K31 ausschäften und Schaft restaurieren

  • Hallo an alle Fans der Schweizer Karabiner K31.


    Habe einen K31 aus Bj. 1937 der durch die Jahre arg ramponiert ist.
    Ich möchte den Schaft restaurieren, momentan ist da ein Klarlack drauf und die vielen Macken sind halt deutlich nachgedunkelt. Somit möchte ich den Schaft in einen Ölschaft umstellen.
    Ich bin handwerklich sehr geschickt, habe aber sowas noch nie gemacht.
    Wie ist hier zu verfahren, was benötige ich alles und auf was muss ich besonders achten?


    Was/wie prüfe ich, ob sich der Schaft verzogen hat, worauf muss besonders geachtet werden und wie stelle ich sicher, dass der Lauf "frei" und ohne Verspannung ist?


    Desweiteren soll nach getaner Arbeit der Schaft wieder fachgerecht montiert werden. Habe dazu gelesen, dass es eine besondere Anzugsreihenfolge gibt.
    Bitte um Info zu dieser besonderen Vorgehensweise. Und falls es hier etwas zu prüfen, einzustellen, Ölen usw. gibt bitte auch um Info.


    Evtl. hat hier einer die Fachliteratur als pdf und kann sie mir zur Verfügung stellen?


    Danke schon und Gruß :drink:

  • Hallo
    Wäre es nicht leichter und besser wenn du mit einem Schreiner oder Möbelrestaurator redest?


    Ich hatte ein ähnliches Problem, Lösung ich habe einen 2. Karabiner mit schönem Schaft für 50CHF dazugekauft.
    Ich möchte dass man dem "hässlichen" Karabiner die Jahrzente ansieht.

  • Sehe ich ähnlich, ich hab auch einen K31, der "schon was erlebt hat".
    Ich würde mir wenn dann nen zweiten Schaft kaufen und da dann entweder halt auf den Zustand achten oder den dann überarbeiten.


    Auch wenn die Waffen in Deutschland wenig Sammlerwert haben (von so ein paar Sonderstücken mal abgesehen), mit so einer "Restauration" ist der dann wirklich auf Null gesunken.


    Ich werde auf jeden Fall meinen K31 so lassen wie ich ihn bekommen habe, im "Notfall" wenn mich die Lust nach einem "Fabrikneuen" packt würde ich mir einen weiteren kaufen.
    (Mein :indian: hat zwei K31, bei seinem hat der Schaft und das System keinerlei Macken, man sieht lediglich am Magazin dass der bereits geschossen wurde. Der K31 seiner Frau ist komplett ungeschossen und entsprechend auch in perfektem Zustand. Mir gefällt meiner mit seinen Nutzungsspuren trotzdem besser :D )

  • Es gibt richtig Nette Schäfte für die DInger...


    Das nur als bsp


    Schaft


    Wenn der schon lackiert ist, dann schleif ihn an, lackier ihn neu..
    Von Ölschaft auf Lack und wieder retour.. das macht die Sache imho nicht besser oder schöner.... :drink:

  • Es gab mal ne Anleitung in einem anderen Waffenforum, kann die aber auf die schnelle nicht finden.
    Es muss beim Einschäften sehr sorgfältig gearbeitet werden, der Lauf darf nirgends Kontakt haben.
    Ist wohl ne zeimliche Wissenschaft beim K31.


    Gruss

  • Also, wenn du es wirklich machen willst, hier findest du die originalen "Schaftrezepte":
    http://theswissriflesdotcommes…com/topic/10847/master/1/


    Hier findest du eine "Zusammenbauanleitung" in den Vorbereitungsschritten:
    http://theswissriflesdotcommes…How-to-Sight-In-A-Diopter


    Im Gegensatz zu den meisten Waffen brauchen die Schweizer Gewehre einen Druck auf die Mündung von oben, der Sicherste Weg einen K31 schlecht schießen zu lassen ist die Mündung "freefloating" zu machen.


    Lies dich mal in dem Forum ein und schau dann nochmal was du wirklich machen willst.

