Allgemeine und Anfängerfragen

  • Kleine Frage noch: Bei der 38/357 Fertigmuni kaufen und eine Weile Spaß haben oder leere Hülsen kaufen?
    Also preislich würde ich zur Fertigmuni tendieren. Welche Fertigmuni hat gutes Hülsenmaterial? Magtech?

    Moin Silvio.
    Schießt denn keiner in deinem Verein 357Mag. , der nicht Wiederlader ist und dir für kleines Geld Hülsen
    überlässt??


    Die Classic Cast von LEE würde ich dir auch empfehlen ! Die ist groß,stabil, und verträgt sogar 1 1/4-12er Matritzen!
    Der Hebel lässt sich individuell verstellen! :happy:


    r2


    Grüße an Gerd und Renate aus deinem SV!


  • Hi R2


    Mein Stammverein ist ein reiner KK und Vorderladerverein (da bleibe ich auch, weil die Leute gut drauf sind).
    Teste zur Zeit verschiedene Stände als Gastschütze (wenn es mal zeitlich passt) mit anderen Schützen die mich mit GK Muni und Waffen versorgen (habe bis jetzt nur KK Kurz und Langwaffen).
    Ein .357 Mag oder .44 Mag UHR, evt. eine Drehpistole soll dieses Jahr noch kommen (Erwerbsstreckungsverbot schlägt zu).
    Mein nächster Wunsch wäre eine Rolling Block und ein UHR in 30/30. sowas in der Richtung.
    Dann in naher Zukunft wird noch was modernes in .308 .
    Deshalb werde ich auch mit den wiederladen beginnen, da der Verbrauch von GK Munition sprunghaft ansteigen wird.
    Wenn ich einmal die Grundausstattung habe benötige ich nur die Matrizen, dann wird es finanziell auch überschaubarer
    Dann wird es wohl eine Lee Classic Cast werden. :thumbsup:

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Soooo fast genau 2 Jahre später kann ich Vollzug melden.


    Habe die Wiederladerprüfung bestanden.


    Eine Frage habe ich noch, möchte die .357 Mag wiederladen, allerdings für ein Gewehr (Rolling Block).

    Welches Pulver könnte ich da nehmen, was am besten wenig Dreck macht.

    Geschossgewicht wird um die 158 grain betragen.


    Fast vergessen das gleiche gilt für das Kaliber 8x57 is. Geschossgewicht wird 196 grains betragen

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Silvio Halti


    Na dann herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung :drink:


    Zum Thema Pulver. Bezogen auf 158gr Mantelgeschosse habe ich mit Alliant 2400 und Hodgdon H110 beste Erfahrungen gemacht.

    Aber da wird es sicher die unterschiedlichsten Meinungen geben. In jedem Fall ist zu beachten, das Ladedaten für Revolver und Langwaffe

    unterschiedlich ausfallen.


    Zu 8x57 IS kann ich nichts sagen.

  • … Wegen den längeren Lauf etwas mehr Pulver oder anderes Pulver wie für einen Revolver?

    Natürlich braucht eine Patrone wie die 8x57IS ein anderes Pulver als die .357Mag. Von Experimenten, H110 oder Alliant 2400 in Langwaffenhülsen (mit ihrem großen Ladungsraum) zu verladen, ist gerade bei den beiden Pulvern dringend abzuraten. Beide reagieren da sehr empfindlich und unter Umständen auch sehr unangenehm.


    Ergänzung: Gerade als Einsteiger in das Wiederladen sollte man sich an die Ladungsempfehlungen in den Anleitungen der Pulverhersteller halten und keine Experimente mit unbekannten Pulvern machen !!!!!

  • Natürlich braucht eine Patrone wie die 8x57IS ein anderes Pulver als die .357Mag. Von Experimenten, H110 oder Alliant 2400 in Langwaffenhülsen (mit ihrem großen Ladungsraum) zu verladen, ist gerade bei den beiden Pulvern dringend abzuraten. Beide reagieren da sehr empfindlich und unter Umständen auch sehr unangenehm.

    Hi Sammler :drink:nichts für ungut, du hast da was falsch verstanden.


    Es geht um Kurzwaffe und Langwaffe in .357 Mag (war auf Jenska Antwort bezogen

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Ergänzung: Gerade als Einsteiger in das Wiederladen sollte man sich an die Ladungsempfehlungen in den Anleitungen der Pulverhersteller halten und keine Experimente mit unbekannten Pulvern machen !!!!!

    Ich mag meinen Körper und mein Leben sehr, ich verzichte gerne auf Experimente.

