Überlassung in WBK eingetragen.Munition?

  • Wenn ich in der grünen WBK einen Stempel in der Überlassungszeile(Waffe verkauft)von der Behörde bekomme, verliert man ja das recht somit auch Munition, dieses Kalibers zu besitzen.RICHTIG?
    Theoretisch darf man dann ab dem Überlassungszeitpunkt keine Muni des Kalibers besitzen, solange es die einzigste Waffe für dieses Kaliber war.

  • Wenn ich in der grünen WBK einen Stempel in der Überlassungszeile(Waffe verkauft)von der Behörde bekomme, verliert man ja das recht somit auch Munition, dieses Kalibers zu besitzen.RICHTIG?

    Klingt soweit richtig. Sicher bin ich mir nicht. Lasse mich gerne eines Besseren belehren.



    Theoretisch darf man dann ab dem Überlassungszeitpunkt keine Muni des Kalibers besitzen, solange es die einzigste Waffe für dieses Kaliber war.

    Da ich selbst noch nie in der Situation war, will hierzu keine falschen Aussagen geben.
    Wenn man noch einen Jagdschein hat dann stellt sich die Frage zumindest für LW-Munition nicht.

  • Wenn ich in der grünen WBK einen Stempel in der Überlassungszeile(Waffe verkauft)von der Behörde bekomme, verliert man ja das recht somit auch Munition, dieses Kalibers zu besitzen.RICHTIG?
    Theoretisch darf man dann ab dem Überlassungszeitpunkt keine Muni des Kalibers besitzen, solange es die einzigste Waffe für dieses Kaliber war.


    Korrekt! Der Munitionserwerb ist an die Waffe gekoppelt. Wird die Waffe verkauft, besteht keine Erwerberlaubnis für die Munition in dem Kaliber (siehe noch Beitrag von lopo), oder man hat weitere Waffen auf der WBK in gleichen Kaliber.

  • Ich lese das Waffengesetz (WaffG) im §10 Abs.3 ein wenig anders:

    3) Die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Munition wird durch Eintragung in eine Waffenbesitzkarte für die darin eingetragenen Schusswaffen erteilt. In den übrigen Fällen wird die Erlaubnis durch einen Munitionserwerbsschein für eine bestimmte Munitionsart erteilt; sie ist für den Erwerb der Munition auf die Dauer von sechs Jahren zu befristen und gilt für den Besitz der Munition unbefristet.

    Der Besitz von Munition scheint also unbefristet zu sein.


    Gruss
    Matthias

    http://www.cartridgecollector.de

    Staatlich anerkannter Waffensachkundeausbilder- und Prüfer.
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    Bei Angeboten einfach eine PN an mich.

  • Sobald die Waffe überlassen wurde, ist ja gleiche Spalte mit dem Behördenstempel als "überlassen" gezeichnet,somit auch der Munitionserwerbsschein, der in gleicher SPalte eingetragen ist. somit ist dieser ebenfalls als ungültig. Restmunition darf man logischerweise nicht mehr besitzen.Erwerben kann man auch nicht mehr.

  • Sobald die Waffe überlassen wurde, ist ja gleiche Spalte mit dem Behördenstempel als "überlassen" gezeichnet,somit auch der Munitionserwerbsschein, der in gleicher SPalte eingetragen ist. somit ist dieser ebenfalls als ungültig. Restmunition darf man logischerweise nicht mehr besitzen.Erwerben kann man auch nicht mehr.

    Da gehen zwei Sachen durcheinander...Im ersten Teil deines Satzes sprichst du von einer WBK, darin sind halt Waffen, die man legal besitzt sowie in aller Regel der Erwerb und Besitz der dazugehörigen Munition geregelt. Mit Munitionserwerbsschein, wie ihn @FIUX zitiert hat, hat das aber nichts zu tun. Letzteren bekommen nur recht kleine Gruppen ausgestellt wie z.B. Munitionssammler. Otto Normalsportschütze oder -jäger jedenfalls nicht. Und nur für diese kleine Gruppe gilt: Munitionserwerb auf 6 Jahre befristet, Munitionsbesitz unbefristet.

  • Da gehen zwei Sachen durcheinander...Im ersten Teil deines Satzes sprichst du von einer WBK, darin sind halt Waffen, die man legal besitzt sowie in aller Regel der Erwerb und Besitz der dazugehörigen Munition geregelt. Mit Munitionserwerbsschein, wie ihn @FIUX zitiert hat, hat das aber nichts zu tun. Letzteren bekommen nur recht kleine Gruppen ausgestellt wie z.B. Munitionssammler. Otto Normalsportschütze oder -jäger jedenfalls nicht. Und nur für diese kleine Gruppe gilt: Munitionserwerb auf 6 Jahre befristet, Munitionsbesitz unbefristet.

    Wir sprechen nicht über einen reinen Munitionserwerbschein, sondern über die Munitionserwerbsberechtigung in einer WBK, die man bei Eintragung einer Pistole oder eines Revolvers bekommt, in Form eines Stempels in der einer bestimmten Spalte der Zeile in der WBK in der die Waffe eingetragen ist.


    Wir die Waffe ausgetragen, erlischen alle Eintragungen der Zeile zu dieser Waffe, somit auch die Erlaubnis die Munition zu Erwerben und zu Besitzen.

  • Da hat der SLG-Leiter vollkommen Recht,so und nicht anders.
    Unsere Behördentante meinte letzten auch,für die Waffen brauchten wir keinen Extra Stempel,da schon bei einer anderen der Stempel zum Mun Erwerb drin stand.
    Verkaufst die Plempe oder wird unbrauchbar gemacht hast die A-Karte.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

    animiertes-wolf-bild-0013.gif


  • Da hat der SLG-Leiter vollkommen Recht,so und nicht anders.
    Unsere Behördentante meinte letzten auch,für die Waffen brauchten wir keinen Extra Stempel,da schon bei einer anderen der Stempel zum Mun Erwerb drin stand.
    Verkaufst die Plempe oder wird unbrauchbar gemacht hast die A-Karte.


