Impressionen der diesjährigen Waffenausstellung der FROCS im Karl-May-Museum in Radebeul

  • Das diesjährige Thema war neben den obligatorischen Centauren viele Conversionen der verschiedenen Art und Neo-Classiker. Dazu ist zu vermelden das Hersteller wie Uberti und Pedersoli in den nächsten Katalogen die negativ belegte Bezeichnung "Replikas" in der Versenkung verschwinden lassen und durch "Neo-Classiker" ersetzen. Das hat den Hintergrund, das in Zusammenarbeit mit dem VDB die ersten Sammler-WBKs mit diesem Gebiet zugelassen worden sind.





    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Es waren interessante Vorträge zum Sammeln durch den VDW zu hören, ebenso zu neuen Erkenntnissen zu unseren Centauren außerdem erhielten wir eine Spezialführung durch das Museum durch Karl May selbst, der seine Lebensgeschichte erzählte, dargestellt durch den Schauspieler Roland Wichmann, der das durch seine erfrischende Art lebhaft und unvergesslich darbot.


    http://www.der-unterhaltor.de/…ltor/Old_Shatterhand.html

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Dazu ist zu vermelden das Hersteller wie Uberti und Pedersoli in den nächsten Katalogen die negativ belegte Bezeichnung "Replikas" in der Versenkung verschwinden lassen und durch "Neo-Klassiker" ersetzen. Das hat den Hintergrund, das in Zusammenarbeit mit dem VDB die ersten Sammler-WBKs mit diesem Gebiet zugelassen worden sind.

    :thumbsup::thumbsup: gibt es da so ewtas wie Präzedenzfälle?

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    “They Knew Their Duty And They Did It,” John S. “Rip” Ford, Texas Ranger

  • Erik, weshalb hast Du mir nicht so ein Drehwolwergewehr mitgebracht ?
    War der Skodavia schon voll mit neuen Beutestücken ?
    :trio::trio::trio:

    "DDR 2.0"? ?...nein Danke ! ! Ich durfte "1.0" zur Genüge erleben. :sdb1: Mein "Vorbild " ?.....siehe "Avantar" !
    Neuerdings, Mitglied des ( im Reservat lebenden ) Indianerstammes "Pack"

  • Nö, ich hab nur einen Centaure für 250 Teuros ersteigert, aber der ist mir von einer netten Dame abgeschwatzt worden

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • :thumbsup::thumbsup: gibt es da so ewtas wie Präzedenzfälle?

    Die ersten WBKs sind erteilt worden, ebenso wie 2 nur zum Thema Centaure...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Manager! Keine Ahnung! RETRO-Klassiker hätte das heißen müssen!! :P

    Es soll versucht werden, einen neuen, einheitlichen Begriff für die Neuauflagen historischer Waffen durchzusetzen, um so von dem ziemlich ungenau definierten Begriff "Replika" wegzukommen. Es hat da eine längere Diskussion gegeben, letztlich war aber der Begriff Neo-Klassiker (bzw. Neo-Classiker), der, auf den sich alle Beteiligten geeinigt haben.