    An die Ladungsempfehlungen werden ich mich halten, ich suche für mich nur eine schöne sanfte Scheibenladung, ::c.o.l)

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:


  • Na dann erst einmal auch von mir: Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim neuen Hobby im Hobby!


    Dann liegt mit am Herzen, die Aussage von sammler noch einmal zu unterstreichen!!! Verlasse dich ohne einen eigenen Erfahrungsschatz NUR auf bewährte und GEPRÜFTE Ladedaten der Pulverhersteller oder der DEVA (DEVA-Buch, ggf. besser die vorletzte Ausgabe wählen). Auch "gute Freunde" machen manchmal Dinge, die man nicht machen sollte. Solange du "Ratschläge" nicht selbst qualitativ berwerten kannst, belasse es bei den o.g. Daten.


    Was die Pulversorten betrifft, so finde ich deine wichtigste Anforderung schon spannend: Was wenig Dreck macht.....:think:


    Also ICH würde eher Pulversorten wählen, die man auch sicher über einen längeren Zeitraum kaufen kann. Denn es hilft dir nichts, wenn du nach 1kg Pulver eine tolle Ladung hast, es das Kraut aber erst mal 2J nicht mehr gibt. Seit ich diese Erfahrungen machen musste, ist MEINE erste Frage: Ist es ein AMI-Pulver und wenn ja, dann sag ich NEIN.

    Als Folge findest du in meinem Schrank (bis auf eine Ausnahme) nur Vithavouri und Lovex Pulver. Die taugen und sind verfügbar.


    Konkret verlade ich in der .357mag mit 158grs Geschoss N340 und für Magnum Ladungen Lovex D037.1. Mein 98er bekommt den Klassiker N140 mit den 196er Hornadys, wie auch den 200er Sierras.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Ja, durch die unterschiedlichen Lauflängen variiert die Pulvermenge. Schau einfach mal in die Ladetabellen von Pulver- und Komponenten Herstellern.

    Jup

    Bsp


    Die 9 Para die ich aus dem Camp-Carbine abfeuere (400mm Lauf) erlaubt ein anderes, langsameres Pulver mit einem anderen Brennschluss als bspw die 86mm der Glock 43


    Meint zumindest Brömmel...

    :saint:

  • Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock:

  • Schon ganz schön alt dieser Thread, der selige R2D2 hat anfangs noch mitgeschrieben. Grüße an Wolke 7, Walter! :drink:


    Silvio Halti , du fragtest nach .357 mag aus der Rolling Blick, also langem Lauf.

    Ich würde dir, wenn du es sowieso kaufen musst, zu 3N37 von Vihtavouori (Kemira) raten. Es brennt noch ein wenig langsamer ab als das von Frank1000 empfohlene N340, welches ich aus dem Revolver favorisiere.

    In dem Zusammenhang sehr wichtig, - und da spreche ich aus erst vor Kurzem gemachten Erfahrungen: die Patronenlänge, Abkürzung im Deutschen: L6, im Ami-Spachraum und englischspr. Literatur oal, over all length.


    Hatte eine Patrone in mit deinem verglichen nicht unähnlichen Kaliber .38 special für meine 1866er Uberti nachgebaut, ebenfalls 158 grs. Pille, inspiriert durch einen älteren Artikel in der Visier der mir per Zufall in die Hände gefallen war. Mit den vorgeschlagenen Ladedaten schoss meine Büchs' allerdings Streukreise, - jenseits von gut und böse.

    Habe nach ausmessen meines Patronenlagers dann die L6 bis ca. 2/10el mm vor den Übergangskonus verlängert, bedeutet, das Geschoss nicht so tief gesetzt wie vorgeschlagen. Visier schrieb was von einer L6 von 37mm, raus kam am Ende bei mir 38,2mm. Ganz leichter Tapercrimp an den Hülsenmund - und siehe da: schießt und trifft wie Gift! Du merkst schon, probieren musst du selber. Patronenlänge erhöhen freut deinen Gasdruck, grundlos verkürzen ist schlecht und erhöht ihn.

    Deine L6 wird irgendwo zwischen 41,5 mm und 42 mm liegen, je nach Geschossform und Patronenlager.


    Gleich präzise ist übrigens A0 von Vectan, was mit 3N37 ähnlich schnell abbrennt. Hatte mit 5,6 grs. die engsten Streukreise. Ladungen, die du versuchsweise mal im Hinterkopf behalten kannst. Willst du auf 50m nur 10er raustanzen. Wohlgemerk, bei mir gings um .38 special die wie du vielleicht weisst für die Hälfte des Gasdtucks einer 357 mag. zugelassen ist, also 1500 bar bei der 38er zu 3000 bar beim 357 mag.


