"Keiner konnte wissen, dass es solche Ausmaße annimmt"

  • Die Katzen verschwinden jetzt schon, und zwar nicht durch Tierfänger, die gerne Katzenbraten essen, oder die Hauskatzen an Laboratorien verkaufen (Für Tierversuche kann man übrigens keine Tiere undefinierbarer Herkunft brauchen, mit unbekanntem Impfstatus, sondern man verwendet sehr gut definierte Stämme). Das besorgen jetzt schon die Füchse! Ist einer davon auf den Trichter gekommen, wie man eine Mietze packen und schütteln muss, ist das eine sehr leichte Beute.


    Um Beutegreifer scheu und abseits der Siedlungen zu halten, braucht es einen ausreichenden Jagddruck. Die Tiere sind nämlich sehr lernfähig, und geben ihre Erfahrungen an die nachkommen weiter. Wenn sie wissen, dass der Mensch im Allgemeinen ungefährlich ist, werden sie ihn ignorieren, und sich nicht mehr von ihm und seinen Siedlungen fern halten. Jagddruck muss nicht immer mit abschießen gleichgesetzt werden; es reicht schon, wenn es Menschen gibt, die diesen Tieren nachstellen, um sie einzufangen.
    Ein komplexes Thema, das man nicht mal mit einer Abhandlung in "Marksman-Länge" auch nur skizzieren könnte.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Wer von euch lebt auf dem Land, hat Haustiere und Wolf und Luchs schleichen um das Grundstück?
    Würd mich mal interessieren.

    Ich! Der scheue Luchs hat vergangenes Jahr 20m neben dem Haus zwei Rehe zerlegt. Den Wolf sah ich im März am Haus vorbei schleichen. Notabene am hellichten Tag! Dem Luchs tat man im Bezug auf Schäden an Nutztieren sicher etwas unrecht. Passiert ist da de facto praktisch nichts. Der Wolf hingegen hinterlässt ein Blutspur wo immer er auftaucht... Ich kenne persönlich Leute, die Nutztiere an ihn verloren haben.


    Grüsse

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.


  • Klar wußtest DU es.


    Wir wissen und wußte das auch!


    Wir wissen auch, wie die Facharbeiterplage ausgeht !!!


    Aber DU bist ja auch kein Politiker.
    Und wir NORMALE sind ja auch keine Politiker.


    Das ist der kleine Unterschied.


    Politiker heißt "nicht wissen und damit anderen glauben müssen" ::hahah::::hahah::::hahah::

    Russland hat 144 Millionen Einwohner und 450 Abgeordnete. USA hat 326 Millionen Einwohner und 435 Abgeordnete
    Deutschland hat 82 Millionen Einwohner und 709 Abgeordnete. Wo sind wir nur gelandet? ?(

  • @hobby999, der wusste es sich auch,denn: dass es keiner wissen konnte, ist eine typische Politikerlüge.
    Ben den Informationen die seit Verfügbarkeit des Internet quasi jedem zugänglich sind und insbesondere Politiker dieses Medium nutzen zur Selbstdarstellung, kann man danach aus fundierten Quellen recherchieren.
    Der Typ wollte es absichtlich nicht.
    Erstens Wolf ist hip.
    Man kann bei den Ökofreaks Stimmen abgreifen.
    Jäger sind böse mit Waffen, von denen sind eh keine Stimmen zu erwarten.
    Konventionelle Landwirtschaft und Ökobauern, den verpassen wir ein paar Beruhigungsmittel und leere Versprechungen.
    Sieht gut aus man kann sich alt Umweltengel darstellen für das eigene Image und den Grün Orientierten Wähler. Ggf noch ein paar Freunde auf Steuergeld bezahlte Pöstchen hieven und bei bestimmten Umweltverbänden punkten, die einem sonst das Lobbyleben schwer machen.
    Dafür nimmt man die Risiken gern in Kauf, steckt den Kopf in den Sand und bereitet ne Ausrede vor wenn es schief geht.
    Da sind wir heute.
    Der Gehört in ein Wolfsrudel gesteckt. Die würden den wohl nicht fressen. Dafür ist ein Politiker zu gelackt, aber dessen Hosen sind wohl duftig..