  • Soweit, so klar, sammler.
    Ich erlaube mir dennoch, die Sache etwas lächerlich zu finden.
    Die Bezeichnung ist mir wurscht, und wenn sich alle darauf geeinigt haben, sei es so.
    Aber ein "Neo Klassiker" hätte dann eben auch tatsächlich die Neuauflage einer historischen Waffe zu sein,
    und nicht ein halbherzig und möglichst billig produzierter Schrotthaufen minderer Material-und Verarbeitungs-
    Qualität (ich meine keines der oben gezeigten Exemplare) eines Colt Paterson als "amerikanische Innovation",
    (das Original unbestritten!), auf denen ich dann als "Commemorativ" vielleicht noch vergoldete Lasergravuren
    von Apollo 11 und Lunar Module, sowie Porträts von Armstrong, Aldrin und Collins finde. Aber ein Unterhammer
    Gewehr mit Patchbox wird beim Bewerb nicht zugelassen, wenn's kein Foto vom Vorbild gibt. Ist einfach nicht
    meine Art zu denken. Wer's mag dem sei es gegönnt, ich will so etwas nicht heruntermachen. Ich persönlich
    bevorzuge aber Nachbauten die auch in ihrer Ausführung Originalen entsprechen. Und wenn's vom Original ab
    Werk nur eine Lauflänge gab, dann ist auch nur eine Waffe mit dieser Lauflänge eine Neuauflage der historischen
    Waffe. Und wennder gefürchtete Gangster "Pupsi the Kid" seinen Colt auf 2" abgesäft hat, und ein Italiener bringt
    10.000 Stück davon auf den Markt, dann hat sie auch als "Neuauflage der abgesägten Knarre von "Pupsi the Kid"
    deklariert zu sein, und nicht als ganz normaler "Army", "Navy" oder "Pocket" dargestellt zu werden.


    Und bei aller Gutwilligkeit, - jeder soll das sehen wie er will, aber
    für mich ist das nicht die Neuauflage eines klassischen 1858ers.
    PREM.jpg


    besten Gruß
    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.




  • Ich erlaube mir dennoch, die Sache etwas lächerlich zu finden.
    Die Bezeichnung ist mir wurscht,

    So sehe ich das auch !


    Ob das Repro oder Retro Klassiker, Kopie, Nachbau oder Replika heißt, ist doch Jacke wie Hose.


    Es ist kein Original von damals, es ist neu und das wars.

    Wer oft genug ans Hohle klopft schenkt der Leere ein Geräusch

  • Soweit, so klar, sammler. ...

    Der Hintergrund des Ganzen ist u.A. die in der AWaffV in 17.5 enthaltene Definition von "Repliken" als "Nachbauten .., die sich in ihren Konstruktionsmerkmalen von den Originalen nicht unterscheiden, …". Streng genommen wären damit die Pistolen 08, gefertigt bei Mauser, genauso Repliken wie ein bei den Gustloff-Werken gefertigter K98k. Und dein abschreckendes Beispiel ist nach dieser Definition streng genommen eben keine Replika, sondern eine Neuschöpfung.
    Ein zweiter Aspekt sind Genehmigungen für Sammler, die so etwas sammeln wollen. Derartige Anträge wurden bisher immer mit Verweis auf AWaffV, Ziffer 17.5 abgelehnt, sofern es sich nicht um "firmengeschichtliche Sammlungen" handelt.

  • Genau um das geht es, wenn z.B. eine 08 nicht bei DWM, sondern z.B. im Rahmen der Kriegsfertigung bei den Mauserwerken gefertigt wurde, erfüllt das den Rahmen der Replik / Neo-Klassiker.


    Neuschöpfungen wie z.B. Tingle, Andrews, der Ruger Old Army... fallen da raus..

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Alles eine Frage des Standpunkts. Und nur weil ich Dinge FÜR MICH UND MEINEN GESCHMACK streng sehe, heißt das noch lange nicht,
    dass ich diese Sichtweise auch für Andere wünsche oder fordere. Im Gegenteil.
    Wen ein Colt Paterson als Apollo 11 Comemorativ oder - tatsächlich schon gesehen - als Elvis Presley Comemorative herausgegeben
    wird, bleibt es - wenn die Bauteile stimmen - dennoch ein Colt Paterson. Die Behörde geht die Gravur einen feuchten !!! an, für die
    hat die Technik zu zählen, und sonst nichts. In USA zählt der Ruger Old Army rechtlich zu den "vor 1900 gebauten Waffen", einfach weil
    er gegenüber anderen Perkussionsrevolvern keine waffentechnischen Vorteile bietet. Zumindest nicht in der Hand von 99%der Schützen.
    Und es ist sch...egal, ob ein Schaft eine Patchbox hat, verschnitten ist, ..., ...!
    Was zählt ist: Wie und was wird wie schnell geladen - sprich welche Schussfolge ist möglich. Kann es ein gesteigertes Interesse Krimineller
    geben oder kriegen die ohnehin Besseres einfacher und billiger. DARAN lassen sich Einschränkungen aufhängen, alles Andere ist in Wahrheit
    Sch...egal! Und wenn ich noch so sehr über den Apollo 11 Paterson herziehe und ihn verspotte, waffenrechtlich hat er legitim zu sein.
    Die Unterhammer-Büchse mit Patchbox aber eben auch. Und durchaus auch Tingle oder Andrews. Obwohl mir keine ins Haus kommen, es
    MIR also gleichgültig sein kann.