    Ich rechne neue Ladungen die von den Ladedaten der Pulverhersteller abweichen weil sich Geschossgewichte oder Längen ändern immer nochmal mit Brömels Quickshoot Programm durch. Wichtig ist mir bei den Ladungen das der Gasdruck nicht durch die Decke geht. So bin ich auf die grade genannten progressiven weil rel. langsamen Kurzwaffenpulver gekommen. Mein Bestreben sind sowieso keine Büffeltöterladungen sondern eher moderate, dafür präzise Laborierungen. Du kriegst irgendwann ein Gefühl dafür.


    Falls du Ladedaten und Vergleichstabellen der am Markt etablierten Pulverhersteller suchst, google mal die Seite von lhs germany. Ein gut sortierter Pulvergroßhändler mit allerlei Downloads aktueller Ladedaten. Musst dann nur noch sehn was dein Händler vor Ort besorgen kann. Erfahrungsgemäss kann s bei einigen Ami-Pulvern wie Alliant schonmal dauern, gut verfügbar sind eigentlich die aus Finnland stammenden Pulver von Kemira. Solltest du dich für N340 oder 3N37 (mein Favorit f.dein Vorhaben entscheiden. Frank empfahl glaub ich den Klassiker von Kemira für 8x57 IS, N140. Aber grade hier: lesen in den Tabellen bringt dich weiter.


    Ein Wort noch zum A0 von Franzosen Vectan: tolles Kurzwaffen-Pulver f.d. genannten Kaliber mit moderatem Gasdruck, ohne Frage, leider aber Blättchenpulver, welche in der Praxis oft etwas schwieriger abzufüllen sind.

    Fott is' fott.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Silvio Halti


    das mit der Verwendung der .357mag in einer LW hatte ich irgendwie verdrängt :blink:. In dem Falle hat Mühlenbracher natürlich Recht, da ist ein etwas langsameres Pulver noch sinniger als das N340.


    Was das Verlängern der L6 betrifft, mahne ich aber zu Vorsicht. Richtig ist, dass der Anfangsgasdruck erst einmal sinkt. Klar, gleiche Pulvermenge bei größerem Volumen. Aber: Wenn man das übertreibt und das Geschoss an die Züge und Felder kommt, dann fallen die zwei Punkte, die sich Gasdruckerhöhend auswirken zusammen. D.h. der Ausziehwiderstand aus der Hülse mit dem Einpresswiderstand in den Übergangskonus. Das kann zu massiven Drucksprüngen führen und man sollte schon wissen, was man da warum und mit welchen Geschossen tut.


    Es gibt Fälle in denen man das macht, aber dann bitte bewusst und nicht als Anfänger. Also lass da einfach etwas Platz am Anfang ;)


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Hi Frank, ich teste mich gaaaanz laaangsam ran, versprochen :happy: Die L6 sollte ja so bemessen sein das noch ca. 1 bis 2 mm Platz ist.


    Eine Empfehlung vom Lehrgangsträger war das man so mittig zwischen der Min und der Max Ladung seine erste Ladung erstellt

    und dann noch oben und nach unten noch Luft hat. Denke mal das ich es so machen werde.


    Vor allem habe ich ja noch Zeit, der Antrag geht morgen raus und ich lese mich immer bzw. noch tiefer in die Materie ein.

    Ehe ich mein Schein wieder habe dann gehen 6 Wochen ins Land, wenn ich Pech habe, oder Glück da ich ich noch theoretische

    Erfahrung sammeln Kann.


    Mir wurde das Deva Buch ans Herz gelegt, steht da was anderes drin als das von H&N (was mir richtig geholfen hat um bestimmte

    Zusammenhänge zu verstehen).


    Der Tapercrimp ist ja der Crimp ab Werk und der Factorycrimp ist ja bei der .357 Mag wo man die Hülse "ausbeult", richtig?

    Beim Lehrgang ist die Crimpgeschichte leider viel zu kurz gekommen ::(


    Und ablängen brauch ich doch nur bei Langwaffenhülsen mit Schulter oder hat es Vorteile auch bei der .357 iger Hülse?

    Wenn ich eine Schulterhülse nur aus der selben Langwaffe verschieße müsste doch eine Teilkalibrierung reichen oder gibt es da in der

    Praxis Nachteile?

    Es ist nicht immer richtig das richtige zu tun :shock: