Welche Metallfeilen für welches Material

  • Heute bräuchte ich mal einen Tipp von euch.
    Nach einigen hundert Stunden des Feilens sind meine Feilen nun wirklich am Ende. So richtig habe ich das Werkzeug auch nicht nach dem zu bearbeitenden Material getrennt.
    Zukünftig will ich mir aber jeweils Feilen für Holz, Messing und Stahl zulegen und auch nur für das jeweilige Material benutzen. Gibt es eurerseits Empfehlungen für das ein oder andere Produkt?
    Schön mal schönen Dank für eure Rückmeldungen



    Lederstrumpf

  • Für Holz eher Raspeln, dann einen Satz Feilen nur für Stahl, einen Satz nur für Nichteisenmetalle, dazu 1-2 gute Feilenbürsten. Ich hab z.B. meine für Messing &Co mit gelben Markierungen rund um das Feilenheft versehen...
    Du kannst Dir natürlich auch einen 3ten Satz für Holz nehmen. Nimm nicht die billigsten Feilen aus dem Baumarkt, sondern eher Qualitätsfeilen von Dick, Pferd...


    Vielleicht hilft Dir der Vergleichstest https://www.testsieger.de/feilen/


    Die besten Feilen sind Handgehauen, leider ein ausgestorbenes Handwerk


    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Nachtrag, natürlich auch die Feilenbürsten markieren bzw beschriften z.B. mit S & M

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Moin Socke,


    ich verwende fast nur Feilen aus Schweizer Produktion.
    Da hat mann zum einen in den Hieben eine größere Auswahl und sie haben insgesamt eine viel bessere Standzeit.
    In der regel findet man das ganze Sortiment unter Vallorbe. Früher gab es noch eigenständige Firmen wie Union, Grobet und Baiter, aber die sind in UMV-Vallorbe aufgegangen.
    Für härtere Werkstoffe kann man auch besondere Feile erhalten, die haben dann eine gelbe Angel.
    Ich selber unterscheide nicht bei den Werkstoffen, nur bei der Nutzung. Wenn die Feilen immer sauber gehalten werden ist es nach meiner Meinung egal. Dabei setze ich meistens die Säge und Feile ein, bevor ich eine Maschine verwende. Ist eben Übungssache.

  • Ich selber unterscheide nicht bei den Werkstoffen

    Sollte man aber.....Stahl( zb. Baustahl)...... und Rostfreier Stahl....niemals mit den gleichen Werkzeug bearbeiten....denn in der Feile sind Metallspäne die am Rostfreien Stahl dann rosten können....


    Gilt auch für alle anderen Werkzeuge.....bei der Bearbeitung von Rostfreien Stahl...



    Sonst....gibt es bei mir auch keine Trennung.....egal ob Kunststoff ..Metall...oder Holz....



    lg

    "Be polite, be professional, but have a plan to kill everybody you meet."
    Maj. Gen. James Mattis



    Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich fügt und alles mitmacht.


    Sophie Scholl

  • Zugegeben, ich bin ein sentimentaler Narr, aber so wichtig Feilen sind,
    bei Holz habe ich mir das Feilen weitgehend abgewöhnt.
    In der Zwischenzeit ist mir auch einigermaßen klar, woher diverse gleichbleibende Krümmungen bei alten Waffen kamen...
    Mit ein bisserl Übung...
    besten Gruß
    WernerSchaber.jpg

  • Und wie willst Du damit einen Schaft aus eine Bohle herauskitzeln?

  • Zum Einen sprach ich von Feilen, nicht von Raspeln, vielleicht sind dumme Österreicher da ein wenig eigensinnig,
    zum Zweiten: Weitgehend, nicht endgültig.
    Zum Dritten: wenn auch zugegebenermaßen beschissen, aber: etwa so.
    besten Gruß
    Werner


    HLx.jpg

  • raspeln ist, egal wo, etwas für Laien.

    So so, ich hab Dich schon "raspeln" sehn.
    Weis nur nicht mehr wo das genau war,...hm,...Zebrastreifenbaum,...oder doch Süßholz ?
    ?(?(?(


    :trio:

    "DDR 2.0"? ?...nein Danke ! ! Ich durfte "1.0" zur Genüge erleben. :sdb1: Mein "Vorbild " ?.....siehe "Avantar" !
    Neuerdings, Mitglied des ( im Reservat lebenden ) Indianerstammes "Pack"

    Jetzt auch "Covidiot". :trio:


  • Ganz unabhängig davon, wie man die Tätigkeit selbst nun bezeichnen will, es ging um die Werkzeuge, oder?
    Unten sieht man nach hiesigem Sprachgebrauch zunächst Raspeln...
    GFR.jpg


    ... und amschließend eine Feile ...


    GFF.jpg
    So nützlich letzteres Werkzeug auch ist, damit aus einer Latte einen Schaft herauskitzeln zu wollen erscheint mir optimistisch.
    Da bevorzuge ich zunächst härtere Bandagen. Feilen sehe ich mehr für die abschließende Formgebung. Warum Büchsenmacher des 18. Jahrhunderts Schaber bevorzugten, verstehe ich auch erst, seit ich solche selbst ausprobiert habe.


    besten Gruß
    Werner

  • Das ist wie bei den Bohrern....
    Eine höhere Qualität hält auch länger...


    Wer für einen kompletten Feilensatz das ausgibt was normalerweise eine kostet wird nicht glücklich werden.



    Und so am Rande als einer der in beiden Berufen zusammen über 1 Jahr in einer Lehrwerkstätte gefeilt hat und auch jetzt noch im Keller die Feile schwingt..


    HOLZGRIFFE! ::RTFM::


    Lasst diesen Plastikscheiß oder Gummierungen bleiben..


    Unlackierte glatte, mit der Zeit dann ekelhafte :D , Holz-Feilenhefte!


    :drink:

  • Offen gestanden: Die Griffe sind mir sch...egal, wenn die Feile passt.
    In vielen - bis in den meisten - Fällen fliegt der Griff ohnehin in die Ramsch-Truhe.
    Wenn ich dann 'mal einen brauche, kann ich mir ja einen Holzgriff herausholen.
    Theoretisch gäbe es Griffe auch extra.


    besten Gruß
    Werner