    besten Gruß
    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Wenn Tingle oder Andrews 'rausfliegen, warum dann nicht Pedersoli Kentucky Büchse, Frontier Rifle, ..., ..., ...
    Derartiges gab es nie, bis ins 20. Jahrhundert. Was daran ist bitte eine "moderne Produktioin einer klassischen Waffe"?
    Genau garnichts! Nur: Schießtechnisch bieten sie keine Vorteile gegenüber einem - auch vo den Komponenten her -
    korrekten Nachbau, bei dem beispielsweise nicht die Ladestockhalterungen den Schaft am Lauf befestigen, was aufgrund
    der für die Schrauben benötigten Bohrungen wirklich grauenvoll aussieht. Hier interessierts niemanden, bei Tingle schon.
    Ist Schwachsinn!
    besten Gruß
    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • @ Greenhorn,
    Wäre ich Österreicher, würde mich die Diskussion um "Neo-Klassiker" genauso irritieren oder belustigen wie Dich. Aber ich bin Deutscher. Und das deutsche und das österreichische Waffengesetz unterscheiden sich deutlich. Deshalb kann es sein, das man, um das gleiche Ziel zu erreichen, in Deutschland völlig andere Wege gehen muss als in Österreich. Und manchmal muss man sich diese Wege erst freischaufeln. Und dazu können auch Begriffe und Definitionen hilfreich sein.

  • Es geht nicht um belustigen oder irritieren, sammler,
    ich finde den Weg falsch. Bei uns in Österreich ebenso wie bei Euch, wenn auch jeweils ein paar Vor- und auch Nachteile gegenüber dem anderen Land gegeben sind.
    Allerdings kann es einfach kein richtiger Weg sein, wenn das Verbot oder die Genehmigung einer Waffe weniger an ihrer Sicherheit oder an ihren waffentechnischen
    Eigenschaften als an ihrer Bezeichnung hängt. Noch bedenklicher erscheint es mir, wenn gar nicht erst versucht wird, solche Fehlentwicklungen zu beseitigen, sondern
    sowohl Gesetzgeber als auch Schützenvertretungen ihr wichtigstes Waffenproblem darin sehen, Namen zu finden über die sich die Genehmigung bzw. das Verbot
    funktionell identischer Waffen argumentieren lässt. Dass man zwar behauptet, sich auf historische Details zu berufen, in Wahrheit aber keine historische Details
    sondern reine Willkür entscheidet.


    besten Gruß
    Werner

    Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedfertig und glücklich gelebt haben.



  • Eine wichtige Diskussion mit interessanten Ansätzen.
    Das Ablösungskunstwort für Replikas heißt Neo-Classiker, nicht Neo-Klassiker.
    Den LWB, die nach deutschen Recht Sammlungen von Neo-Classikern auf den Weg bringen möchten, sei geraten, an dieses C zu denken.
    Eine europaweite Lösung ist zweifelsohne erstrebenswert. Im Rahmen der VDW-/FESAC-Aktivitäten wurde das auch angestrebt. Bisher leider vergeblich.
    Soweit ich das verstanden habe, ist einer der Knackpunkte das deutsche "Bedürfnisprinzip". Ähnliches gibt es wohl in anderen Ländern in der Form als Bremse nicht.
    Long Johns Wolf

    Warnhinweis: "Centauren machen süchtig" Zitat Erik Fridjoffson FROCS #44