    Man kann aber bei einem Austrag mit seiner Behörde reden, ob sie den Mun Erwerb auf eine andere Waffe in gleichen Kaliber übertragen, damit er erhalten bleibt.

  • Man kann aber bei einem Austrag mit seiner Behörde reden, ob sie den Mun Erwerb auf eine andere Waffe in gleichen Kaliber übertragen, damit er erhalten bleibt.

    Wenn noch eine zweite Waffe im gleichen Kaliber auf der WBK steht hat man dafür ja i.d.R. auch einen Munitionserwerb.
    Ausgenommen ganz schlaue Sparfüchse, die um 15 € zu sparen, den Mun Erwerb nur auf die Waffe haben eintragen einlassen die jetzt ausgetragen wurde.


    Aber denen würde ich eh die geistige Reife absprechen :D

  • Wenn noch eine zweite Waffe im gleichen Kaliber auf der WBK steht hat man dafür ja i.d.R. auch einen Munitionserwerb.Ausgenommen ganz schlaue Sparfüchse, die um 15 € zu sparen, den Mun Erwerb nur auf die Waffe haben eintragen einlassen die jetzt ausgetragen wurde.


    Aber denen würde ich eh die geistige Reife absprechen :D


    Ganz ehrlich, das ist ein bekloppter Spruch.
    un Erwerb kostet bei uns € 30,-. Nimmst Du also den Voreintrag, den Eintrag und den Mun-Erwerb, kommt ein kompletter Eintrag in die WBK auf € 90,- und das ist ein haufen Kohle. Wenn ich € 30,- dadurch einsparen kann, dass ich einen nicht benötigten Mun Erwerb weglassen, da ich bereits ein oder zwei Waffen in dem Kaliber eingetragen habe, mit Mun Erwerb, dann ist das legitim und keinesfalls ein Zeichen mangelnder geistiger Reife.
    Da ich für meine CZ75, eine erste Kurze den Mun Erwerb in 9mm drin habe und das so ziemlich die einzige Kurzwaffe ist, die ich nicht verkaufen würde, sofern ich es verhindern kann, sehe ich keinen Anlaß unnötig € 30,- aus dem Fenster zu werfen.

  • Ausgenommen ganz schlaue Sparfüchse, die um 15 € zu sparen, den Mun Erwerb nur auf die Waffe haben eintragen einlassen die jetzt ausgetragen wurde.

    Bei uns sinds 45 Euro für den Munitionserwerbsstempel.
    Ich würde den trotzdem immer machen lassen, um mir evtl. zukünftigen Ärger zu ersparen.


    LG
    -Michael


    P.S.: Was bin ich froh, dass es die gelbe WBK gibt, wo man diesen Blödsinn nicht braucht. m.E. ist das ganze Gezicke mit dem
    Munitionserwerd großer Blödfug - wenn einer eine Waffe erwirbt, wird er wohl auch damit schießen wollen, also braucht er
    den Muni-Erwerb ohnehin.
    Da würde ich eher den umgekehrten Fall als Sonderlösung einsehen: Stempel "KEIN Munitionserwerb" z.B. für Erben ohne Sachkunde (was heute eh nimmer geht)

  • Bei uns sinds 45 Euro für den Munitionserwerbsstempel.Ich würde den trotzdem immer machen lassen, um mir evtl. zukünftigen Ärger zu ersparen.


    LG
    -Michael

    Das sehe ich ganz genau so. Einem Bekannten ist genau das passiert und dann ging die Rennerei los und letztlich hat es doch wieder Geld plus Zeit und etwas Nerven gekostet.


    @SLG-Leiter
    Sorry für den Spruch, war blöd, aber in Bezug auf den gesamten Kostenaufwand für die Schießerei über viele Jahre oder gar Jahrzehnte
    halte ich das Argument 30 € zu sparen doch für arg dünn. Ist meine Meinung :drink:

  • Hallo BuchiO,


    Du kommst doch auch aus Bayern? Da sollte die Gebührenordnung doch an jedem LRA gleich sein?


    Irgend was scheint mit Deiner Kostenrechnung für den Stempel Munitionserwerb nicht zu stimmen.


    Kostenrechnung für die Eintragung einer Schrotflinte inkl. Stempel für den Munitionserwerb: 15,- € (in 2017). Bei mir hat der Stempel in der WBK für den Munitionserwerb bei der Eintragung einer neuen Waffe noch nie extra gekostet. (war auch auf Grün so)
    Erst wenn nachträglich die WBK geändert wird, kostet das.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.


  • Eine Eintragung auf einer Gelben WBK kostet € 15,-
    Die reine Eintragung einer Waffe auf die Grüne kostet € 15,-
    Der Voreintrag kostet € 45,-
    Der Munitionserwerb für die Grüne € 30,-


    Wenn also eine Waffe eingetragen wird, und hier unterscheiden sich wohl auch viele Behörden im Vorgehen, kostet ein kompletter Eintrag in die Grüne WBK € 90,-
    Also Voreintrag € 45,- + Eintrag € 15,- + Mun Erwerb € 30,-
    Es gibt Behörden die berechnen bei einer Grünen wenn eine Waffe direkt schon eingetragen wird, die Kosten für den Eintrag selber weg. Also € 15,- weniger. Aber das hängt von der jeweiligen Behörde ab.