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Im Moment lehne ich mich zurück. Auf die Diskussion wie sie jetzt in Brandenburg geführt wird, hab ich schon seit einigen Jahren gewartet.
    Wird in anderen Bundesländern auch kommen. Die Frage ist, wann der erste Wolfsangriff auf Menschen erfolgt. Das hier ist Kulturlandschaft und keine Wildnis wie ich im anderen Thread schon schrieb.
    Der Wolf soll in die Wildnis und die sollten wir ihm lassen und uns von dort fern halten. Aber im Kulturland hat der Wolf ebensowenig zu sein. Meine Meinung.


    Insgesamt hab ich herzlich drüber gelacht. Hennisch net jewöss.. typisch kölsche Redensart.
    Verstand vs Ideologie. Gewusst haben sie es nur nicht wahrhaben und dann zugeben wollen.

    Ja, lehn Dich zurück. Warte genüßlich auf den ersten Angriff eines Wolfes auf einen Menschen. Oh Mann. Wie arm ist diese Aussage.Sonst kein Argument, ausser Freude auf Gewalt? Mir gehen die Schwarzkittel mehr auf den Zünder als der Wolf.
    In unsere Kulturlandschaft passen schon lange keine Pflanze und Tiere rein an die man sich gewöhnt hat. Was wird dagegen unternommen? Na? So gut wie nichts. Was ist los mit dem Naturschützer Jäger?
    Keine Aktionen gegen Neophyten? Kleine Liste gefällig?
    https://de.wikipedia.org/wiki/…_Neophyten_in_Deutschland
    Und der Wolf gehört nicht hier her in "unsere" Kulturlandschaft?


    p.s. Gilt nicht für alle Jäger. Pflanzenjagd bringt leider keine Staubfänger fürs Jagdzimmer.

    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque)


    Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes? (Berthold Brecht)

  • @pgj Blödsinn! Das mit dem Zurücklehnen war in politischer Hinsicht gemeint!!
    Ich denke, wenn sich die Jägerschaft in die Wolfsdiskussion zu sehr einmischt verschlimmbessert sich die Sache nur, denn
    erstens dauert es wieder länger bis tatsächlich deutliche Maßnahmen gegen den Wolf getroffen werden, weil wir dann wieder nur so gesehen werden als das wir einen Beutekonkurrenten weg haben wollen.
    Das muss den tatsächlich betroffenen im Geldbeutel und Angst richtig wehtun.
    Zweitens, wenn der Druck da ist und der Wolf muss weg, willst du für n >=1 gerissene Schafe etc. verpflichtet werden Wildschadenersatz zu zahlen? Wenn der Druck da ist, sind wir in einer besseren Position als Jäger.
    Das könnte uns nämlich blühen.
    Daher was den Wolf angeht nicht einmischen. Wir sind dafür nicht verantwortlich. So und nicht anders ist das gemeint, hat anscheinend hier jeder begriffen, außer dir.


    In der Tat bereiten auch mir die Schwarzkittel größere Sorgen.
    Und wenn es tatsächlich dazu kommt das Mensch Opfer von Wolf wird, dann können wir das auch nicht ändern, so traurig das ist. Politiker ändern manchmal erst ihre Position wenn es den Posten droht. Und oft auch dann nicht.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu BDS, ProLegal und Jäger im HLJV

  • Kannst Du ohne Auto auskommen`?


    Ich nicht,
    aber ohne Wolf schon :thumbsup:


    Dürfte man, wie es vernünftig ist, dann hätte ich auch keine Bedenken wegen Wölfen,
    dafür aber nen .44 Mag am Gürtel, wenn ich in den Wald gehe :bud:

    "Im Leben braucht man zwei Dinge - Ignoranz und Überheblichkeit

    und

    der Erfolg ist einem sicher."

