 zur Gen 5 sind für den behördlichen Anwender nicht wirklich relevant.

    Ich bin es nicht, der falsch versteht. ;)


    Doch, denn die internen Veränderungen erhöhen die Zuverlässigkeit noch weiter und reduzieren die Gefahr von wenigen "typischen" Ausfällen, unter denen Glocks litten.



    Braucht ein Polizist oder Soldat Front Serrations (die es bei den standard Modellen der Gen 5 eh nicht gibt) ?

    Ja, denn moderne Schiessausbildung beinhaltet weltweit immer häufiger die Persönliche Sicherheitskontrolle, die einen Press-/Brasscheck bedingt, die damit schlicht und einfach besser zu bewerkstelligen sind. Auch mit Handschuhen, nassen Fingern, etc.
    Und der neue "Standard" der Gen5 Rev.3 wird scheinbar inclusive Front Serrations sein. Die Bilder da oben wurden nicht mit Photoshop erstellt...



    Warum hat man die jahrzehntelang bewährte Schlagbolzensicherung neu konstruiert und nachdem man es in den Baby Glocks getestet hat jetzt auch in den standard Modellen verbaut ?

    Weil sie den Abzug besser macht.



    Warum das orange bei den Gen 5 Magazinen ?

    Weil es die Sichtbarkeit des Zuführers erhöht und so eine deutlichere und schnellere Identifikationen von Störungen vs. leergeschossener Waffe ermöglicht. Zumindest am Tag.



    Wieso hat man das Volumen an Metall im Verschluss bei der Gen 5 so deutlich reduziert ?

    Weil Federn, Massen und Verschlusswege aufeinander abgestimmt werden.



    Wirkt sich das nicht negativ auf die Robustheit und Zuverlässigkeit aus ?

    Meines Wissens nach hat Glock seine Funktions- und Haltbarkeitstestanforderungen nicht gesenkt.



    Das sind so Details wo ich mich schon frage ob der zukünftige Kunde bei Glock wirklich noch behördlich ist,

    Welche Fragen Du wie stellst, zeigt mir, dass Du da nicht ganz aktuell bist und vielleicht gar nicht beurteilen kannst, was der behördliche Kunde aktuell sucht und kauft. Das ist nicht böse gemeint, das ist nur eine Feststellung aufgrund dieses Beitrages.
    Glock hat sich seine Änderungen eben nicht aus den Fingern gesaugt sondern in recht direkter Zusammenarbeit mit ein paar großen Behörden entwickelt.


  • Man muss abwarten ob die Vorteile die du nennst auch beim Endverbraucher gefragt sind und die Gen 5 sich hier durchsetzen kann. Ein überwiegender Teil der behördlichen Glocks sind selbst heute noch Gen 1 und 3 und teilweise auch ein Hybrid aus Gen 1 und Gen 3. Aber Kompatiblität mit Gen 5 Fehlanzeige. Da hatte es schon die Gen 4 aus diesen Gründen schwer...


    Händler und auch von mir gefragte Bundesheerler sind sich uneinig über die großen Änderungen der Gen 5. Sie meinen wer eine Gen 3 oder Gen 4 hat und zufrieden ist braucht die neuen eigentlich nicht. Wer jedoch noch keine Glock hat wird wahrscheinlich die Gen 5 nehmen. Ich sehe es ähnlich. Abgesehen davon, dass bei unseren Behörden ein Umstieg sowieso kein Thema ist...



    Für mich sind die Änderungen der Gen 5 vorallem auf die Bedürfnisse der Amis zugeschnitten, um noch mehr Zielgruppen zu erreichen und Umsatz zu generieren. Ob die Änderungen wirklich die großen gamewinner sind um noch mehr Behörden zu beliefern oder den Anforderungen einer wie du sagst modernen Schießausbildung gerecht zu werden glaub ich aber ehrlich gesagt nicht. Die Meisten werden bei den alten Generationen bleiben, ganz einfach weil die in allen Details jahrzehntelang erprobt und im Einsatz geprüft sind.



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at:




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Welche Fragen Du wie stellst, zeigt mir, dass Du da nicht ganz aktuell bist und vielleicht gar nicht beurteilen kannst, was der behördliche Kunde aktuell sucht und kauft. Das ist nicht böse gemeint, das ist nur eine Feststellung aufgrund dieses Beitrages.Glock hat sich seine Änderungen eben nicht aus den Fingern gesaugt sondern in recht direkter Zusammenarbeit mit ein paar großen Behörden entwickelt.