  • Moin Diesel.
    Kenne mich zwar mit den Schweizer Püstern nicht aus , aber selbst machen finde ich gut! Habe derzeit bei zwei alte Anschütz
    Matchgewehren die Schäfte abgezogen und mit einem Ölschliff versehen . Hat Spaß gemacht.
    Also ausschäften und ran an den Feind!!


    Falls Du keine hast besorg dir einen Satz Ziehklingen ( " zB. von Dictum" ) mit denen Du den alten Lack abziehst - wo die Beschläge sitzen
    frei lassen !
    Dellen versuchst Du mit Wasserdampf auszugleichen. Evtl. danach den Schaft noch mal mit einem feuchten Schwamm abreiben,
    ob sich noch Holzfasern aufstellen , diese dann mit 400 - 600er Schleifleinen abschleifen.
    Ist alles glatt den Schaft mit einem guten Schaftöl - zB. "Birchwood Casey" sorgfälltig einreiben und gut einziehen lassen , am
    besten über Nacht , dann den Schaft mit einer guten Stahlwolle - mind. 000 - 0000 - polieren . Evtl. mehrfach wiederholen!!


    Habe meine Schäfte anschl. mit einem Carnauba - Bienenwachsgemisch versiegelt.
    Anzugsreihenfolge ?? Ich würde erst hinten dann vorne anziehen , so mache ich das bei meinen KK-Matchbüchsen.


    r2



  • Warum vertrödeln wir eigentlich unsere Zeit damit dir zu antworten?????????????????? :NO::NO::NO::NO::NO:

  • So habe gerade das System ausgeschäftet und mit der Ziehklinge den Lack runtergeholt.
    Weiter gehts demnächst, muss noch die weiteren Dinge ordern.
    Aber ich habe noch die Stempel und Beschriftungen der Einzelteile und des Systems aufgenommen.
    Kann mir hier einer weitere Info zu den Stempeln und Markierungen geben?
    Außerdem ist mir aufgefallen, dass der Lauf nicht genau fluchtet an der Lauf-Systemmarkierung. Der Lauf hat die gleiche Nummer wie das System. Was für einen Grund kann es geben, dass der Lauf mal gelöst wurde?
    Hier die BilderIMG_2829.JPGIMG_2830.JPGIMG_2831.JPGIMG_2832.JPGIMG_2833.JPGIMG_2834.JPGIMG_2834.JPGIMG_2835.JPGIMG_2836.JPGIMG_2839.JPG

  • hier noch weitere BilderIMG_2838.JPGIMG_2840.JPGIMG_2837.JPG


    Ausserdem ist recht merkwürdig, dass der Schaft zwar die korrekte Nummer trägt, aber kein Nussbaum ist (sollte er bei Bj. 37 sein) undauf der rechten Seite kein Schweizer Kreuz trägt und dafür auf der linken Seite eine 2 gestempelt ist (nahe der Riemenbefestigung)
    Merkwürdig, merkwürdig....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von dieselfalk () aus folgendem Grund: weitere Frage

  • Schau mal unter der Schaftkappe, dort sollte das Datum der Schaftherstellung ersichtlich sein. Es wäre möglich, dass der Vorbesitzer den Schaft während seiner Militärkarriere geschrottet hat und einen neuen in Buche bekommen hat.
    Gruss aus dem Siggenthal, draisine

  • Hi Dieselfalk,
    schau mal hier nach. https://www.swisswaffen.com/
    Da kannst Du einiges über die Schweizer Gewehre und deren Seriennummern, etc. erfahren.
    Viel Spass mit Deinem K31.

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • An der Waffenbörse Lausanne ist immer ein typ da der noch orginale neue Schäfte hat
    Musst vieleicht die ausstellerliste mal abtelefonieren und nachfragen
    Bin der Meinung es war militaria antik stadel
    Gruss

    Derda ist es:
    https://www.petitesannonces.ch/a/3741249


    Aber 495 Schweizer Franken für einen Schaft mit Handschutz ist ein stolzer Preis. Dafür kaufe ich mir 10 K31.