    (Mark Twain)

  • Mann, seid ihr alle schlau!
    Ihr wisst genau was zu tun und zu lassen ist. Obwohl ihr gar nicht von Wolf oder Luchs betroffen seid!


    Es gibt ein Sprichwort: "Die Akzeptanz des Großraubwildes steigt mit der Entfernung zum Objekt."


    Nur einer hier hat wirklich damit zu tun. Bergbueb. Oder besser zwei.
    Auch bei mir um das Haus herum gibt es seit Jahren Luchse. Wir finden regelmäßig Risse. Die Beobachtungen von Luchsen am Tag häufen sich. Muffelwild gibt es nur noch in wenigen aber dafür großen Rudeln.
    Wo die stehen, gibt es dann auch dementsprechend große Schäden.
    Der Luchs hat mir letztes Jahr zwei Schafe gerissen, trotz 2m hohem Zaun. Laut Aussage des Luchsexperten vom Nationalpark springt der Luchs auch über einen 3m hohen Zaun. Ein Schutz ist also mit vertretbarem Aufwand nicht möglich.
    Ihr könnt euch nicht vorstellen wie es sich anfühlt, wenn man morgens erst mal nachsehen muss, ob alle Tiere noch da sind oder wieder eins gerissen wurde.


    Und auf die "schnelle und unbürokratische Entschädigung", die unsere Politiker immer so hervorheben, warte ich seit fast einem Jahr. Außer einem Haufen Papier in Form von Antragsunterlagen habe ich noch nichts gesehen. Ein Schäfer, der mit seinen Schafen Geld verdienen muss, ist da schon pleite, wenn er sich durch den ganzen Formularkram durchwurstelt und nicht vorher schon aufgibt.


    Seit zwei Wochen ist der Wolf nun auch noch da. Nachgewiesen über eine Fotofalle 300m vom Haus.
    Der wird dem Muffelwild den Rest geben. Und meine Schafe sind dann auch nicht sicherer.


    Rot- und Schwarzwild reagieren in vielen Gegenden Deutschlands genauso auf den Wolf wie das Muffelwild auf den Luchs reagiert hat.
    Sie bilden Großrudel, da hier Feinde schneller erkannt werden (viele Augen sehen viel).
    Damit steigen die Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Und die Jäger haben es deutlich schwieriger, solche Großrudel zu bejagen und Schäden zu verhindern.

  • Was ist Muffelwild? Den Begriff kenne ich nicht.

    Der Europäische Mufflon (Ovis gmelini musimon), jägersprachlich Muffelwild oder kurz Muffel genannt, ist die westlichste und kleinste Unterart des Mufflons.
    Das Muffelwild, das heute in Deutschland lebt, wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts im ehemaligen Schlesien und dem Thüringer Teil des Harzes ausgewildert. Muffel sind die weltweit kleinsten Wildschafe und stammen vermutlich aus Korsika und Sardinien

  • Ist nicht ganz richtig. In den Harz kamen sie 1906. Allerdings nicht in den thüringischen, sondern in den anhaltinischen Teil.


    Die Harzpopulation ist Deutschlands älteste Population und genetisch sehr variabel. Deshalb wichtig als Genreserve, denn in Korsika und Sardinien sind sie stark bedroht.

  • @Foerster-Steffen s Stellungname wirft auf die Sache ein anderes Licht. Es ist fürs objektive Verständnis wichtig, auch mal von solchen Sichtweisen zu lesen. Ändert auch mein denken in dieser Hinsicht, der Luchs ist öffentlich kaum ein Thema und bei unsereinem deshalb garnicht auf dem Schirm. Nun kommt noch ein Prädator dazu. Ich kann mir vorstellen wie der Schäfer sich fühlen muss, in seiner von Gesetz verordneten Hilfs- u. Wehrlosigkeit. Will es aber garnicht. Mein spontaner Gedanker wäre mich auf die Lauer zu legen und dem raubzähnigen Untier ein Stück heisses Blei zu verpassen. Wenn mein Staat mich schon nicht schützt, vielleicht kann das meine Winchester. Jou ich weiß - starker Tobak. Hab ja nur gesagt wie meine Gedanken wären.