    Nehmen wir mal die heimische Polizei:
    Da ist der behördliche Kunde irgendein Minister oder Sekretär, der sucht und auswählt. Der Waffenträger hat da so gut wie nix zu sagen. Dem 45jährigen Gruppeninspektor ist das bestimmt auch völlig egal was er bekommt. Er mag diese oder jene Waffe nicht. Sie sollte halt nur so einfach wie möglich sein, aufs notwendigste reduziert. Das wäre die Gen 3.


    Beim "normalen" Straßenpolizist ist die Gen4 schon zu viel. Gibt man die Griffrücken dazu sollte man ihm zeigen wie man sie wechselt und montiert, lässt man sie weg dann ist der Vorteil der Gen4 nicht mehr gegeben.


    Bei Sondereinheiten wie Cobra und Wega ist es natürlich anders. Die wissen was sie brauchen aber die verwenden sie auch dementsprechend.

  • Sie meinen wer eine Gen 3 oder Gen 4 hat und zufrieden ist braucht die neuen eigentlich nicht.

    Es geht darum, seine vorhandenen Waffen wegzuwerfen. :rolleyes:


    Es geht darum, bei aktuellen Ausschreibungen die ergonomischen Features bieten zu können, die Behördenkunden heute für moderne Dienstwaffen fordern.

    Ob die Änderungen wirklich die großen gamewinner sind um noch mehr Behörden zu beliefern oder den Anforderungen einer wie du sagst modernen Schießausbildung gerecht zu werden glaub ich aber ehrlich gesagt nicht.

    Zwingt Dich auch keiner.



    Die Meisten werden bei den alten Generationen bleiben, ganz einfach weil die in allen Details jahrzehntelang erprobt und im Einsatz geprüft sind.

    Die letzten Ausschreibungsgewinne und der (mir unerklärliche, weil das Format einfach Unfug ist) Erfolg der 19X widerspricht Dir da bereits jetzt.

  • Nehmen wir mal die heimische Polizei:

    Kleiner Tipp: Es gibt auch eine Welt ausserhalb Österreichs. Dieser Teil der Welt ist für den Geschäftserfolg Glocks viel wichtiger als das vergleichsweise winzige Heimatland.



    Da ist der behördliche Kunde irgendein Minister oder Sekretär, der sucht und auswählt. Der Waffenträger hat da so gut wie nix zu sagen.

    Du solltest Dich vielleicht mal mit der Struktur und dem Vorgehen heutiger Ausschreibungen beschäftigen.




    Beim "normalen" Straßenpolizist ist die Gen4 schon zu viel. Gibt man die Griffrücken dazu sollte man ihm zeigen wie man sie wechselt und montiert, lässt man sie weg dann ist der Vorteil der Gen4 nicht mehr gegeben.

    Und doch ist die Anpassbarkeit der Griffgröße in praktisch jeder aktuellen Dienstwaffenausschreibung eine Forderung und teilweise ein Ausschlusskriterium, wenn nicht vorhanden. Also muss sich ein Hersteller anpassen.

  • Es geht darum, seine vorhandenen Waffen wegzuwerfen. :rolleyes:
    Es geht darum, bei aktuellen Ausschreibungen die ergonomischen Features bieten zu können, die Behördenkunden heute für moderne Dienstwaffen fordern.

    Zwingt Dich auch keiner.


    Die letzten Ausschreibungsgewinne und der (mir unerklärliche, weil das Format einfach Unfug ist) Erfolg der 19X widerspricht Dir da bereits jetzt.

    Die Briten haben 25.000 Glock aus der Gen 4 geordert. Das war vor wenigen Jahren, also vermute ich mal die Ausschreibungsanfoderungen haben sich nicht allzu groß geändert. Ansonsten wären die Briten jetzt mit einem rießigen Malus belegt im Hinblick auf die modernen Anforderungen und müssten ihre Pistolen austauschen.


    Der Erfolg der 19x beschränkt sich meines Wissens nach rein auf den zivilen (amerikanischen) Markt. Bei uns findest du diese Pistolen kaum. Die meisten Händler haben 2-3 von denen rumliegen. Bei den Verkaufszahlen wirklich eine Rolle spielen tun die bekannten G17 und G19 (sowohl standard, als auch in der "Plus" Variante). Mir ist keine Behörde bekannt die auf die 19x setzt.



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  • Nehmen wir mal die heimische Polizei:Da ist der behördliche Kunde irgendein Minister oder Sekretär, der sucht und auswählt. Der Waffenträger hat da so gut wie nix zu sagen. Dem 45jährigen Gruppeninspektor ist das bestimmt auch völlig egal was er bekommt. Er mag diese oder jene Waffe nicht. Sie sollte halt nur so einfach wie möglich sein, aufs notwendigste reduziert. Das wäre die Gen 3.


    Beim "normalen" Straßenpolizist ist die Gen4 schon zu viel. Gibt man die Griffrücken dazu sollte man ihm zeigen wie man sie wechselt und montiert, lässt man sie weg dann ist der Vorteil der Gen4 nicht mehr gegeben.


    Bei Sondereinheiten wie Cobra und Wega ist es natürlich anders. Die wissen was sie brauchen aber die verwenden sie auch dementsprechend.

    Bei uns ist das halt eh alles nicht wirklich auf die modernen Ansprüche ausgelegt, das ist eh klar. Unsere Polizei verwendet nachwievor die Teilmantelflachkopf-Patronen. Ist jetzt leistungsmäßig nicht so der Bringer...



    Wobei man ja fairerweise sagen muss, dass die Polizei jetzt mit neuen Sturmgewehren ausgerüstet wird. Es wird also durchaus modernisiert und die Ausrüstung an die modernen Bedürfnisse des Polizisten angepasst.



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  • Was die Briten haben oder nicht haben, ist jetzt nicht ganz so der Wegweiser in Richtung Zukunft. Die haben auch noch das SA80 und können sich nicht davon lösen, obwohl alles dafür spricht...


    Und ja, hinsichtlich der beidseitigen Bedienbarkeit haben sie sich mit der Gen4 einen Nachteil erkauft. Zu dem Zeitpunkt gab es von Glock aber noch nichts anderes und die restlichen Aspekte haben beim Auswahlverfahren dennoch überzeugt. Mit der Gen4 kann man ja nach wie vor auch noch arbeiten. Aber mit der Gen5 kann man das in praktisch allen Belangen noch besser.


    Mir geht es auch hier nicht um die 19X oder die G45, die ich beide aufgrund ihres Formats für unsinnig halte.
    Es geht mir um die Gen5, deren wichtigsten Neuerungen sie teilen. Und diese Neuerungen sind eben nicht erfolgt, weil es Glock langweilig ist oder sie meinen, irgendwelche Zivilkunden besser bedienen zu können.
    Diese Neuerungen sind in Zusammenarbeit mit dem FBI entstanden, das gerne eine Glock als Dienstwaffe gehabt hätte, aber auch auf die Weiterentwicklung ergonomischer Erkenntnisse Rücksicht nehmen wollte.
    Und zusätzlich hat Glock dabei noch die Gelegenheit genutzt, ein paar kleinere Schwachstellen bezüglich des Verschleißes zu beseitigen. Übrigens etwas, das Glock in der Vergangenheit auch in den anderen Generationen immer wieder getan hat. All das spricht deutlich für die Gen5 (jetzt mit Front Serrations als Revision 3) als den aktuellsten Stand für moderne Dienstwaffen aus dem Hause Glock und holt große Teile des Vorsprungs auf, den die Konkurrenz sich in den letzten Jahren erarbeitet hatte.


    Wie gesagt, Dich wird keiner zwingen, auf eine Gen5 umzusteigen. Glock-Pistolen sind aber primär Dienstpistolen und Beschaffer und ernsthafte Nutzer solcher Waffen haben da mittlerweile eine andere Sicht auf die Dinge.

  • Ach ich hab überhaupt nichts gegen die Gen 5 und hätte schon ganz gerne eine. Mir macht halt der Gesetzgeber einen Strich durch die Rechnung leider. Da ist mir der Wechsel von der Gen 4 auf die Gen 5 (aktuell noch) nicht wert.


    Vielleicht sehe ich es auch aus dieser Sicht etwas kritisch. Immerhin ist bei uns mehr nötig als einfach 500 $ auf den Tisch zu legen und mit der neuen Gen 5 heimzugehen. Wenn du verstehst was ich meine. ;)



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    Glock 45

    In meinem Fall die MOS, denn ich will sie mit RD als 2. KW (Sportschütze) nutzen.

    Eigentlich kein Nachteil zur 17er oder was denkt Ihr?

    Klar die kürzere Visierlinie könnte man meinen...

    Aber wie gesagt: Soll ein Red Dot drauf, deswegen ja auch die MOS und da ist der Vorteil der minimal längeren Visierline im Vergleich zur G17 ja hinfällig...

    Schneller ziehen weil der Verschluss ja kürzer ist als bei der 17er, aber das ist vielleicht im Hundertstel Sekunden Bereich und ich denke da kann ich mehr Zeit mit trockentraining gut machen...

    Vielleicht schreibt einfach noch jemand der sie hat warum er sich dafür entschieden hat..

    Vielleicht auch welches RD Ihr verwendet ..