    Was die Wahrnehmung angeht, ... ist es wie beim Thema nordafrikanische Flüchtlinge (oder Invasoren?): is' halt was anderes ob du Angela Merkel bist und vom Pöbel abgeschottet die Jahreswende feierst - ... oder - womöglich noch weiblich - Sylvester 2015 live auf der Kölner Domplatte dabei warst.


    p.s. bin mit zu dickem Finger zufällig an den like-Button gekommen.

    Et hätt noch immer jot jejange.

    Uralte kölsche Weisheit

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mühlenbracher ()

  • Hallo


    Hier wird das mit dem Schutz noch schwieriger. Die Herden, seien es Rinder, Ziegen oder Schafe, werden alle im Sommer gealpt. Vom Wolf ist auch in der Schweiz mindestens ein Fall belegt, in dem Rindvieh angegriffen wurde. Man kann aber hunderte Hektaren grosse Flächen nicht Raubtiersicher einzäunen! Die Tiere sind auch nicht in grossen Herden, sondern meist in kleinen Gruppen unterwegs. Ich wüsste nicht wie sich mit diesen Voraussetzungen im Falle einer bleibenden Population Schäden verhindern lassen sollten...


    Grüsse

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Man kann aber hunderte Hektaren grosse Flächen nicht Raubtiersicher einzäunen!

    Hunde ? Bei Schafen funktioniert es auch... :thumbup:


    lg leonardo

    "Be polite, be professional, but have a plan to kill everybody you meet."
    Maj. Gen. James Mattis



    „Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

    Flugblatt der Weißen Rose

  • Hunde ? Bei Schafen funktioniert es auch... :thumbup:

    Leo, weißt du, was ein ausgebildeter "Herdenschutzhund" (z.B. Tornjak) kostet?


    Welpe 600€, (ohne Papiere). Mit geht es bei 1500e los. Ausgebildete HSH ... für normale Schäfer unerschwinglich (sprich, unrentabel) Futter nichtmal berücksichtigt.


    Zusätzlich braucht man ja auch noch Hütehunde ....

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Spassapfel... Wie willst du auf 250ha Weide und Waldweide 500 Tiere von 20 Betrieben die in Gruppen zu 2 bis 10 Stück unterwegs sind mit Hunden schützen? Das Milchvieh bleibt ja meist noch Betriebsweise beisammen. Die Jungtiere verschwinden aber wie es ihnen grad passt in alle Richtungen. Da suchst du im übelste Fall ein paar Stunden, bis du nur alle mal gesehen hast...
    Und das Beispiel ist nicht Theorie, sondern der Zustand wie er bei mir herscht. Wobei es dann noch wesentlich weitläufigere Alpen gibt...


    Grüsse

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Spassapfel

    Wenn du es sagst... :Braverle:


    Mein Wuffzüchter ist auch gleichzeitig Hauptberuflich Alm-Bauer und Schafzüchter....und der schafft es eigenartigerweise auch, meines Wissens auf knapp 150 Hektar Alm über 1200 Hm....Nur weil man es nicht versucht hat....es gleich abzulehnen....Oder hat in deinem Umfeld einer schon den Versuch gestartet ?


    Natürlich steckt viel Arbeit darin die Hunde auf ihre Arbeit vorzubereiten....was sicher nicht jeder auf sich nehmen will... :NO:







    Die Jungtiere verschwinden aber wie es ihnen grad passt in alle Richtungen. Da suchst du im übelste Fall ein paar Stunden, bis du nur alle mal gesehen has

    Schon mal über die Aufgabe eines Hirtenhundes / Treiberhundes Informiert....? :think: Glaube ich nicht :thumbdown:


    lg leonardo

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